Hauptinhalt

GEO.de Seite 1 von 2
Artikel vom

Naturtalente: Insel im Meer der Moderne

Frank Dähling ist Sammler und Naturschützer, Volkskundler und Widerstandskämpfer. Seit 36 Jahren lebt er in einer alten Wassermühle im Kraichgau. Heute gilt sein Hof als europäisches Kulturdenkmal und hat sich zu einer ökologischen Insel für seltene Pflanzen und fast 50 Vogelarten entwickelt. Er sagt: "Die Zivilisation schafft Oasen, wo früher keine Wüste war."

Text von

Druckansicht   Artikel per E-Mail weiterempfehlen  Artikel kommentieren 

Daten werden gesendet ...


Bitte geben Sie Ihren Namen an!


Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!


Bitte geben Sie eine Empfänger-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!




* Pflichtfeld

» E-Mail versenden «
Hinweis: Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und nicht gespeichert oder an Dritte weitergeben!

 fhdfh

So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Wer mit Frank Dähling ein Interview führt, muss damit rechnen, nach zwei Tagen Besuch über zwölf Stunden Gespräch auf Band zu haben. Frank Dähling ist jemand, der gerne redet. Er weiß allerdings auch viel zu erzählen: Er könnte zum Beispiel erklären, wie er zu seinen über 20.000 Büchern gekommen ist. Er könnte vieles über die deutsche Studentenbewegung der sechziger Jahre verraten. Darüber, wie er in Frankreich und Spanien gelebt hat. Oder wie er das Leben seiner Vorfahren bis in das Jahr 531 zurückverfolgen konnte. Doch davon soll diese Geschichte nicht erzählen - es soll um eine Insel gehen, die nicht von Wasser umgeben ist. Und um eine Sammlung von über 800 Mausefallen.


Neben Schafen und Federvieh gehören auch acht Ziegen zu Frank Dählings Mühlen-Arche (Foto von: Oliver Lück)
© Oliver Lück
Foto vergrößern
Neben Schafen und Federvieh gehören auch acht Ziegen zu Frank Dählings Mühlen-Arche

Wer den Innenhof der Raußmühle betritt, muss ein schweres, schmiedeeisernes Tor aufschieben. Die Scharniere quietschen, als wären sie seit Jahrhunderten nicht geölt worden. Es ist der passende Ton für das, was dahinter zu entdecken ist. Vor bald 700 Jahren soll das Mühlengehöft gebaut worden sein. Uralte Bäume umgeben die Mauern der ehemaligen Wassermühle, die westlich der 20.000-Einwohner Stadt Eppingen zwischen Heilbronn und Karlsruhe liegt. Seit über 36 Jahren lebt Frank Dähling gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin auf dem Hof. Mit Hund und Kater, Gänsen, Enten und Hühnern. Mit 43 Schafen und acht Ziegen. Die Pullover werden zwar schon seit Jahren nicht mehr selbst gestrickt, aber viele Nahrungsmittel wie Käse, Wurst und Milch, Eier oder Brot selbst hergestellt. Frank Dähling sagt: "Wir versuchen, möglichst wenige Maschinen einzusetzen und bewusst mit der Natur zu leben." Insgesamt sind es sechs Hektar Land, die der bald 70-Jährige mit einfachsten Mitteln bewirtschaftet. Das Heu wird mit der Sense geschnitten. Als zusätzliches Futter holt er von einem Supermarkt die Lebensmittel, die weggeworfen werden sollen. Täglich sind das säckeweise Brot und Kisten voll mit Gemüse und Obst.


