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Snoozen schadet So gefährlich ist die Schlummertaste

Wecker, Schlummertaste
Ein paar Minuten weiterschlummern - das klingt verlockend. Sinnvoll ist das Betätigen der Schlummertaste aber nicht
© Getty Images/Blend Images/Bill Reitzel
Für viele Menschen scheint die Schlummertaste am Wecker ein Segen. Ein Knopfdruck für ein paar Minuten Extra-Schlaf. Doch Schlafexperten warnen: das Snoozen schadet

Oh nein! Nicht jetzt! Nur noch ein paar Minuten weiter schlummern! Für viele Menschen beginnt der Morgen mit einem beherzten Druck auf die Snooze-Taste ihres Weckers oder Telefons. Doch das ständige Aufwachen und Weiterschlafen kann gefährlich sein, meint der US-Schlafstörungsforscher Robert Rosenberg. Denn jemand, der es gewohnt ist, sich beim Klingeln des Weckers noch einmal zehn Minuten Ruhe durch die Schlummertaste zu verschaffen, bringt seinen zirkadianen Rhythmus durcheinander. Das Gehirn weiß also nicht mehr, ob es wach oder müde sein soll. Das wiederum kann zu einer über den Tag anhaltenden Abgeschlagenheit führen.

Das Problem heißt: Social Jetlag

Allerdings helfe es kaum, die Schlummertaste einfach zu verbannen und Menschen gnadenlos zum Aufstehen zu bewegen. Denn die Unfähigkeit, morgens hurtig aus dem Bett zu hüpfen, sei Folge eines konkreten Problems – eines chronischen Schlafmangels namens Social Jetlag. Einen Grund dafür sieht Rosenberg in regelmäßiger und exzessiver Nutzung von Geräten wie Laptop, Handy oder Tablet, da deren blaues Licht die Melatoninproduktion hemmt. Er fordert daher: 90 Minuten vorm Schlafengehen muss Schluss sein mit WhatsApp, Twitter & Co.

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Schlafende Frau
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