3 Monate durch das alte Asien ! Burma, Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam .....

Reisebericht

3 Monate durch das alte Asien ! Burma, Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam .....

Reisebericht: 3 Monate durch das alte Asien ! Burma, Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam .....

3 Monate, nur mein Rucksack und Ich, durch das alte Siam.
Burma, Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam.
Große und Kleine Geschichten von Wahrsagern, Zufällen, Landschaften und herzlichen Menschen.
Die großartige Luft Asiens........

3 Monate durch das alte Asien ! Burma, Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam .....

Ich sehe die blauen und roten Stempel an,
blättere voller Bewunderung in unlesbaren Unterschriften,
und in vielsprachigen Tintenklecksen,
Falte fromm die Hände...............
Dann stecke ich den Pass in die hintere Gesäßtasche
Und mache mich auf die Reise.............
( Kurt Tucholsky)

Ko Samui hat wohl einen der schönsten Flughafen der Welt, es sind eigentlich nur große Bambusdächer zwischen Palmen und exotischen Pflanzen. Es gibt hier nicht mal ein Gepäckband. Eine Bimmelbahn holt die Menschen vom Flugzeug ab. Stressfreier kann man nicht ankommen.

Ich wohne wieder bei Mama und Papa in den Moonhut Bungalows, am fast menschenleeren Mae Nam Beach. Die ruhigste Bucht der Insel . Außer mir sind nur noch 2 Mädels aus Australien und Neuseeland hier. Ich habe das neueste und schönste Bungalow bekommen,
schon Luxus für mich. 10 Meter weg vom Badewannen warmen Wasser des Golf von Thailand. Alles für eine Handvoll Baht, die schöne Holzklasse eben. Ko Samui war vor ca. 3 Jahrzehnten noch ein Traumeiland, mit Tausenden von Kokospalmen, und nur einer Handvoll Touristen. Heute sind auf Thailands 3. größter Insel die Palmenhaine lichter geworden, durch Bungalows und Hotelanlagen. Doch die Strände sind immer noch die schönsten in ganz Asien.
Selbst einsame Stellen gibt es noch, eine davon direkt vor meiner Strandhütte. Probleme habe ich nur mit dem einschlafen, so ein Meeresrauschen kann in der Nacht sehr laut sein. Auch an die vielen Tiergeräusche muss ich mich erst noch gewöhnen.

Es ist Regenzeit auf Ko Samui. Es ist nicht brütend heiß, sondern angenehm warm. Ab und zu schüttet es gewaltig. Heute den ganzen Tag. Deshalb werde ich am Samstag weiterfahren, in Richtung Bangkok. Dort soll die Sonne scheinen. Trotzdem ist es hier ein idealer Ort um mich geistig, körperlich und seelisch auf die kommenden Monate vorzubereiten, für all die großen und kleinen Unwägbarkeiten auf so einer Reise. Zeit kann hier etwas Belangloses werden.

Bangkok. 8 spurige Autobahnen, 8-12 Millionen Menschen, so ganz genau weiß das keiner.
Geschwindigkeit ist hier alles. Alles rast an einem vorbei. Bangkok ist dreckig, chaotisch und gegensätzlich. Ein Besuch der Stadt ist aber durchaus reizvoll. Der Königspalast, hier ist wirklich alles Gold was glänzt. Eine Bootsfahrt durch die Khlongs. Eine Massage im What Pho Tempel.
Der gigantische Ausblick vom höchsten Gebäude Thailands, dem Bayoke Tower.
Fußgänger kommen in dieser Stadt nicht vor, besser sind nicht vorgesehen.
Die Thais behaupten, dass sie auf der Straßenseite auf der sie geboren werden, auch sterben.
Die Straßen zu überqueren wagen nur die wenigsten, meist übermütige Touristen.
Bangkok ist so verschieden. Khlongs auf der einen Seite der Straße, und auf der anderen eines der teuersten Hotels der Welt, oder ein Luxus-Einkaufscenter. Der Wahnsinn Bangkoks.
Patpong, das Rotlichtviertel. Mädels von der Stange. Dort lebt man ganz nach dem Motto:
Liebe deinen nächsten Kunden. Doch fast besser als die Damen und Herren in den Bars,
verkaufen sich die Rolex und Lacoste Kopien an den Ständen davor. CD und DVD Raubkopien zu Spottpreisen. Patpong ist auch ein Zentrum der Markenpiraterie geworden. Doch so berühmt dieses Rotlichtviertel ist, so trostlos ist es auch.

Komme gerade von einem 2 Tage Aufenthalt in Ayutthaya zurück. 200 km nördlich von Bangkok. 2 Stunden im 3. Klasse Zug reichen in jeder Beziehung. In Ayutthaya lag das frühere Zentrum Siams. Über 1000 Jahre alte Geschichte, die Königspalast Ruinen lassen deutlich erahnen welche Macht von dort einmal ausgegangen ist. Ich bin 2 Tage mit dem Rad quer durch die Ruinen gefahren, eine einmalige Radlstrecke.

