3000 Kilometer mit dem Fahrrad durch Spanien und Nordportugal

Reisebericht

3000 Kilometer mit dem Fahrrad durch Spanien und Nordportugal

Reisebericht: 3000 Kilometer mit dem Fahrrad durch Spanien und Nordportugal

Grossstädte wie Sevilla, Zaragoza, València, schmucke Küstenorte wie Ribadesella oder Cudillero, Pilgerorte wie Santiago de Compostela oder Logroño, weite Naturlandschaften wie die Extremadura oder das Ebrotal, berühmte Weingegenden wie Ribera del Duero oder Rioja und nicht zu vergessen: vielfältigste Kultur. All das macht Radfahren in Spanien abwechslungsreich und spannend.

Route unserer Radtour 2014 durch Spanien/Portugal



Von Sevilla nach Zamora

Unseren (Vor)Ruhestand möchten wir aktiv gestalten, einen Sommer in einer warmen, regenarmen Gegend verbringen, so entwickelt sich die Idee, Spanien mit dem Fahrrad zu bereisen.
Hier beschreibe ich nur ganz grob den Routenverlauf, Detailinformationen können nachgelesen werden auf unserer Homepage: http://nomadenleben.jimdo.com

Recherchen ergeben, dass die Via de la Plata, der Jakobsweg von Sevilla nach Santiago de Compostela, fahrradtauglich ist. So bewegen uns nicht religiöse, spirituelle Gründe, uns auf den Pilgerweg zu begeben, nein, es sind ganz profane, praktische Beweggründe. Und der Radelalltag bestätigt es dann auch, die Via de la Plata ist zum grössten Teil auf Feldwegen und Nebenstrecken zu befahren. An einzelnen Stellen ist auch mal Schieben oder Tragen angesagt, aber dies bleibt die Ausnahme. Nach Cáceres verlassen wir die Via de la Plata kurzfristig, um einen Umweg über Plasencia zu radeln. Die Strecke Salamanca - Zamora ist eine reine N630-Strecke. Die Infrastruktur, d.h. Verpflegungs- und Übernachtungsmöglichkeiten, bis Zamora ist perfekt.



Sevilla, Plaza de España



Der Norden Portugals

Hier beschliessen wir, die Via de la Plata zu verlassen. Über die verkehrsarme N218 nach Bragança, weiter auf der noch weniger befahrenen N103 über Chaves nach Braga, durchqueren wir den Norden Portugals. Übernachtungsmöglichkeiten sind hier sehr dünn gesät, es gibt tatsächlich nur die von uns genutzten Orte.
In Braga stossen wir auf den portugiesischen Jakobsweg, den Caminho Português, der begrenzt fahrbar ist. So bleiben wir den Nationalstrassen treu, der N201/N301 bis zur portugiesisch/spanischen Grenze in Valença. Dort entscheiden wir uns für die Variante am Meer entlang via Panxón - Vigo - Pontevedra, um schliesslich auf der N550 Santiago de Compostela zu erreichen. Übernachtungsprobleme gibt es hier keine, nur der Verkehr wird zunehmend dichter. Nicht, dass es gefährlich ist, auf den Nationalstrassen zu radeln, meistens hat es einen genügend breiten Seitenstreifen, nein, nach so vielen hundert Kilometern relativer Ruhe ist es der Lärm, der störend ist.



bei Muelas del Pan



Entlang der Nordküste Spaniens

Santiago verlassen wir auf der sehr stark mit LKW befahrenen N550 Richtung Norden, um über die N862 den nördlichsten Punkt Spaniens, Estaca de Bares, zu erreichen. Wir bleiben so gut es geht in Küstennähe mehr oder weniger auf der N634 bis Suances (Nähe Santander). Das unbeständige, kühle Wetter an der Nordküste gefällt uns gar nicht, so suchen und finden wir die Wärme im Landesinnern.



bei A Reboira



Ebrotal

Ab Reinosa folgen wir hauptsächlich auf Nebenstrassen dem Ebro bis Tudela. Von dort aus hat es entlang dem Canal de Tauste bzw. dem Canal Imperial de Aragón fast durchgehend einen "Unterhalts-Weg" bis Zaragoza.



S von Soncillo



Zaragoza - València

Wir haben herausgefunden, dass es in Richtung València eine Via Verde gibt, eine stillgelegte Eisenbahnstrecke, die als Fahrradweg genutzt wird. So verlassen wir Zaragoza in Richtung Süden auf der N330, um ab Santa Eulalía auf der 165 Kilometer langen Via Verde (Via de los Ojos Negros) bis fast nach Velència hinein zu radeln.



Äcker NO von Daroca



Mittelmeerküste

Der Eurovelo-Weg E8 verläuft unter anderem zwischen València und Barcelona, ist jedoch auf weiten Strecken identisch mit der stark befahrenen N340. So versuchen wir uns auf Nebenstrecken, die zwar nicht immer berauschend schön und idyllisch, dafür jedoch über lange Strecken zweckmässig, verkehrsarm oder gar verkehrsfrei sind. Häufig gibt es auch entlang den kilometerlangen Uferpromenaden einen schönen Fahrradweg. Die 6 Kilometer zwischen Benicàssim und Orpesa verbindet wieder eine Via Verde. Bis Ampolla bzw. Calafat finden wir befriedigende Alternativen zur N340. Die Nebenstrecke Calafat - Hospitalet de l'Infant empfehlen wir nicht. Die teilweise steilen Anstiege und Abfahrten sind durch die schlechte Wegbeschaffenheit mit viel Schotter und Kies mit einem Tourenvelo plus Gepäck häufig nicht fahrbar. Hier würden wir die N340 wählen, auf der wir schliesslich noch das letzte Stück bis Cambrils zurück legen. Wir steigen dann auf den Zug nach Barcelona um, da wir für uns keine sinnvolle Variante zur N340 finden.



Naturstrasse zwischen Autobahn und Meer N von...



Links für Details

Unsere Homepage:
http://nomadenleben.jimdo.com

Etappenorte auf Google Maps:
https://mapsengine.google.com/map/viewer?mid=zk-uzNuopCEU.k9hUy2WDfo1U

Streckenverlauf auf GPSies:
http://www.gpsies.com/mapUser.do?username=kailas97


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