Metropole am Rhein So gelingt das perfekte Wochenende in Köln

Die Klischees kennen wir alle, von Klüngel bis Karneval. Doch was macht Köln wirklich aus und welche Spots sollten Besucher auf keinen Fall auslassen? Wir haben die besten Tipps und Adressen
Köln

Ein Selfie mit dem Dom gehört schon fast zum obligatorischen Programm in Köln

Was gibt es in Köln zu erleben?

KUNST!

Einst war Köln eine Metropole für zeitgenössische Kunst. Dieser Rang musste inzwischen abgegeben werden, aber noch immer ist Köln ein Zentrum der Kunst. Zum Pflichtprogramm gehört das Museum Ludwig (Heinrich-Böll-Platz, www.museum-ludwig.de) und das Kolumba Kunstmuseum des Erzbistums Köln, eine der bedeutendsten Sammlung christlicher Kunst in Europa (Kolumbastr. 4, www.kolumba.de). Die Ausstellungen im Kölnischen Kunstverein (Hahnenstr. 6, www.koelnischerkunstverein.de) zählen zu den wichtigsten Ereignissen der deutschen Kunstszene.

In der Galerie Nagel Draxler (Brüsseler Straße 85, www.nagel-draxler.de) gibt es internationale Kunst auf höchstem Niveau. Die Galerie Delmes & Zander (Antwerpener Str. 1, www.galerie-zander.de) bietet Einblicke in das interessante Feld der Outsider Art. Wer die junge Szene treffen will, geht in die sehr hippe, aber auch geerdete MD Bar, die von den beiden neuen und steil aufsteigenden Stars der deutschen Kunstszene, David Ostrowski und Michail Pirgelis, mitgegründet wurde. Marsilstein 21, www.md-cologne.blogspot.de.

TECHNO!

Neben Berlin gab es in Deutschland nur in Köln eine eigene Schule, einen eigenen Sound. Ende der 1980er Jahre war das harter, zwitschernder Acid, dann formten Labels wie Profan, Kompakt und Studio 1 eine eigene, elegante Minimal-Ästhetik – die Szene kennt diesen ‚Minimal Techno‘ auch als ‚Sound of Cologne‘. Die Tradition gibt es bis heute. Zentrum ist nach wie vor das Kompakt-Haus (Plattenladen, Studio, Label; www.kompakt.fm) in der Werderstr. 15–19. Neuer Super-DJ der Stadt ist Barnt vom Label Magazine, der, selten, aber regelmäßig, im Gewölbe auflegt (www.gewoelbe.net).

CSD!

Der Christopher Street Day mobilisiert ganz Köln. Präsentiert sich in anderen Städten die LGBT-Kultur einer interessierten Öffentlichkeit, feiert hier die ganze Stadt mit. Wahrscheinlich liegt das am Karneval, kein Kölner lässt freiwillig eine Gelegenheit zum Schunkeln aus. Ein herrliches, buntes Fest. Ab 24. Juni.2017, www.colognepride.de

DOM!

Wer den Dom nicht gesehen hat, war nicht in Köln. Mit etwas Glück gerät man an den Guide Marcel Marburger, alle anderen sind aber genau so urig, nett und kenntnisreich. Mo–Sa 11, 12.30, 14, 15.30 Uhr, So nur nachmittags. Treffpunkt am Domportal innen, 7 €; www.domfuehrungen-koeln.de

Köln

Ob Karnevalsaison oder nicht - Köln ohne die Höhner wäre musikalisch kaum vorstellbar

Die besten Restaurants und Bars in Köln

Päffgen

An diesem Brauhaus kommt man nicht vorbei, und das ist auch gut so. Während in die großen Wirtshäuser in der Altstadt vor allem Touristen gehen, trifft man im „Päffgen“ Kölner. Päffgen-Kölsch (im Gegensatz zu anderen Kölsch-Marken nur vom Fass) gilt als eines der besten der Stadt, die kleinen Mahlzeiten passen bestens zum Bier, die Räume sind schlicht und geschmackvoll. Das Beste: Man muss nicht in Gesellschaft kommen, denn man wird sofort in Tischrunden eingemeindet. Friesenstr. 64–66, Tel. 0221-13 54 61, www.paeffgen-koelsch.de