In Bangkok bin ich die meiste Zeit mit Maddy aus Neuseeland unterwegs. Wir haben uns auf der Fähre Ko Samui nach Surat Thani kennen gelernt. Leider wurden wir aber beim umsteigen am Busbahnhof in Surat Thani wegen Chaos, Hektik der Busfahrer und kübelartigem Monsunregens getrennt, und mussten in unterschiedlichen Bussen weiter nach Bangkok fahren. Schade.
Ca. 12 Millionen Menschen leben hier, und ausgerechnet wir laufen uns tagsdrauf wieder in die Arme. Zur Selben Zeit wieder am gleichen Ort. Nur eines dieser Zufälle die einem nur auf Reisen passieren. So etwas kann ich nicht erklären, zeigt mir nur, dass mit gesundem Gottvertrauen und offenen Augen vieles möglich ist, was eigentlich gar nicht sein kann.
Nach einem solchen Erlebnis kann nichts mehr schief gehen, ich fühle mich hier gut aufgehoben. Mein Überlebenstip: Sorge dich nicht und Reise !!!

Am Sonntag fliege ich weiter nach Yangon (Myanmar, das frühere Birma ). Dann fliegt Bangla Desh Airways zu verbilligtem Preis. Die Einreise nach Birma über Land ist leider nicht für Touristen möglich. Im Grenzgebiet Birma zu Thailand kämpfen irgendwelche Minderheiten mit schwerem Gerät gegeneinander. Noch ein Krieg.

Ich fühle mich blendend. Viele positive Erlebnisse und Begegnungen in den ersten Wochen, eben die ganze Freundlichkeit Asiens. Körperlich tut mir etwas der Rücken weh, ist wohl das Radeln und das harte Bett in Ayutthaya schuld, nichts tragisches. Vielleicht sollte ich mir noch eine Massage gönnen? Mein Magen ist stabil, kein Wunder bei dem guten WOK und WEG Essen. Deutschland ist jetzt schon weit weg. Bei den vielen Eindrücken, bin ich voll auf damit beschäftigt alles einzuordnen und zu verarbeiten. Freue mich jetzt auf das neue und unbekannte Birma ( Myanmar).

Mit Neugierde und Gelassenheit geht es weiter. Meine nächsten Wochen sind eigentlich im Moment noch sehr vage. Habe auch keinen festen Plan wie manch andere Reisende, die hier unterwegs ist. Wie lange bleibe Ich? Wie komme ich wann wohin? Das zu Denken hat noch Zeit. Ich möchte ja auch dem Zufall eine Chance geben, deshalb habe ich alles nur minimal geplant. Vieles ist sehr vage und bleibt es auch lange. Wo kein Ziel ist kann ich auch keines verfehlen.
Es ist schwer zu beschreiben, das spontane Reisen, eben weil es so einfach ist.
Taxi oder Bus, Gästehaus suchen, essen, losgehen, mit Menschen reden, anschauen, Erfahrungen, weiterfahren. Es braucht keinen besonderen Mut und kein Entdeckerherz, nur Lust an der Fremde. Es ist oft die verblüffende Verschränkung von Glück, Planung, Zufall und Zielen aus der ich den Schluss ziehen kann, irgendwie klappt immer alles.

Nach dem Warmup auf Ko Samui und Bangkok, bin ich jetzt in Myanmar ( Birma ). Die Hauptstadt Yangon. Dort steht die Shewedagon Pagode, goldig und zwiebelig. Nur dazu geschaffen um 8 Buddhahaare zu beherbergen. Der Erleuchtete soll sie sich eigenhändig vom Kopf gerissen haben. Es ist das bedeutendste Heiligtum Myanmars. Ich war erschlagen von der Größe und Pracht. Rubine, Saphire, Glöckchen aus Gold uns Silber, ein orientalischer Vatikan. Unschätzbar wertvoll.

Ich staune über die Burmesische Schrift. So rund, dass die Buchstaben so vor sich hin purzeln. Keine Ahnung ob all diese Kringel tatsächlich einen Sinn ergeben, oder nur Verzierung für irgendein Schnickschnack sind.

Hier werden Kindheitsträume war. Es gibt die Giraffenhalsfrauen, die Hälse gestreckt mit bis zu zwanzig Kupferreifen. Rubine die Taubenblut heißen. Ein verborgenes Tal namens Mogok ( für Ausländer gesperrt ). Ein Land in dem die Männer statt Hosen noch den Longuy tragen, einen langen Wickelrock, und die Frauen die Cherots rauchen, grüne starke und Handgerollte Zigarren.

Yangon , die Hauptstadt. Mit ihren überwiegenden verwitternden Fassaden, wirkt es wie aus einer ganz anderen Zeit. Yangon ist grün wie ein Park. Es gibt alles zu kaufen, Kleidung aus China, Musikkassetten, Schrauben, Plastikwecker, Kochtöpfe,... Es ist total eng in den Gassen, überall wird Handel betrieben. Es gibt Cafes, Kino mit Hindufilmen, und private Guesthouses.
Myanmar ist ein Land der Pagoden, Düfte und Farben. Menschen mit schillernder Vielfalt, mit tiefen Traditionen und Religionen. Dem gegenüber aber steht aber eine schreckliche Bilanz von Menschenrechtsverletzungen der Militärdiktatur.

