Nilkreuzfahrt 2002

Reisebericht

Nilkreuzfahrt 2002

Reisebericht: Nilkreuzfahrt 2002

Hier haben ich mein Herz an Land und Leute verloren....

Hallo Ihr Lieben,
ich habe mir nochmals die Mühe gemacht und ein wenig mehr ausgeholt.
Viel Spaß in Ägypten.
Von einem Besuch hatte ich ja lange geträumt. Das fing in der Jugend schon an und auch später träumte ich von Reisen in das Land der Pharaonen. In meiner Göttinger Zeit lernte ich viele Menschen kennen, die auch an der Kultur interessiert waren und wir besuchten zusammen fast jede Ausstellung zu diesem Thema, die sich im norddeutschen Raum zeigte. Vor allen Dingen das Römer/Pelizaeus-Museum in Hildesheim ist hier hervorzuheben mit seinen sehr informativen Ausstellungen.
Und nun bin ich schon zum zweitenmal in Egypt gewesen. Mein erster Urlaub war im April dieses Jahres, als ich noch Resturlaub verbraten konnte. Mein Jahreshoroskop für das Jahr 2002 riet mir zu einer Geldanlage im Ausland für den Monat April. Da setzte ich mich an den Computer und suchte nach Last Minute-Angeboten. Zuerst in Spanien und dann in der Türkei, aber es hat mich nicht sehr angesprochen. Bei einem zweiwöchigen Badeurlaub in Hurghada blieb ich dann hängen und buchte kurzentschlossen die Reise. Damit war meine Leidenschaft entfacht, nicht nur für das Land, sondern auch für die Leute. Speziell für einen netten Ägypter namens Ahmed.

Leider hatte es mit Ahmed diesmal nicht so geklappt, wie ich es mir erträumt hatte (Wohnung in Luxor mieten und 3 Wochen Liebesglück!!!), denn er ist doch zur Armee gegangen, um ein festes Einkommen zu erhalten und war die meiste Zeit in Cairo. Deshalb hatte ich kurzfristig eine Nilkreuzfahrt mit anschließendem Badeurlaub in Hurghada am Roten Meer gebucht, obwohl ich das Ticket der Egypt-Air schon in der Tasche hatte. Für zwei Wochen habe ich EUR 1.333,-- bezahlt auf einem 3-Sterne-Schiff auf dem Nil und in einem 3-Sterne-Hotel in Hurghada.
Am 17.10.02 ging es dann direkt von Hamburg aus mit einem Airbus A321 der Aerolloyd nach Luxor. Wir flogen um 10.00 h morgens pünktlich los. Bisher hatte ich immer Glück mit meinen Flügen in die weite Welt. Diesmal empfand ich aber die Bestuhlung viel zu eng und hatte kaum richtig Platz für die Beine. Der Fensterplatz erwies sich auch als ungünstig bei diesen Platzverhältnissen. Es ist ein ewiges Auf und Ab, wenn jemand mal zum WC musste; und wenn die Mitreisenden nicht so gut auf den Beinen sind, wird es schon recht unkomfortabel. Das Essen war aber gut, nur die Bewegungsfreiheit beim Speisen ließ zu wünschen übrig. Ich hatte mir diesmal keinen Kopfhörer für das Bordprogramm gekauft. Das war mir einfach zu viel. Ich hatte von der letzten Reise noch einen Kopfhörer, der aber leider in dieses System nicht passte. Boeing gegen Airbus halt. Im Airbus sollen aber die Kopfhörer der Walk/Disc-Men passen. Muss ich beim nächsten Mal dann ausprobieren. Aber da werde ich vielleicht wieder Condor fliegen und die setzen fast ausschließlich Boeing 757 ein.
Gegen 16.00 h landeten wir dann in Luxor. Ich war beim Landeanflug etwas verwirrt, da die Maschine mehrfach über den Nil hinwegkreuzte und ich gar nicht genau sagen konnte, auf welcher Seite wir denn nun gelandet sind. Es war aber eine tolle Sicht von oben herab auf die umliegenden Wüsten- und Gebirgslandschaften. In den vielen Tälern können sich Menschen garantiert ein Leben lang versteckt halten. Das Flughafengebäude ist auch hier, wie in Hurghada, in Leichtbauweise erstellt. Einer gemauerten Halle sind größere Zeltdächer vorgebaut (natürlich klimatisiert), sodass man den Eindruck eines Beduinen-Zeltdorfes hat. Einfach und effektiv.
Aus Hamburg waren wir nur 4 Personen für diesen Reiseveranstalter im Flugzeug. Also ich und eine Familie aus Bad Oldesloe; Peter, Traudl und Diana. Andere Reisegruppen waren sehr viel umfangreicher und da gab es dann gleich den üblichen Aufruhr an den Sammelpunkten. Für uns vier ging es aber sehr schnell mit der weiteren Abfertigung. Einer der Reiseleiter war da, hat uns in Empfang genommen und die Wertmarken für das Visum in den Paß geklebt. Mohammed hieß er – wie etwa 50 % aller Ägypter. Die anderen heißen Ahmed. Aber es gibt noch einen kleinen Anteil anderer Namen. Darum sind viele Ägypter dazu übergegangen, sich Nicknames zu zulegen, damit die 'doofen' Touristen sie auseinanderhalten können. Na ja, wer es denn braucht, ich habe sie immer nach ihrem richtigen Namen gefragt.

