Faszinierende Schweiz

Reisebericht

Faszinierende Schweiz

Reisebericht: Faszinierende Schweiz

Ein Reisebericht über meinen 10-tägigen (beruflichen) Aufenthalt in der Schweiz. Mit Besuch vom Rheinfall, dem großen Aletschgletscher, dem Jungfraujoch - "Top of Europe" und vieles mehr

Muhkuh-Muhkuh in der Nähe des...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Von 18.05.2008 bis 27.05.2008 war ich beruflich in Winterthur, abgesehen von viel Arbeit konnte ich aber die Zeit auch ein wenig nutzen um etwas von der wunderschönen Natur der Schweiz zu sehen. Für die Dauer meines Aufenthaltes war ein kleiner Peugeot 207 von National Cars mein Fortbewegungsmittel. Untergebracht war ich im Park Hotel Winterthur, ein sehr schönes, zentral gelegenes 4-Sterne Hotel, wobei man sagen muss dass es in Winterthur teilweise echt schwer ist überhaupt ein Zimmer zu bekommen, wenn man kurzfristig anreisen muss ist es ist fast immer schwer ein gutes Hotel zu bekommen.



Winterthur

Das Chöpfi oberhalb von Winterthur

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Da ich bereits im April für 2 Tage nach Winterthur musste, kannte ich die Innenstadt bereits ein wenig, eine schöne Stadt mit netter autofreier Altstadt, aber nichts "aufregendes" - eine Wirtschaftsstadt - die sechstgrößte Stadt der Schweiz. Nach dem ich am Sonntag erst spätabends in Winterthur ankam und der Montag beruflich dementsprechend lang dauerte war ich am Abend nur gut essen und ein wenig in der schönen Altstadt spazieren. Am Dienstag Abend wollte ich mir die Stadt von einem der auf der Homepage von Winterthur beschriebenen Aussichtspunkte - dem Chöpfi - ansehen. Nachdem ich eine Weile im Kreis fuhr bevor ich eine Möglichkeit zum Parken fand, spazierte ich gemütlich den Hügel rauf und hätte die Sandsteinfelsen mit ihren außergewöhnlichen Erosionsformen fast übersehen... Netter kleiner Tagesausklang zum Abschalten in der Natur.



Rheinfall - Schaffhausen

der Rheinfall

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Da sich nur ca. 20 Autominuten von Winterthur entfernt der größte Wasserfall Europas - der Rheinfall befindet (auf einer Breite von 150 m und einer Höhe von 23 m stürzen bei "normaler" Wasserführung des Rheins rund 600 Kubikmeter Wasser pro Sekunde über die Felsen...) - wollte ich diesen natürlich unbedingt besuchen. Das Wetter am Mittwoch war zwar grau in grau aber gelohnt hat es sich in jedem Fall. Als erstes besuchte ich beim Schloss Laufen die Zürcher Seite des Falls. Da es bereits Abend war und durch das schlechte Wetter war kein Eintritt beim Zugang zum Rheinfall im Schloss. Bereits von oben ist der Ausblick überwältigend aber der Weg nach unten mit den verschiedenen Aussichtspunkten bzw. der Plattform direkt vor den Wassermassen ist trotz Schlechtwetter faszinierend.



Der Rheinfall

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Anschließend fahre ich noch auf die andere Seite zum Rheinfallbecken um das "Spektakel" im Dunkel der Nacht zu sehen, die gebührenpflichtige Kurzparkzone ist bereits vorbei und als die Scheinwerfer angehen und den Rheinfall beleuchten kann man echt nur noch staunen, einfach wunderschön.