Wer in Myanmar weiterkommen möchte kann sich aussuchen ob er mit dem Kopf gegen die Decke eines kleinen Autos donnern will, oder auf einem Trampolinsitz im Bus auf uns ab geschleudert zu werden, oder eine endlose und unruhige Zugfahrt vorzieht.

Ich habe den Bus gewählt um nach Kinpun zum goldenen Felsen zu kommen. 5 Stunden Bus, 45 Minuten auf der Ladefläche eines LKW ( bei Monsunregen !! ), und nach weiteren 45 Minuten
Fußmarsch war ich oben, an einem der heiligsten Stellen Birmas. Mir war dort leider nichts heilig, da ich auf einer Marmortreppe ausgerutscht bin, und den großen Zeh dabei gebrochen habe. Plötzlich war die Attraktion weniger der Felsen, mehr ein blutender Tourist.
Danach habe ich, um meine Götter und Engel, die mich auf meiner Reise beschützen, wieder milde zu stimmen, einen Vogel (die in Käfigen vor der Sulepagode gehalten werden!!) in Yangon frei gelassen.
Auch das ist Birma.

Im Zug nach Mandalay. Die Züge sind ein fahrendes Museum. Die sanitären Anlagen sind übel. Genaue Fahrpläne sind nicht zu finden. Deshalb nicht fahren? Im Gegenteil. Die Züge passen zu diesem Land wie die Pagoden auf die Berge. Man schaukelt gemächlich durchs Land. Eine Nacht voller rumpeln, quietschen, schnarchen, habe mich dabei an vieles gewöhnt. 5 Uhr morgens werden die Fenster aufgerissen zum Massenzähne putzen. Von außen sehen die Waggons bestimmt aus wie eine rollende Reklame für Zahnpasta. Draußen fliegt Birma vorbei, eines der schönsten Länder die ich kenne.

Birma ist aus der Zeit ausgestiegen, aber nicht freiwillig. Seine olivgrünen Herrscher haben die Zukunft ausgesperrt. Das Militär hat die Menschen im Griff. Kaum einer traut sich über seine Regierung zu sprechen, wenn dann nur heimlich und sehr leise. Deshalb ist Birma ein Land aus einer ganz anderen Epoche. Beschenkt von der Schöpfung, aber betrogen von Ihren Machthabern. Ein sehr zerrissenes Land. So fühle ich mich auch. Anders gesagt, eine Reise nach Birma beginnt mit der Frage, ob man sie überhaupt antreten soll.


Mandalay ist eine hektische Stadt. Wie Casablanca oder Mombasa ist es ein Ort, der nie das halten kann, was man sich davon verspricht. Klingt verheißungsvoll, war aber eher enttäuschend.
In Birma fährt man rechts mit Autos aus der Zeit des Linksverkehrs. Beim überholen hat der Fahrer daher absolut null Sicht. Und es wird viel überholt und schnell gefahren. Aber die Götter fahren ja mit, da kann nichts passieren.

Fahrt auf dem Irrawaddy nach Bagan. Das Wasser gurgelt milchigbraun. Eine angenehme Bootsfahrt, diesmal nur 9 Stunden. Bagan ist Myanmars versunkene Schönheit. Über Sandwegen durch dieses verwunschene und schöne Land. Zu Fuß, im Ochsenkarren und auf dem Fahrrad.
In Bagan herrscht eine erdrückende Hitzeglocke. Das macht das Fahrrad fahren zu einer Schweiß treibenden Konditionsarbeit. Das Fahrrad ist aber mit Abstand das beste Verkehrsmittel. Bagan ist die weiträumigste Ruinenstadt der Welt. 3000 Tempel und Pagoden wurden im 11. Jahrhundert hier erbaut.
Diese Bauwut hatte einen Grund: wer Schreine und Tempel zu Ehren des Erleuchteten stiftete, so lehrt der Buddhismus, rückt schneller dem leidlosen Zustand näher. Von Bagans Königen muss man daher annehmen, dass sie den Weg ins
Nirwana in Rekordzeit zurückgelegt haben. Mein persönliches Nirwana habe ich auf gefunden: bei Sonnenuntergang auf dem Minyengon Tempel. Jeden Abend war ich dort oben, ein magischer Ort. Götterdämmerung.

Inle See. Eine in Nebel gehüllte Welt. Von diesem Nebel hat man in Bagan noch nie etwas gehört. Die Bewohner am See haben Ihre Dörfer auf Pfähle gebaut. Schwimmende Gärten, Erdbeeren, Tomaten, Melonen, alles auf dem Wasser. Wer nicht gärtnert, fischt und fährt Gemüse oder Touristen über das Wasser. Die Seeleute klemmen dazu das Paddel mit einem Bein ein und rudern mit Hilfe der Oberschenkelmuskulatur über den See. Was im Dunst ein bisschen so aus sieht wie wenn große Reiher in Booten unterwegs währen. Auch das ist Birma.

