Mecklenburgische Schweiz 13.000 Jahre alter Dachsbau erzählt die Geschichte einer deutschen Landschaft

Dachse besiedeln Norddeutschland, seit der Eispanzer vor mehr als 10.000 Jahren schmolz
Dachse besiedeln Norddeutschland, seit der Eispanzer vor mehr als 10.000 Jahren schmolz
© Coatesy/Shutterstock
Als die Gletscher gingen, kamen die Dachse – und blieben bis heute. Mit neuen Analyseverfahren rücken Forscher einem 13.000 Jahre alten Dachsbau zu Leibe. Sie erhoffen sich Aufschlüsse über die Geschichte der Mecklenburgischen Schweiz

Dass Dachse Höhlen graben, ist bekannt. Doch was der damalige Naturschutzbeauftragte Heinrich Wollert in den 60er-Jahren auf einer sandigen Anhöhe in der Nähe von Malchin in der Mecklenburgischen Schweiz entdeckte, war kein gewöhnlicher Bau – sondern ein Tunnelsystem der Superlative: Erste Grabungen zwischen 1968 und 1971 offenbarten ein großflächiges, weit verzweigtes Gang- und Höhlensystem, metertief in den Boden gegraben. Und Jahrtausende alt.


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