Arten-Hotspot Alpen Flucht nach oben: Wie der Klimawandel das Leben im Gebirge verändert

Am Hang oberhalb des Königssees steht eine von mehr als 200 Messstationen, an denen Forschende die Artenvielfalt der Alpen ermitteln
Am Hang oberhalb des Königssees steht eine von mehr als 200 Messstationen, an denen Forschende die Artenvielfalt der Alpen ermitteln
© Marian Lenhard
Wie kaum eine andere Region auf dem europäischen Kontinent sind die Alpen von der Klimakrise betroffen. Forschende wollen herausfinden, was das für die Artenvielfalt im Gebirge bedeutet. Könnten die Alpen veröden? Oder werden sie, im Gegenteil, ein noch reicherer Lebensraum sein, als sie es ohnehin schon sind?

Frühsommer 2021: Er ist spät dran. Schnellen Schritts marschiert Sebastian Seibold, den Rucksack voller Sammelgefäße, an parkenden Autos und Wohnmobilen vorbei in Richtung des Wimbachtals, eines lang gezogenen Kessels kurz vor Berchtesgaden. "Ausgerechnet heuer macht sich der Klimawandel kaum bemerkbar", sagt der Co-Leiter der Forschungsabteilung des Nationalparks Berchtesgadener Alpen. Der April: so "greißlig kalt" wie seit fast 40 Jahren nicht, grummelt der gebürtige Freisinger. Noch Ende Mai lagen die Hochebenen der Alpen unter einer weißen Decke.


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