2 Naturprodukte sind in Myanmar aus dem Alltag nicht wegzudenken. Die Betelnuss, die Frucht der Arceapalme. Zuerst wird sie in Krümel verkleinert. Diese werden auf Pfeffermizpaste bestrichenen Palmblättern verteilt und zu Kaupäckchen gefaltet. Beim Kauen bildet sich ein roter Saft im Mund, der die Lippen färbt und dabei die Zähne schwärzt. Der Saft wird ausgespuckt und trocknet an der Luft. Dieser rotbraune Belag ist überall auf Straßen und Hauswänden zu finden. Es soll ein leicht anregender Wirkstoff sein.
Dann gibt es noch Tanaka. Eine Rinde die im Mahlstein Pulverisiert wird. Der sandfarbene Puder wird mit Wasser zu einem Brei gerührt, und auf die Haut aufgetragen. Fest verteilt gibt es so ein transparentes Make up. Es soll desinfizierend und kühlend sein. Häufig wird es allerdings nur mit wenigen Handbewegungen ins Gesicht gestrichen, wo es zu einer festen Kriegsbemalung Ähnliche Schicht trocknet.

3 Wochen Myanmar war das reine und alte Asien. Das ganze Land ein lebendes Museum.
Schön, chaotisch und sehr anstrengend zu bereisen. Überall Blicke und Rufe, Grüße oder Unverschämtheiten, ganz nach Temperament. Manchmal war auch Birma schon zuviel.
Es sind liebe und freundliche Menschen die ich dort getroffen habe. Einfache Leute, aber mit tiefer Religion und Tradition. Wie Mia, die jeden Abend auf dem Minyengon Tempel saß, mit Tanaka im Gesicht und der Betelnuss zwischen den Zähnen. Mein Gesicht Birmas.
Ich wünsche den "Myanmar People" eine bessere Zukunft im Birma der Freundlichkeit, Friedlichkeit und Herzlichkeit. Im Myanmar der Sonnenuntergänge, der Pagoden und Tempel. Ohne Kasernen.

Meine erste Begegnung mit Laos ist die Hauptstadt Vientianne. Klein, überschaubar, sauber.
Viele kleine nette Cafes, modern. Der Mekong fließt langsam vorbei. So langsam ist auch die Stadt, vielleicht das ganze Land? Selbst auf den Straßen bremsen Autos für Mopeds und Fußgänger. Dass war mir neu in Asien. Angenehm. Jeder trödelt so vor sich hin. Wohl nicht umsonst sagt man zu den Laoten, dass sie Ihr Leben damit verbringen, dem Reis beim wachsen zu zusehen.

Allerdings hat Laos eine Staatsform zu vergleichen mit der ehemaligen DDR. So fallen mir auch die Fahnen, die alle 50 Meter hängen, auf. Die rotblaurote mit weißem Kreis von Laos, daneben die sozialistische rote Fahne mit Hammer und Sichel. Militär ist auch zu sehen, und die Stasi soll hier noch besser und perfekter organisiert sein, als im früheren Osten Deutschlands. Dies erzählte mir zumindest ein Französischer Mönch in Vientianne. Schon wieder ein Land, in das man aus politischer Verantwortung eigentlich nicht Reisen sollte ?

Nach 4 Stunden Busfahrt Richtung Norden, machte ich 2 Tage halt in Vang Viang. Hier gibt es mehr Pizzerien, Restaurants und Emailshops als Wohnhäuser. Ein Ort voller bunter Neonlampen, VCD-Player, Beton und Plastik. Was für eine schreckliche Einrichtung ist doch der Tourismus. Ein manchmal Unheil bringender Gewerbezweig. Dieser Ort könnte überall auf der Welt sein. Angenehm und bedrückend zugleich. Ich habe hier einen Stopp eingelegt um die Höhlen und Landschaften um den Ort anzusehen, das hat auch durchaus seinen Reiz. Nur sind diese Höhlen leider mit buntem und kitschigem Licht ausgeleuchtet. Zu Empfehlen ist aber durchaus eine ausgiebige Radtour ins Umland. Dort lassen sich noch schöne Stellen entdecken, in einer unberührten und echten Natur.

Zwischen Thailand und China hat auch Laos modern zu werden. Zwischen diesen beiden mächtigen Staaten , bei denen der Fortschritt längst Pflicht ist. Auch hier bringt das Fernsehen Ihnen die ganze moderne Welt ins Haus, und alle wollen so sein wie alle anderen. Traurig aber wahr.

Es ist viel zu einfach geworden um nach Luang Prabang in den Norden Laos zu kommen. Die Hauptstraße wurde ausgebaut, jetzt ist es an einem Tag möglich von Vientianne hier her zu fahren. Der einstmals kleine Flughafen wurde erweitert, und spuckt täglich hunderte Touristen aus. Die großen Anstrengungen und Mühen, die Zeit die man braucht, ist minimal geworden. Damit wurde der Stadt ein Teil Ihres Reizes und Einzigartigkeit genommen. Dennoch....... Luang Prabang ist ein bezaubernder Ort, umgeben von Berggipfeln wie mit Tusche gemalt. Überragt wird die Stadt vom Hügel Wat Phusi. Hier gibt es noch mehr Tempel und Klöster als Hotels. Ein Ort, der für die Ewigkeit erbaut scheint.

Ein ergreifendes Schauspiel ist jeden frühen Morgen zu beobachten. Wenn Hunderte von Mönchen aus Ihren Klöstern strömen, und durch die Hauptstraße gehen, um die Essensgaben der auf dem Gehweg knienden Bewohner in Empfang zu nehmen.

