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GEO Magazin Nr. 09/10 Seite 1 von 5
Artikel vom


Vom wahren Wert des Waldes

Den "Deutschen Preis für Naturjournalismus" gewann 2010 die freie Journalistin Anke Sparmann - mit einer Reportage über den GEO-Tag der Artenvielfalt im gleichen Jahr

Text von Anke Sparmann

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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Ein lauer Sommerabend, Grillen zirpen, Frösche quaken. An einem Teich in der Nähe von Freiburg haben Biologen ein Netz gespannt. Mit Einbruch der Dämmerung werden sich darin die ersten Tiere verfangen, Fledermäuse. Die Ex­perten wollen herausfinden, welche Arten hier unterwegs sind. Einige Dutzend Menschen sind gekommen, um dabei zuzuschauen. Darunter Talitha Müller. Sie ist strohblond, 13 Jahre alt und mit ihrer Mutter Gabriele da. Es ist ein Freitag im Juni, die beiden machen einen Frauenabend. Sie hätten auch ins Kino gehen können. Aber Talitha sagt: "Kino. Das kannst du doch hiermit nicht vergleichen!" Ein Ökonom kann das schon.


Moos fühlt sich gut an, weiß doch jedes Kind. Dass der grüne Teppich auch als Nährstofffilter und Wasserspeicher dient, erklärt
Botaniker Michael Lüth seinen Zuhörern. Und was ist der Preis
dieser Naturleistung? Wie viel wären wir bereit, dafür zu zahlen? Um solche Fragen drehte sich der GEO-Tag der Artenvielfalt in Freiburg (Foto von: Berthold Steinhilber/laif)
© Berthold Steinhilber/laif
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Moos fühlt sich gut an, weiß doch jedes Kind. Dass der grüne Teppich auch als Nährstofffilter und Wasserspeicher dient, erklärt Botaniker Michael Lüth seinen Zuhörern. Und was ist der Preis dieser Naturleistung? Wie viel wären wir bereit, dafür zu zahlen? Um solche Fragen drehte sich der GEO-Tag der Artenvielfalt in Freiburg

Denn Film und Fledermaus haben - zumindest an diesem Sommerabend - einen ähnlichen Nutzen. Ob die Bilder laufen oder die Fledermaus fliegt: Menschen sehen dabei zu, stillen ihre Neugier, amüsieren sich. Ökonomen interessieren sich für alles, was ein Bedürfnis des Menschen befriedigt - sofern diese Ware "knapp" ist. Und "knapp" ist nach dem Verständnis von Wirtschaftswissenschaftlern alles, was gegen ein anderes Gut eingetauscht werden muss. Zum Beispiel gegen Geld. Auf der Kinokarte steht ein Preis. Das Beobachten der Fledermäuse kostet nichts. Ist es damit wertlos? Oder lassen sich die Stunden am Teich ebenfalls in Euro ausdrücken? Was ist die Natur wert? Was ist sie uns wert?

Am Anfang lösen diese Fragen noch leises Unbehagen aus. Und am Ende wird man sich wundern, warum sie nicht viel häufiger gestellt werden. Dazwischen liegen 24 Stunden, von Freitagabend bis Samstagabend: der GEO-Tag der Artenvielfalt. In dieser Spanne geben Ökonomen und Ökologen Antworten. Bürgerinnen und Bürger Freiburgs, die Gastgeber der diesjährigen GEO-Hauptveranstaltung, kommen zu Wort. Und als Erstes ein Mann, der - zufällig - denselben Nachnamen trägt wie Talitha. Markus Müller muss schon von Berufs wegen fast täglich den Wert der Natur taxieren. Müller ist Förster. Sein Revier liegt im 2000 Hektar großen Mooswald, am westlichen Rand von Freiburg, zu einem Drittel mit Eichen bestanden. Der Pirol ruft, ein Specht hämmert, als Müller am frühen Samstagmorgen ein 200-jähriges Baumexemplar in Augenschein nimmt. Gerader Wuchs, kaum Seitentriebe, ausladende Krone. Was mag diese Eiche wert sein?

