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Ab durch die Mitte! Unterwegs im Harz: Die besten Touren für Wanderer und Radfahrer

250 Quadratkilometer Nationalpark: Im Harz wandern wir durch einsame Moore, an grünen Bergweiden entlang und über grobe Felsen. In den Hochlagen wächst beinahe unberührte Natur heran, der Urwald darf sich sein Gebirge zurückerobern. Ein guter Ort für eine Wandertour – oder vielleicht auch zwei, drei, vier
Harzwanderung

Ausblicke wie diese begeistern schon Harz-Reisende wie Johann Wolfgang Goethe, George Clooney und Caspar David Friedrich.

Auf dem Wild-Man’s-Trail durch alte Bergbaugebiete

6-7 Stunden, 31 Kilometer, ▲▼ 970 m

Mittelschwere Wanderung. Sehr gute Grundkondition erforderlich.

„Im Norden Clausthals wartet der Wild Man’s Trail, der durch die alten Bergbauorte führt. Der gesamte Weg ist mehr als 30 Kilometer lang und überwindet fast 1000 Höhenmeter. Dementsprechend wird er meist von Mountainbikern befahren. Weniger oft wagen sich Wanderer an die Strecke. Wem der gesamte Weg zu lang ist, kann sich auch auf die zweistündige Wanderung von Wildemann nach Lauenthal machen. Der beschauliche Ort lockt Wanderer durch sein Bergbaumuseum an.“

Über den Eckerlochstieg auf den Brocken

4-5 Stunden, 10 Kilometer, ▲▼ 500 m

Leichte Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich.

„Der Wanderweg durch das Eckerloch zählt zu den beliebtesten Wegen im Harz. Los geht es im Wernigroder Ortsteil Schierke. Über Baumstämme, Geröll und durch Felsspalten führt der steile Aufstieg auf den Brocken: 500 Höhenmeter in fünf Kilometern. Etwa zwei Stunden dauert es, bis man das Aussichtsplateau erreicht. Dort lockt der Brockenwirt mit Kaltgetränken. Zurück geht es auf demselben Weg.“

Entlang der Ost-West-Grenze über den Brocken nach Tettenborn

5 Tage, 91 Kilometer, ▲ 2050 ▼ 1920 m

Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich.

„Los geht’s am am Grenzturm Rhoden am Fallstein. Der Weg entlang der ehemaligen Ost-West-Grenze führt in Wirklichkeit von Norden nach Süden und über Betonplatten, auf denen jahrzehntelang die Grenzer patrouillierten. Die Strecke führt durch die kleine Ortschaften, dichte Wälder und entlang des Eckerstausees. Höhepunkt ist der Aufstieg zum Brocken. Der verläuft über den Wurmberg zum Ring der Erinnerung, wo ein Beobachtungsturm und Überbleibsel des ehemaligen Grenzzauns zu sehen sind. Im weiteren Verlauf der Wanderung passiert man Walkenried. Hier lohnt sich ein Besuch im Zisterzienser Klostermuseum. Den Abschluss der Tour macht das Grenzlandmuseum in Tettenborn.“

Jenseits der Wege: Gipfelwanderung

12 Stunden, 48 Kilometer, ▲ 1600 ▼ 1760 m

Mittelschwere Wanderung. Sehr gute Grundkondition erforderlich.

„Über Heidentreppe, Wolfswarte, Hirten- und Eselsstieg geht es in zwei Tagen auf sieben Gipfel und auf über 2.000 Höhenmeter. Die Tour beginnt in Altenau und führt zunächst durch das Weltkulturerbe der Harzer Bergwiesen. Weiter geht es von Berg zu Berg und durch dichte Bergfichtenwälder. Entlang des Oderteichs und des Speichersees führt die Wanderung in den kleinen Ort Schierke. Frisch ausgeruht kann von hier aus der Aufstieg zum Brockenplateau begonnen werden. Der weitere Weg verläuft durch das Eckertal nach Bad Harzburg.“

Über den Goethe-Weg auf den Brocken

5 Stunden, 18 Kilometer, ▲▼ 360 m

Leichte Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich.

„Der Wanderweg beginnt beim Nationalparkhaus TorfHaus. Dort zweigt der Weg vom Parkplatz ab. Die Wanderung führt zunächst entlang des Abbegrabens und des Torfhausmoors. Über den Quitschenberg und durch Fichtenwälder geht es auf den Gipfel des Brocken. Am Besten zieht man schon frühmorgens los, um vor den Touristenmassen oben zu sein. Hinab geht es auf demselben Weg.“

Im Video: Die schönsten Wanderrouten weltweit

Zweiradtouren im Harz

Wenn die Füße einen Tag lang etwas Ruhe vom Wandern brauchen, schwingen wir uns in den Sattel: Diese drei Touren führen durch die schönsten Ecken des Harzes, hinauf zu aussichtsreichen Bergplateaus und imposanten Klippen. Nicht alle Wege sind für ungeübte Mountainbiker zu bezwingen, aber eine gute Herausforderung mit lohnendem Ausblick allemal.

Von Schierke einmal um den Brocken

4 Stunden, 25 Kilometer, ▲▼ 800 m

Leichte Mountainbike-Tour. Gute Grundkondition erforderlich.

„Der Startschuss fällt am Rathaus Schierke. Von hier durchquert man zunächst den Ortsteil, bevor es dann mit dem Fahrrad über Betonplatten, Waldwege und 800 Höhenmeter einmal um den Brocken geht. Unterwegs kreuzt man Goethe- und Heinrich-Heine-Weg. Nach etwa zwei Stunden ist der Gipfel erreicht. Die Tour endet, wo sie anfing: in Schierke.

Für Navi und Co.: Touren als kml-Datei herunterladen

Über die Zeterklippen zum Scharfenstein

2,5 Stunden, 27 Kilometer, ▲▼ 670 m

Mittelschwere Mountenbike-Tour mit Extremanstiegen. Gute Grundkondition erforderlich.

„Die Tour beginnt im Ilsetal und führt vom Kruzifix über einen Extremanstieg auf den Scharfenstein. Auf dem Weg passiert man die Ilse Wasserfälle. Anschließend geht’s über den Gelben Brink zu den Zeterklippen in beinahe 1000 Höhenmetern. Hier sind die Wege nicht durchgängig ausgebaut. Der Anstieg lohnt sich: Von den Klippen sieht man bis zum Brocken. Mehr als die Hälfte der Tour ist geschafft. Der Rückweg ins Ilsetal passiert eine Gaststätte zum Ausruhen.“

Berg-Tal-Tour über den Maaßner Gaipel

3 Stunden, 31 Kilometer, ▲▼ 970 m

Mittelschwere Mountainbike-Tour. Gute Grundkondition erforderlich.

„Die Mountainbike-Tour startet in Clausthal-Zellerfeld. Von hier führt der Trail durch Misch- und Fichtenwälder und vorbei an den alten Bergbausiedlungen Wildmann und Lautenthal. Wer eine Verschnaufpause braucht, schaut sich das alte Bergwerk oder das Bergbaumuseum an. Dann geht’s 400 Meter rauf zur Maaßener Gaipel. Der Anstieg ist steil und dementsprechend anspruchsvoll. Der Weg zurück führt durch Bockswiese und entlang zahlreicher Teiche. Nach anstrengenden drei Stunden ist man zurück in Clausthal-Zellerfeld.“

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