An den Ufern des Mekong, fernab der Internetcafes und Pizzas, ist der Zauber des Fernen Ostens noch spürbar. Bei Sonnenuntergang am Mekongufer wird Luang Prabang zu einer der romantischsten und friedlichsten Orte Asiens. Die Magie des Mekong. Das Volk der Laoten lebt Meeres fern, jedoch nahe am Wasser. Fast 1000 Kilometer durchfließt der größte Fluss Asiens Laos.

In Luang Prabang nahm ich ein Boot und fuhr 2 Stunden den Mekong hinauf zu den Höhlen von Tham Thing, mit ihren siebentausend Buddhastatuen. Viele der Originalstatuen sind inzwischen gestohlen. Die Dunkelheit und die unterschiedlichsten Statuen im Kerzenschein der Höhle, ergeben eine ganz eigene mystische Stimmung. Allerdings sollte man dort am frühen Morgen sein, um den Touristenmassen zu umgehen.

Ich habe in den Than Thing Höhlen den steinernen Buddha über meine Zukunft befragt. Das war relativ einfach. Mit gefalteten Händen schüttelt man einen Becher voller Bambusstöckchen, so lange bis eines davon auf den Boden fällt. Jedes Stöckchen trägt eine Nummer, jede Nummer entspricht einem Zettel mit einer bestimmten Botschaft. Ich hatte die Nummer 14, mit der Botschaft "Das ich weiterhin Glück haben werde in meinem Leben, im Moment aber alleine Leben würde, aber bald die richtige Frau treffen würde. Zusammen hätten wir 2 Kinder und danach würde ich auch noch reich werden. Der Himmel beschützt mich ".
Klingt das nicht schön? So einfach kann das Leben sein, man muss nur dran Glauben. In den Höhlen von Tham Thing hatte ich meine 3. Wahrsagung auf meiner Reise. Es hatte alles mit einem Spaß in den Straßen von Yangon angefangen. Doch die Gedanken daran lassen sich nicht so leicht beiseite schieben. Von meinen Besuchen bei den jeweiligen Wahrsagern des Landes habe ich noch gar nicht berichtet. Aber das ist eine lange und ganz andere Geschichte.

Auf der Rückfahrt hat mich mein Bootskapitän zu sich nach Hause zum Mittagessen eingeladen. Dankend habe ich diese Einladung angenommen. Die ganze Familie und Freunde waren schon mitten beim Essen. Frischer Mekongfisch, Gemüse, Reis, Salat, Nudeln, Lao Bier, nur den Mekong-Whisky habe ich abgelehnt. Wer allerdings zur Familie gehörte und wer nicht, blieb mir ein Rätsel, da selbst der Bootsführer kaum Englisch sprach. Keine Frage wer hier die exotische Attraktion war.

Opium ? An einem Abend in den Gassen Luang Prabangs hörte ich dieses Wort mindestens fünfmal. Opiumanbau in den Bergen des Nordens gibt es schon seit es dort Menschen gibt. Meist war es die einzige Medizin. 300 Tonnen jährlich werden alleine hier im goldenen Dreieck produziert. Laos gehört zu den größten Erzeugern der Welt. Opium gilt hier immer noch als Heilmittel, nur die Herstellung von Heroin und der Handel mit Rauschgift steht unter Strafe. Der Kleinanbau und Besitz sind aber erlaubt. Die Droge als Naturheilmittel.

Henri Mouhot, der Mann der die Tempel von Angkor 1860 für die Menschheit und die Touristen entdeckt hatte, bezahlte seine Errungenschaft mit dem Leben. Sein Grab befindet sich östlich von Luang Prabang. Ich wollte das Grab des Abenteurers und Forschers natürlich aufsuchen. Mit gemietetem Motorrad von Luang Prabang ca. eine halbe Stunde Richtung Ban Naun. Weitere 10 Minuten zu Fuß eine Böschung hinab zum Fluss Nam Kham. Alles gut Ausgeschildert. Das Grab befindet sich dort wo Mouhot starb. Auf einem Hügel, ca. 30 Meter oberhalb des Ufers. Als hätten seine Begleiter es so hoch errichtet, um es gegen die Strömung zu schützen. Mouhot erforschte als Französischer Naturwissenschaftler das kurz zuvor zur Kolonie gewordene Indochina. Er wollte den Mekong aufwärts nach China. Zuvor hatte er den Bericht eines Mönches gelesen, der vor zehn Jahren in dem Dschungel unweit des Städtchens Siem Riep auf seltsame Ruinen gestoßen war. Mouhot hatte keine Ahnung was ihn dort erwartete.

