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Entspannt zur Arbeit So gelingt das Pendeln mit dem Rad – auch im Winter

Wer auch im Winter zur Arbeit pendeln möchte, muss auf ungünstige Witterungsbedingungen eingestellt sein
Wer auch im Winter zur Arbeit pendeln möchte, muss auf ungünstige Witterungsbedingungen eingestellt sein
© David.Sch / Adobe Stock
Die Hälfte aller Autopendler*innen würde lieber mit dem Rad zur Arbeit fahren. Wir geben Tipps, worauf Sie achten sollten – besonders in der kalten Jahreszeit

Radfahren liegt im Trend – nicht nur als Freizeitbeschäftigung. Dem Fahrrad-Monitor 2021 des Bundesverkehrsministeriums zufolge hat das Fahrrad von allen Verkehrsmitteln das größte Wachstumspotenzial. Und sechs von zehn Fahrradpendelnden nutzen das Rad sommers wie winters. Mehr als ein Drittel schreckt auch Regen nicht. Dass es noch Luft nach oben gibt, zeigt eine aktuelle Studie zum Fahrradpendeln. Demnach würden mehr als die Hälfte aller befragten Autofahrerinnen und Autofahrer lieber mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.

Wenn die Wege und Distanzen es zulassen, spricht nichts gegen das Fahrradpendeln. Denn eigentlich ist Radfahren im Winter nicht anders als im Sommer.

Der wichtigste Punkt sind die Straßenverhältnisse. Da nasser Asphalt rutschiger ist als trockener – besonders im Herbst, wenn herabgefallenes, feuchtes Laub die Wege seifenglatt macht – ist eine angepasste Fahrweise angezeigt: Lieber langsam fahren, Abstand halten und auf keinen Fall mit Tempo in die Kurven. Das gilt auch und besonders bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Wegstrecken sind im Winter oft nur teilweise vereist oder verschneit. Dann ist besondere Vorsicht geboten.

Eine gute Idee sind spezielle Fahrradreifen mit Spikes, die zusätzlichen Halt auf eisglattem Untergrund bieten. Wer den Aufwand scheut, kann auch nur das Vorderrad umrüsten. Die Montage ist wesentlich einfacher als beim Hinterrad, und auf der Straße ist eine gute Haftung des Reifens vorne ohnehin wichtiger als hinten.

Spikes sind jedoch kein Muss. Wenn die Reifen noch ein gutes Profil aufweisen, können Sie auch im Winter einfach etwas Luft ablassen. Das führt dazu, dass die Kontaktfläche, und damit die Reifenhaftung, größer wird. Da zu geringer Luftdruck allerdings den Reifen schneller verschleißen lässt, sollten Sie die Reifen bei günstigen Straßenverhältnissen wieder mit dem passenden Luftdruck befüllen. Der Mindest- und der Höchstdruck sind auf der Flanke jedes Reifens angegeben.

Natürlich ist gerade in der dunklen Jahreszeit eine gute, StVO-konforme Beleuchtung unerlässlich. Nicht nur, um selbst gut zu sehen, sondern auch, um gesehen zu werden. Achten Sie unbedingt darauf, dass der Lichtkegel des Scheinwerfers den Bereich einige Meter vor dem Vorderrad ausleuchtet – und nicht die Baumkronen. Zu hoch eingestellte Scheinwerfer blenden den Gegenverkehr.

Sehr empfehlenswert für das "Gesehen-Werden" sind zudem reflektierende Kleidungsstücke. Warnwesten etwa gibt es im Baumarkt schon für wenige Euro.

Wer regelmäßig auch bei Regen und Frost fährt, für den sind natürlich auch gute Regenkleidung, Handschuhe und Gamaschen unverzichtbar. Schließlich will niemand mit nasser oder feuchter Kleidung im Büro sitzen. Da der Luftaustausch "atmungsaktiver" wasserdichter Kleidung gering ist, kommt man auch im Winter schnell ins Schwitzen. Vermeiden lässt sich das nur, indem man es im Fahrradsattel etwas gemütlicher angehen lässt. Ist eh sicherer.

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