Rheinfall



Der Rheinfall

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Donnerstag war zwar eigentlich Feiertag (Fronleichnam) aber da Winterthur in einem eher evangelischen Kanton liegt war es hier ein normaler Arbeitstag der lange genug dauerte um danach nichts mehr zu unternehmen. Als am Freitag das Wetter wunderschön war musste ich unbedingt nochmal zum Rheinfall um ein paar Fotos bei Sonnenschein zu machen.



der Rheinfall





Den Abend verbrachte ich damit, mir ein wenig die schöne Altstadt und die Festung von Schaffhausen anzusehen.



Festung von Schaffhausen



Aletsch - Zermatt

im Rhonetal der Schweizer Berge

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Als ich erfuhr dass ich 2 freie Tage in der Schweiz verbringen "musste", wollte ich mir unbedingt den mit 23km Länge längsten und mächtigsten Gletscher Europas - den großen Aletschgletscher - ansehen, was sich im Mai als nicht ganz einfach erwies. Bereits im Vorfeld als ich über Internet nach den schönsten Plätzen beim Aletsch suchte musste ich mit Bedauern feststellen dass im Mai alle Bergbahnen wegen Revision geschlossen haben und es somit außer zu Fuß keine Möglichkeit gibt auf's Eggishorn (dem angeblich schönsten Aussichtspunkt über den Aletschgletscher) zu kommen - was mir aber dann doch zu heftig ist und nach längerer Suche nach Alternativen habe ich erfahren dass man von der Riederalp (die Seilbahn von Mörel ins Autofreie Riederalp ist die einzige Seilbahn die in Betrieb war) nicht extrem anstrengend zu einem Aussichtspunkt kommt von wo man den großen Aletschgletscher sieht. Da das Wetter am Samstagmorgen in Winterthur sehr schön ist, starte ich mit dem Plan über den Furkapass nach Mörel zu fahren, denn beim Aussichtspunkt Belvedere erreicht man in wenigen Minuten zu Fuß den Rhonegletscher und über den Grimselpass wollte ich am Nachmittag retour. Doch leider bereits auf der Autobahn bei der Abfahrt zur Furkastrasse die Ernüchterung - Furkapass und Grimselpass sind noch gesperrt - einzige Möglichkeit ins Rhonetal zu kommen ist die Furka Autoverladung - im Zug durch den Berg - shit happens... Die Strecke bis zur Autoverladung und danach entlang der Rhone ist schon sehr schön - wie schön wär erst die Fahrt über die Pässe gewesen...



Blick auf die Riederalp

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

In Mörel geht's dann mit der Seilbahn zur autofreien Riederalp. Laut Emailauskunft der Bergbahnen braucht man ca. 30 Minuten zur Riederfurka von wo man den Aletschgletscher sehen soll. Nach rund 40 Minuten gemütlicher Wanderung komme ich bei der Villa Cassel an der Riederfurka an doch vom Aletsch weit und breit nichts zu sehen. Idealerweise habe ich vorher eine Wanderkarte studiert und somit gehe ich mal weiter den vielen Fußspuren im Schnee folgend weiter Richtung Aletschwald. Durch den unter Naturschutz stehenden schönen, alten Aletschwald wandere ich "einsam und verlassen" teilweise durch Knöcheltiefen Schnee (jetzt ist auch die Sperre der Bergpässe klar..) Richtung Aletsch.



Blick von der Riederfurka auf die Riederalp



Der große Aletschgletscher

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Und nach weiteren rund 30 Minuten taucht der längste Gletscher Europas auf - grau in grau vom Wetter aber trotzdem faszinierend, ich gehe noch weiter in der Hoffnung über den Berg retour zur Riederalp zu gelangen doch nach rund 15 Minuten ist Endstation, der Weg ist am Ende des Aletschwald angelangt und hier Enden auch alle Fußspuren und es gibt nur mehr Schnee und keinen Weg weiter, ich genieße noch ein wenig den herrlichen Ausblick auf den Gletscher bevor ich mich im leichten Nieselregen auf den Rückweg mache.