Bier-Esel

Nennt sich „Kölns ältestes Muschelhaus“, seit 100 Jahren werden hier Miesmuscheln serviert, heute allerdings, kriegsbedingt, in einem Neubau. Die Muschelterrinen entschädigen für das etwas schmucklose Ambiente. Mein Lieblingsmuschelgericht: belgische Art, im scharfen Lorbeer-Weißweinsud und mit Pommes und hausgemachter Mayonnaise. Breite Straße 114, Tel. 0221-257 60 90, www.bier-esel.com

Acht

Ein Restaurant, wie man es eher in Berlin-Mitte vermuten würde: unverputzte Wände, stilsichere Möbel, eine erlesene Weinkarte und exquisite, aber nicht verkünstelte europäische Küche. Spichernstr. 10, Tel. 0221-16 81 84 08, www.restaurant-acht.de

Belgischer Hof

Köln fühlt sich Frankreich oft näher als Deutschland, und so pflegt man hier die französische Bistrokultur. In diesem kleinen, gemütlichen Restaurant im Belgischen Viertel gibt es sehr köstliche Flammkuchen, fantastischen Cidre und Bistroklassiker wie Steak Frites. Es ist eng und laut, aber das gehört dazu. Brüsseler Straße 54, Tel. 0221-54 81 70 17, www.belgischer-hof.de

Metronom

„Die Pinte für Jazz-Ohren seit 1968“ steht auf dem Schild der Bar. Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Ein sehr schmaler Barraum, in dem sich erdkundelehrerhafte Typen in den 50ern, junge Kunststudenten und viele Nachtschwärmer tummeln. Man trinkt Kölsch oder gleich Schnaps. Die eigentliche Attraktion aber ist im Rücken des Barkeepers: eine mehrere Tausend Exemplare umfassende Jazz-LP-Sammlung. Stets steht eine kleine Gruppe Insider an der Bar und berät sehr ernsthaft, was als Nächstes zu hören ist. Der Barkeeper zieht dann die Platte aus dem Regal (wie er sie findet, ist sein Geheimnis), wischt sie liebevoll ab und schon knistert sehr erlesener Jazz aus den Boxen. Eine traumhaft schöne Stimmung ist die Folge. Weyerstr. 59, Tel. 0221-21 34 65, www.metronom.koeln

Peters Brauhaus

Das klassische Kölner Stadtessen ist natürlich Himmel & Äd. Der Name steht für die Hauptzutaten: Kartoffeln (aus der Erde) und Äpfel (wachsen im Himmel, na ja, fast). Ursprünglich eine Speise, die in ganz Norddeutschland und auch in Schlesien verbreitet war, aber nur in Köln wurde sie legendär. Vielleicht weil die hiesige Blutwurst sehr viel feiner ist als anderswo in Deutschland und etwas an die französische boudin noir erinnert. Der Himmel & Äd-Kultladen ist Peters Brauhaus, ein karggemütliches Wirtshaus, in dem man sofort glücklich ist. Mühlengasse 1, Tel. 0221–257 39 50; www.peters-brauhaus.de

Köln

Slackliner im Inneren Grüngürtel an der Kanalstraße

Die schönsten Hotels in Köln

Hotel Chelsea

Eine Art Miniatur von Köln: sehr freundlich, mit reicher Geschichte – und das Künstlerhotel der Stadt. Es gibt die berühmte Kippenberger- Suite, Werke von Rosemarie Trockel, Albert Oehlen und: Kippenberger zieren die Zimmer. Auch als Normalbürger kann man sich wohlfühlen, das Haus ist unprätentiös, und darin typisch kölsch. Jülicher Straße 1, Tel. 0221-20 71 50, www.hotelchelsea.de, DZ ab 88 €

Hotel Domstern

Wahrscheinlich das gemütlichste Hotel Kölns. In unmittelbarer Nähe des Doms und doch in einer ruhigen Straße; ein kleines Haus mit 16 Zimmern und einem liebevollen Frühstücksbuffet. Ideal für ältere Semester, die es gern ruhiger angehen lassen und doch mittendrin sein wollen. Dom‑str. 26, Tel. 0221-168 00 80, www.hotel-domstern.de, DZ/F ab 99 €

Hotel Savoy

Wer es etwas luxuriöser haben will: Direkt beim Bahnhof gibt es hier ein schönes Kontrastprogramm zum zuweilen doch recht rauen Köln: eine ausdifferenzierte Spa-Welt, aufwendig gestaltete Suiten, kurz: der ideale Hangout für die Hochzeitsreise. Turiner Straße 9, Tel. 0221-162 30, www.savoy.de, DZ ab 194 €

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