Mit dem TGV von Frankfurt nach Marseille (2012 und neu: 2013)

Reisebericht

Mit dem TGV von Frankfurt nach Marseille (2012 und neu: 2013)

Reisebericht: Mit dem TGV von Frankfurt nach Marseille (2012 und  neu: 2013)

Ich war 4 Tage in Marseille und möchte hier einen kleinen Reisebericht veröffentlichen, vielleicht hat ja der eine oder die andere Lust drauf, ebenfalls ins Abenteuer Marseille zu starten.

Das war 2012 - in diesem Jahr - 2013 - war ich wieder dort, diesmal für eine Woche in einer Ferienwohnung, ebenfalls über Wimdu gebucht.

Von der Basilika Notre-Dame de la Garde aus hat...



Abfahrt in Frankfurt

Abfahrt Montag, 14.00 Uhr in Frankfurt, laut Lautsprecherdurchsage hat der Zug eine Stunde Verspätung. Aber ich erfahre, dass dies nicht viel bedeuten muss, da der Zug eine Stunde Vorlauf hat, in der er am Bahnhof steht und gereinigt werden soll. Er kommt statt um 13 Uhr um 14 Uhr und um 14.15 Uhr geht’s los. Ich habe einen Platz gebucht in der 1. Klasse, den Luxus gönne ich mir.
Das kostet zusammen mit der Rückfahrt 138 Euro, inkl. jeweils einem Snack und einem Getränk.
Verlauf der Fahrt des TGV: Ffm – Mannheim – Karlsruhe – Straßburg – Mulhouse – Belfort – Besancon – Charlon sur Saone – Lyon part dieu – Avignon – Aix en Provence – Marseille Gare St.Charlles. Der Zug fährt auf besonderen Strecken bis zu 300 km in der Stunde. Der Bahnhof St. Charlles liegt mitten in Marseille, es fahren von dort aus die 2 Metros (1 + 2), sie sind bequem über Rolltreppen zu erreichen.

Der TGV ist in Ffm abgefahren um 14.15 Uhr und in Marseille angekommen um 21.50 Uhr. Rückwährts bin ich in Marseille abgefahren um 8.15 Uhr und in Ffm angekommen um 16.00 Uhr. Man ist also rund 8 Stunden unterwegs, es wird zwar geworben mit 7 Stunden aber das können sie nicht einhalten da der Zug in vielen Bereichen keine 300 km/Stunde fahren kann. Vor allem nicht auf deutschen Gleisen. Ich weiß nicht wie lange es mit dem Flieger dauern würde aber das hat ja immer den Nachteil, dass die Flughäfen nicht mitten in der Stadt liegen. Wenn man dann bedenkt wie lange es dauern würde vom Flughafen bis zum Quartier zu kommen ist man - glaube ich - mit der Bahn nicht schlechter bedient.

Ich habe über Wimdu ein Privatzimmer gebucht (http://www.wimdu.de/), bei einer netten jüngeren Dame, die ein Zimmer frei hat und dieses vermietet. Das Zimmer kostet inkl. einer Vermittlungsgebühr an Wimdu für vier Übernachtungen 190 Euro. Gemessen an den Hotelzimmern in Marseille ist dies nicht teuer und man kommt zudem in den Genuss von vielen Tipps, man kann seine Französischkenntnisse erweitern und man kommt mit etwas Glück (so wie ich) zu einem Konzert mit spanischer Musik und Flamenco, meine Gastgeberin hat mich einfach mitgenommen.

2013: Ich habe eine Ferienwohnung über Wimdu gebucht im Quartier du Panier, direkt in der Altstadt zwischen Vieuw Port und der Cathédrale de la Major.

Das Wohnen dort ist nicht gerade leise, da die Häuser sehr eng beieinander stehen, werden Geräusche von der Straße als sehr laut empfunden. Besonders nachts, wenn Motorräder durch die Straßen rasen oder sich Leute streiten liegt man schon mal wach. Andererseits ist man natürlich direkt mittendrin im prallen Marseiller Leben.

Die schönen kleinen Lädchen haben die unterschiedlichsten Öffnungszeiten, verlässlich sind die nicht. Das gleiche gilt für Restaurants, wenn es windig ist (besonders bei Mistral) kann es passieren, dass die Restaurants überhaupt nicht öffnen.

Einen Lebensmittelladen zu finden war auch nicht leicht. Es ist mir unbegreiflich, wie die zum Teil großen Familien, die dort leben, ihre Lebensmittel beischleppen. Man muss schon suchen bis man ein Geschäft bzw. einen Supermarkt findet. Da dürften wir Deutschen richtig verwöhnt sein.



Pointe Rouge



In Marseille unterwegs

Die Metro, die Tram (Straßenbahn, die auch unterirdisch fährt) und der Busverkehr in Marseille sind schnell zu verstehen, mit einer guten Straßenkarte kann man sich eigentlich nicht verlaufen und wenn es doch passiert – wenn man sich umschaut und einen freundlich aussehenden Menschen anspricht bekommt man sehr gerne und kompetent geholfen. Ich habe mir den Reiseführer City Trip Marseille von Michaela Beimfohr gekauft, der eine recht gute Karte beinhaltet, die nicht so groß ist und mit deren Hilfe man in Marseille alles findet. Mit diesem Büchlein habe ich viel über die Stadt erfahren.

