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Konsum: Kaufrausch im Zeichen der Karotte

Die GEO-Rubrik "Werkstatt Zukunft" stellt nachahmenswerte Projekte vor. Folge 8 - nicht von PR-Experten erdacht, aber wirksam: Mit "Carrotmobs" verführen Kunden Ladenbesitzer zu ökologischem Handeln

Text von Esther Göbel

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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Erst am Abend wird Jeremy Löw wissen, ob die Arbeit der vergangenen Monate sich gelohnt hat. Jetzt, an einem Samstagmorgen um acht, steht der 16-Jährige verschlafen mit Ibrahim Şeker, 39 Jahre, vor dessen Laden in Basel und wartet. Die beiden eint im normalen Leben nicht viel; Jeremy wohnt noch nicht einmal in Şekers Viertel, der Türke wiederum spricht kaum Schwyzerdütsch, geschweige denn Hochdeutsch. Kauft bei mir ein, dann rüste ich meinen Laden um, für mehr Klimaschutz! Die Botschaft des Tages haben die Jugendlichen für Şeker verbreitet. Per Mundpropaganda und Flyer. Vor allem aber über Twitter, Facebook und eine eigene Homepage: Es ist der erste Schweizer Schüler-„Carrotmob“, organisiert von zwölf Zehntklässlern des Gymnasiums Leonhard in Basel. Carrotmob, wörtlich übersetzt „Karottenmeute“, ist eine Idee des jungen Amerikaners Brent Schulkin: Die Macht der Kundschaft soll die Wirtschaft lenken - wie einen störrischen Esel, den man mit einer Möhre lockt, sich zu bewegen.


Toller Erfolg für Jeremy Löw: Stolze 70 Prozent seines Tagesumsatzes will der Ladenbesitzer Ibrahim Şeker in klimaschonende Technik investieren (Foto von: Carrotmob Basel)
© Carrotmob Basel
Toller Erfolg für Jeremy Löw: Stolze 70 Prozent seines Tagesumsatzes will der Ladenbesitzer Ibrahim Şeker in klimaschonende Technik investieren

Boykott, der traditionelle Slogan für Verbrauchermacht, bedeutete Bestrafung durch Konsum-Entzug. „Nestlé tötet Babys“, hieß es in den 1970er Jahren. Der Konzern hatte in Entwicklungsländern, vor allem in Afrika, Trockenmilchpulver auf den Markt gebracht, das vielen Babys zum Verhängnis wurde, deren Mütter zur Zubereitung nur verseuchtes Wasser hatten; empörte Konsumenten riefen auf, Nestlé-Produkte zu meiden. Der Shell-Konzern erlebte 1995 an Tankstellen Umsatzverluste bis zu 50 Prozent, als er seine Ölplattform „Brent Spar“ trotz Protesten im Meer entsorgen wollte. Carrotmob ist die positiv gewendete Spielart des Boykotts: Kunden überschwemmen ausgewählte Geschäfte - wenn die Inhaber versprechen, einen Teil der Tageseinnahmen in Klimaschutz zu investieren. 2008 hatte Schulkin zu einer ersten solchen Massenkaufaktion in San Francisco aufgerufen, Hunderte Menschen kamen. Das Video dieser Premiere auf seiner Homepage sorgte für die globale Verbreitung der Idee. Bis zum vergangenen Jahr gab es etwa 115 Aktionen in über 70 verschiedenen Städten - in Helsinki und Toronto, Kuala Lumpur, Melbourne und Köln.

Die Baseler Aktion ist ein Schulprojekt: In den vergangenen Monaten haben die Schüler im Unterricht Flyer entworfen und verteilt, T-Shirts gedruckt, eine Homepage eingerichtet, über einen örtlichen Radiosender Werbung gemacht. Anja, 17, hat für heute Törtchen gebacken, die stilecht von Marzipan- Rübli gekrönt werden, einige Mitschüler basteln noch an einer papierenen Möhren-Girlande für die Obstkisten. Die Initiative kam in diesem Fall von Jeremys Lehrer Adrian Auer, 39. Er will die Facebook-Generation für Klimaschutz begeistern - mit deren eigenen Methoden. Wie bei Flashmobs, den per Klick organisierten Happenings, liegt das Geheimnis im Schneeballeffekt. Digital wird in Gang gesetzt, was Konsumforscher „virales Marketing“ nennen. Am Ende profitieren alle: Die klimafreundliche Sanierung senkt die Kosten und fördert das umweltbewusste Image. Die Kunden konsumieren mit grünem Gewissen - zumindest, wenn sie den Schülerrat der Website befolgen: „Keine Autos, nehmt das Trämli!“/„Kauf nur, was du wirklich brauchst!“/„Bring your own bag!“ Und die Initiatoren lernen mehr als im Klassenzimmer. In 20 Geschäften trugen die Schüler ihr Vorhaben vor. Wie bei einer Auktion konnte jeder Besitzer ein Angebot abgeben, wie viel des Tagesumsatzes er bereit wäre zu investieren. Die Şekers boten großzügig 70 Prozent. In ihrem Quartiersladen verkauft die Familie neben Obst und Gemüse auch Fleisch, eingelegte Oliven, Zahncreme, Barbiepuppen. Die Stromrechnung macht einen gehörigen Teil der Kosten aus: jährlich rund 14 000 Euro für etwa 73 500 Kilowattstunden.



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