VG-Wort Pixel

Hochbeet selber bauen Mit diesen Tipps gelingt der Hochbeetbau

Erdbeeren im Hochbeet
Erdbeeren im Hochbeet
© fotoknips / Fotolia
Ein Hochbeet bietet Obst, Gemüse und Kräutern die bestmöglichen Wachstumsbedingungen. Doch was gibt es bei Hochbeeten zu beachten und was sät man wann? Wir verraten, worauf Sie beim Bau eines Hochbeets achten sollten

Warum ein Hochbeet?

Keine Frage: Hochbeete liegen im Trend. Und das ist auch nicht verwunderlich, denn es gibt genug Gründe, sich für ein Hochbeet zu entscheiden. So erleichtert es zum Beispiel die Gartenarbeit - erspart es einem doch das lästige Bücken beim Säen, Pflanzen und der Gartenpflege.

Außerdem sind die Pflänzchen vor hungrigen Nagern geschützt und haben zudem eine kürzere Kulturzeit als in Flachbeeten, da die Bodentemperatur im Hochbeet im Durchschnitt etwa sechs Grad Celsius über der von Flachbeeten liegt.

Hochbeete bieten zudem den Vortel, dass sie sich dichter bepflanzen lassen als Flachbeete. Am Rand des Hochbeets lassen sich besonders gut Rankpflanzen anbauen, zum Beispiel Gurken, deren Triebe über die Einfassung des Beets hinabhängen können. Aber auch Klettererdbeeren, deren Früchte am liebsten an überhängenden Ranken wachsen, werden sich über einen Platz im Hochbeet freuen!

Ein Hochbeet selber bauen

Bevor Sie mit dem Bau des Hochbeets starten, sollten Sie allerdings die drei wichtigsten Fragen klären:

  1. Aus welchem Material möchte ich das Hochbeet bauen?
  2. Welche Pflanzen möchte ich im Hochbeet anbauen?
  3. Wo ist der optimale Standort für das Hochbeet?

Hochbeete lassen sich aus ganz unterschiedlichen Materialien bauen. So sind mobile Hochbeete meist aus Kunststoff oder Metall. Fest stehende Hochbeete lassen sich jedoch auch aus Betonplatten oder Rasengittersteinen errichten. Das klassische Hochbeet wird hingegen aus naturbelassenem oder druckimprägnierten Holz gebaut.

Grundsätzlich wachsen die allermeisten Gemüsesorten hervorragend im Hochbeet. Auf sehr raumgreifende Gemüsesorten wie Kürbis oder Zucchini sollten Sie im Hochbeet jedoch besser verzichten. Da ein junges Hochbeet die meisten Nährstoffe enthält, sollten in den ersten zwei Jahren nur Starkzehrer wie Tomaten, Kohl, Sellerie, oder Gurken angebaut werden, um Nitratanreicherungen zu vermeiden. Erst im dritten Jahr folgen dann Schwachzehrer wie Salat und Spinat im Hochbeet.

Optimal für ein Hochbeet ist ein sonniger Standort, der nicht durch Objekte wie hohe Bäume oder Hauswände zu stark beschattet wird. Ideal ist, wie auch beim Gewächshaus, eine Nord-Süd-Ausrichtung, sodass die kurzen Seiten Richtung Ost und West zeigen. So wird die Sonneneinstrahlung über den Tag am besten ausgenutzt.

Hochbeet
Klassische Variante: Hochbeete aus Holz
© RioPatuca Images / Fotolia

Das Hochbeet richtig befüllen

Das eigentliche Geheimnis eines Hochbeets liegt in seinem Inneren: Damit sich eine natürliche Heizung im Hochbeet entwickelt, ist es wichtig, ein Schichtsystem anzulegen, um Verrottungseffekte in Gang zu setzen. Denn das Hochbeet kann als eine Art Komposter fungieren - so muss auch nicht das gesamte Beet mit teurer Blumenerde befüllt werden.

Generell gilt bei der Schichtung: Nach oben hin sollte das Füllgut des Hochbeets immer feiner werden, wobei die Höhen der einzelnen Schichten sich nach der Höhe des Hochbeets selbst richten.

Schichtung eines Gemüse-Hochbeets

Inhalt (unten nach oben)

Höhe

Holzschnitt und Geäst aus dem Garten

10 Zentimeter

Häckselgut (z.B. Äste oder Rindenmulch)

10 Zentimeter

Reife Komposterde

15 Zentimeter

Grober Kompost und/oder Dung

15 Zentimeter

Reife Komposterde

20 Zentimeter

Gartenerde

15 Zentimeter

Zudem sollte die unteren, gröberen Schichten gut verdichtet werden, da der Inhalt des Hochbeets durch die Verrottungsprozesse im Inneren sonst sehr schnell in sich zusammensackt. Fällt der Inhalt des Hochbeets nach etwa einem Jahr zusammen, lässt sich das Beet einfach wieder mit Gartenerde auffüllen.


Mehr zum Thema