Hülsenfrüchte Hauen Sie mehr Linsen in die Pfanne

Ein Plädoyer für mehr Hülsenfrüchte in der Küche
Hülsenfrüchte

Zu Unrecht unterrepräsentiert in unserer Küche: Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen

Sie haben sich vorgenommen, weniger, besseres und tierfreundlicher erzeugtes Fleisch zu essen? Super! Falls Sie jetzt jenseits von Stammzellen- oder Insektenburger auf der Suche nach einer Alternative sind: Versuchen Sie es mal mit Hülsenfrüchten. Ja, genau, die Dinger, die Sie als Kind nicht so toll fanden. Doch Linsen und Co. jetzt zu rehabilitieren, dafür gibt es Gründe genug:

Denn jetzt kochen Sie selbst – und Rezepte (die nun aber wirklich lecker sind), von traditionell schwäbisch bis südostasiatisch, gibt es im Netz zuhauf. Außerdem sind nicht nur Linsen, sondern auch andere Hülsenfrüchte wie Kichererbsen (Falafel!) und Bohnen echte Alleskönner und Umweltschützer.

Hülsenfrüchte sind nahrhaft und gesund – auch für die Umwelt

Sie liefern große Mengen Eiweiß (Linsen etwa enthalten mehr davon als Rinderhack), außerdem Ballaststoffe, B-Vitamine, Eisen, Magnesium, Kalium, Zink – und nur wenig Fett. Sie sind frei von Gluten und Cholesterin und sollen sogar Herz-Kreislaufkrankheiten, Diabetes Typ II und Bluthochdruck vorbeugen können.

Auch der Anbau von Hülsenfrüchten hat geradezu verdächtig viele Vorteile. Sie gedeihen fast überall und brauchen keinen extra Dünger – den nehmen sie mithilfe von Bakterien aus der Luft auf. Außerdem bieten die Blüten der Feldfrüchte auch noch Hummel, Biene und Co. Nahrung. Last, but not least sind sie auch noch günstig und lassen sich getrocknet hervorragend lagern und portionieren.

Ach ja, falls Sie sich für 2019 auch eine CO2-Diät verordnet haben: Bei der Produktion von Linsen werden im Vergleich zu Rinderfleisch zwanzigmal weniger Klimagase freigesetzt.