Weltfernes Idyll: 700 Jahre soll die Geschichte der Raußmühle zurückreichen (Foto von: Oliver Lück)
© Oliver Lück
Foto vergrößern
Weltfernes Idyll: 700 Jahre soll die Geschichte der Raußmühle zurückreichen

Wie eine Insel liegt die Raußmühle im Meer der Monokulturen, sie ist umgeben von konventionell genutzten Äckern. Auch das Eppinger Gewerbegebiet ist längst auf Sichtweite herangewachsen. Frank Dähling sagt: "Obwohl wir hier zivilisiert leben, wird die Grenze zwischen Wildnis und Zivilisation bei uns besonders deutlich." In den letzten vier Jahrzehnten hat er viel dafür getan, dass sein Hof zu dieser ökologischen Insel werden konnte. Er hat über 600 Bäume gepflanzt, darunter seltene Arten wie Speierling oder Elsbeere. Er hat Pflanzen wieder heimisch gemacht, darunter Wild- und Heilkräuter wie Herzgespann oder Beinwell. Er hat Teiche angelegt. Biotope sind entstanden. Entlang der Elsenz, die im Rücken der Mühle fließt und die über Jahrhunderte das Mühlrad angetrieben hatte, hat sich eine intakte Auenlandschaft entwickelt. Vor allem hat Frank Dähling aber eines getan: Er hat die Natur größtenteils sich selbst überlassen. Das Ergebnis ist eine überwältigende Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen. Pirol, Nachtigall, Eule, Turmfalke, verschiedene Arten Kleiber, Spechte und Baumläufer, Zilpzalp, Zeisig und Zaunkönig. Im Umkreis von 50 Metern um den Hof haben sich 48 Vogelarten angesiedelt. Insgesamt hat man 465 Pflanzen gezählt. So ist zumindest der Stand der letzten Zählung von vor 15 Jahren. Wie viele es heute sind, weiß der gebürtige Heidelberger nicht genau. Die Zahlen sind ihm auch gar nicht so wichtig.

Man glaubt zu sehen, dass Frank Dähling viel nachgedacht in seinem Leben. Seine Stirn zieren beeindruckende Falten - Denkfalten. Er hat lange, weiße Haare und trägt einen langen, weißen Vollbart. Er sieht aus wie ein gealterter Widerstandskämpfer. Er ist ein in die Jahre gekommener Widerstandskämpfer. Und wenn er in seinem wild wuchernden Garten beim Frühstück sitzt, hebt er manchmal tatsächlich noch drohend die Faust, wenn wieder einmal eines der riesigen Erntemonster vorbeirauscht und man sein eigenes Wort nicht mehr versteht. "Das ist die moderne Landwirtschaft", ruft er in das Dröhnen des Mähdreschers hinein. "Und dort hinten", jetzt deutet er auf das benachbarte Maisfeld, wo alles in Reihe wächst, "da endet die ökologische Vernunft." Frank Dähling ist das, was man ein Unikum nennt, ein Solitär, der seine Macken und Marotten hat und auch auslebt, der beharrlich Widerstand leistet gegen den Triumph der Industrialisierung.



Seite 1 von 2
Druckansicht   Artikel per E-Mail weiterempfehlen  Artikel kommentieren 


Kommentare zu "Insel im Meer der Moderne"

Edgar Reje | 08.10.2011 09:29

Dazu fällt mir nur ein einziges Wort ein, dass diese ganze Idee und das Lebenswerk dieses Mannes beschreiben kann: beeindruckend! Es sollte mehr solche Leute geben, auch wenn ich glaube, dass wir dann erst recht Probleme mit der Ernährung hätten - andererseits; eigentlich produzieren wir zu viel und werfen es lieber weg als es denen zu geben, die es am nötigsten haben....ein endloses Thema, über das ich mich jedes Mal aufregen könnte. MfG E. Renje Beitrag melden!

Kommentar verfassen

Ja, ich möchte eine Benachrichtigung per Mail erhalten, wenn es neue Kommentare zu diesem Artikel gibt.
* Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine gültige Mailadresse ein. Diese wird später nicht auf unseren Seiten zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink - einfach anklicken und schon ist Ihr Beitrag online!

Mit der Abgabe eines Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

GEO im Abo