Am Flughafen konnten wir dann noch miterleben, wie ein Ehepaar Schwierigkeiten hatte, weil sie nur mit Personalausweis einreisen wollten. Das würde so gehen, hätte ihnen das Reisebüro erzählt. Für mich unverständlich, wie man sich so einfach auf den Weg machen kann, als würde man mal schnell von Bremen nach Hamburg düsen. Es fand dann der Aufmarsch der Offiziellen statt, wie man es in solchen Situation ja nur zu gut kennt. Was aus den Beiden geworden ist, kann ich nicht sagen, wir wurden jedenfalls schnell abgefertigt. Möglicherweise hatte das Reisebüro ja doch recht und es hat sich in Luxor noch nicht rumgesprochen. Allerdings habe ich auf den entsprechenden Internet-Seiten keinen Hinweis darauf gefunden.
Unser Gepäck war auch schon da und dann ging es in einem Kleinbus (20-Sitzer japanischer Herkunft) in Richtung Nil. Das gebuchte Schiff, die „Nile Hadeer“, war nicht da. Wie wir später herausbekamen, gab es nur Reklamationen auf diesem Schiff und da hatte FTI dann das Schiff aus dem Programm genommen. Zuerst hieß es, das Schiff wäre in Assuan zu einer Überholung, wo es sich wirklich befand, konnten wir aber nicht herausfinden. Wir wurden auf der 'Nil Marquis' untergebracht. 5-Sterne-Luxus zum 3-Sterne-Preis. Da haben wir natürlich nicht gemeckert und freuten uns doch sehr. Check-In ging sehr zügig vonstatten. Die Reisepässe wurden einbehalten. Die bekamen wir am Ende der Reise zurück. Auf den Kabinen war eine kleine Erfrischung bereitgestellt. Sandwiches und Obst, denn bis zum Abendessen sollte es ja noch ein wenig dauern und somit konnten wir erst mal in Ruhe auspacken, essen und eine erfrischende Dusche nehmen. Oh welch Luxus. Das Bad war erstaunlich geräumig. Es gab eine Badewanne, einen großen Waschtisch an der gegenüberliegenden Wand in der gesamten Breite. Die Wand darüber war ein einziger großer Spiegel; in dessen einer Ecke das Logo des Schiffes eingeätzt war. An einer Seite des Raumes war ein Föhn fest installiert. Der Ausbund an Dekadenz ist ja, sich nach dem Abtrocknen noch trocken zuföhnen. Welch ein Genuß!!! (Habe ich mir natürlich gegönnt. Bei dem Gedanken läuft mir immer noch ein Schauer über den Rücken) Das Zimmer war in dunklem Holz eingerichtet. Im Eingangsbereich gab es einen geräumigen Schiebetürenschrank und flugs hatte ich meine Kleidung eingeräumt und auf die Bügel gehängt. Zwei Einzelbetten standen im Raum. Außerdem gab es einen Kühlschrank (nicht in Betrieb), sowie einen Fernseher und eine kleine Sitzecke. Das Fenster ließ sich mit schweren Vorhängen komplett verdunkeln. Nach den Prospektangaben hatte die Kabine ca. 20 qm, war also recht großzügig.
Ach ja, ich war im Zwischendeck untergebracht. Das ist das erste Deck über dem Hauptdeck, auf dem sich die Reception und der Eingang zum Schiff befindet. Unter dem Hauptdeck gibt es das sog. Nildeck (auch Unterdeck genannt). Da schaut man direkt auf die Wasseroberfläche. Also die billigen Plätze ! Über mir war das Oberdeck, auf dem es auch Suiten gab. Darüber gab es dann nur noch das Sonnendeck, der eigentlich Treffpunkt der Reisenden und der schönste Platz auf dem ganzen Dampfer. Jetzt erstmal genug von dem Schiff. Unter www.phoenixreisen.de gibt es eine Möglichkeit, die neuen Kataloge online zu studieren. Dort gibt es auch Bilder vom Schiff und den Kabinen.
Der erste Abend hatte kein Programm. Der Reiseführer, der uns auf der Kreuzfahrt begleitete, kam und erzählte ein wenig von der Reise und besprach noch den weiteren Verlauf. Abdul hieß er und wurde als freiberuflicher Reiseleiter von FTI, oder besser gesagt von Cairo Express Travel (dem ägyptischen Partner von FTI), für die Reisedauer eingekauft. Ich bin anschließend mit der Familie aus Bad Oldesloh (zu denen ich heute noch Kontakt habe) losgegangen, um Luxor ein wenig zu erkunden, denn bis zum Diner war noch etwa eine Stunde Zeit. Und wir waren wohl alle froh, jemanden dabei zu haben, der ersten ein wenig englisch spricht (da war ich gefragt) und zweitens mitgeht, damit man nicht so allein in fremden Gefilden rumstreunen muss. Das Schiff hatte den letzten Liegeplatz im Norden von Luxor, gleich am großen Tempel von Karnak und ins Zentrum von Luxor ist es ca. 20 Minuten Fußweg. Wir sind die Nile Street langgelaufen, die große Promenade, die sich durch die ganze Stadt am Nil entlangzieht. Wunderschöner Blick über den Nil, alle Bäume auf dem Gehweg sind mit Lichterketten umwickelt (diese durchsichtigen Gartenschläuche in die bunte Lampen eingezogen sind) und leuchteten bei Nacht (gleiches gilt auch für die Promenade in Assuan).
Die Architektur ist auch sehr ansprechend und orientiert sich manchmal an europäischen Vorbildern, nimmt aber auch landestypische Elemente mit auf. Man begegnet überall den antiken Figuren, sowohl als Skulptur und auch als Malerei. Das ist meines Erachtens eindeutig zu viel. Die modernen Ägypter sollten sich nicht nur auf die Antike besinnen, sondern eigenen Ausdrucksformen finden.
Natürlich wurden wir von vielen Kutschen- und Taxifahrern angesprochen, ist doch klar. Für Traudl und Diana hätte wir sehr viele Kamele haben können. Die Jungs sind mit Komplimenten nicht kleinlich. Ich hatte aber auch viele nette Blicke von ein paar jungen und sehr hübschen Ägyptern erhalten. Hier und da mal einer kleiner Flirt mit den Augen, da sind sie nicht abgeneigt. Oh diese Augen, da kann ich mich ja gar nicht dran satt sehen. Da möchte man am liebsten seufzenderweise drin versinken - für immer und ewig. (Was bin ich doch hoffnungslos romantisch - seufz).
Wir sind bis zum Luxormuseum gekommen und haben gleich einen Besuch dort gemacht. Die Öffnungszeiten lassen sich mit den hiesigen Zeiten gar nicht vergleichen. Es ist täglich bis 21.00 h geöffnet, mindestens. Man hat den Eindruck Luxor wäre rund um die Uhr geöffnet. Und das an jedem Tag. Es gibt in dem Museum ein paar herausragende Statuen zu besichtigen. Konnte der Family gleich einige Erklärungen geben und etwas zum antiken Ägypten erzählen. Der beeindruckendste Teil des Museums ist für mich ein Teil der Mauer des Gempa-Aton-Tempels von Luxor, der von Echnaton hier erbaut wurde. Die Wissenschaft wußte lange Zeit nichts von diesem Tempel. Erst bei Restaurierungsarbeiten am zweiten Pylon des großen Karnak-Tempels kamen diese Steine zum Vorschein. Haremhab, einer der Nachfolger von Echnaton, hat den Tempel abreißen lassen und die Steine als Füllmasse für seinen Pylonen genutzt, was damals durchaus üblich war. Durch diese Aktion wurden die Farben geschützt und strahlen heute noch in alter Pracht. Es ist schon ein deutlicher Unterschied in der darstellenden Kunst zwischen den antiken Epochen und der Kunst der Armarna-Zeit zu sehen. In der kurzen Regierungszeit von Echnaton bildete sich ein sehr natürlicher Darstellungsstil heraus, der sich diametral vom förmlichen Stil der vorhergehenden und nachfolgenden Zeit unterscheidet. Für den Kunstkenner ist dieses Museum ein absolutes Muß.
Danach ging es dann zurück aufs Schiff zum Diner. Die Reisegruppen wurden zusammengesetzt und wir waren im Ganzen 14 Personen. Natürlich dauert es ein wenig, bis man sich so’ beschnüffelt’ und für gut befunden hat. Und Streitigkeiten über die Sitzordnung konnten wir auch beobachten. C'est la vie. Es gab ein warmes Büffet, was sich allerdings eher aus europäischen Gerichten zusammensetzte.
Etwas fad im Gegensatz zu den Nachspeisen, die absolut köstlich sind. Sehr süß, sehr abwechslungsreich, einfach lecker. Im Laufe der Reise hatte ich es mir zur Angewohnheit gemacht, nicht so viel vom Büffet zu nehmen, sondern lieber bei den Desserts zu zuschlagen. Da wurden auch jeden Abend andere Kreationen aufgefahren. Ein Gedicht. Zum Essen hatte ich eine Flasche Wein geordert. Dem ägyptischen Wein sprach ich schon beim ersten Besuch zu und fand ihn recht gut, was sich auch diesmal wieder bestätigte. Die Hälfte habe ich getrunken und die Flasche mit dem restlichen Wein dann mit meiner Zimmer-Nummer versehen zurückgehen lassen. Die Flasche kam dann am nächsten Abend wieder auf den Tisch. Klappt gut. Und dazu gab es dann noch Wasser. Wasser wurde nur aus Flaschen gereicht. In ganz Ägypten gibt es für Europäer kein trinkbares Leitungswasser. Darauf wurden wir gleich bei Ankunft hingewiesen. Ich habe dann auch das Wasser zum Zähneputzen genommen. Genutzt hat es nichts, denn ein wenig später bekam ich dann doch die üblichen Beschwerden. Da muss man halt durch. Aber es gibt ja Mittel zur Eindämmung der Beschwerden und an der Reception waren auch alle Mittel kostenlos zu erhalten. Nach dem Diner ging es noch rauf auf das Sonnendeck, um die Nacht zu genießen. Es wird recht schnell frisch und ein Pullover oder Sweatshirt sollte immer im Gepäck sein. Sehr enttäuscht war ich von dem Sternenhimmel. Ich hoffte immer die Erfahrung aus meinen Tanzania-Urlauben zu wiederholen. Dort habe ich einen Sternenhimmel gesehen, den man hier nur im Planetarium zu sehen bekommt. Leider enttäuschte mich Ägypten in diesem Sinne.
Am nächsten Morgen das erste Frühstück in Ägypten. Und es stand wieder ein Koch mit seinen beiden Pfannen und einem kleinen Gaskocher hinter dem Büffet und bereitet die Eier oder Pfannkuchen für die Gäste zu. Wundervoll, am Morgen ein Omelett serviert zu bekommen. Die Brötchen und Brotsorten sind leicht gewöhnungsbedürftig. Wer unbedingt deutschen Standard haben muss, ist hier fehl am Platze. Es gibt auch schon herrlich süße Teilchen und eine sehr leckere Feigenmarmelade. Und Yoghurt, abgepackt von Nestle Egypt. Verrührt mit diversen Marmeladen sehr bekömmlich.
Danach fand dann die Besichtigung der Tempelanlagen von Karnak und Luxor statt. Man kann so viele Bildbände sehen, wie man will. Es ist einfach kein Vergleich mit der Realität. Die ganze Pracht und Größe wird einem erst verständlich und anschaulich, wenn man selbst in diesen Anlagen steht. Dann kann man erst die Gedanken und Gefühle der alten Ägypter ein ganz klein wenig nachempfinden. Auch Fotos helfen nicht weiter. Der Eindruck ist einfach nicht rüberzubringen und als Ungeübter hat man natürlich nicht das Auge für den richtigen Blickwinkel.
Wir wurden auch in ein Papyrus-Museum gefahren. Museum ist hier ein falsche Bezeichnung - es ist eine Verkaufsveranstaltung, halt ohne Heizdecken und Rheumakissen, dafür mit Papyrusbildern. Zuerst gibt es immer eine kleine Erklärung, wie Papyrus hergestellt wird und dann kommt der Verkauf. Ich war im Frühjahr auf der letzten Reise schon in diesem Museum und wollte diesmal auch nichts kaufen. Das versuchte ich dem Verkäufer Ibrahim zu erklären, aber dessen Englischkenntnisse waren leider nicht sehr ausgeprägt. (Und da habe ich immer Bammel, wenn ich in fremden Zungen reden soll !!!) Fand er sehr schade, kann man nichts machen. Es gab auch kein Motiv, welches mir zusagte. Vom Bus aus (wir mussten natürlich wieder auf Nachzügler warten) fiel mir ein Zettel an der gegenüberliegenden Hauswand auf, auf dem ein Apartment zur Miete angeboten wurde. Abdul und einer der anderen Reiseführer erklärten mir, dass es sehr wohl möglich wäre, ein möbliertes Apartment in Luxor zu mieten und er könnte dafür schon sorgen. Ich habe mir gleich seine Handy-Nummer abgespeichert. Mein neues Handy (Siemens S45i) war gleich sehr begehrt. Die Reiseführer fingen sofort an zu bieten. Sehr typisch. Aber ich brauchte es noch. So kamen wir nicht in Geschäft.
Mittags legte das Schiff dann ab in Richtung Assuan. Es gab gerade Lunch und ich habe schnell den Teller geleert, denn das Ablegemanöver wollte ich mir nicht entgehen lassen. Ich bin mit dem Discman ganz nach oben auf das Sonnendeck geflitzt, die CD 'Weltreise' von Schiller (ein wenig psychedelisch) rein und habe die Fahrt entlang der Skyline von Luxor genossen. Grandioser Anblick, mit der Musik einfach umwerfend. Ich war auch ganz allein. Ich glaube, die meisten Passagiere sind nach dem Essen erstmal ins Bett gegangen. War mir auch recht. So eine Situation genieße ich am liebsten allein. Als wir dann unter der großen Brücke im Süden von Luxor durchfuhren, war ich schon so weit, daß ich hätte schreien können vor Lust. Endlich auf dem Weg, die Reise beginnt. In solchen Momenten würde man doch zu gern Bette Davis sein in ihrer Rolle in der Agatha Christi-Verfilmung von „Tod auf dem Nil“. Sehr gut situiert auf dem alten Nildampfer, in großer Garderobe und vor allem mit einem entzückenden Hut auf dem Sonnendeck Tee trinkend, das hätte Stil.

