Hintertuxer Wasserfälle

Reisetipp

Aktivurlaub, Natur- & Outdoor-Tipps

Hintertuxer Wasserfälle

Hintertuxer Wasserfälle: 4 Sterne bei 1 Bewertung

Das erlebten unsere Mitglieder

  • Hintertuxer Wasserfälle: Bewertet mit 4 Sternen
    p4t4r 12.01.10

    Urlaub für die Seele und Erfrischung für die Sinne.

    Hintertux ist vor allem ein Begriff für Wintersportler, die ganzjährig in den Gletscherregionen der Gefrorenen Wand beste Bedingungen vorfinden. Sie eilen zu den Liftstationen und nehmen den unteren der Wasserfälle, den Kesselfall, der von dort bereits gut sichtbar ist, kaum zur Kenntnis.
    Doch jene Menschen, die sich von Naturwundern, die hier beispiellos angehäuft sind, und überaus wildromantischen Szenerien beeindrucken lassen, können hier ihr Eldorado finden. Schon der Kesselfall ist sehr sehenswert. Hier stürzt das Wasser in einen phantastischen, schrofigen Tumpf, in den es kleine Inselchen, Felstürmchen und Rinnen modelliert hat. Auch der Aufstieg neben dem Wasserfall ist recht aufschlussreich. Kolke lassen den Wanderer erahnen, dass der Bach früher einen anderen Weg genommen hat. Oben gelangt man dann zum "Kessel", dem vielleicht großartigsten Naturwunder von Hintertux. In diesem Felsenrund öffnet sich der Eingang zur Schraubenfallhöhle, durch die der Bach dem unteren Wasserfall zustrebt. Dieser Höhlentyp einer Sekundärhöhle, in der der Bach einen quergelegten Felsriegel durchbohrt hat, ist in Österreich einmalig. Die Höhle ist gut hundert Meter lang und könnte sogar mit dem Kajak befahren werden, was allerdings nicht gern gesehen sein dürfte. Gegenüber der Höhle sieht man den Kunerbach, durch eine Klamm in den Kessel stürzen. Diese Klamm, genannt Schraubenfallklamm, kann man auf einem guten Weg bergan verfolgen. Immer wieder locken Kanzeln zu atemberaubenden Tiefblicken. Man kann sich gar nicht satt sehen an diesen großartigen Naturwundern, doch lockt schon die nächste Attraktion: Die Facettenspalte. Es handelt sich hier um eine enge Schlufhöhle, die man nur mit entsprechender Ausrüstung befahren sollte. Sie endet mitten im feuchten Vergnügen der Klamm.
    Etwas weiter oben entfernt sich der Weg von der Schlucht und entlässt den Wanderer in einen äußerst idyllischen Talboden. Inmitten traumhaft farbiger und lebendiger Hochgebirgsvegetation kann man zur inneren Ruhe finden. Ringsum stürzen Wasserfälle von den steilen Felsflanken und beleben das Bild auf eine einzigartige Weise. Die Szenerie ist dramatisch und heiter in einem. Sich anziehende Gegensätze verschmelzen zum Konsens und präsentieren immer wieder harmonische Bilder alpiner Schönheit.
    Hier muss sich der Wanderer entscheiden: Entweder geht er weiter zum Spannaglhaus oder genießt den entspannenden Rückweg auf der anderen Seite der Schlucht, der ständig aufs neue faszinierende Ausblicke auf die oberen Wasserfälle bietet. Besonders an heißen Sommertagen, an denen diese gletschergespeisten Wasserfälle das meiste Wasser führen, empfiehlt sich gerade diese Variante. Sie führt an reizvollen Rastplätzen, sprudelnden Bächen und einer "Miniklamm" vorbei zum Ausgangspunkt der Wanderung am unteren Wasserfall, wo man sich gerne erneut niederlässt, die Szenerie des stiebenden Wassers in sich aufnimmt und sich in die Poesie dieses Bildes vertieft. Hier, wo Himmel und Hölle eins sind, wo Licht und Dunkel einen ewigen Kampf ausfechten und wo Wasser und Fels ein Inferno losbrechen, schickt man sich an, die Welt zu begreifen. Wasser überwindet alle Hindernisse, findet immer einen Weg, und wo noch kein Weg da ist, gräbt es sich einen. Wasser ist Leben und Wasser ist wie Leben. Tun wir es ihm gleich.

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