Eines Tages als er "La Traviata" singend immer tiefer in den Urwald eindrang, so erzählte er in seinen Briefen, spürte er plötzlich, wie sich aus dem Dickicht der riesenhaften Bäume zwei, vier, zehn, hunderte Augen auf Ihn richteten und Ihn freundlich anlächelten. Ich habe mir vorgestellt, was er in jenem Augenblick, für den sich seine Reise und sein Tod gelohnt haben, empfand. Er blieb einige Zeit in Angkor. Setzte dann, ständig Tagebuch schreibend, seinen Weg nach Norden fort.
Erreichte Luang Prabang, ging weiter und erkrankte während seines Marsches am Fluss Nam Kham. Am 19.10.1861 notierte er "Ich habe Fieber ", Tage lang findet sich keine Eintragung mehr. Erst am 29.10.1861 die letzten, mit zitternden Händen geschriebenen Worte " Mein Gott habe
Erbarmen mit mir ". Mouhot starb am 29.10.1861 an Malaria, im Alter von 35 Jahren. Als ich an seinem Grab ankam, war alles genauso wie in seinen Briefen beschrieben. Derselbe Fluss strömte mit dem kalten und klaren Wasser friedvoll vorbei, wie vor 140 Jahren. Derselbe Wald rauschte und knackste mit tausend Stimmen wie damals. Eine Frau stand auf der anderen Seite des Flusses und fischte. Eine Frau aus unserer Zeit ? Für mich war nun meine Zeit gekommen um weiterzureisen. Weiter nach Kambodscha, nach Siem Riep ....... zu den Tempeln von Angkor.

Ich sitze freiwillig im Flugzeug nach Kambodscha, mit einem schlechten Gewissen dazu. Jetzt gehöre ich zu den Reisenden, die es sich so einfach wie möglich machen. Mit Dollarscheinen ja auch kein Problem. Die Alternative wäre der Landweg in den Süden von Laos gewesen. Der Grenzübergang Laos - Kambodscha ist aber für Ausländer geschlossen. Ein Umweg über Thailand wäre nötig. Irgendwo hätte ich auch noch ein Visum beantragen müssen, das hätte weitere 3 Tage gedauert. Wäre an sich ja eine tolle Reise gewesen, mit bestimmt vielen Geschichten unterwegs. Meine Reisezeit ist begrenzt, somit habe ich mich für den einfachen und pragmatischeren Weg entschlossen.

Mit Laos Aviation zu fliegen kann ja auch eine spannende Geschichte werden. Gerade bringt der Steward 4 Whisky ins Cockpit. Im Flugzeug von Luang Prabang nach Vientianne lernte ich Lisa aus Australien kennen. Wir treffen uns in Siem Reap wieder. So hatte dieser Flug letztendlich auch seine Berechtigung gefunden.

In Kambodscha habe ich mich immer etwas unwohl gefühlt. Ich hatte zuvor einiges über das von 75 bis 79 dort Herrschende Pol Pot Regime gelesen. Was dort unter der Herrschaft der Roten Khmer geschehen war, stellt alle denkbaren Schreckensphantasien in den Schatten.
Die Religion wurde abgeschafft, und ca. 2 Millionen Kambodschaner, ein Drittel der Bevölkerung, wurde brutalst liquidiert. Das eigene Volk. Sie waren alle zu "Dünger für die Felder" geworden, so hatten die roten Khmer verkündet, sollten diese "Revolutionäre" wenigstens als Leichen zu etwas nütze sein. Allein diese Vorstellung in der üppigen Natur ringsum bedrückte mich. Überall diese korrupte Polizei. Die Polizisten verkaufen, unter der Hand, Abzeichen und Wappen an Touristen. Kinder, die sich als Führer anbieten, zahlen an die Polizei, sonst werden sie weg gejagt. An jeder Ecke ist einer dieser korrupten und aufgeblasenen Polizisten, in schicker Uniform, wichtig auf seinem Moped sitzend.

Schon auf der Zufahrt zu Angkor Wat erschienen mir die Tempel noch größer, bewegender, geheimnisvoller als ich es mir je Vorgestellt hatte. Die Tempel von Angkor, nahe dem Städtchen Siem Reap, der zu Stein gewordene Kindheitstraum. Die alte Königsstadt der Khmer. Über eine Million Menschen lebten hier. Im 9. und 11. Jahrhundert erbaut und 1431 aufgegeben, nachdem die Siamesen es zerstört und ausgeplündert hatten. Angkor Wat, das weltweit größte sakrale Bauwerk. Buddhistische-und Hinduistische Götterwelt in Stein gehauen. Seit tausend Jahren behaupten sich diese Steine gegen den Dschungel. Jeder Stein von einer Größe und Feinheit, dass man als neuen Maßstab für die Welt mitnimmt. Tempel, einer schöner als der andere. Halsbrecherische Treppen führen zu Ihnen hinauf. Riesige Steingesichter bewahren das Khmer lächeln für die Ewigkeit. Ein versunkenes, von Wurzeln festgehaltenes Imperium. Ich war schon an vielen Orten, aber an keinem wie dieser. Angkor, diese natürliche, schlicht Schönheit, dass einem ohne Umwege über den Kopf, im innersten berührt. Ein magischer Ort. Man muss nicht Buddhist oder Hindu sein um das zu spüren, man muss sich nur gehen lassen.