Wie ein fliegender Teppich ohne Schaukeln und Vibrieren glitt das Schiff über das Wasser des Nils. Ganz sacht und ruhig. Und dazu die Landschaft !!!! Direkt am Nil ist alles grün und bewirtschaftet. Und nicht weit dahinter sieht, resp. ahnt man die Wüste oder sieht auch Bergketten am Horizont. Welch eine Kulisse. Was für eine Art der Reise !!!!
Am späten Nachmittag kamen wir dann in Esna an, nachdem wir noch einige Schiffe überholt hatten. Die Schiffe fahren wie auf einer Schnur aufgereiht den Nil rauf und runter. Manche schneller, einige langsamer. In Esna existiert eine Staustufe und wir mussten durch die Schleuse. Es ist die einzige Schleuse auf dem ganzen Fluß und daher auch ein Nadelöhr. Diese Schleuse gibt auch die Maximal-Abmessungen der Schiffe vor, wie der Panama-Kanal. Hinter uns waren noch 3 andere Schiffe in Richtung Assuan. Auch ein Schaufelraddampfer namens 'Karim'. Nur halb so groß wie unser Schiff, aber sehr stilvoll. Ich kann mir vorstellen, das es sich hier um eine Superdelux-Herberge auf dem Wasser handelt. Gesamt sind im oberen Nilbereich 320 Schiffe unterwegs. Mehr geht nicht, denn es gibt nicht genug Liegeplätze und bereits heute liegen die Schiffe hintereinander an einem Liegeplatz. Manchmal bis zu 5 Schiffe und dann muss man durch alle anderen Schiffe durchlaufen, um ans Ufer zu gelangen.