Man kann in der Metro an einem Automaten eine 3-Tages-Karte ziehen, die 10.50 Euro kostet. Damit ist es möglich, Metro, Tram und Bus uneingeschränkt zu benutzen. Man muss trotzdem die Karte immer „entwerten“, d.h. in einen Kasten stecken, der sie kurz registriert. Bei der Tram stehen diese kleinen Automaten an den Haltestellen, nicht in der Bahn. Bei den Bussen sind diese vorne beim Fahrer angebracht. Man steckt sie rein und sie kommen automatisch wieder raus.

2013: Jetzt gibt es Tickets, die durch Anhalten an einem kleinen Automaten im Bus oder in der Metro entwertet werden, es gibt einen kurzen Piep. Wenn man auf den Automaten blickt kann man entdecken, ob die Karten noch gültig sind. Es gibt auch 24-Stunden-Tickets für 5 Euro.



Im Hafen von Pointe Rouge

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Sehenswert außerhalb der Stadt

Außer den Sehenswürdigkeiten in Marseille direkt kann man herrliche Ausflüge machen, z.B. zum "Pointe Rouge": Mit dem Bus Nr.83 – der direkt vor dem „Vieux Port“ abfährt - fahren bis „David“, dort aussteigen und wechseln in den Bus Nr.19, man kann damit bis zur Endhaltestelle Pointe Rouge fahren aber zwischendurc h auch immer wieder aussteigen, sich den Strand ansehen, einen Café trinken und es sich gut gehen lassen. Wer mehr sehen will fährt bis zur Endhaltestelle (La Madrague du Montredon) und steigt in den kleineren Bus Nr.20 ein (Fahrt inkl.mit der 3-Tages-Karte), der von dort aus nach „Callelongue“ fährt. Dort ist Endstation, der Bus fährt wieder zurück und kehrt erst nach über einer Stunde wieder zurück (Fahrer fragen!).

Von Callelongue aus gibt es eine Vielzahl von Wanderrouten ins Gebirge, man kann auch durchs Gebirge auf die andere Seite wandern (feste Schuhe!), durch Kräuter und Pflanzen, die in der Sonne ihren Duft entfalten. Auf der anderen Seite gibt es ein kleines Restaurant. Aber in Callelongue gibt es auch ein Restaurant, das seine wahre Schönheit erst entfaltet wenn man zur Toilette geht, unbedingt anschauen!

Es ist auch möglich, direkt vom Vieux Port mit dem Schiff zum Pointe Rouge zu fahren (2,50 Euro), ein herrlicher Ausflug übers Meer. Allerdings fährt das Schiff nicht wenn der Mistral über die Stadt fegt - am Mittwoch durfte ich ihn erleben und er hat mich fast aus den Schuhen gekippt. Da er aus den Bergen kommt ist er zu aller Vehemenz auch noch kalt *brrrrr* trotz Sonnenschein. Es empfiehlt sich also, einen Pullover mitzunehmen (Zwiebeltechnik).



Vieux Port

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Vieux Port

Der Hafen Vieux Port sieht aus wie ein U und ziemlich in der Mitte gibt es eine Fähre (kostenlos!) - damit kann man es sich ersparen, ständig drum herum zu laufen. Auf beiden Seiten gibt es direkt oder in den Nebenstraßen nette Restaurants.



Kostenlose Fähre im Vieux Port

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Kulturhauptstadt 2013

Marseille ist im kommenden Jahr Kulturhauptstadt von Europa - für 600 Millionen Euro macht sich die Stadt hübsch für 2013 - dementsprechend wird gebaut - an allen Ecken! Sehenswürdigkeiten sind deshalb zur Zeit oft nicht erreichbar, Brunnen fließen nicht, man kann zu Fuß kaum den neuen Fährhafen - dort wo die großen Schiffe und Fähren liegen - erreichen.

Mich persönlich hat das nicht gestört weil ich meinen Urlaub auf jeden Fall immer genieße - z.b. wenn ich den Duft einen fremden Stadt einatme, entweder beim Café oder am Wasser. Aber wer sich dadurch um seinen Urlaub gebracht fühlen könnte, sollte erst im kommenden Jahr hinfahren!

Die 4 Tage sind so schnell vergangen, ich habe so viele nette Menschen getroffen und Marseille ist eine herrliche Stadt in einer grandiosen Umgebung. Das Meer, die Buchten, die Berge - alles zusammen im Sonnenschein - ich beneide die Menschen die dort wohnen. Ich werde diese Tour sicher wieder machen, vielleicht im September oder Oktober 2012, wenn die Kräuter der Provence geerntet werden.

Wer Fragen hat kann mich gerne anmailen...



An jeder Ecke wird gebaut

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Kommentare

  • traveltime

    Gut mit vielen Infos.
    LG Rolf

  • vierfussler

    Schöner Bericht mit vielen Informationen.
    In 8 Stunden von Frankfurt nach Marseille ist enorm. Mit dem Auto würde es länger dauern und währe nicht ganz so entspannt.
    LG Kurt F.

  • ebitt

    Vielen Dank für diesen Bericht! Den Tipp zur Unterkunftssuche bei WIMDU habe ich gleich umgesetzt und ein 'Studio' mitten in Marseille für eine Woche im Oktober gebucht. Danach melde ich mich wieder...
    LG Eve

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