Der längste Gletscher Europas



Zermatt

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Da es noch nicht spät ist als ich im Tal ankomme entschließe ich mich noch nach Zermatt zu fahren um das Matterhorn zu sehen. Bei der Endstation für Autos in Täsch scheint die Sonne somit hoffe ich auf eine schöne Aussicht, mit dem Zug in Zermatt angekommen folgt die nächste Ernüchterung, alle Berggipfel hängen in grauen Wolken, eine Fahrt mit den Seilbahnen zum Gornergrat oder Matterhorn glacier paradise erübrigt sich, selbst von Zermatt aus erkennt man das berühmte Profil des Berges kaum. Der Ort ist zwar wunderschön, vorallem der alte erhaltene Bergdorfteil ist faszinierend aber in Relation zu den Kosten für Parken und Bahn war es aufgrund des Wetters und der Zeit leider ein Flop, hier muss man bei Schönwetter gut 2 Tage einrechnen um die Bergwelt wirklich genießen zu können, ebenso wie beim Aletsch, wo man, auch wenn man mit der Seilbahn unterwegs ist, locker einen vollen Tag bei Schönwetter einplanen muss.



Das Mattererhorn ...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Da ich nicht wieder die gleiche Strecke durch den Berg retourfahren will, wähle ich die Strecke über die Autobahn an Montreux und Bern vorbei nach Winterthur, ist laut Routenplaner auch der schnellste Weg und ich sehe auch noch mehr von der schönen Schweizer Landschaft im Berner Oberland...



Jungfrau - Eiger - Mönch - Wengen

der Lungernsee

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Ursprünglich wollte ich nur einen Tag in die Berge und mir heute Zürich ansehen, aber die Berge locken mehr als die Stadt und so mache ich mich auf den Weg auf's Jungfraujoch. Die direkte Strecke führt mich über den niederen - und deshalb passierbaren... - Brünigpass, von wo man eine herrliche Aussicht über den Lungernsee hat.



Das Jungfraumassiv

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Bereits kurz nach Interlaken Richtung Lauterbrunnen sticht einem das gewaltige Jungfraumassiv ins Auge.



Blick von der kleinen Scheidegg...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Ab Lauterbrunnen geht's mit den Jungfraubahnen bis auf 3571m. Bereits der erste Teil der Strecke über den berühmten Schiort Wengen bis zur "Kleinen Scheidegg" gleich unterhalb der beeindruckenden Eigernordwand bietet herrliche Ausblicke über die einmalige Natur und die faszinierende Bergwelt.



Der weitere ca. 12km lange Weg führt fast ausschliesslich durch den Berg. Am Weg zur Endstation gibt es 2 faszinierende Aussichtspunkte wo für 10 Minuten gehalten wird und von an denen man einen herrlichen Ausblick hat. Der erste liegt in der "berühmt-berüchtigten" Eigernordwand, von wo man einen wunderschönen Rundblick über die Bergwelt und auf die kleine Scheidegg und auf Grindelwald hat.



Blick von der Station Eigernordwand



Die zweite Station "Eismeer" bietet einen atemberaubenden Ausblick auf die zerfurchte Gletscherwelt, den Fiescher- und Grindelwaldgletscher und bei halbwegs guter Fernsicht auf die Bergriesen Schreckhorn und Lauterarhorn.



Gletscherblick am Weg zum Top of Europe



im Eispalast

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Da die Fernsicht bisher sehr gut ist, ist die Hoffnung auf schöneres Fernsichtwetter als Gestern am Aletschgletscher groß. Auf 3.454m angekommen besuche ich zuerst den Eispalast - 20m unter dem Plateau des Jungfraufirn - wunderschöne Eisskulpturen, aber noch faszinierender finde ich dass wir uns im ewigen Gletscheis befinden. Als ich mich raus auf's Plateau begebe weht mir der eiskalte Wind der Realität entgegen - Sturm, leichter Schneefall, Sichtweite max. 20 Meter... shit happens.



