Reisebericht Türkei -> Kappadokien, vom 23.3.-6.4.2013

Reisebericht

Reisebericht Türkei -> Kappadokien, vom 23.3.-6.4.2013

Vor der Reise nach Kappadokien habe ich viele Reiseberichte gelesen, um mir ein Bild zu machen und auch in dem Glauben, bei dem Preis bestimmt viele Abstriche machen zu müssen. Da mir die unterschiedlichen Berichte in vieler Hinsicht geholfen haben, möchte ich meine Erfahrungen nicht zurück halten:

Reisebericht Kappadokien

Da wir viel Gutes über Kappadokien gehört hatten, außerdem kürzlich noch Verwandtschaft begeistert von dort zurück kam, beschlossen wir dass Angebot in der ADAC-Zeitschrift wahr zu nehmen und mit der Reisegesellschaft „Gala Vital“ für 481 € pro Person das Abenteuer auf uns zu nehmen und buchten für Ende März 2013 eine Woche Rundreise in Kappadokien und 1 Woche Seele baumeln lassen, ausruhen in einem 5*- Hotel in der Region Antalya.
Wir hatten keine hohen Erwartungen für diesen Preis in die Reise gesteckt, waren auch bereit, eventuell Abstriche zu machen, hoffentlich nicht bei den Hotels. Es fing dann damit an, dass wir bereits 2 Wochen vor Abreise die Nachricht erhielten, dass unser Flug nicht wie angekündigt um 10 Uhr abgeht, sondern erst am Abend um 18.40 Uhr. Na ja, wir vermuteten das unser Flugzeug nicht voll war und alles in eine Maschine gestopft wird. Egal, unser „Flybird“ (Fluggesellschaft) hob dann endlich um 19.50 Uhr in DUS ab, Maschine war OK, zu Essen gab’s ein trockenes Baguette, und wir landeten sicher um Mitternacht (Ortszeit) in Antalya. Orientierung, zuständigen Reiseleiter und Bus suchen klappte ganz gut, wir wurden von der Türkischen Reisegesellschaft „DE HA“ im Namen von Gala Vital übernommen. Nach knapp 1 Std. Fahrt kamen wir um 1.30 Uhr in einem ziemlich neuen und tadellosen Hotel in Colakli an. Mit den Gedanken, hoffentlich geht’s nicht so weiter, lagen wir um ca. 2 Uhr im Bett.
Am nächsten Morgen ausgiebiges Frühstück, um 10 Uhr Begrüßung der Reisegruppen. Informationen über die Kappadokien Tour und Vorschläge für den heutigen freien Tag…! Unser zugeteilter Reiseleiter „Altay“, liebte es nicht wenn jemand zwischen fragte, das ließ er uns gleich spüren und eckte bei einigen unserer Gruppe gleich an.
Wir machten den Ausflug in die nächst größere Stadt Manavgat, besuchten dort eine große Mosche mit 4 Minaretten und fuhren anschließen auf dem Fluss Manavgat in Richtung Meer. Dort auf einer Landzunge 1 Std. Aufenthalt und Mittagessen, danach zurück zum Hotel. Fazit: Hat uns gefallen!
Am nächsten Morgen ging’s dann früh los in Richtung Kappadokien, ca. 200 km über die gesamte Breite des Taurus-Gebirges, war noch interessant, dann kamen wir nach Konya, eine Millionenstadt, wir besuchten ein Museum, dann Mittagessen in einer Karawanserei und danach nur noch öde Landschaft, schrecklich viel „Gegend“, ca. 250 km bis nach Avanos, wo wir nun 3 Tage in einem sauberen und ruhigem Hotel wohnen sollten. Unterwegs, auf der ca. 550 km langen Strecke hat uns unser Reiseleiter viel aus der Geschichte der Türkei, spezifisch Anatolien erzählt, zugegeben, er hat gut erzählt und wusste sehr viel, aber zu früh gestellte Fragen ließ er wieder abblitzen und danach fragte niemand mehr.
Verschiedene Unternehmungen waren ja bereits im Reiseplan enthalten, zusätzliches bot uns Altay noch gegen Aufpreis an: 5 Mittagessen an den folgenden Tagen während der Rundreise nach Türkischer Art, zum Preis von 49 €, (kann man nicht meckern) und es hat immer geschmeckt, einen Abend mit den tanzenden Derwischen für 20 € (war interessant und hat uns gefallen), einen Abend türkische Volkstänze aus 7 Provinzen für 30 € (Bericht später), wir waren interessiert und bezahlte für 2 Personen 240 € zusätzlich.
Der nächste Morgen brachte uns nun endlich das, was uns in jedem vorher gelesenen Reisebericht versprochen wurde, die wunderschöne Landschaft von Kappadokien, wir sahen die über Jahrtausende von Jahren gewachsenen und geformten Feen-Kamine, welche alle unterschiedlich in die Landschaft gewachsen waren. Bizarre Gebilde, Felslandschaften, Höhlenwohnungen und vieles anderes mehr bekamen wir zu sehen, dazu wieder viel Geschichtliches von Altay. Endlich wurden unsere Augen und Phantasie belohnt, nach der eintönigen, 8 Std. Fahrt von Antalya. Unser RL war an diesem Tag gut drauf und es kam dann auch die eine oder andere zaghafte Frage. Eine Fahrt mit einem der berühmten Heißluftballons blieb uns aufgrund starker Winde verwehrt.
