Bornholm - Die schöne Wilde in der Ostsee

Reisebericht

Bornholm - Die schöne Wilde in der Ostsee

Reisebericht: Bornholm - Die schöne Wilde in der Ostsee

Eine Woche ging es auf Erkundungstour auf Bornholm. Eine Insel, die langsam, aber sicher von den Touristen entdeckt wird. Doch immer noch ist sie ein Geheimtipp für Naturliebhaber und für Menschen, die die Ruhe lieben.
Weite weiße Strände im Süden, schroffe Berge und Klippen im Norden. Ein Spiegelbild ganz Skandinaviens.

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Dueodde Strand



21.07.2009

1. Tag Anreise

Hahn auf der Tür

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Schon früh um 6:30 Uhr ging es los in Richtung Sassnitz auf Rügen. So gegen 11 Uhr haben wir dann den Fährhafen erreicht, der ziemlich klein ist und längst nicht so imposant wie der Rostocker Hafen. Wir haben uns in die Bahn für Reisende nach Rönne/ Bornholm eingereiht. Langsam, aber sicher kamen immer mehr Autos hinter uns. Der Check - In dauerte eine ganze Weile, da die Frau am Schalter zwei zu bedienen hatte. Na ja die Deutsche Mentalität holt uns wieder ein. Um 12:45 Uhr pünktlichst startete die Fähre. Es war ganz schön windig, die Fähre glitt jedoch ganz ruhig über das Wasser. 16:15 Uhr dann da gewesen, in der Hauptstadt dieser Insel. Gleich am Hafen sind wir in die Information gegangen und haben alles für uns Interessante zusammengesammelt. Gar keine rechte Ahnung wo wir nun hinfahren. Gleich mal an den Strand und gesehen, was uns da so erwartet. Ein Traum.
Die Sonne schien und es war warm. Wir haben uns im Voraus vorgenommen, dass wir immer auf einen Campingplatz fahren wollen, denn wir fahren wieder "nur" mit dem VW Bus - Marke T4. So sind wir an der Südküste entlang zum "Bornholms Familiecamping" gefahren. Dort gibt es alles, wovon Kinder nur träumen. Genug Platz für Alle und ganz viel zu spielen. Also nicht ganz das Richtige für zwei Ruhesuchende Menschen. Doch waren wir müde und hungrig und wollten dort hin. Auf der Fähre haben wir uns die kostenlose Inselzeitung genommen, in der so einiges Nützliches stand. Als wir dann den Platz und die Sanitäranlagen erkundet haben, ging es an den für uns besten Strand. Er hatte Karibikflair und konnte gut und gerne für Sanduhren genommen werden. So rein war er. Als wir dann ein wenig zusammensaßen und erzählten, hörten wir Menschen johlen und andere anfeuern. In der Zeit, in der wir auf Bornholm waren fand auch die sogenannte "Bornholmetappe" statt. Die Läufer rannten fünf Etappen, die ca. 7 - 10 Km lang waren. Am Ende hatte die Strecke die Länge eines Maratons. Die zweite Etappe führte quer über den Campingplatz und über den Strand von Dueodde.
Ca. 2500 Läufer namen daran teil. Es waren wirklich Alt und Jung vertreten.