Als wir vor der Schleuse lagen kamen gleich Händler in kleinen Ruderbooten angefahren und boten Galabijas feil. Wie sollte denn das Geschäft abgewickelt werden, dachte ich mir ?? Ganz einfach, die haben die Galabijas in Plastiktüten einfach auf das oberste Deck geworfen. Vier Decks hoch und auch sehr zielsicher. Ging alles ganz gut. Man mußte nur aufpassen, daß man nichts an den Kopf bekam. War recht spaßig. Wenn man sich für eine Galabija entschieden hatte, warf man einfach die Plastiktüte mit dem Geld wieder runter und die Sache war gelaufen. Nach der Schleusung fuhr das Schiff in tiefster Nacht (wie der Steuermann da nur sehen konnte) in Richtung Edfu, unserer ersten Station der Reise. Nachts auf dem obersten Deck sitzen, vorn an der Reling und in die Dunkelheit schauen - ein unvergessliches Erlebnis. Man schönsten natürlich mit der entsprechenden Musik. Und dann die Gedanken einfach schweifen lassen, oder ganz zur Ruhe bringen. Es ist ganz einfach. Eine wunderbare Gelegenheit zur Meditation. Das empfinden auch die anderen Mitreisenden so, denn es herrschte dort vorn absolute Ruhe.
Edfu am nächsten Morgen und als Erstes bin ich nach dem Duschen und Anziehen auf das Sonnendeck gerannt, um einen Überblick zu erhalten. Man legt in tiefster Nacht irgendwo an und sieht praktisch kaum etwas von der Umgebung. Also muss man die Neugier befriedigen und sich beim ersten Morgenlicht gleich einen Überblick verschaffen. Nach dem Frühstück es ging zur Besichtigung des Horus-Tempels, des einzigen noch vollständig erhaltenen Tempels in ganz Ägypten. Gebaut in der Ptolemäer-Zeit ca. 300 Jahre vor Christus. Selbst die Decken aus Steinblöcken sind noch vorhanden und die Reliefs fast unzerstört. Wir wurden mit einem Kleinbus hingebracht. Es war der Bus aus Luxor, der über Nacht bis Edfu gefahren war, um uns dann zu befördern. Der Bus ist uns bis nach Assuan nachgefahren und stand dort dann für die kleinere Ausflüge zur Verfügung. Die anderen Reisegruppen wurden in Kutschen zum Tempel gebracht, was ja auch ein Spaß ist. Beeindruckender Tempel, und leider übervoll mit Touristen - nicht nur von den Nilschiffen. Es werden auch Busfahrten von Luxor aus angeboten. Na ja, wer es mag.
Danach ging es dann weiter nach Kom Ombo, der nächsten Station unserer Reise. Es war gerade Teestunde auf dem Sonnendeck (very british) und dann biegt das Schiff um eine Flußbiegung und vor einem dieser Anblick. Wenn man sich der Stadt nähert, sieht man schon die Reste des Doppeltempels von Kom Ombo, der dem Krokodil-Gott Sobek und dem falkenköpfig Horus geweiht ist, auf einem Hügel direkt am Nil. Eindrucksvolle Bilder.

Mittlerweile war ich auch mit den anderen Mitreisenden ganz gut in Kontakt gekommen, obwohl sich einige Leute bestimmt fragten, was ich denn so allein hier auf dem Schiff tun würde. Es gab sonst keine Singles, nur Paare oder Familien. Manche ein wenig einfach, aber die meisten sehr nett und auch interessiert. Leider war unser Reiseführer nicht so versiert, wie ich es gern hätte. Es gab da einige Fragen, die er mir zum Beispiel nicht beantworten konnte. Und es gab so viele Dinge, die mir auffielen. Zum Beispiel sah man auf einer Steinlage eine Vertiefung, die sich über die gesamte Mauerlänge hinzog. Die Seitenränder der Steine waren glattgeschliffen. Diese Rinne schien sich auf jeder Steinlage zu wiederholen. Hatte also eine bautechnische Relevanz. Da musste Abdul leider passen. Er versuchte noch ein wenig rumzudrucksen, aber es kam einfach nichts Passendes. Somit war für mich klar, daß ich leider keine tiefreichenden Erklärungen erwarten durfte. In meinem Wissensdrang war ich schon ein wenig weiter fortgeschritten, als die andere Mitglieder der Reisegruppe und wohl auch die meisten der Ägyptenreisenden. Bis jetzt habe ich ja alles gelesen, was ich zu Ägypten in die Hände bekommen konnte, vom Trivialroman bis zu Fachbüchern und -zeitschriften. Aber egal, ich habe wenigstens etwas gesehen und das ist schon viel wert, denn man kann das Gelesene jetzt in der Realität nachvollziehen. Eine weitere Attraktion sind die drei Krokodilsmumien, die man auf dem Tempelgelände sehen kann. Es gab also nicht nur heilige Stiere, Katzen und Ibisse, die mumifiziert wurden, sondern auch Krokodile.
Weiter ging es dann nach Assuan, der südlichsten Stadt der Schiffsreise, welche wir am Abend noch erreichten. Es gab eine nubische Tanzveranstaltung in der Schiffsbar. Das gehört halt zum Animationsprogramm und davon existiert auch ein Video (peinlich, peinlich...), denn ein Kameramann gehörte auch zur Besatzung, der dann gleich das Video geschnitten hat und man konnte den Fortschritt der Reise abends sehen. Verkauft wurde das Video dann zum Schluss der Fahrt. Am nächsten Morgen das Besichtigungsprogramm. Zuerst der Isis-Tempel auf der Insel Agilikas. Dieser Tempel wurde in den 60ern von der Nachbarinsel Philae versetzt, da er auch in den Fluten des Stausees unterzugehen drohte. Die Unesco hat alles in die Wege geleitet und auch mitfinanziert. Die beauftragten Firmen haben 8 Jahren gebraucht, um den Tempel Stein für Stein auseinander zunehmen und auf der Nachbarinsel wieder aufzubauen. Abu Simbel wurde schneller umgesetzt, denn diese Tempel brauchte man nur aus dem Berg herauszuschneiden und die großen Blöcke konnten schneller transportiert und zusammengefügt werden. Anschließend ging es zum großen Staudamm. Dort gibt es in der Mitte eine Stelle, von der aus man einen Überblick über die Anlage erhalten kann, sowie einige Schautafeln mit Erklärungen. Hier hielten wir uns etwas eine halbe Stunde auf und anschließend ging es mit dem Bus wieder in Richtung Assuan. Wir haben dort noch einen Steinbruch aufgesucht, in dem man den unvollendeten Obelisken besichtigen kann. Es wäre der größte Obelisk geworden mit einer Höhe von mehr als 40 Metern und einem Gewicht von mehr als 1000 Tonnen. Unglaublich, wie die Menschen in der damaligen Zeit Granit, was ja zu den härtesten Steinen gezählt wird, bearbeitet haben. Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie der Obelisk schlußendlich vom Untergrund abgelöst wurde. Die Einschnitte an den Seiten waren ja ersichtlich, aber wie hätte man dieses Gewicht abstützen können, um den Stein vom Fels komplett abzulösen. Rätsel über Rätsel und keine Erklärungen. Auf dem Rückweg gab es noch einen Besuch in einem Parfum-Shops. Ich habe dann auch wieder zugeschlagen und einige Parfum-Öle gekauft. Die sind für mich das einzig wahre Mitbringsel.
Wir haben nach dem Essen und einer Pause eine Stadtrundfahrt gemacht, die auf einem Aussichtpunkt über dem ersten Katarakt (so nennt man in Ägypten die Stromschnellen) endete. Von hier (dem teuersten Baugrund von ganz Assuan mit Preisen von ca. 500 Euro pro Quadratmeter) gab es einen tollen Ausblick auf den Nil, die Nilinseln mit komfortablen Hotels, die Stadt Assuan und den Sonnenuntergang. Bettelnde Kinder waren natürlich auch da, aber Abdul sagte uns vorher, dass wir nichts geben sollten, denn die Familien würden halt in einem der teuersten Viertel der Stadt wohnen. Die Kinder wären eigentlich gut versorgt. Anschließend sind wir noch zur großen Moschee gefahren und haben eine Besichtigung gemacht. Abdul hat einige Grundzüge des Islam erklärt. Selbstverständlich mussten wir die Schuhe ausziehen und auch angemessene Kleidung war vorgeschrieben. Axel musste zum erstenmal mit langer Hose losgehen. Nachdem wir die Moschee verlassen hatten, knöpfte er die langen Hosenbeine sofort wieder ab. So sind manche Menschen halt. Aber bei diese Waden sei es verziehen.

