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Forscher entdecken neuen Großsäuger

Drei Monate lang durchforstete ein Zoologenteam den entlegensten Winkel des brasilianischen Dschungels - und machte eine sensationelle Entdeckung: eine bislang unbekannte Schweine-Art, das Riesen-Pekari

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Einheimische Jäger mit ihrer Beute, einem Riesen-Pekari (Foto von: Frieder Salm)
© Frieder Salm
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Einheimische Jäger mit ihrer Beute, einem Riesen-Pekari

Zum ersten Mal hörte der Biologe Marc van Roosmalen von einheimischen Siedlern und Jägern von dem sagenhaften Paarhufer: Deutlich größer als die schon bekannten Schweine-Arten sollte es sein, so berichteten die Caboclos. Sie sind Nachfahren von Kautschuk-Sammlern, die im Urwald am 700 Kilometer langen Rio Aripuanã, unweit des Amazonas, leben. Ganze vier Tage dauert die Anreise per Schiff von Manaos durch den fast menschenleeren Urwald.

Fundgrube für Artenjäger In diese "Terra incognita" der Zoologie und Botanik war der Biologe, der viele Jahre für das Staatliche Institut für Amazonasforschung arbeitete, mit dem GEO-Autor und Filmemacher Lothar Frenz und zwei Kameraleuten aufgebrochen, bislang unbekannte Tierarten in das Licht der Wissenschaft zu rücken. Schon früher war van Roosmalen hier erfolgreich: Nicht weniger als 20 Affenarten, ein Zehntel aller bisher bekannten, hat der Primatologe seit 1996 entdeckt. Dazu fünf Vogelarten, ein Zwergstachelschwein und rund 30 Pflanzenarten.


Einheimische helfen bei der Suche

Van Roosmalen nutzt bei seiner Arbeit das Wissen der Einheimischen, denn niemand kennt sich hier im Dschungel besser aus als sie. Und was bei ihnen tagtäglich im Kochtopf landet, kann eine wissenschaftliche Sensation sein. Als die Jäger ihm von ihrer Jagdbeute berichteten, wusste der Wissenschaftler, dass es sich um eine bislang unbekannte Nabelschwein-Art handeln müsse: das Riesen-Pekari. Ein totes Exemplar, als Jagdbeute, bestätigte seinen Verdacht.


Naher Verwandter: Deutlich ist beim Halsband-Pekari die weiß-gelbliche Binde um den Hals zu erkennen (Foto von: Roland Gockel/NDR Naturfilm)
© Roland Gockel/NDR Naturfilm
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Naher Verwandter: Deutlich ist beim Halsband-Pekari die weiß-gelbliche Binde um den Hals zu erkennen

Bisher sind nur drei Pekari-Arten bekannt

Pekaris bilden gegenüber den anderen Schweinen eine eigene Familie. Bislang sind der Wissenschaft nur drei Arten bekannt: das Halsband-Pekari, das bis zu einem Meter lang wird und in Trupps von 20 bis 30 Tieren lebt, das Weißbart-Pekari, das etwas größer wird und in Trupps von bis zu 200 Tieren lebt, und das Gran Chaco-Pekari. Diese erst 1974 entdeckte und sehr seltene Tierart erreicht immerhin eine Länge von bis zu 1,20 Meter und lebt in den Wäldern Nordargentiniens, Westparaguays und im südöstlichen Bolivien.



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Kommentare zu "Forscher entdecken neuen Großsäuger"

Arne B. | 03.01.2009 16:16

Natürlich werden wir unser best mögliches Unternehmen um all Children of world die gleichen mittel und ressorcen zur verfügung zu stellen. da wir noch im aufbau sind wird dies eine weile dauern.

Mit freundlichem gruß Arne-Nicolai Blaas Beitrag melden!


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