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Alltagswissen Warum sind Bananen Beeren, Erdbeeren aber nicht?

Erdbeeren und Bananen
© Morinka / shutterstock
Ganz schön verwirrend: Bananen, ja sogar Gurken gehören zu den Beeren. Erdbeeren und Himbeeren aber nicht. Eine Erklärung

Die Namen vieler Früchte gibt es schon länger als die botanische Definition der Beere. Das führt heut­zutage zu einiger Verwirrung: Viele vermeintliche Beeren sind in Wahrheit keine. Und so man­ches Obst und Gemüse gehört dazu, auch wenn es nicht klein, rundlich und süß ist.

Botanisch gilt als Beere eine Frucht, die aus einem ­einzigen oder mehreren verwachsenen Fruchtblättern hervorgegangen ist und mehrere Samen mit ihrem ­Fruchtfleisch ein­hüllt. Es besteht aus drei Schichten: der Außenhaut (Exokarp), dem fleischigen Mittel­teil (Meso­karp) und dem oft etwas dunkleren In­nenteil (Endokarp), der die Samen umgibt.

Nach dieser Definition zählen auch Bananen, Gurken, Melo­nen, Kürbisse, Zitrusfrüchte, ­Datteln, Kiwis, Pa­prika, Auberginen und Tomaten zu den ­Beeren. Ist der innere Teil einer Frucht zu einem Sa­men verholzt, wie etwa bei Kirsche, Holunderbeere oder ­Pfirsich, spricht man von einer Steinfrucht. Sind alle drei ­Schichten verholzt, han­delt es sich um eine Nuss.

Die Erdbeere ist eine Sammelnussfrucht

Und wohin gehören unsere »Beerenklassiker« Himbeere, Brombeere und Erdbeere? Himbeeren und Brombeeren sind Sammelsteinfrüchte, weil sie sich quasi aus mehreren winzigen Steinfrüchten zusammensetzen. Und die Erdbeere ist eine Sammelnussfrucht, weil das rote Fruchtfleisch in Wahrheit nur der aufgequollene Blütenboden der Pflanze ist, auf dem viele kleine Nüsschen in Form von gelben Körnchen sitzen.

Dieser Beitrag stammt aus "P.M. Fragen & Antworten 06/2020". Das Heft können Sie hier bestellen.


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