Es durfte auch ein Bummel durch die Basar-Strasse nicht fehlen. Nach einer kurzen Busfahrt mußten wir aussteigen und sollten zu Fuß weitergehen. Es sah schon recht eigenartig aus und war auch schon dunkel, allerdings durch die Straßenbeleuchtung gut erhellt. Die Straßen waren eng, überall standen die Ladentüren offen und um uns herum spazierten die Menschen durch die Straßen. Ein eigenartiges Gefühl von Befremden, ja auch ein wenig Angst hatte ich schon.

In einem Gewürzladen kauften wir auch ein (frischer Kardamon für den Tee und Malventee) und der Verkäufer hat ein wenig Weihrauch verbrannt, um uns eine Besonderheit vorzuführen. Ich habe eine gute Nase davon genommen - es wirkt sehr halluzinogen. Nicht so heftig wie z. B. Marihuana, aber es dröhnt auch ganz gut. Hatte dann so richtig meinen Spaß in der Basar-Straße. Am schönsten war es, als die Touristenstände nachließen und mehr die richtigen Einheimischenstände begannen. Im ersten Drittel der Basarstrasse waren die Souvenierläden und man wurde von jedem Verkäufer angesprochen und gedrängt, den Laden zu betreten. Nein, es ist wirklich sehr unangenehm und man flüchtet bald vor diesen Leuten. Die müssen halt auch ihren Lebensunterhalt verdienen, aber was zu viel ist, ist halt zu viel. Später setzten sich dann mehr die Einheimischenläden durch. Da wurde man nicht gleich angequatscht und in die Läden gezerrt. Man konnte in Ruhe schauen und auswählen. Und zu einem lockeren Schnack sind die Ägypter immer aufgelegt.
Insbesondere meine doch recht wenigen Haare hatten es ihnen angetan und waren immer ein willkommener Anlass zu einer kurzen Tändelei.

Die Basarstraße endete am Bahnhof von Assuan, wo uns die Reiseführer in einem Cafe abfingen und zu einem Getränk einluden. Natürlich wurde da auch eine Schischa, die orientalische Wasserpfeife, ausprobiert. Bis jetzt habe ich allerdings noch keinen Zug daraus genommen. Später vielleicht.
Am nächsten Morgen hieß es schon um 03.00 Uhr aufstehen, da die Busfahrt nach Abu Simbel bevorstand. Auch das Personal war ja schon wach, wenn auch noch sehr schläfrig, damit wir unser Frühstück bekamen. Ich musste mich einfach bei ihnen für das frühe Aufstehen entschuldigen. Und um 04.30 h fuhren wir dann im großen Bus nach Abu Simbel. Es gibt im großen Damm keine Schleusen, also können die Schiffe nicht in der Nassersee hinein. Auf dem See selbst fahren 4 Kreuzfahrer und klappern alle Tempel bis nach Abu Simbel ab. Das dauert auch etwa eine Woche.
Der Sonnenaufgang über der Wüste, grandios. Die meisten Mitreisenden haben das verschlafen. Ich kann im Bus nicht schlafen und daher bekam ich alles mit. Hatte mich auch schon darauf gefreut. Und die Wüste bietet auch sehr viel zum Schauen. In einer Region gab es Felsformationen, die fast perfekte von der Natur geformte Pyramiden darstellten. Daher kam wahrscheinlich die Idee des Pyramidenbaues. Heutige Ingenieure schauen doch auch gern der Natur etwas ab.

Und dann die beiden Tempel in Abu Simbel, auf Fotos kann man den gewaltigen Eindruck einfach nicht wiedergeben. Eigenartigerweise durften die Reiseführer nicht mir hinein. So gab es vor dem Tempel eine Erklärung und dann gingen wir los. Die Sitzstatuen von Ramses II. sind genial gemacht und geben einem das Gefühl der Übermacht dieses Menschen nur zu deutlich zu verstehen. Die vier Figuren zeigen auch ganz minimale Unterschiede in den Gesichtszügen, denn sie stellen Ramses in verschiedenen Altersstufen dar. Die Baumeister im alten Ägypten haben allerdings bei der Ausschmückung dieser beiden Tempel (es gibt daneben noch den kleinen Tempel der Nefertari) sehr gepfuscht. Die Reliefs sind im Tempel der Hatschepsut (Deir el Bahari) sehr viel feiner und schöner geworden. Aber die Tempel in Abu Simbel sind halt nur Zeugen des Machtanspruchs von Ramses gewesen. Brütende Sonne bereits am frühen Morgen und wenig Schatten. Abu Simbel ist sehr viel heißer als Assuan oder Luxor. Als wir um 09.30 h wieder abfuhren, war man schon geschafft und froh, im klimatisierten Bus zu sitzen.
Gegen 12.00 h waren wir wieder auf dem Schiff. Pünktlich zum Mittagessen. Nachmittags wurden wir mit einem Boot auf Kitcheners Island übergesetzt. Das ist der Botanische Garten in Assuan und bei den Einwohnern sehr beliebt. Auf dieser Insel leben auch ausgewilderte Katzen. Niedliche, kleine Katzen laufen da rum. Ein wenig magersüchtig vielleicht, aber total süß. Lord Kitchener, der von den Engländern als Gouverneur eingesetzt wurde, hatte eine Leidenschaft für tropische Pflanzen. Halt ein wenig exzentrisch, der Gute. Und daher musste jede Expedition einige schöne Exemplare aus den afrikanischen Gefilden mitbringen. So kann ein wenig Exzentrik etwas Wunderschönes für die Nachwelt schaffen.
Abends gab es dann noch eine Tanzveranstaltung auf dem Schiff, den Galabija-Abend. Amination muss einfach sein und es gab natürlich eine Mitmachaktion für die Gäste. (Wie bereits geschrieben, es existiert ein Video - peinlich *LOL*) Diesen Abend habe ich aber nicht mitgemacht. Schon als ich hörte, man trägt unter der Galabija keine Unterwäsche und es würden neckische Spielchen gemacht, war für mich klar, daß ich nicht dabei bin. Ich hatte dann etwas anderes vor....hüstel....

