Alta Via No 1

Reisebericht

Alta Via No 1

Reisebericht: Alta Via No 1

Anfang September haben wir uns mit schweren Rucksäcken aufgemacht, ein Teil des Dolomiten-Höhenweges Nummer 1 abzulaufen. Gestartet sind wir in St. Vigil, Ende war in Alleghe.

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St. Vigil - Fanes-Hütte

Im Frühjahr habe ich eine Outdoor-Zeitschrift gelesen, mit fantastischen Fotos über den Höhenweg Nr. 1 in den Dolomiten. Sofort sprang bei mir der Funke über: Da will ich auch hin! Und so befinden Stephan und ich uns Ende August mit vollgepackten Rucksäcken im Kofferraum auf der Autobahn Richtung Süden. Bis nach Innsbruck kommen wir am ersten Tag und übernachten am Beginn der alten Brennerautobahn in einer einfachen Pension. Am nächsten Morgen schaue ich aus dem Fenster, Regen. Das fängt ja nicht so gut an.

Wir fahren weiter über Landstraßen nach St. Vigil, langsam wird das Wetter auch besser. In St. Vigil stellen wir den Wagen einfach auf einem öffentlichen Parkplatz ab, ziehen die Wanderstiefel an und laufen zur nächsten Bushaltestelle. Der Plan ist der, erstmal mit dem öffentlichen Bus die 10 km bergauf zur Pederühütte zu fahren und von dort noch etwa 2 Stunden zur Faneshütte zu laufen. Das sollte dann für den ersten Tag als Einstimmung reichen. Und tatsächlich haben wir den Bus sehr gut abgepasst. Obwohl er nur 3x täglich fährt müssen wir nur etwa 10 Minuten warten und können einsteigen.

Oben angekommen fallen vor allem die bedrohlichen grauen Wolken auf, die zwischen den Felswänden hängen. Da eh Mittagszeit ist kehren wir daher erstmal in die Pederühütte ein und essen eine Kleinigkeit. Eine Stunde und zwei Regenschauer später sieht es zumindest etwas besser aus und wir laufen über Felsen und dann durch niedrige Latschenkiefern bergauf. Es nieselt leicht, aber die Regenhose ziehe ich nach einiger Zeit wieder aus, da ich darin so schwitze, dass ich von innen her nass werde. Da erspare ich mir das Saunaklima und werde halt von außen etwas feucht. Der Weg ist recht langweilig, sehe ich doch von der umgebenden Landschaft nichts wegen der dichten Regenwolken. Am frühen Nachmittag kommen wir auf der Faneshütte an. Eigentlich ist das schon gar keine klassische Berghütte mehr sondern eher ein Hotel, das kaum Wünsche offen lässt. Obwohl wir 4 Wochen vorher gebucht haben, bekommen wir kein Doppelzimmer mehr sondern 2 Betten in einem 10-Bettzimmer. Und tatsächlich rauben mir nachts zwei Schnarcher den Schlaf, die ganze Regenwälder abzusägen scheinen. Meine Ohrstöpsel habe ich dummerweise ganz unten im Rucksack liegen, die hohle ich mitten in der Nacht nicht raus. Anfängerfehler.



Fanes-Alm


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Kommentare

  • mamaildi

    Da haben wir uns fast die Klinke in die Hand gegeben, wir sind Ende August aus den Dolomiten zurückgekommen! Eine wunderbare Tour habt ihr gemacht und in deinem Bericht habe ich genau das Stück erleben können, das wir mit dem Auto zurückgelegt haben, sehr genussvoll dank deiner schönen Fotos. Schade, dass euer Abschluss nicht der Planung entsprach, aber das sind eben die Berge und das Wetter. Da müsst ihr halt nochmal wiederkommen...

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