Angkor ist für mich noch viel mehr. Überall die großen Reliefs mit Kriegsszenen, Folterungen und Hinrichtungen. Daneben Szenen von den schönen Seiten des Lebens. Der Henker neben der Schönen Tänzerin. Angkor ist nicht nur Vergangenheit, es ist auch Gegenwart und Zukunft. Sind diese Bilder eine Prophezeiung für die Nachwelt? eine Mahnung ? Oder ist das Leben einfach so, mit Freude und Gewalttätigkeit, Lust und Qual? Gehört das zusammen? War es schon damals so?
Gegen späten Mittag wird es ruhig in den Tempeln. Die Touristenbusse, mit Ihren jeweils 20 köpfigen Reisegruppen die zusammen sicher älter als Angkor Wat waren, wird es zu heiß und gehen zum Mittagessen mit Tanzshow. Dann wird es still. Schade dass die Steine nicht reden können.
Oder flüstern sie in den Tempeln von Angkor einem doch was, ganz leise und unbemerkt ins Ohr? In dem Stützbalken einer Tür wurde vor über 1000 Jahren ein Satz gemeißelt:
" Der Weise weiß, dass das Leben wie eine Flämmchen ist, das ein heftiger Wind bewegt „.

In einem stillen Winkel des mit Mammutbäumen überwachsenen Ta-Phrom Tempels, traf ich auf Katrina aus Singapur. Auch eine wirklich natürliche und einfache Schönheit. Sie war zuvor in Phnom Penh, leitete ein IT Aufbauprogramm an den Schulen dort, für 2 Monate, freiwillig und ohne Bezahlung. Sie hat großes vor. Nächste Woche kündigt sie ihren guten Job in Singapur, um erstmal nur noch Reisen zu können. Mit Gelegenheitsjobs will sie alles finanzieren. Ich mag sie. Morgen reisen wir beide weiter, sie nach Hause um zu kündigen, ich mit dem Boot über den Tonle Sap See nach Phnom Penh. Ich wünsche Ihr alles Gute, aber um eine Frau wie Sie braucht man sich keine Sorgen machen. Wo ist eigentlich Lisa vom Flieger geblieben?

In Phnom Penh habe ich nicht gut geschlafen. Irgendwas lag hier immer in der Luft. Vielleicht lag es daran, dass um viele Häuser und sonstige Gebäude eine hohe Mauer herumführt, oftmals zusätzlich mit Stacheldraht oder Glasscherben gesichert. Vor wem haben die Menschen hier Angst? Oder lag es daran, dass ich in dieser Stadt dieses herzliche Asiatische Lachen vermisst habe? Irgendwas hat diese Stadt was mich unruhig machte. Vielleicht, dass sich die Anzahl der Bettler und herumhängenden Kindern sich hier um ein vielfaches steigerte? Irgendwas war da. Dass diese Stadt einfach nur staubig und dreckig war? Oder an den Menschen die in Kampfuniform durch die Straßen fuhren? Oder daran, dass ganz in der Nähe meines Gästehauses das gefürchtete Security Prison 21 war?
Dort sind zwischen 75 und 79 sämtliche Greultaten die man Menschen antun kann geschehen. An Personen und Kindern die sich nicht zu den Roten Khmer bekennen wollten. Jeder dieses Gefangenen wurde Fotografiert, vor und oftmals während der Folter. 17000 Menschen wurde alleine in dieser ehemaligen Schule umgebracht. Wer die Folter überlebte, wurde zu den " Killing Fields" gebracht. 20 Kilometer außerhalb der Stadt. Mit verbundenen Augen und die Hände auf dem Rücken gefesselt, kniend, um von hinten erschossen oder erschlagen zu werden. Diese Bilder erinnerten mich an die Reliefs von Angkor Wat. Prophezeiung ? Die Massengräber sowie das Prison 21 habe ich heute besichtigt. Viele der Roten Khmer von damals stecken heute in schicken Staatsuniformen. Was aber von niemandem dort erwähnt wird.
Für mich ist diese " Last" der 4 Jahre Pol Pot- Regimes hier noch deutlich spürbar und greifbar.
Und das Bild der Tausend Totenköpfe und Gebeine im Mahnmal auf den Killing Fields, vergisst man auch nicht so leicht. Vielleicht macht das die Nächte hier schlaflos.


Mein Visum für Vietnam ist da. Gott sei Dank, 2 Tage Phnom Penh sind für mich genug. Vietnam, mein 6. Grenzübertritt auf dieser Reise. Freue mich auf bekannte Orte und Landschaften. Auf die Menschen die dort auf mich warten....... mein Patenkind Thanh und Familie, Ming das Patenkind meiner Schwester, meine Dolmetscherin Thuy und natürlich meine gute Freundin Kim in Hanoi. Und auf die mir heute noch unbekannten Menschen, auf die ich nur durch eine endlose Verkettung von Zufällen treffen werde. Ist das einfach Schicksal? Wer zog die Fäden all
dessen, was mir bisher begegnete?

Auch ohne Grenze würde man sofort merken, man befindet sich in einem anderen Land. Manche Gegenden in Kambodscha waren fast Menschenleer. Und jetzt, wohin man schaut Menschen, Menschen, Menschen. Die Straßen quellen über vor Mopeds und Fahrrädern. Am Straßenrand Menschen die hämmern, sägen, kochen, waschen, verhandeln, schon fast zwanghaft geschäftig. In manchen Ländern gibt es Rechtsverkehr, in anderen wird auf der linken Seite gefahren, hier scheint es beides zu geben. Ein wirres Menschengetümmel.