Am späten Nachmittag sahen wir eine Aufführung der tanzenden Derwische, das waren Mönche, die sich in eine Art Rausch tanzten, Beeindruckend, nicht für jeden was, aber sollte man vielleicht mal gesehen haben.
Am nächsten Tag fuhren wir als erstes in eine Teppichfabrik, wer schon mal in der Türkei war, kennt auch die üblichen „Teppich-Verkaufs-Shows“, keiner von uns war an einem T. interessiert, zum Leidwesen unseres RL. Danach wieder was für die Augen und wieder viel Geschichte. Am Abend nach dem Abendessen fuhren wieder einige von uns mit dem Bus zu dem „Folklore Abend“, das war dann original Touristennepp. Ein Keller voll Menschen, Einheimische und Touris, die angesagten 7 Volkstänze wurden von ein und derselben, immer der Provinz entsprechend gekleidete junge Tanzgruppe (5 Mädchen und 5 Jungs) vorgeführt (Musik vom Band), alles einstudiert, vermutlich hatte noch Keiner eine der vorher nicht angekündigten Provinzen gesehen. Immerhin waren alle Getränke und kleine Knabbereien in dem Eintrittspreis enthalten. Eine türkische Hochzeit wurde uns vorgegaukelt und wir sahen noch einen Bauchtanz. Hätten wir uns alles sparen können und fuhren gerne zurück ins Hotel!
Das war aber auch der einzige negative Punkt auf der Rundreise durch Kappadokien. Am 3. Tag fuhren wir wieder die lange Strecke zu unserem 3. Hotel an die Küste zurück. Einige aus unserer Gruppe hatten starke Probleme mit Magen-Darm, was während der langen Busfahrt sehr unangenehm für die Kranken war. Wir machten noch einen Stopp in Aksary (ca. 20 km vor Konya), dort besuchten wir eine unterirdische Höhlenstadt, wir waren sehr beeindruckt, wie die Leute vor tausenden von Jahren sich zu helfen wussten und alles ohne besondere Hilfsmittel. Ein weiterer Stopp zum Mittagessen, noch eine Pinkelpause und wir kamen am späten Nachmittag in Okurcalar, in einem neu aussehenden, frisch renoviertes Hotel an, einchecken, Koffer aufs Zimmer und Abendessen. Wir waren Happy, dass auch dieses Hotel vom Feinsten war, im Internet hatten wir es vorher als Schlechtestes von allen angesehen.
Nun kam der letzte Arbeitstag unseres RL mit dieser Reisegruppe. Wir fuhren Richtung Antalya, zuerst besuchten wir die in der Reisebeschreibung angesagte Schmuck-und Lederfabrik, auch hier blieb die Gruppe wieder unter den Erwartungen von Altay und er ließ es uns wissen. Wieder ein schmackhaftes Mittagessen in Lara, dann führen wir durch die Altstadt zum Hafen, dort schipperten wir mit einem Boot ca. 1 Std. entlang der Küste, danach 1,5 Std. Freilauf durch den Basar von Antalya. Im Bus sagte uns unser RL dann, dass er aufgrund einiger Gerüchte (die ihm seine Kollegen gesteckt hätten) auf sein Trinkgeld verzichtet und der Fahrer hätte sich solidarisch erklärt. Wir waren sehr verwundert, weil nichts davon stimmte, aber er ließ sich nicht umstimmen und verabschiedete sich. Der Busfahrer brachte uns wieder ins Hotel und bekam natürlich sein verdientes Trinkgeld, da er uns die ganze Zeit gut und sicher transportiert hatte. Er strahlte und verabschiedete sich von jedem Einzelnen.
Der Rest ist schnell erzählt: Am nächsten Mittag holte uns ein Bus ab und fuhr uns in das letzte Hotel der Reise, das „Sea World Resort Spa Hotel“ in Kazilagac, ein 5* Hotel mit AI und allem was unser Touristenherz sich wünscht. Nach 1 Woche bei teilweise sonnigem fast schon sehr heißem Wetter, konnten wir uns den letzten Schlaf verkneifen, denn wir wurden bereits um 0.30 Uhr abgeholt und über Umwege dann zum Flughafen gebracht. Der Rückflug mit einem Tailwind (Fluggesellschaft, auch unbekannt) Flugzeug war auch wieder ruhig, unspektakulär und pünktlich um 8 Uhr deutscher Zeit landeten wir sicher in Düsseldorf.
Fazit: Die Reise war sehr schön, nie irgendwie gefährdet und vom Preis-Leistungsverhältnis übererfüllt. Mit diesen Erinnerungen würden wir jeder Zeit wieder eine Reise mit Gala Vital angehen.
Da wir in unserer Reisegruppe aufgrund der Osterferien viele Lehrer an Bord hatten, passt es gut, dass ich aus unserer Sicht ein paar Noten verteile:
Reiseleiter: Geschichte sehr gut 1
Organisation gut – 2-
Menschlich ausreichend 4 Gesamturteil gut 2
Busfahrer: Fahrleistung sehr gut 1
Sicherheit gut 2
Zuverlässigk. Gut 2 Gesamturteil gut 2
Reisegruppe: alles nette Leute, wir haben einander gut harmoniert! gut 2


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