Die Rettungshunde vom Gardasee

Am Gardasee werden Neufundländer, Labradore und Retriever zu Rettungsschwimmmern ausgebildet. Zum Trainingsprogramm der Hunde und ihrer Herrchen gehört auch ein Sprung aus dem Helikopter. Die "360° - GEO Reportage" am Samstag, den 12. Juli um 19.30 Uhr

Ein Film von Galina Breitkreuz

Am malerischen Gardasee beginnt Ende der 1980er Jahre die Erfolgsgeschichte der weltweit einzigartigen Wasserrettungshunde-Staffel, der Cani Salvataggio. Ertrinken ist nach Verkehrsunfällen weltweit der zweithäufigste Unfalltod, die Rettung ist immer schwierig, geht es doch vor allem um Zeit und Kraft. Denn auch der Retter kann schnell selbst in Gefahr geraten. Die Italienische Rettungshundestaffel besteht aus Neufundländern, Labradoren und Retrievern – Hunden, die das Wasser lieben und mindestens 30 Kilogramm schwer sind. Zusammen mit ihrem Herrchen oder Frauchen werden sie drei Jahre lang zu Rettungsschwimmern ausgebildet.

Als Ferruccio Pilenga, ein altgedienter Zivilschutzmann, in den 1980er Jahren seinen ersten Neufundländer bekam, merkte er schnell, dass der stattliche Hund mit seinem vier Zentimeter dicken Unterfell für das italienische Klima zu warm "angezogen" war. Pilenga fing an, mit seinem Hund schwimmen zu gehen und merkte schnell, das sich die angeborene Wasserliebe und der Apportiertrieb des Hundes gut nutzen lassen. Die Idee der Scuola Italiana Cani Salvataggio, der Wasserrettungshunde-Schule, war geboren. Nur in Italien existiert diese Ausbildung, bei der Herr und Hund drei Jahre lang darauf trainiert werden, ein eingespieltes und unzertrennliches Team zu werden. Vor allem das bedingungslose Vertrauen zwischen Hund und Mensch ist die Basis für die Rettung Ertrinkender. Und so wird am malerischen Gardasee an jedem Wochenende des Jahres trainiert: Ob berufstätige Manager, Hausfrauen oder Studenten: sie alle steigen in ihre Neoprenanzüge, springen mit ihren Hunden von Booten, schwimmen weit hinaus auf den See und holen simulierte Opfer mittels eines Haltegurtes am Körper des Hundes zurück an Land. Die 17-jährige Esther Castellnovo und ihre Hündin Mia sind die Jüngsten im Team – die junge Frau steht erst am Anfang der komplizierten Ausbildung. Anders als Simone Galbiati, erfahrener Trainer mit seiner schon achtjährigen Neufundländerhündin, die zusammen vor dem Höhepunkt der Ausbildung stehen: dem Sprung von Herrchen und Hund aus dem Helikopter ins Wasser. Wird es der Hund schaffen, wird er springen und seinem Herrn folgen? Denn nur dann sind beide auch im Ernstfall an den Küsten Italiens als Retter zugelassen.

360°- GEO Reportage hat Ferruccio Pilenga, den Gründer der Italienischen Rettungshundeschule bei den Trainingseinheiten begleitet und den Höhepunkt der Ausbildung miterlebt: den Sprung von Hund und Herrchen aus dem Helikopter.

Die Rettungshunde vom Gardasee

In simulierten Rettungssituationen wird immer wieder das Zusammenspiel von Hund und Mensch trainiert. Jährlich können durch die Hund-Mensch-Teams etliche Menschen in Italien vor dem Ertrinken gerettet werden

Wiederholungen:

Sonntag, den 13. Juli gegen 13.00 Uhr.

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