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Reisebericht: Die Toskana des Ostens
oder warum Auerstedt, Bad Sulza und Eckartsberga eine Reise wert sind
Toskana des Ostens ist die deutsche Toskana
Ich dachte immer die Toskana ist in Italien bis ich den Film über die “Toskana des Ostens” gesehen habe. Helden sind Herr und Frau Böhm, die nach der Wende in den Osten kamen und in Bad Sulza und Auerstedt erkannten, dass es dort genau so schön ist wie in der Toskana in Italien. Sie engagierten sich daraufhin sehr für die Region und letztlich für uns alle…
Die Toskana des Ostens liegt meiner Meinung nach in einem großzügigen Dreieck zwischen Eckartsberga, Auerstedt und Bad Sulza. In der Verlängerung davon kann man sie auslaufend zwischen Buttstädt im Westen und Naumburg an der Saale im Osten positionieren.
Ein deutsches Paradies
Nach einer mehrtägigen Erkundung mit dem Auto und zu Fuß kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Hier im Osten fand ich ein deutsches Paradies, wo das Alte in neuem Glanz erstrahlte, wo die Menschen sehr freundlich waren und die deutsche Küche in jeder Form und überall zu finden war.
Zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer gab es hier tatsächlich blühende Landschaften. Offenkundig hatte sich der Einsatz gelohnt. .Wer in der Kategorie Wessi und Ossi denkt kann als Wessi neidisch werden.
Wer dieses Denken überwunden hat freut sich darüber, dass Deutschland im Osten mittlerweile der modernste Teil mit den meisten Investitionen und paradoxerweise mit den wenigsten Menschen ist.
Deutsche Schönheit
Die Rapsblüte neigte sich ihrem Ende zu und auf dem Weg nach Auerstedt traute ich meinen Augen kaum. Italienische Anmut verwandelt sich hier in deutsche Schönheit und ist ein wesentlicher Bestandteil des neuen deutschen Ostens - wohin das Auge auch schaute.
Hier war die neue Toskana, eine wundervolle Kombination aus italienischer Erinnerung, gekoppelt mit deutscher Gegenwart und dabei alles schön, alles Traditionelle neu hergerichtet, alles in einem deutschen kulturellen Umfeld, einfach ein wunderbarer Ort für eine deutsche Identität in einem gemeinsamen Europa.
Auerstedt
In Auerstedt selbst lädt das Schloß mit seinem Museum und einem bemerkenswerten Bau zur Einkehr ein. In der Nähe von Bad Sulza gelegen ist es doch noch ein Dorf, das seinen Charakter beibehalten hat, so als ob man in Italien ein kleines Dorf besuchen würde…
Eckartsberga
Bevor ich an der wunderbaren Toskana-Therme in Bad Sulza vorbeifuhr kam ich von Eckartsberga. Dort erblickte ich eine Mühle in einer Landschaft, die so malerisch gelegen war, dass mir das Fotografieren eine wahre Lust wurde. Letztlich ist diese Region gerade für Fotografen eine wahre Pracht sobald die Natur lacht. Während meines Besuches hatte ich sehr wechselhaftes Wetter mit Sonnenpracht, Gewitterschlägen und dickem Nebel. Eben alles, was man auch woanders zu bieten bekommt.
Da dies ein Artikel ist, der Lust auf mehr von dieser Region machen soll, möche ich noch zwei Hinweise geben.
Zwischen Weimar und Buchenwald
Neben der Schönheit der Region bieten sich gerade von hier aus noch zwei weitere Strecken an, die hier nicht weiter ausgeführt werden, aber nicht unerwähnt bleiben sollen.
Die erste Strecke führt von Eckartsberga in Richtung Weimar, um Größe und Grauen als Teil unserer Geschichte zu erleben. Dabei sollten an einem Tag die Wirkstätten von Goethe und Schiller ebenso besucht werden wie gleich daneben das nationalsozialistische Konzentrationslager Buchenwald. Gerade die Kombination von größtem Geist und tiefstem Fall ist sehr eindrucksvoll.
Saale-Unstrut
Die zweite Strecke führt von Naumburg über Freyburg und Bad Bibra bis nach Eckartsberga und ist eine Art Rundweg durch die Wein- und Gastronomieregion. Sie kann mit dem Auto, dem Rad oder mehrtägig auch zu Fuß erkundet werden. Diese Region ist auch schön aber hat landschaftlich einen anderen Charakter.
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Ideal zum Erkunden der "Toskana des Ostens" ist die Wanderkarte ISBN 978-3-928765-20-6 der Kartoprodukt GmbH mit dem Titel “Weinstraße, Land der Burgen, Region Saale-Unstrut”. Die Karte hat mich voll überzeugt, ist preiswert und kann für alle Arten der Fortbewegung genutzt werden.
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Wie bemerkte Martin Kessel schon so treffend:
"Man muß viel Ferne getrunken haben, um den Zauber des Nächsten zu fassen."
Ein herrlich frühlingshafter Bericht mit den genau dazu passenden Fotos!!
Informativ und amüsant!!
LG Robert -
Ein herrlich, informativer Reisebericht, der Lust macht auf diese schöne Landschaft :-)
Interessant geschrieben mit ansprechenden Fotos! ...und, man muss nicht unendlich weit fahren. Die Schönheit liegt wie so oft gleich "vor der Haustüre".
Liebe Grüße aus Remscheid von Gerd -
Eine herrliche deutsche Landschaft gut in Szene gesetzt. Macht Lust auf Urlaub!
Liebe Grüße Lilli -
Vielen Dank, dass Du mir diese schöne Gegend Deutschland näher gebracht hast. Schöner Bericht von Dir !
LG Ursula
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