Bird Island – allein unter Pinguinen

Auf Bird Island in Südgeorgien leben Millionen Pinguine, Albatrosse und Robben – und ein paar Forscher, die Eiseskälte und Stürmen trotzen. Die "360° - GEO Reportage" am Samstag, den 18. Juni um 19.30 Uhr

Ein Film von Ines Possemeyer

Kaum ein Ort ist dichter besiedelt als Bird Island - zumindest was Pinguine, Seevögel und Robben betrifft. Menschen dürfen dieses subantarktische Tierreich nur wenige betreten. Und wenn, dann müssen sie viel Zeit mitbringen: Eineinhalb Jahre verbringen sie in der kleinsten Forschungsstation des British Antarctic Survey, 1400 Kilometer vom nächsten Hafen entfernt.

Acht junge Briten leben als Einsiedler auf Bird Island: eineinhalb Jahre ohne schnelles Internet, ohne Arzt oder Bäcker, ganz auf sich gestellt. Nur zweimal jährlich kommt ein Versorgungsschiff vorbei. Als erstes deutsches Filmteam durfte 360°- GEO Reportage ihren Alltag begleiten: auf einer nur vier Quadratkilometer kleinen Vogelinsel vor der Küste Südgeorgiens - einem der stürmischsten und tierreichsten Plätze der Erde.

Bird Island – allein unter Pinguinen

Die kleine Insel Bird Island nahe der Abtarktis ist ein Paradies für Hundertausende Seevögel. Nur wenige Menschen dürfen die Insel betreten. Einer von ihnen – die Biologin Lucy Quinn

Bird Island – allein unter Pinguinen

Bird Island und die Hauptinsel Südgeorgien gelten als einer der wichtigsten Nistplätze für Seevögel weltweit. Auch die größte Kolonie von Königspinguinen brütet hier: 200.000 Paare

Bird Islands Natur ist tatsächlich noch unberührt. Hunderttausende Pinguine und Albatrosse nisten auf dem subantarktischen Eiland, unbeeindruckt von den neugierigen Blicken der - wenigen - Menschen. Für die acht Frauen und Männer, die hier für den British Antarctic Survey forschen, geht ein Lebenstraum in Erfüllung: Es gibt kaum einen besseren Ort auf der Erde, um Seevögel zu beobachten. Dafür nehmen sie Arbeit bei Schnee und Sturm in Kauf, und monatelange Isolation. Selbst ihre Kollegen auf der 1000mal größeren Nachbarinsel Südgeorgien bleiben für sie unerreichbar.

Nur 500 Meter Südpolarmeer trennen beide Inseln. Doch für Vögel und Menschen liegen Welten dazwischen. Robben- und Walfänger haben nicht nur Südgeorgiens Tierwelt geplündert, sondern auch Ratten eingeschleppt. Die Nager bedrohen die Vogelwelt. Ohne sie würden hier vermutlich 90 Millionen mehr Tiere nisten als heute. Mit der bisher größten Rattenausrottung aller Zeiten versucht daher ein Biologen-Team, Südgeorgiens Natur in ihren „Urzustand“ zu versetzen: in ein Bird Island in Mega-Format und damit in den wichtigsten Vogelbrutplatz der Südhalbkugel. Wird es gelingen, den Rettungseinsatz rechtzeitig vor Wintereinbruch zu beenden? Die Reportage begleitet die Arbeit der Vogel-Forscher auf Bird Island und den Kampf der Vogel-Retter auf Südgeorgien. Dazu waren Regisseurin Ines Possemeyer und Kameramann Roland Gockel mehr als drei Monate vor Ort.

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