Mehr als Meer - Sharm el Sheikh und der Sinai

Reisebericht

Mehr als Meer - Sharm el Sheikh und der Sinai

Reisebericht: Mehr als Meer - Sharm el Sheikh und der Sinai

Für eine Woche dem bayrischen Winter entfliehen - dafür ist Sharm el Sheikh am Roten Meer perfekt geeignet! Und auf der Halbinsel des Sinai kann jeder viel mehr erleben als "nur" die wunderbare Unterwasserwelt am vorgelagerten Riff...

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Samstag: Aus dem Winter zum sonnigen Luxus

Nachdem mein Sohn trotz Gips das OK für die Reise vom Arzt und von der Fluggesellschaft bekommen hat, steht unserer Urlaubswoche in Sharm el Sheikh nichts mehr im Weg.
Unser Flieger hat beim Start in München über eine Stunde Verspätung - erst fehlen Passagiere und dann dauert das Enteisen sehr lang. Aber ein bisschen was holen wir mit hoher Geschwindigkeit wieder auf. Dank der vorübergehenden Behinderung meines Sohnes bekommen wir an den Airports auch noch eine Vorzugsbehandlung...
Der Flug vergeht ohne besondere Ereignisse und auch in Sharm gibt's keine Probleme. Der Transfer ins Hotel dauert nicht lange - und hier erwartet uns Luxus pur! Die Anlage des Rixos ist riesig und top gepflegt, unser "Familienzimmer" (2 Schlafzimmer mit gemeinsamem Bad) ist geräumig und schön. Wir entspannen erst mal auf unserem Balkon, bevor wir zum Abendessen gehen. Das Buffet im nahe gelegenen Hauptrestaurant ist einfach nur sagenhaft, riesig und optisch ein Traum - und das Essen sieht nicht nur gut aus, es ist frisch und schmeckt hervorragend.
Nach dem Essen treffen wir uns mit Hamada, mit dem wir den Ausflug zum Mosesberg machen werden. Er ist sympathisch und spricht auch sehr gut Deutsch. Wir sitzen in einem Café, rauchen eine Shisha, trinken Tee und unterhalten uns sehr gut.
Wir fühlen uns schon richtig wohl hier...





Auslick im Orient



Sonntag: Erst mal orientieren

Der Tag heute ist zum Entspannen, Erholen und Erkunden gedacht.
Also schlafen wir erst mal aus, frühstücken dann in Ruhe und spazieren durch die Hotelanlage. Wir reservieren für die nächsten Abende in verschiedenen à-la-carte-Restaurants des Hotels und bestellen unsere Ausflugs-Luchpakete für den Abend.
Nach dem Mittagessen machen wir erst mal Siesta - viel zum Schlafen werden wir wohl bis morgen nicht mehr kommen... Danach kommt der örtliche Reiseleiter des Veranstalters, aber viel Neues kann er uns nicht erzählen (und gegen die Ausflugsangebote sind wir immun, wir haben da ja schon vorgesorgt).
Abendessen gibt's heute im indischen Restaurant, da müssen wir uns ein bisschen schicker machen als im Hauptrestaurant. Und den Rucksack für den Trip zum Mosesberg packen wir auch, um halb elf kommt Hamada und holt uns ab.



Orientalisches Stillleben



Montag: Eine etwas andere Bergtour

Wir fahren mit Hamada durch die Nacht, im Scheinwerferlicht ist außer der Straße nichts zu sehen bis auf ein paar Felsen.
Kurz nach eins erreichen wir den Parkplatz am Katharinenkloster, wo wir unseren Beduinen-Guide Hamouda trefen. Im Schein unserer Lampen gehen wir los - wie sehr viele andere, wir haben das Gefühl, dass Hunderte unterwegs sind. Schnell merken wir, dass dieser Aufstieg zum Mosesberg nicht unterschätzt werden darf: wir haben (vor allem anfangs) Probleme mit der Höhe - es ist nicht ohne, von Meereshöhe zu kommen und dann rund 800 Höhenmeter bis auf gut 2600 m zu bewältigen. Wegen des felsigen und teils instabilen Wegs sind wir froh um unsere guten Schuhe und wegen der Kälte um unsere warmen Jacken.
Nach ein paar Pausen an den regelmäßig eingerichteten Rastplätzen und gut 3 Stunden Aufstieg in der kalten Nacht kommen wir am letzten der "Coffee-Shops" (was hier aber eine andere Bedeutung hat als in Amsterdam) an, von hier sind es nur noch ein paar Minuten bis zum Gipfel. Wir haben noch Zeit und können im Hinterraum des Kiosks noch ein bisschen schlafen.
Eine Dreiviertelstunde vor Sonnenaufgang weckt uns Hamouda und führt uns über den Gipfel zu einem Felsplateau, das auf der Ostseite über den Abgrund hinaus ragt. Wir warten, aneinandergekuschelt unter der Decke, die Hamouda am letzten Stopp mitgenommen hat, auf den Sonnenaufgang.
Leider sind genau dort, wo die Sonne aufgeht, ziemlich viele Wolken. Aber ein paar Augenblicke lang ist sie doch zu sehen - lang genug für einige Fotos.



Warten in der Kälte



Wir machen uns wieder an den Abstieg und sehen jetzt all das, was die dunkle Nacht vor uns verborgen hat: zerklüftete Felsen in mehreren Farben, senkrechte Abgründe, Eis- und Schnee-Reste. Es ist einfach überwältigend!
Und wir sind uns sicher, dass es definitv besser ist, den Aufstieg nachts zu unternehmen und bei Tageslicht abzusteigen. Der Anblick der steilen, teils nicht wirklich weit vom Weg entfernten Abgründe schon während des Aufstiegs hätte sicher verunsichernde Wirkung auf einen Abstieg in der Dunkelheit...



Der Weg ist das Ziel



Schon vor 9 Uhr sind wir wieder am Katharinenkloster, wo uns Hamada und ein einfaches Frühstücksbuffet im Kloster erwarten.
Anschließend besichtigen wir zusammen mit Hamada die öffentlich zugänglichen Teile des Klosters (Kirche, Dornbusch) und haben - Privattour sei Dank! - die Gelegenheit, auch die berühmte Ikonensammlung mit teilweise wohl einzigartigen Schätzen zu besuchen.
Dann geht es zurück nach Sharm - während der Fahrt schwanken wir zwischen Müdigkeit wegen der überstandenen Anstrengung und Faszination für die beeindruckende Gebirgslandschaft, die wir bei der Fahrt durch die Nacht nicht gesehen haben.



Die letzten Meter...




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Kommentare

  • globetrotter

    Schöner Bericht mit sehr interessanten Fotos!
    Auch uns hat Sharm el Sheikh sehr gut gefallen. Wir waren ebenfalls beim Coloured Canyon und im Nationalpark Ras Mohammed, wo meine Unterwasserkamera "heiß " lief (Siehe mein Bericht darüber).:)
    LG Ute

  • Blula

    Liebe Brigitte!
    Mit diesem sehr guten Bericht und den tollen Fotografien hast Du mir nun aber richtig Lust auf Sharm el Sheikh gemacht. Ich war ja bereits 2 x in Ägypten, aber immer "nur" im Niltal.
    Vielen Dank für's Mitnehmen.
    LG Ursula

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