Am nächsten Tag war Ruhe angesagt. Das hatten wir auch nötig nach dem langen Ausflugstag. Viele Gäste hatten mittlerweile mit den üblichen Problemen von Magenschmerzen mit leichtem Fieber/Schüttelfrost, Durchfall bis zu Sonnenbrand und –stich zu tun. Es gab auch fiese Zahnschmerzen und ein gebrochenes Bein. Eine Frau ist am Pool (oben auf dem Sonnendeck) ausgerutscht und über den Rand in den Pool gefallen. Die hat sich dabei das Bein gebrochen. Pech und dazu noch der Spott und das Gelächter der Gäste. Manchmal fühlte ich mich schon wie auf einem Lazarettschiff.
Ja, ihr habt richtig gelesen. Es gibt auf dem Sonnendeck einen Swimmingpool. Viele Gäste haben das auch genutzt. Ich hatte mich da zurückgehalten, auch was die Kleidung betrifft. Immer ordentlich gekleidet zum Essen und zu den Ausflügen, soweit es halt möglich ist. Man ist auf einer Kreuzfahrt und nicht am Badestrand, ist mein Motto. Ich hatte vor dem Diner noch geduscht und mir andere Sachen angezogen. Meine Sachen waren in Ausflugsklamotten und Schiffssachen eingeteilt, so daß ich immer so gut wie möglich aussah. Man musste ja auf sich halten, nicht wahr ???
Mittlerweile waren wir wieder auf der Rückfahrt. Wir machten noch einen kurzen Halt in Esna, wo eine andere Gruppe noch eine kurze Besichtigung einer Tempelruine machte und dann ging es ab nach Luxor. Die Fahrzeiten waren so geplant, daß man Flußabschnitte, die auf der Hinfahrt Nachts passiert wurden, auf der Rückfahrt am Tage sehen konnte. So entging uns eigentlich nichts von der grandiosen Kulisse, die der Nil dem Reisenden bietet. Und immer freundliche Menschen am Ufer, die uns zugewunken haben. Einige Kinder haben auch laut nach Geld geschrien, daß war aber die Ausnahme.

Wir wurden von Abdul eingeladen, ihn in seiner Wohnung zu besuchen, was für uns natürlich ein willkommene Angelegenheit war, sich ein Bild der hiesigen Gegebenheiten zu machen. Die Wohnung war recht geräumig und von der Ausstattung her durchaus akzeptabel. So könnte ich mir lebhaft einen längeren Aufenthalt in Luxor vorstellen.

Im Anschluß nahmen wir eine Kutsche, um zum Schiff zu gelangen. Der Kutscher zeigte uns noch ein wenig von der Altstadt, aber zu dem empfohlenen Geschäft sagten wir dann doch lieber Nein. Mit dem anderen Reiseführer Mohamed gingen wir nach dem Diner noch durch eine Basarstrasse von Luxor. Es verhielt sich auch hier ähnlich wie in Assuan. Zuerst kommen die Touristenstände und danach die normalen Geschäfte für die Einheimischen. Es war trotz der späten Stunde noch ein richtiges Gewusel und ich habe mich wieder gern treiben lassen. Einer der Jungs rief mir „Skinhead“ zu. Leider hatte ich nicht bemerkt, wer der Übeltäter war, sonst hätte ich ihm gern erklärt, daß dieses Wort in Deutschland doch sehr negativ besetzt ist. Aber so habe ich es als den Scherz aufgenommen, als der er auch gemeint war. Die Jungs meinen es halt nicht böse, sie versuchen nur mit den Europäern Kontakt aufzunehmen. Nach dem Basarbummel begaben wir uns in ein Cafe und tranken etwas. Dieses Cafe befand sich in einer kleinen Seitenstraße und die Gäste saßen auf dem Bürgersteig. Für unsere Gruppe wurde in Windeseile Tische und Stühle herausgeholt und auf die Straße gestellt. So schnell geht das.

Unglücklicherweise bekam ich an dem Abend keine Telefonverbindung zu Ahmed. Er war gerade in Luxor und wir wollten uns eigentlich an diesem Abend treffen. Wie das Leben halt so spielt, wenn es ein klein wenig übermütig ist. *Grummel* Zu schade.

Der letzte Tag in Luxor war Theben West gewidmet und wir besuchten das Tal der Könige. Man erhält mit der normalen Eintrittskarte Zugang zu 3 Gräbern. Abdul führte die Gruppe in ein Grab und erklärte Reliefs und deren Bedeutung. Dann durften wir auf eigene Faust noch zwei Gräber besuchen. Ich hatte ein Fachbuch dabei aus der Reihe 'Beck Wissen' über das Tal der König. Kein großer Wälzer, eher handlich und sehr informativ. Dadurch und durch den vorherigen Urlaub im April hatte ich schon einen Überblick über die schönsten Gräber. Abdul empfahl noch ein Grab, in dem eine Mumie zu sehen wäre. Es stellte sich heraus, das es ein Mumienkopf von einem Unbekannten war. Ansonsten war das Grab anscheinend nicht sehr interessant. Es handelte sich nicht um das Grab von Tutanchamun, welches Extraeintritt kostet.
Ich bin ja auch nicht da hineingegangen, sondern habe mir das Grab von Tutmosis III angesehen, der als einer der ersten Pharaonen in diesem Tal eine Grabanlage erbauen ließ. Man mußte erst über eine Stahlleiterkonstruktion etwa 20 Meter hinaufsteigen zu dem Eingang der hoch in einer Felswand versteckt liegt und dann bestimmt mehr als 40 Meter steile Treppen in den Berg hinunter. Wie die Arbeiter damals den Sarkophag heraufgebracht und dann ohne Beschädigung hinuntergelassen haben, ist mir ein Rätsel.

In der Sarkophag-Kammer ist das gesamte Amduat abgebildet. (Eher Strichmännchenhaft - aber immerhin). Das Amduat, auch Stundenbuch genannt, schildert die Reise des Sonnengottes Ra durch die 12 Stunden der Nacht, in der die Sonne viele Gefahren in der Unterwelt zu überstehen hat und der Ägypter der Antike war immer wieder froh, wenn die Sonne und dadurch auch der Sonnengott Ra am Morgen unbeschadet im Osten wieder erscheint und das Leben weiter geht. Dieser Lauf der Sonne nimmt eine zentrale Stellung in der ägyptischen Mythologie ein und der tote Pharao wird dem Glauben nach zu einem Teil der Besatzung der Sonnenbarke, die Ra auf dem täglichen Weg über den Himmel begleitet. Die Darstellung in diesem Grab sind einzigartig. Man muß es einfach gesehen haben.

