Kampf um die Straße Warum die Nazis unbedingt Radwege bauen wollten

Kampf um die Straße: Warum die Nazis unbedingt Radwege bauen wollten
© mauritius images / Carlo maggio / Alamy
Radfahrer vs. Kutscher vs. Autofahrer: Schon vor mehr als 120 Jahren begann das Ringen um die Straße, seitdem fordern Radlerinnen und Radler lautstark mehr Platz – und eigene Wege. Doch ausgerechnet die Nationalsozialisten erhörten zuerst ihre Rufe und starteten eine großangelegte Kampagne für Radwege. Das Wohl der Zweirad-Gemeinschaft hatten sie dabei aber nicht im Sinn

Hupen, schimpfen, drängeln, wild gestikulieren, den Mittelfinger zeigen: Auf Deutschlands Straßen herrscht zuweilen Kampfstimmung – vor allem zwischen jenen, die mit dem Auto und dem Rad unterwegs sind. Umfragen zeigen, dass Deutsche den Straßenverkehr als immer aggressiver erleben.

Dabei tobt der Kampf um den Asphalt, die Buckelpiste und die Kopfsteinpflasterstraße schon seit mehr als 120 Jahren. Es ist ein Ringen, in das sich die Nationalsozialisten in den 1930ern mit einem hehren Ziel einschalten werden: ein großflächiges Radwegenetz für das „Dritte Reich“ zu errichten.

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