Bornholmetappe



22.07.2009

2. Tag Wandertag

Rokkestenen

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Bis um 8 Uhr geschlafen, haben wir uns geduscht und die frischen Brötchen geholt. Auf fast jedem Campingplatz ist es möglich Brötchen zu bestellen. Da die Sonne strahlte ging es noch mal an den Strand, an dem schon einige Jogger und Bader unterwegs waren. Noch war uns die Ostsee jedoch zu kalt.
Dann wollten wir etwas sehen von der Insel. Es sollte einmal entgegen dem Urzeigersinn gehen. Vom Campingplatz sind wir in die schöne Hafenstadt Nexö gefahren. Dort hatte ein Soft - Is - Laden auf, der super gutes Eis verkaufte. Noch einige Besorgungen gemacht und am Hafen in der Sonne gesessen.
Auf dem weiteren Weg gen Norden kamen wir an der sogenannten Paradisbakerne vorbei. Einem großen Waldgebiet, mit vielen Schluchten, Tälern, Bergen und Wanderwegen. Unter Anderem gibt es dort auch den sogenannten "Rokkestenen".
Das ist ein sehr großer Findling, der doch ziemlich knapp auf einer Kante steht und der Sage nach mit dem kleinen Finger umgestoßen werden kann. Wir haben es versucht, doch war das ganz schön schwer und nicht zu schaffen.
Dorthin unternimmt eine schöne, ca. 1 1/2 Km lange Wanderung über Stock und Stein. Bevor wir jedoch diese Wanderung antraten, haben wir uns ein tolles Mittag gemacht ( Kartoffeln mit Hering in Sahnesoße ).
Doch leicht erschöpft ging es erstmal auf Schlafplatzsuche. Gelandet sind wir auf dem "Möllebakken" Campingplatz bei Svaneke. Svaneke haben wir uns auch noch angesehen, d.h. abgewandert. Auch ein schöner kleiner Ort. der auch vom Fischfang und jetzt in der Hauptsaison von den Touristen lebt. Die bekannteste Räucherei steht hier in Svaneke. Auch wir haben uns zwei "Bornholmer" geholt, wie sie hier auf Bornholm nun mal heißen.
Zurück auf dem Platz haben wir uns die Plane gespannt, weil ein wenig Regen angesagt war. Das traf auch ein. Gerade, als ich fertig war mit dem Braten von Zuchinis fing es richtig doll an. Na ja wir haben gemütlich unter der Plane gesessen und bei Kerzenschein und Wein karten gespielt.



23.07.2009

3. Tag Seightseeing

Blick auf Gudhjem

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Erst so gegen 10:30 starteten wir unsere Ausflugsrunde. Hier auf so einer kleinen Insel ist das Leben ruhiger und entspannter. Man lässt sich mehr Zeit und hätzt nicht Kilometerlang über Straßen. Hier fährt man erst spät los und ist sehr rasch in einem anderen Ort.
Als wir dann soweit waren ging es bis nach Listed. Ein Ort unter Gudhjem. Das ist ein sehr kleiner und richtig schöner Ort, in dem es auch einen Hafen gibt. Dieser dient hauptsächlich Seglern zum Schutz suchen. Nur wenige Fischer landen dort an.
Weiter ging es dann bei starkem Wind (weht überall auf der Insel) in den Ort Gudhjem. Wir fühlten uns wie in Alesund in Norwegen. Es ist dort sehr bergig, d.h. wir sind eine steile Straße runter gegangen bis zum Hafen. Entlang dieser Straße gibt es unzählige kleine Geschäfte. Man kann dort alles Erdenkliche kaufen. Auch süße Sachen, wie Lakritz, Zuckerstangen und Kaubonbons. Ich habe mir zwei ca. 50 cm lange Schlangen gekauft. Eine Lakritz und eine Zuckerstange. Man hat schon eine gane Weile zu kauen.
Als wir wieder oben waren und gestärkt mit Softeis hatten wir einen wundervollen Blick über und auf die Stadt.
Besonders toll war der Blick vom Gelände der Kirche.
Diese Stadt bewundert, waren das nächste Ziel die "Helligdomsklipperne". Das sind steil, ca. 22m hoch aufragende Felsspitzen, die nur über steile Wege und Gassen zu erreichen sind. Wir haben uns dafür auch genügend Zeit genommen und teilten dieses doch ganz interessante Erlebnis mit vielen anderen Touristen, aber auch Einheimischen.
Es war für uns sehr beeindruckend zu sehen, wie steil diese Spitzen aus dem Wasser ragen.
Es war nun schon ganz schön warm und es zog uns auf einen Platz zum ausruhen und übernachten. Durch Zufall haben wir den Campingplatz " Basted Camping" entdeckt. Das war einer der günstigsten Plätze und auch einer der idyllischsten.
Was wir nicht ahnten, dass wir hier doch ganze drei Nächte hintereinander verbringen würden, aber dazu später mehr. Wir haben uns einen schönen Platz ausgesucht, die Sprechzeiten waren noch nicht, dennoch konnten wir uns gleich auf den Platz stellen und haben dann später bezahlt. Wir ließen die Seele baumeln und uns den Rücken bräunen. Die Zeit verging schnell und der Platz füllte sich rasch.