Ein Aufseher saß in der untersten Kammer, der mit einer Taschenlampe auf mich zukam und den Ventilator (es ist schon morgens heiß und stickig in der untersten Kammer) zu mir drehte, als er sah, daß ich in dem Buch nachlas und länger bleiben wollte. Er zeigte mir dann im Inneren des Sarkophags (Deckel liegt auf Abstandshölzern auf) eine Darstellung der Himmelsgöttin Nut, die Arme schützend über den toten Pharao ausbreitend. Er wies mich auf Darstellungen der Göttinnen Isis und Nephtys an der Stirn- und Fußseite des Sarkophags hin und freute sich riesig, daß ich in der Lage war, die Göttinnen zu unterscheiden. Ein Bakschisch gab ich ihm dann doch, obwohl er erst kein Geld annehmen wollte. Aus meiner Gruppe kamen dann doch noch einige Leute runtergestiegen (Die drei aus Bad Oldesloh, sowie Norbert und Anneliese aus Heppenheim - ein sehr nettes Ehepaar), denen ich dann noch ein wenig zu den Wandzeichnungen erzählte. Anneliese fand das genial und betonte das später auch noch mehrmals gegenüber den Mitreisenden, was für ein guter Reiseführer ich doch wäre *rotwerd*
Dann bin ich noch in das Grab von Ramses III., das fast komplett mit wunderschönen Wandmalereien in recht gutem Zustand ausgefertigt ist. Ein Muß für jeden Interessierten. Leider gibt es zur Zeit keinen Zutritt zu dem Grab von Sethos I., daß als das größte und schönste Grab im Tal der Könige gilt. Es wird wieder hergerichtet, denn der Massenansturm hat doch erheblich die Malereien angegriffen. Man überlegt, es bald wieder zu öffnen, allerdings gegen Extraeintritt, was mich nicht von einem Besuch abhalten würde.
Wer einen Besuch in Luxor plant sollte unbedingt das oben angeführte Buch kaufen und mitnehmen. So kann man im Vorhinein sich ein wenig kundig machen und die Schönheit der Darstellungen würdigen. Das Buch wurden von Erik Hornung geschrieben unter dem Titel „Das Tal der Könige“ und ist im Verlag C.H. Beck erschienen. ISBN 3406 479952.

Anschließend stand der wunderschöne Terrassentempel der Hatschepsut, für den man immer zu wenig Zeit hat auf dem Programm. Mit Diana zusammen sprintete ich gleich los und direkt auf die oberste Terrasse zu. Der Weg ist schon recht weit und ich wollte so viel wie möglich sehen.

Meine Freundin Sabine aus Göttingen bezeichnet diesen Tempel als das „Bauhaus“ Ägyptens, in Anlehnung an das Bauhaus in Dessau. Die klaren Linien dieser Architektur geben dem Tempel einen leichten Ausdruck, der im Gegensatz zu anderen bekannten Tempelbauten steht. Das Bauwerk lädt durch seine offene Bauweise zum Betreten ein und ist nicht so abweisend ausgeführt wie es zum Beispiel im Karnak-Tempel zum Ausdruck kommt. Die Reliefs sind außerordentlich fein und exakt ausgeführt. Auf der zweiten Terrasse wird die legendäre Expedition nach Punt beschrieben, die die Pharaonin damals ausschickte. Man kann dem Bauwerk durchaus ansehen, daß hier eine stolze und mächtige Frau die wohlmanikürte Hand im Spiel gehabt hat.

Danach wurden wir noch in eine Alabaster-Werkstatt gebracht. Es war eher eine Räuberhöhle zum Verkauf von Andenken. Ich fand die Steinarbeiten so grottenschlecht, daß ich nichts gekauft habe. War natürlich bei den Leuten nicht sehr beliebt, aber egal. Wenn schon, dann muss es auch qualitativ hochwertig sein und kein Schund. Außerdem waren die Verkäufer einfach zu aggressiv und dann bin ich auch in meiner Erwiderung aggressiv. Da nehme ich keine Rücksicht, denn derartiges Verhalten kann man nicht hinnehmen, auch wenn man dort zu Gast ist.
Abends besuchten wir die große Sound- and Lightshow im Karnak-Tempel. So macht Geschichtsunterricht Spaß. Und der Tempel wirkt durch die unterschiedlichen Beleuchtungen noch viel eindrucksvoller als am Tage. Die Reliefs treten mehr hervor durch das Spiel zwischen Licht und Schatten. Den Figuren wird dadurch ein rechtes Eigenleben zuteil. Leider stand der Vollmond im Osten, also noch hinter der Tribüne am heiligen See. Wie sehr hatte ich mir gewünscht, man könne von der Bühne dann noch den Vollmond über dem Tempel sehen. Seufz, man kann halt nicht alles haben.
Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen vom Schiff und den liebgewonnenen Freunden dort. Es ging dann im Bus-Konvoi nach Hurghada. Etwa 4 Stunden Fahrzeit sind es. Je mehr man sich dem Roten Meer nähert, desto schroffer und höher werden die Felsformationen. Die Schichtung ließ auf eine Auffaltung im Erdalterum schließen. Ein Atlas bestätigte mir dann meinen Verdacht, denn wir fuhren über den Rand in den großen Ostafrikanischen Graben hinein. Dieser Grabenbruch zieht sich von Ostafrika aus über das Rote Meer bis in den Nahen Osten hinein und bezeichnet eine Stelle, an der zwei tektonische Erdplatten auseinanderdriften. Druck durch aufsteigendes Magma hatte im Erdaltertum zu dieser Auffaltung geführt und drückt auch heute noch die Erdplatten auseinander.

Mohammed, der uns schon am Flughafen abgeholt hatte und uns nun nach Hurghada begleitete, fragte mich nach der Ankunft dort nach Fachbüchern und ich habe ihm dann das Heft über das Tal der Könige verkauft. Seiner Aussage nach gibt es nicht genug Lehrbücher, oder die vorhandenen Bücher sind nicht so ausführlich, wie unsere Literatur. Und für uns Europäer ist es einfacher, an gute Literatur zu kommen. Er hat mir übrigens den Neupreis bezahlt, wenn auch in Egypt Pound.

Aus unserer Gruppe war ich als Einziger in dem 3-Sterne-Hotel „Three Corner Village“ untergebracht. Die Anderen waren in den 5-Sterne-Nobelschuppen 'Siva Grand Beach' und „Grand Hotel“ untergebracht. Ich fühlte mich zuerst ein wenig einsam und kam mir auch verlassen vor, zumal sich wieder eine Magen/Darm-Geschichte ankündigte und ich einfach nur ins Bett wollte.

Um mich herum hörte ich anfangs nur Russisch. Wie sich dann herausstellte, waren mehr als die Hälfte der Gäste Russen ('tschuldigung, aber die sind einfach nur eine Beleidigung für das ästhetische Empfinden und Manieren gibt es auch nicht) die andere Hälfte, bis auf 2 Paare, kamen aus aller Herren Länder. Mit den Deutschen wollte ich nichts zu tun haben. Die gefielen mir nicht. Also hatte ich zu den Gästen keinerlei Kontakt, dafür aber um so mehr zu den Ägyptern. Also dem Personal und anderen Leuten in Hurghada.
Das Hotel war ansonsten sauber, wohl kurz vorher renoviert, stammte aber aus der Anfangszeit von Hurghada, was sich in der Bauausführung und Lage zeigte. Es lag direkt am Strand, aber am nördlichen Rand von Hurghada an der Altstadt. Hurghada zieht sich bis zu 40 km am Roten Meer lang, meistens sind es aber nur die Hotels, die wie an einer Kette aufgereiht ans Meer gebaut sind.
Es gibt 2 Ortsteile. Downtown im Norden, wo auch mein Hotel lag und dann anschließend Sekalla um den alten Hafenbereich etwas südlich. Dieser Bereich ist heute mit Hotels, Diskos und prächtigen Läden gepflastert.

