Schwefelwasser

Ein falscher Tritt nur, und der Evolutionsbiologe Michael Tobler tauchte in das Schwefelwasser von Villa Luz, das tödlich ist für viele Lebewesen. Dennoch hat sich eine Fischart, der Mexikokärpfling, gut daran angepasst. Tobler will wissen, wie?

Cueva de Villa Luz

Regenwald hemmt den Zugang zur Cueva de Villa Luz - vor allem aber der faulige Geruch nach Schwefelwasserstoff, der schon meilenweit vor dem Eingang zur Unterwelt aufsteigt

Mexikokärpflinge

Gläsern wirken die Körper der Mexikokärpflinge. Sie haben ihre Farbpigmente reduziert - weil die in der Finsternis nutzlos wären. Bei manchen Tieren haben sich auch die Augen sehr stark zurückgebildet

Snotties

"Snotties", Rotzfäden, nennen Forscher die schleimigen Gebilde aus Bakterienkolonien. Weil Schwefelsäure an ihnen herunterläuft, gelten sie als Mini-Biotop der Extreme - zu dem Michael Tobler respektvollen Abstand hält

Kärpflinge

Evolution im Zeitraffer: Einige Kärpflinge haben sich an die Höhlenwelt angepasst ...

Kampf auf Leben und Tod

... wo sie Riesenwanzen als Nahrung dienen. Die Artgenossen vor der Villa Luz sehen hingegen noch ursprünglich aus: dunkel gefärbt und mit großen Augen

Einzigartiges Biotop

Ähnliche Bedingungen herrschen nur an einem einzigen anderen Ort: der Tiefsee

Fledermäuse

Auch Fledermäuse ...

Höhlenspinne

... und Geißelspinnen bevölkern die Cueva. Und alles hängt an den Bakterien: Die Fische weiden deren Teppiche ab

Wanzen-Nachwuchs

Die Riesenwanzen saugen Fische aus - und tragen dann nährstoffreiche Eier auf dem Rücken

Kärpflinge

Im Schein der Lampe des GEO-Fotografen wird die Masse der Kärpflinge sichtbar, die sich in den Seen und Spalten drängen. Und die in der Dunkelheit ihre ursprüngliche Aggressivität verloren haben

Robbie Shone

Selbstporträt eines Höhlenfotografen: Mithilfe einer speziellen Kunststoffhülle schützt Robbie Shone seine Kamera vor den aggressiven Substanzen in der Cueva