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GEO Magazin Nr. 04/12 Seite 1 von 2
Artikel vom


Meinung: Warum wir den Walfang wieder erlauben sollten

Mit handelbaren Walfang-Quoten lässt sich der Schutz der Meeressäuger effektiver erreichen als durch Moratorien - glaubt der Ökonom Christopher Costello. Walschutz-Organisationen winken entnervt ab.

Dieser Essay entstand in Zusammenarbeit mit Costellos Kollegen Steven Gaines (ebenfalls Bren School) sowie Leah R. Gerber von der Arizona State University.


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

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Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

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Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
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Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

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Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

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Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Christopher Costello ist Professor für Umwelt- und Ressourcen-Ökonomie an der Bren School für Umweltwissenschaft und Management in Kalifornien (Foto von: Matt Kotchen)
© Matt Kotchen
Christopher Costello ist Professor für Umwelt- und Ressourcen-Ökonomie an der Bren School für Umweltwissenschaft und Management in Kalifornien

Seit 1986 gilt ein Moratorium, das die Internationale Walfangkommission (IWC) für kommerziellen Walfang verhängt hat. Trotzdem hat sich die Zahl der getöteten Wale in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt. Zurzeit werden pro Jahr fast 2000 Wale gejagt - etwa 1000 von japanischen Schiffen für "wissenschaftliche Zwecke", 600 von Fischern aus Norwegen und Island, die den Walfangstopp ablehnen, und 350 zur Selbstversorgung (etwa von Ureinwohnern in Russland und den USA).


Mehr zum Thema

Diese kaum regulierte Jagd hat eine hitzige Debatte darüber ausgelöst, ob die IWC den Walfang wieder erlauben sollte. Im Jahr 2010 haben einige Anti-Walfang-Länder einen Kompromiss vorgeschlagen: Sie regten an, legale Fangquoten einzuführen, die unterhalb der Zahl der momentan tatsächlich getöteten Wale liegen. Nach langem Hin und Her scheiterten die Verhandlungen - vor allem, weil Walschutzgruppen ein Problem darin sahen, überhaupt Quoten einzuführen und das Töten von Walen somit zu legitimieren.


Blutiges Geschäft: Japanische Walfänger machen unter dem Deckmantel der Wissenschaft Jagd auf große Meeressäuger (Foto von: picture-alliance/dpa/dpaweb )
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Blutiges Geschäft: Japanische Walfänger machen unter dem Deckmantel der Wissenschaft Jagd auf große Meeressäuger

Handelbare Quoten für alle

Meine Kollegen Leah R. Gerber, Steven Gaines und ich möchten eine Alternative vorschlagen, um die Blockade aufzubrechen. Wir plädieren dafür, Walfangquoten einzuführen, die gekauft und verkauft werden können, und so einen Markt zu schaffen, der ökonomisch, ökologisch und sozial verträglich ist - für Wale wie Walfänger. Da auch Tierschützer die Quoten kaufen könnten, profitierten Walfänger von diesem System sogar, ohne ein einziges Tier zu töten. Ein solcher Markt kann das Walsterben reduzieren, ohne dass die Beteiligten streiten müssten, ob Walfang grundsätzlich ehrbar oder schändlich ist.

Umweltschutz mit Marktwirtschaft - es gab schon viele Versuche, diese beiden Sphären miteinander zu verknüpfen. Bei sorgfältiger Herangehensweise kann ihre Verbindung bemerkenswerte Erfolge erzielen. Emissionshandelsmärkte für Luftschadstoffe wie Schwefeldioxid haben zumindest in den USA geholfen, Abgase effektiver und günstiger zu reduzieren, als eine gesetzliche Regulierung dies gekonnt hätte. Programme, bei denen Naturgebiete als Ausgleichszone für anderswo verlorene Flächen geschützt werden, haben den Schutz von mehr als 81 000 Hektar Wildlebensraum ermöglicht und dienten als Katalysator für private Investitionen im Umweltschutz. In Neuseeland und Kanada hat ein Markt für Fangquoten Fischern ein Auskommen ermöglicht und trotzdem die Bestände erhalten.


Die Idee ist nicht neu

Auch die Idee, Walfangquoten durch eine "Weltwalbehörde" zu versteigern, ist nicht neu. Sie stammt aus dem Jahr 1982, wurde aber nie umgesetzt - vielleicht weil das Konzept damals seiner Zeit voraus war (die ersten handelbaren Quoten für Fischfang oder Luftverschmutzung wurden in den 1990er Jahren eingeführt). Vielleicht auch, weil dieses System die Walfänger gezwungen hätte, für ein Privileg zu bezahlen, das sie bis dato kostenlos in Anspruch genommen hatten.

