Würzburg

Das Klischeebild Deutschlands lässt sich wohl nirgendwo so gut erleben, wie auf der Romantischen Straße, die in Würzburg startet. Die "Stadt der 1000 Madonnen" lockt mit pompösen Barock-Kirchen und -Kapellen, der Festung Marienberg sowie mit Stuck verziehrten Rokoko-Fassaden an den Bürgerhäusern. Auf der alten Mainbrücke fühlt man sich in das knapp 320 Kilometer entfernte Prag versetzt.

Wertheim

Wenige Kilometer südwestlich von Würzburg liegt die nördlichste Stadt des Landes Baden-Württemberg. Wertheim glänzt mit gut erhaltenem Fachwerk rund um den Historischen Markplatz – darunter das kurios-schmale „Haus der Ritter von Zobel“. Wahrzeichen der Stadt ist die mächtige Ruine der Wertheimer Burg, von deren Burgfried aus sich ein traumhafter Blick auf den Zusammenfluss von Main und Tauber eröffnet.

Weikersheim

Barocken Glanz versprüht die Weinstadt Weikersheim. Das gleichnamige Schloss und besonders dessen reich dekorierter Garten, lassen den Prunk vergangenen Jahrhunderte aufleben. Wer dieses Erlebnis auf die Spitze treiben möchte, lässt sich durch den Rittersaal, die Wohnräume und das Spiegelkabinett im Inneren des Schlosses führen.

Rothenburg ob der Tauber

In der Altstadt schmiegen sich uralte Häuser an lauschige Plätze, Türme, Brunnen und ehemalige Wehranlagen. Jedes Jahr zählt Rothenburg ob der Tauber zu den meistbesuchten Orten innerhalb Deutschlands. Zu Recht! Deshalb darf die bayerische Kleinstadt keineswegs auf dem Weg über die Romantische Straße ohne Zwischenstopp passiert werden.

Dinkelsbühl

Das spätmittelalterliche Stadtbild von Dinkelsbühl gehört, genau wie das von Rothenburg ob der Tauber, zu den am besten erhaltenen in ganz Deutschland. Bunte Häuser mit Fachwerk und enge Straßen prägen bis heute den idyllischen gelegenen Ort an der Wörlitz. Jedes Jahr im Juli feiert die Stadt mit der "Kinderzeche" ihre Rettung. Das Heimatfest erinnert mit historischen Festzügen an eine Sage um die Turmwächterstochter Lore. Das Mädchen soll sich mit einer Handvoll Kindern den schwedischen Truppen entgegengestellt haben, was die Angreifer so sehr gerührt habe, dass sie von einer Plünderung absahen.

Nördlingen

Mitten in einem Krater, den ein Meteorit vor 15 Millionen Jahren in der Alb hinterlassen hat, liegt die Kreisstadt Nördlingen. Die alte Stadtmauer von 1327 ist heutzutage samt begehbarem Wehrgang noch komplett erhalten – das ist einzigartig in Deutschland. Auf rund 2,7 Kilometern verfügt sie über fünf Tore mit Tortürmen, elf weitere Türme und zwei Bastionen. Das Wahrzeichen der Stadt ist jedoch der sogenannte Daniel – der rund 90 Meter hohe Kirchturm der St.-Georgs-Kirche. Ebenfalls sehr sehenswert sind die hübsch restaurierten Gerberhäuser. Das Nördlinger Gerberviertel zählte einst zu den größten Deutschlands. An fließendem Wasser - der Eger - gelegen, arbeiteten hier im 17. Jahrhundert bis zu 152 Meister.

Donauwörth

In der schwäbischen Kreisstadt dominieren Wasser und Berge. Kessel und Wörnitz sowie Zusam und Schmutter münden, flankiert von den Ausläufern Fränkischen und Schwäbischen Alb, hier in die Donau. Die historische Altstadt liegt in dem schmalen Gebiet zwischen Schellenberg und Wörnitz und ist heute als die Altstadtinsel Ried bekannt. Bereits im 500. Jahrhundert siedelten hier die ersten Menschen und machten Donauwörth über die Jahre zu einer wichtigen Handelsstadt. Davon zeugen noch heute die prächtige Reichsstraße mit Ihren herrschaftlichen Giebeln sowie das Kloster Heilig-Kreuz. Puppenfans sollten in Donauwörth insbesondere wegen des Käthe-Kruse-Puppen-Museums einen Stopp einlegen. Die Sammelpuppenfertigung nahm hier ihre Anfänge und ist auch heutzutage noch in der Stadt angesiedelt. Ebenso dürften Outdoor-Fans Donauwörth zu schätzen wissen, denn aufgrund der naturnahen Lage lassen sich von hier besonders gut Tagesausflüge in die Berge oder auf dem Wasser unternehmen.

Steingaden

Als Wallfahrtsort und eine der schönsten Rokoko-Kirchen Bayerns ist die Wieskirche in Steingaden UNESCO- Weltkulturerbe. Das pompöse Innere wird deshalb leider oft von Selfie-Stangen und Wanderstöcken bevölkert.  Den Anblick sollten Sie sich auf Ihrer Tour entlang der Romantischen Straße dennoch nicht entgehen lassen. Wer die Zeit hat, lauscht einem Konzert oder einem Gottesdienst und kommt so in den vollen Genuss der Kirche.

Schwangau

In der Gemeinde Schwangau, unweit von Füssen im südlichen Bayern, liegt nicht nur das Schloss Hohenschwangau, sondern auch das weltberühmte Schloss Neuschwanstein. Es gehört mit rund 1,5 Millionen Besuchern im Jahr zu den meistbesuchten Schlössern und Burgen der Welt. König Ludwig II. hatte es Ende des 19. Jahrhundert bauen lassen, um sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Er starb allerdings noch bevor der Bau des Märchenschlosses vollendet werden konnte. Bereits sechs Wochen nach dem Tod von König Ludwig II., wurde das Schloss für Besucher geöffnet.

Füssen

Wenn Sie am Ende ihrer Fahrt in Füssen ankommen, haben Sie vielleicht schon genügend schöne Altstadtkerne und historische Stadtmauern gesehen und dennoch lohnt sich ein Streifzug durch den Kurort. Kunstfans besuchen die Galerien im Hohen Schloss sowie das barocke Gesamtkunstwerk Benediktinerkloster St. Mang. Absolutes Muss ist ein Spaziergang zum Lechfall sowie auf den Kalvarienberg. Dieser bietete die perfekte Aussicht auf Stadt und Natur. Unser Tipp für alle, die jetzt noch mehr wollen: Wandern Sie den Lechweg entlang!

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