Der Dolomitenhöhenweg Nr. 4. Von Darek Wylezol

Reisebericht

Der Dolomitenhöhenweg Nr. 4. Von Darek Wylezol

Als „die schönste Architektur der Welt“ bezeichnete die Dolomiten Le Corbusier, als „ein köstlicher Edelstein im Alpenland“ der Kletterpionier Emil Zsigmondy. Schroffe Felsnadeln, die über saftgrüne Almen zu schweben scheinen, einsame Hochtäler sowie smaragdgrüne Seen – die bizarre Bergkulisse begleitet den Fernwanderer auf jedem der Dolomiten-Höhenwege.

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Sechs davon durchziehen die „bleichen Berge“, sechs Traumrouten, deren Verläufe sich an den schönsten Plätzen des Gebirgszuges orientieren. Jeder ist eines Besuches wert, jeder veranschaulicht, dass die Dolomiten mit ihren phantasievollen Felsformationen einzigartig in der Alpenlandschaft sind. Aber nur einer von ihnen verdient tatsächlich den Namen „Höhenweg“ und das ist die Alta Via di Dolomiti Nr. 4. Nur er bleibt konsequent auf der Höhe und verlässt kaum alpines Gelände. Nur hier trifft man auf so viele Leitern, Seile und ausgesetzte Pfade. Die Mühe lohnt sich aber, denn der „Vierer“ bietet eine Melange von Bekannt-Trivialem bis zu Unentdeckt-Überraschenden. Von den Drei Zinnen, die man ja gesehen haben muss, DAS Wahrzeichen der Dolomiten, bis zu den hoch in den Bergen versteckten Perlen wie Sorapis See, der nur nach einem anstrengendem Aufstieg aus dem Val di Ansiei zu erreichen ist. Antelao, der zweithöchster Berg der Dolomiten, die wild zerklüftete Cadini Gruppe und die Felsbastion der Sorapis - der Höhenweg Nr.4 ist ein Traum aus Fels und Stein, ein Meisterwerk der Natur.



In Innichen nimmt er seinen Anfang, in einem vom Tourismus geprägten Städtchen unweit der italienisch-österreichischen Grenze. Von dort gelangt man mit dem Bus zur Lanzinger Säge und wandert gleich zur Dreischusterhütte. Haunold, ein der Sage nach zu Fels verwandelter Riese öffnet rechterhand die Gipfelparade des „Vierers“. Knapp unter der 3000-m-Marke dominiert er das anfangs noch liebliche Innerfeldtal. Weiter im Tal folgen ihm die Dreischusterspitze und der Morgenkopf. Die Landschaft wird zunehmend steiniger – Schwabenalpenkopf, der freistehende Toblinger Knoten - man kommt sich hier vor wie in einem Freilufttempel, in dem die Felsen wie Skulpturen Spalier stehen und den Weg zum Altar weisen. Zum Hochaltar der Dolomiten, zu den Drei Zinnen von Lavaredo.


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