Mama, ein Zehnjähriger und eine Woche Zeit - auf nach Hamburg!

Reisebericht

Mama, ein Zehnjähriger und eine Woche Zeit - auf nach Hamburg!

Reisebericht: Mama, ein Zehnjähriger und eine Woche Zeit - auf nach Hamburg!

Eine Städtereise mit einem Zehnjährigen? Geht das überhaupt? Es geht!
Mein Sohn Patrick und ich haben im Sommer 2005 eine ganze Woche in der Hansestadt verbracht, ohne dass es mir zu stressig und ihm zu langweilig wurde - Hamburg und seiner Vielfalt sei Dank!

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Freitag: Ankommen und reinschnuppern

Nachmittags landen wir in Fuhlsbüttel, dann geht es mit der S- und U-Bahn nach St. Pauli zu unserem Hotel.
Nach dem Ausräumen unserer Koffer stehen dann als erstes die Landungsbrücken auf unserem Plan, der kurze Spaziergang tut uns nach dem langen Sitzen im Flieger und in der Bahn auch gut.
Patrick fühlt sich auf Anhieb wohl - und er könnte wohl stundenlang nur sitzen und den Schiffen zusehen.
Aber er hat im Reiseführer etwas entdeckt, was ihn jetzt sofort und auf der Stelle interessiert: den Alten Elbtunnel. Zum Glück war Mama schon mal in Hamburg und weiß, wie wir dort hinkommen... Auf meinen Sohn macht das immerhin ein bisschen Eindruck. Und dann geht es hinunter und zu Fuß unter der Elbe hindurch - mit dem Spaziergang hinüber nach Finkenwerder und wieder zurück wird aus dem bisschen Bewegung noch eine ausgewachsene sportliche Betätigung!
Aber der Blick auf das Nordufer mit den Landungsbrücken, den Schiffen und dem Michel entschädigt uns!



Schummrige Röhre



Samstag: Schiffe in allen Größen

Am nächsten Tag ist der Himmel strahlend blau und wir beschließen, heute zunächst einmal Elbe abwärts zu fahren. Dort soll es ja ganz interessante Orte geben, die wir dank unserer Hamburg-Card mit den öffentlichen Fähren erreichen können.
Also geht's wieder mal hinunter zu den Landungsbrücken und dann mit der Fähre los in Richtung Museumshafen Övelgönne. Aber wir sind so früh dran, dass sich dort abgesehen von einigen vorwitzigen Möwen noch nichts bewegt...
Also fahren wir mit dem nächsten Schiff weiter bis Teufelsbrück, dort geht es dann entlang des Jenisch-Parks hinauf nach Klein-Flottbek. Wir bummeln nicht nur die Hauptstraße entlang, sondern entdecken etwas abseits malerische reetgedeckte Häuser und Höfe.
Jetzt geht es mit der S-Bahn noch ein Stück weiter bis nach Blankenese. Durch das Treppenviertel mit den schönen alten Kapitänshäusern gehen wir hinunter an die Elbe, an deren Ufer wir dann wieder Richtung Innenstadt spazieren. Mit dem Bus erreichen wir dann wieder die Landungsbrücken.



Övelgönne in der Morgensonne



Nachdem wir so früh gestartet sind, ist es gerade mal Mittag, als wir wieder an den Landungsbrücken sind. Aber wir sind uns einig, dass wir für den Moment genug gelaufen sind - heute nachmittag lassen wir uns erst mal schippern! Zeit für die obligatorische Hafenrundfahrt!
Der von mir an sich bevorzugte Raddampfer startet leider erst am späten Nachmittag wieder, sodass wir auf eines der modernen Schiffe ausweichen. Was anderererseits den Vorteil hat, dass wir in der gleichen Zeit eine etwas längere Strecke fahren und entsprechend mehr sehen. Patrick ist fasziniert von den Anlagen des Containerhafens, von dem Treiben auf dem Wasser, von den ständig wechselnden Aussichten. Eines ist mir schon jetzt klar: Schiffe haben es ihm angetan!
Und nach der Rundfahrt legt unser Schiff praktischerweise genau vis-à-vis vom Museumssegler "Rickmer Rickmers" an. Das muss natürlich ausgenutzt werden, also geht's direkt hinauf auf das Deck des Dreimasters. Es ist sehr angenehm, dass wir das Schiff ohne Führung besichtigen können, so können wir uns überall, wo wir möchten, mehr Zeit nehmen.
Nach so viel Aktivität auf und am Wasser haben wir uns eine kurze Pause verdient. Aber Patrick sorgt schon dafür, dass die nicht zu lange ausfällt! Er will unbedingt noch etwas unternehmen. Also schlage ich ihm das Panoptikum vor, das Wachsfigurenkabinett in St. Pauli - natürlich habe ich dabei auch im Hinterkopf, dass es von dort nur noch ein Katzensprung ins Hotel ist. Patrick ist Feuer und Flamme und wir genießen den Besuch bei den fast echten Promis!



Eleganz in Rot


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Kommentare

  • 238EWT

    Donnerwetter: Zwei Bayern an sieben Tagen in drei norddeutschen Bundesländern! Ein erfrischender , informativer Reisebericht, der mich in weiten Teilen an meine Kindheit und Jugend in Hamburg erinnert. Besonders an "Harry' Hafenbasar": Wenn es sich um den verstaubten Laden mit mehreren Räumen in der Bernhard-Nocht-Straße handelt, dürfte Harry, dessen Gewölbe vor 50 Jahren noch nicht so hieß, inzwischen weit über 100 Jahre alt - und seine Schrumpfkopfsammlung noch viel älter sein. Beide sind vermutlich einmalig. "He lücht", sächt de Hamburger...Das macht den Hafen und St. Pauli aber so sympathisch, meint
    Eberhard

  • Blula

    Hallo Brigitte!
    Hamburg.... ich war leider erst ein einziges Mal dort in meiner Jugend. Da hat sich natürlich wahnsinnig viel getan und verändert, bis auf die Elbe, die immer noch durch die Stadt fliesst. Dein Bericht ist ganz prima, interessant und gut zu lesen. Hat mir ganz ausgezeichnet gefalllen, genauso wie Deine tollen Fotografien. Stelle fest, dass ich nun auch endlich mal wieder nach Hamburg reisen sollte.
    LG Ursula

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