Das von uns vorgeschlagene Marktsystem würde in etwa so funktionieren: Eine nachhaltige Zahl von "Wal-Aktien" wird an alle Mitglieder des IWC ausgegeben. Die Mitgliedsländer können dann einzeln entscheiden, ob sie diese Aktien nutzen, ruhen lassen oder für immer aus dem Verkehr ziehen wollen. Sie dürfen die Aktien auch auf einem kontrollierten Markt handeln. Wie viele Wale tatsächlich gejagt werden, hängt in diesem Szenario dann davon ab, wer die Aktien am Ende besitzt. Wenn etwa die Walfänger alle Aktien aufkaufen, dann werden die Tiere in jenem nachhaltigen Rahmen gejagt, auf den sich vorher alle geeinigt hatten. Wenn aber Umweltschützer alle Aktien kaufen, sind sämtliche Wale geschützt.



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Kommentare zu "Warum wir den Walfang wieder erlauben sollten"

Sven | 10.04.2012 20:31

Die Industrie und Wirtschaft beweist doch tag täglich was sie von Fangquoten hält bzw wie gut die eingehalten werden. So ein Idiot und Nullchecker! Der Blauflossenthunfisch ist quasi ausgestorben. Um die letzten Ihrer art zu retten wurde eine Fangquote von 10000Tonnen für sinnvoll angesehn. Die Fangquoten wurden auf knapp 30000 Tonnen festgelegt und gefangen werden 60000Tonnen im Jahr das wird mit Wale dann nicht anders sein also Mr Nullchecker and co kg GmbH ich sags mal gfanz unverblümt -> zisch ab!!! Das kann doch nicht war sein !!!! Beitrag melden!

Tanit B. | 03.04.2012 18:17

Aber sicher, klar doch, jedem Volk seine Vorliebe. Sollen wir nun auch den Menschenfressern aus Neuguinea eine Quote zugestehen? Wo ist unsere Moral? Unser Unrechtsbewußtsein? Bittesehr, wo ist der Unterschied zwischen Mensch und hochentwickeltem Säugetier. Je mehr wir forschen, desto mehr müssen wir erkennen, dass wir lediglich ihre Sprachen nicht sprechen. Hirnfunktion und Verhaltensweisen sind so ähnlich wie die von Menschenvölkern untereinander. Ist das nicht Brudermord? Wer hier nur noch mit der Geldbörse denkt ist für mich kein menschliches Wesen mehr. Vielmehr erinnert diese Verhaltensweise an ein Rudel Hyänen. Keinesfalls sollte hier dargestellt werden, dass die Mehrheit der Menschen diese Verhaltensweise gutheißt. Im Gegenteil, die Allgemeinheit verabscheut das zutiefst. Intelligente Großtiere zu jagen und töten, zu essen, ihren Lebensraum zu stehlen sollte für jeden Menschen tabu sein. Beitrag melden!

iota | 03.04.2012 12:48

In meinen Augen rechtfertigt schlichtweg keine irgendwie geartete Argumentation das Jagen und Töten der Wale, weder zu "wissenschaftlichen" Zwecken noch zum Verzehr. Niemand – außer (vielleicht) die genannten "Naturvölker" – braucht Walfleisch zum Überleben und somit ist das Töten – oder soll ich sagen: die Ermordung – der Wale die reine Bedienung von Luxus. Ich bin für ein absolutes, weltweites, ausnahmsloses Fangverbot und das unter-Strafe-stellen des Handels und Verzehrs von Wal- oder gar Delfinfleisch. Ich finde, wir machen uns hier im besonderen Maße schuldig gegenüber der Kreatur – auch wenn ich weiß, dass man sofort kontern könnte, wo man mit dieser Einstellung anfangen und wo aufhören soll. Daher argumentiere ich vor allem mit dem nicht vorhandenen Zwang, sich auch noch an diesen seltenen, hochentwickelten Meeresbewohnern zu vergreifen, nur weil niemand hinschauen kann. Beitrag melden!

iota | 03.04.2012 11:21

In meinen Augen rechtfertigt schlichtweg keine irgendwie geartete Argumentation das Jagen und Töten der Wale, weder zu "wissenschaftlichen" Zwecken noch zum Verzehr. Niemand – außer (vielleicht) die genannten "Naturvölker" – braucht Walfleisch zum Überleben und somit ist das Töten – oder soll ich sagen: die Ermordung – der Wale die reine Bedienung von Luxus. Ich bin für ein absolutes, weltweites, ausnahmsloses Fangverbot und das unter-Strafe-stellen des Handels und Verzehrs von Wal- oder gar Delfinfleisch. Ich finde, wir machen uns hier im besonderen Maße schuldig gegenüber der Kreatur – auch wenn ich weiß, dass man sofort kontern könnte, wo man mit dieser Einstellung anfangen und wo aufhören soll. Daher argumentiere ich vor allem mit dem nicht vorhandenen Zwang, sich auch noch an diesen seltenen, hochentwickelten Meeresbewohnern zu vergreifen, nur weil niemand hinschauen kann. Beitrag melden!