Man fährt mit Minibussen, deren Fahrpreis je nach Strecke zwischen 1 LE und 3 LE liegt, was recht billig ist. Die Minibusse fahren immer die gleiche Route vom Norden bis in den Süden der ganzen Stadt, so kann man jederzeit einen Bus anhalten, einsteigen und wenn man raus will, meldet man sich einfach. Macht Spaß und ist ein sehr innovatives Konzept. Es scheint Unmengen von diesen Bussen auf den Straßen zu geben. Lange Wartezeiten gibt es praktisch nicht. Ob man so was hier auch verwirklichen könnte ??? Taxis sind teurer, aber kosten auch nicht die Welt. Ein Taxifahrer wollte mich unbedingt noch in einen Andenkenladen schleppen und parkte in einer Seitenstrasse direkt vor dem Laden. Ich habe Zeter und Mordio geschrien, bin nicht ausgestiegen und bevor ich noch die Polizei erwähnen konnte, ist er dann weitergefahren. Zu dem üblichen Fahrpreis kassierte ich dann beim Aussteigen noch eine Schimpfkanonade. Wie gut, daß ich kein Arabisch verstehe, aber die Bedeutung war klar.

Ich bin sehr gern durch die Straßen von Downtown gebummelt und kam meistens über und über mit Parfümproben eingenebelt ins Hotel zurück. Ich konnte halt nicht immer Nein sagen, mich aber meistens mit einem freundlichen Lächeln und einer bestimmten und strikten Ablehnung aus den Fängen der Verkäufer retten. So häufig wie in Ägypten wurde ich noch nie angefaßt, was mich nicht weiter störte. Trotzdem fühlte ich mich unheimlich wohl und genoß diese Momente sehr.

Mit meinen Mitreisenden habe ich mich noch zweimal getroffen. Immer im Siva Grand Beach. Ist schon ein toller Kasten und es bot sich auch an, da sie ein „All Inclusive“-Paket gebucht hatten und mich einluden. Ansonsten lag ich gern am Strand, schnorchelte ein paarmal am Ufer entlang und besuchte auch das Redsea-Aquarium gleich neben dem Hotel. Es beinhaltet etwa 60 mittelgroße Aquarien mit den schönsten Fischen des Roten Meeres. Erstaunlicherweise sieht man direkt in Strandnähe eine Menge Fische und anderes Meeresgetier, so daß die Anschaffung der Schnorchelmaske eine lohnende Investition war. Vom Strand aus bekam ich sogar eine ziemlich große Meeresschildkröte zu sehen, was für ein Glücksfall.

über Satelliten-TV konnte ich den Sender „Melody“ empfangen, der zur Hälfte europäisch/amerikanische und ägyptische Musikvideos sendet. Der ägyptische Sänger Moustafa Amar hatte es mir besonders angetan und einer der Angestellten besorgte mit mir zusammen die neuste CD. Als ich wieder ins Hotel zurückkam war ich ja der größte Held für sie. Die CD mußte sofort gespielt werden und alle waren gtlücklich. Ganz böse Lästerzungen würden ja behaupten, es handele sich bei Moustafa Amar um die Reinkarnation von Roy Black. Nein, wie böse aber auch. Mir gefällt es.

Ich habe sogar Ahmed getroffen, wenn auch nur für eine Stunde im Hotel, weil er gerade auf dem Weg von Luxor nach Cairo war. Er musste den Bus in Hurghada wechseln und so konnte ich wieder diese unglaublich schönen Augen betrachten. Vielleicht schaffen wir es ja mal, längere Zeit zusammen zu kommen. Er hat ja so viele Pläne und würde zu gern hier in Deutschland mit mir leben. Erstmal würde er ein paar Wochen hier sein, um alles kennenzulernen. Na, schaun mer mal. So richtig glaube ich erst dran, wenn er wirklich am Flughafen vor mir steht. Seufz.
Und bald war die Zeit wieder um und der Koffer mußte gepackt werden. Zum Abschied habe ich mir am letzten Tag noch einen Sonnenaufgang über dem Roten Meer gegönnt, obwohl ich dazu schon um 05.00 h morgens aufstehen mußte. Tja, und dann die Verabschiedung von den Freunden im Hotel. Austausch von Adressen und Glückwünsche für eine gute Reise und das Versprechen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. SCHNÜFF – es ist zum Heulen !!!! Ein letzter Rundgang durch das Hotel und zum Strand und dann kam auch schon der Bus zum Flughafen. Tränen unterdrücken und ab nach Hamburg. Das passiert mir auch jedesmal wieder, daß ich halb in Tränen aufgelöst am Flughafen stehe.
Es dauerte diesmal sehr lange, bis ich wieder richtig in Deutschland ankam. Lange Zeit schwebte ich noch über dem Nil und wollte auch gar nicht mehr hier landen. Es gibt viele Gründe, warum man Deutschland immer entflieht und es mir jedesmal wieder so schwer fällt, zurückzukommen. Aber diese Gründe sollte man besser mal bei einem guten Glas Wein austauschen.

Übrigens fand ich in der Tageszeitung, die ich am ersten Tag in Hamburg kaufte, einen Bericht über ein ägyptisches Kaffeehaus, welches gerade kurz vorher in Hamburg eröffnet hatte. Das mußte doch wieder ein Zeichen sein. Selbiges ist mir im April schon passiert. Da wurde in der Tageszeitung eine Vortragsreihe an der Universität Hamburg zu den Pyramiden angekündigt. Just, als ich wieder hier eintraf. Schon damals sagte ich mir, das müsse etwas zu bedeuten haben. Und schon plante ich die nächste Reise.
Im nächsten Jahr würde ich dann gern eine Wohnung in Luxor mieten und die Gegend näher erkunden. Die Wohnungen kosten ca. EUR 300,--, liegen häufig direkt an der Nile Street, oder eine Straße weiter, sind möbliert und mit Klimaanlagen ausgestattlet. Dann hätte ich Gelegenheit, mehr zu sehen von den Altertümern und auch das moderne Luxor zu erkunden. Man sieht also, ich werde häufiger nach Ägypten reisen.
Träume können wahr werden !


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Kommentare

  • ralf.houven

    Ein schöner Bericht, der auch bei mir die Reiselust wieder aufflammen läßt. Aber auf einer Nilkreuzfahrt gibt es dann doch wohl zu viele Altertümer zu sehen. Aber ich kann nur bestätigen, daß man den Tempel der Hatschepsut, das Tal der Könige und den Karnaktempel gesehen haben muß. Ich bin vor einigen Jahren in Hugharda gewesen und von dort als Tagestourist mit dem Bus nach Luxor gefahren und fand die vier Stunden Fahrt pro Strecke ganz schön lang. An jedem Dorfanfang und -ende gab es einen Checkpoint, wo Polizei mit vorgehaltenen Gewehren stand - nur gescheit kontrolliert haben die nicht - da hätten sie sich die Checkpoints auch sparen können. Völlig unsinnig fand ich dann die Konvoifahrt von Safarga durchs Gebirge bis zum Nil. Angeblich will man damit die Angriffsziele für Terroristen verringern, tatsächlich bietet man ihnen aber zig Touristenbusse auf einmal.

    Übrigens kann man tatsächlich mit dem Personalausweis in Ägypten einreisen, er muß nur noch lange genug (ich meine ein halbes Jahr) gültig sein und man muß ein separates Paßfoto dabei haben. Das wird dann wohl in ein separate Heft geklebt, wo dann auch das Visum rein kommt. Neben dem Personalausweis muß man dann wohl auch das Heft mitführen. Ich nehme lieber den Reisepaß, das ist einfach weniger kompliziert, aber dafür ist der auch teurer als der Personalausweis.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Nilkreuzfahrt 2002 4.25 4

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