Tunnel im ewigen Eis



am Jungfraujoch auf knapp 3.500m

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Nach dem Mittagessen in einem der Restaurants begebe ich mich zum Top of Europe, der Sphinx auf 3.571m. Auf der Aussichtsplattform kann man sich auf den Tafeln ansehen was man sehen würde, wenn man was sehen könnte... Leider ist die Sicht hier oben auch gleich null, schade, aber alles in allem, die Aussicht von der Bahn etc. war es die knapp 100,- Euro schon wert, trotz Schlechtwetter ein einmaliges Erlebnis.



Ich gehe noch bis zum Tunnelausgang Richtung Mönchsjochhütte wo sich ein kleiner "Funpark" befindet und die Schlittenhunde auf Kundschaft warten, der Weg zur Mönchsjochhütte wäre bei null Sicht sinnlos und so begebe ich mich wieder talwärts. Sobald wir bei der Kleinen Scheidegg aus dem Berg kommen sind wir wieder unter der Wolkendecke und die Fernsicht ist wieder einigermassen schön.



Blick von der kleinen Scheidegg auf Grindelwald



die Staubbachfälle in Lauterbrunnen

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Bereits unmittelbar nach Wengen hat man einen herrlichen Blick "von oben" auf die Staubbachfälle von Lauterbrunnen. Und nach einem kurzen Stop bei diesen, mache ich mich wieder auf den Rückweg nach Winterthur wo noch 2 arbeitsreiche Tage vor mir liegen, ehe ich am Dienstag Abend wieder in die ebensoschöne Heimat fliege.



Wengen



Abschließend bleibt nur zu sagen dass ich sicher irgendwann wiederkomme,
um die einmalige Bergwelt bei Schönwetter in Ruhe und in vollem Umfang anzusehen.



Staubbachfall


Teilen auf

Mein Interessenprofil

Bitte melden Sie sich an, um Reiseziele zu Ihrem Interessenprofil hinzuzufügen.

Kommentare

  • tautau006

    ein netter Bericht mit einigen guten Infos, in Zermatt hättest du troz schlechter Sicht mal auf das kleine Matterhorn hoch sollen. Allein die Fahrt mit der Seilbahn ist schon die Tour wert und mal über den Wolken zu stehen hat auch was.
    Ansonsten hast du ja in kurzer Zeit viel erlebt :-)

  • RdF54

    Schöner Bericht mit tollen Fotos!
    Da kann man nur sagen "die Berge haben etwas"! :-)

    LG Robert

  • Blula

    Schöner Bildbericht über die grandiose Schweizer Bergwelt.
    LG Ursula

  • Claus_Wagner

    Grandioser Bericht über eine fantastische Landschaft. Du beschreibst das sehr schön.
    Aber ewiges Gletschereis? Gewagte Formulierung...;-)
    Viele Grüße
    Claus

  • trollbaby

    Da sieht man wieder, dass man Dienstreisen aus privater Hinsicht durchaus auch etwas Positives abgewinnen kann! :-) Schade nur, dass die Fernsicht auf den Bergen gleich null war, aber dennoch muss es ein Erlebnis gewesen sein.
    LG Susi

  • venus

    ein klasse Erlebnismix...

  • brandriba

    Schöner Reisebericht über meine Heimat, hat mir gut gefallen. Wenn Du nochmals kommst bring etwas mehr Zei mit und gönn Dir eine geführte Gletschertour, ein ganz besonderes Erlebnis. Der Bergfrühling kommt langsam in die Gänge, ab Juni sollte es auch in den höheren Lagen klappen. LG DAni

  • nach oben nach oben scrollen
  • Karu24

    Vielen Dank für die Berführung.
    LG Erika

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Faszinierende Schweiz 4.78 18

Beliebte Community-Inhalte: AustralienNorwegenThailandVietnamItalienBarcelonaIndien ReiseführerIndien Tipps