Antonietta | 01.04.2012 21:30

Japan steht schon lange wegen seiner barbarischen Walfangpraxis in der Kritik. Gefangen werden auch Tiere die vom Aussterben bedroht sind wie z.B. Finwale. Finwale sind die zweitgrößten Tiere auf unserem Planeten. Die Begründung für die Jagd ist “wissenschaftliche Forschung”, aber es ist ein offenes Geheimnis, dass mit dem Fleisch Luxusrestaurants beliefert werden. In Japan geben Feinschmecker für die Delikatesse Walfleisch viel Geld aus. Die Waljagd ist unnütz und ungerecht. Sobald die Wale von diesen sogenannten “Wissenschaftlern vermessen und gewogen worden sind, gehen die Schlachter ans Werk und die Wale werden zerschnitten und für den Markt verpackt. Es geht nur um Geld und nicht um Forschung. Beitrag melden!

Zweifler | 31.03.2012 14:12

Das Problem liegt hier ausnahmsweise einmal nicht wirtschaftlich-finanziell begründet, sondern ethisch. Die Hälfte des derzeitigen Walfangs wird nach diesem Artikel von Japan praktiziert. Es ist kein Geheimnis, das Wahlfleisch in Japan als Delikatesse gilt und dort auf dem Tisch landet und konsumiert wird. Jede Verknappung an Walfleisch in Japan würde zu einem Ansteigen des Preises führen, bis erneut illegaler Walfang rentabler ist als zu erwerbende legale Anteile. Die Lust am Luxusessen einer ganzen Nation wird ohne einem Wandel an moralisch - ethischer Betrachtungsweise dieses Volkes nicht nachlassen. Ob ein solcher Wandel möglich sein kann müssten Kenner der asiatisch-japanischen Mentalität, Moral und Ethik beurteilen,. Wenn dies möglich ist, dann müssten die Anstrengungen dahin gehen, diesen Wandel herbeizuführen. Kurz: Walfang sitzt in Japan nicht im Geldbeutel, sondern in den Geschmacksknospen und Ethik seiner Bevölkerung. Beitrag melden!

Marco | 31.03.2012 13:10

Warum sollten die Leute, die sich ìn der Vergangenheit nicht an Verbote gehalten haben, sich an Fangquoten und Lizenzen halten? Beitrag melden!

EAS | 29.03.2012 11:34

Ich denke auch, dass das Signal ein falsches wäre. Walfang sollte weithin verboten werden (Naturvölker ausgenommen). Beim Elfenbeinhandel ist das Verbot sicherlich einfacher gewesen, da man die Jäger und ihre "Arbeit" eher zu Gesicht bekommt als die Walfänger auf hoher See. Beitrag melden!

Matthias S. | 28.03.2012 23:40

Sorry für die Rechtschreibfehler, bin echt müde.... Beitrag melden!

Matthias S. | 28.03.2012 23:35

Ich finde die Idee prinzipiell echt gut, wenn man bedenkt, dass ja eh immer Tiere getötet werden, kann man diese "Lizenzen" ja auch veräußern. Problematisch finde ich, dass Fangquoten sich dem Bestand anpassen. Das heißt, wenn Grennpeace & Co Jahr für Jahr Jagdlizenzen erweben, um diese dann verfallen zu lassen, erhöht sich im folgenden Jahr die Menge der jagdbaren Tiere, was wiederum die Tierschützer zwingt mehr Lizenzen zu erwerben,......never ending story.... Man sollte Ländern, die zu "Forschungszwecken" Wale jagen, versuchen auf legalem Wege die Legitimation zu nehmen, Naturvölkern weiterhin das Recht einräumen zum Selbstgebrauch und -verzehr jagen zu dürfen, aber ansonsten sowohl Jagd als auch Handel komplett unter Strafe zu stellen. Beim Elefantenelfenbein hat das betreffs des Handels doch auch geklappt. In diesem Sinne, Rettet die Wale Beitrag melden!

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