Markus Müller schätzt, dass ihr Stamm einen Meter im Durchmesser misst, neun in der Höhe. Feinstes Möbelholz gäbe er ab. Oder Fassholz. Frankreich ist nah, Weinbauern fragen Müller oft nach Eiche für ihre Barriques. 400 Euro kann er pro Festmeter verlangen. Das Holz der Krone taugt als Brennholz und würde 960 Euro einbringen. Abzüglich der Kosten für seine Arbeiter, die den Baum fällen würden, kommt Müller auf einen Betrag von 3260 Euro. Das ist der Marktwert der Eiche. Müller ist ein moderner Förster. Man sieht es an seiner Designerbrille, man hört es an seinem Reden. Die Ruhe, die gute Luft, das Vogelgezwitscher - ein "super Feeling" gebe der Wald den Spaziergängern und Joggern, sagt Müller. Die Eiche binde außerdem mehr Arten an sich als andere Bäume. Der Mittelspecht etwa findet seine Insektenmahlzeiten fast nur unter Eichenrinde. Eichen seien auch gut an ihren Standort angepasst, daher toleranter gegenüber Temperaturschwankungen als viele andere Bäume. Das ist wichtig für ein stabiles Wald-Ökosystem in Zeiten des Klimawandels. Müller weiß also längst, dass sein Wald mehr wert ist als das Holz der Bäume. Doch wie hoch ist dieser MehrWert zu veranschlagen?

Mit dieser sehr komplizierten Frage beschäftigt sich derzeit eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern. Sie arbeiten am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig. Im Auftrag der Bundesregierung und der EUKommission tragen sie dort alles Wissen zusammen, das zum Wert von Natur existiert. Über ihrer Studie steht: "Die Ökonomie von Ökosystemen und der Biodiversität". Nach ihrem englischen Titel (The Economics of Ecosystems and Biodiversity) kürzt sie sich TEEB ab. Einer der TEEB-Forscher ist Carsten Neßhöver. Fallen in seiner Gegenwart Wörter wie Wald, Moor oder Korallenriff, dauert es nicht lange, bis ihm Zahlen in den Sinn kommen. Meistens welche mit vielen Nullen. Zwei, fünf, sieben Millionen, Euro, Pfund oder Dollar: Beträge, die irgendwer irgendwo auf der Welt als Wert für ein ganz konkretes Ökosystem ausgerechnet hat. Die äthiopischen Bergregenwälder etwa wurden allein für ihre Funktion als Heimat von Wildkaffeepflanzen mit 1,45 Milliarden US-Dollar taxiert, gerechnet über 30 Jahre.

Gebiete, für die es solche Daten gibt, nehmen in Neßhövers Denken breiten Raum ein. Versucht man aber, sie auf einer Weltkarte einzuzeichnen, muss man schon mit einem sehr gespitzten Bleistift Pünktchen zeichnen. Die wenigen durchgerechneten Ökosysteme sind nur Beispiele. Zum Maßstab für weitere Berechnungen taugen sie kaum. Der Wert des Freiburger Mooswalds ist nicht durch eine einfache Rechnung zu ermitteln: Ein Quadratmeter Mooswald gleich ein Quadratmeter Regenwald abzüglich Tropenfaktor, minus Kaffee, plus Eichen. So simpel ist es nicht. "Es gibt diese Erwartung an uns", sagt Carsten Neßhöver: "Die TEEB-Leute sagen jetzt, was ein Hektar Wald kostet." Der Wert eines Ökosystems aber sei in jedem einzelnen Fall neu zu ermitteln - und hänge auch stets davon ab, inwieweit bestimmte Leistungen nicht nur theoretisch vorhanden sind, sondern in dem konkreten Kontext auch genutzt werden.



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Kommentare zu "Vom wahren Wert des Waldes"

Jan Haman | 29.01.2011 02:43

- ja, dieser Artikel ist schon verdammt gut geschrieben ! - Wer war der aufrichtige Autor ? - Frau Anke Sparmann, freie Journalistin. - Glänzende Arbeit und ein wirklich guter Name für eine deutsche Ökonomin / Ökologin ! - Aber der Deutsche Wald, von dem wir hier als kleines Beispiel sprechen, ist wirklich nicht mehr als eine winzige, eher lächerliche Reservation. - Doch es ist der klägliche Rest unseres eigenen Waldes, zum Stadtwald degeneriert, umgeben von übermächtigen Wirtschafts-Interessen, - Wachstums -und Wertschöpfungs-Absichten. Ein ganz trauriges, gieriges Komödien-Schauspiel. Und eine Tragödie für die kläglichen Reste der Natur. - Doch es gibt wirklich diesen Hoffnungs-Schimmer am noch entfernten Horizont. Der Funke geht auf in unseren Kindern, wenn wir sie richtig erziehen, und sie nicht in einer virtuellen, kommerzialisierten Welt verkommen lassen, - sie nicht zum neuen, überall geforderten "homo oeconomicus" werden lassen..... Beitrag melden!

lukas | 12.12.2010 19:10

... und bei mir gab es ein pathetisches gänsehaut-feeling ganz zum schluss. wunderbar geschrieben - danke! Beitrag melden!

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