Kirche von Gudhjem



4. Tag Hammertag

Was liegt wohl heute an? Mal ein wenig bewegen und Natur genießen. Wir haben uns für heute einiges vorgenommen. Erst sind wir nach Allinge gefahren, ein Ort, der uns einiges bot. D.h. deutsche Zeitungen, ohne gehts wirklich nicht. Auch einige (15) Karten gekauft und schon ging es weiter bis nach Sandvik. Von dort startete unsere Wanderung. Auf der Halbinsel "Hammeren" ging es umher. Ca. 2 Stunden sind wir an der Küste entlanggelaufen und wurden vom Wind umtost. Bis zum "Hammer Odde Fyr" war der Weg gut asgebaut mit Asphalt. Doch dann war Weg unebener und eher schotterig. Von einer Stelle aus Konnten wir die Festung "Hammershus" sehen. Eine für uns sehr mächtige Festung. Auch kamen wir an zwei Seen vorbei. "Opalsöen" und "Hammersöen" heißen sie. Am Opalsöen gibt es eine Seilbahn, die Menschen, Jung und Alt, in die Tiefe stürzen lässt.
Mit einer enormen Geschwindigkeit kommen sie von oben runtergerauscht und landen dann unten im Wasser mit einer großen Wasserfontäne.
Wie schon gesagt haben wir die Festung Hammershus nur aus der Ferne gesehen.
Also wollten wir diese auch aus der Nähe sehen. Wir waren dermaßen verblüfft und sind durch die Gassen gewandert, hochgegangen und uns den Wind um die Ohren wehen lassen. Die Sonne schien und das Leben konnte nicht besser sein. Eine Weile haben wir uns auf die Wiese gelegt und das Leben, den Tag und die Sonne genossen. Tja, wir waren ko. und suchten uns einen Platz. Was liegt da näher, als auf den Campingplatz "Basted Camping" zu fahren. Die Vermieterin hat schon geschmunzelt und stellte uns wieder einen neuen Schein aus. Wir suchten uns diesmal eine andere Stelle, die besser geschützt ist.
Einen Kaffee gemacht und Kekse gegessen. Bald kamen dann Motorradfahrer, die ordentlich Krawall machten, was die anderen doll störte. Wir machten uns einen schönen ruhigen und sonnigen Abend.



Hammershus


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Kommentare

  • raupenzwerg

    "Wer einmal da war, kommt wieder zurück." Wie wahr! Danke für diesen ansprechenden und lustigen Bericht und vor allem für das Fischkistenbild! Und ich finde es auch gemein, dass du soviel Geld für eine Angelgenehmigung bezahlen musstest und dann kein Fisch angebissen hat. Sauerei das! Vielleicht hat Kröllebölle euch ärgern wollen.
    Liebe Grüße, Bärbel

  • Raudi

    Ein schöner Reisebericht ! Aber eins kann ich euch auf eurem Reisebericht mitgeben Angeln und Singen kann man nicht Lernen das muß schon angeboren sein. LG Hans

  • A1B2CC

    Naja, da bin ich nur teilweise einig. Eigentlich sind wir richtig gute Angler und haben auch schon Erfolge zu verkünden, aber da sollte es einfach nicht sein... Aber dafür klappt es mit dem Singen besser... hehe

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