Hier in Saigon habe ich das billigste Zimmer meiner Reise, 3 US$ bei Familie Honk. Jedes Mal wenn ich das Haus verlasse, bekomme ich Bananen für unterwegs mit, nett. Ich könnte tagelang durch diese asiatische Großstadt spazieren. Überall wird versucht meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Man bietet mir eine Motorradtaxifahrt an,T- Shirts und Kappen mit dem gelben Stern drauf, billige Nudelsuppen, leichte Mädchen, Kleidung jeglicher Größe, auch Drogen.

Immer ein Erlebnis ist für mich die Fahrt mit dem Cyclo, wie die Fahrradrikschas hier genannt werden. Zuerstmal sind zähe Verhandlungen über den Fahrpreis nötig. Aber ich mag diese Typen von Cyclofahrern, ein bisschen Gangster, ein bisschen schlechter Schauspieler, im Grunde aber gutherzig. Mir gefällt auch das Ritual um den Fahrpreis. Erst einen großen Wirbel machen, obwohl klar ist, was für die Strecke der angemessene Preis ist. Wohl kein anderes Transportmittel gibt einem ein erhabeneres Gefühl. Man fühlt sich wie in einem Raumschiff gleitend. Fast schwebend geht es durch die Gassen und Straßen mit Ihren tausend Düften und Geräuschen.

Kennst du Lum? Die Tage vor Weihnachten war ich im Mekong Delta. In Chau Doc gibt es einen kleineren Berg, dort oben soll der Sonnenaufgang besonders schön sein. Der Weg dahin ging erstmal über viele Treppen. Nach wenigen Minuten kam mir ein kleines Mädchen entgegen. Sie sagte, im wirklich sehr guten Englisch, sie heiße Lum, zeigte mir 7 ausgestreckte Finger entgegen, wohne dort unten, ganz am Ende der Stadt. Sie wisse den Weg nach oben.
Ohne zu Fragen nahm sie mich an die Hand, lachte mich an, und wir marschierten zusammen los, früh morgens bei Sonnenaufgang. Fast eine halbe Stunde Hand in Hand den Berg hoch, sie hat nicht mehr losgelassen, ich auch nicht. Zwei kläffende Straßenköter hat sie unterwegs für mich weggejagt und eine kleine Eidechse gezeigt. Einen Tempel hätte ich ohne sie auch nie gefunden. Sie redete kein Wort mehr, lachte mich nur an und zog mich weiter den kleinen Hügel hoch. Ich lief in meinen Nike-Joggern, sie war barfuss. Schöner als der Sonnenaufgang waren für mich aber dieses fröhliche Lachen und die Natürlichkeit des kleinen Mädchens. Ich beneidete sie darum. Allerdings weniger um Ihre obere Zahnreihe. Dort war leider nur noch sehr vereinzelt etwas Zahn ähnliches zu entdecken. Ich gab ihr was von meinem Essen, das ich mir zuvor im Ort gekauft hatte. Ein "Berg-Frühstück " mit der kleinen Lum. Auf dem Weg nach unten entdeckte sie den Kugelschreiber in meinem Rucksack. Ohne große Worte griff sie danach, nahm meine Hand, drehte die Handinnenseite nach oben, und schrieb etwas verwackelt aber lesbar " LUM " hinein. Jetzt hatte mein Schutzengel dieser Reise einen Namen bekommen. Danach steckte sie den Kugelschreiber in ihre Tasche, "by by..." noch ein kurzes Winken und die kleine Verschwand so plötzlich wie sie gekommen war. Ein Moment für die Ewigkeit.

Alles geht so leicht bei dieser Reise, ich fühlte mich schon seit der ersten Nacht auf Ko Samui einfach gut aufgehoben in dieser Welt, mit einem unendlichen Gottvertrauen für all die großen und kleinen Geschichten die hier täglich um mich herum passieren. " Sorge dich nicht, Reise ", ist einer meiner Sätze die ich jetzt seit über 2 Monaten gespeichert habe. Dieser Satz gibt mir die Ruhe und Kraft so frei und unbeschwert durch Asien zu kommen. Immer wieder frage ich mich, wer die Fäden all dessen zog, was mir bisher begegnete? Vielleicht die kleine Lum ?

Der Weihnachtsabend war in Saigon war eine Mischung aus Silvester und Karneval, ein buntes Straßenfest mit Vietnamesen in Nikolauskostümen. Eine Party mit Tonnen von Konfetti. Das haben vor allem die Touristen zu spüren bekommen.

Von wegen ruhige und besinnliche Weihnachten, ich habe wohl an diesem Abend noch nie soviel gelacht und einen solchen Spaß gehabt wie diesmal, alles bei lauwarmen 30 Grad. Die Menschen mit Ihrer Fröhlichkeit ringsum machen es da einem ziemlich einfach. Das Weihnachtsessen war eine Pizza mit diet coke.

Reisen kann ätzend sein. Es gibt einsame Strände wie dieser am Mui Ne Beach, und es gibt Strände wie der mitten im Ortskern von Nha Thrang. Beide sind schön. Aber wer mal an Thailands Stränden war, tut sich andernorts etwas schwer. Das Wetter ist schlecht, ja fast schon kalt. Es ist bewölkt und windig. Mein Zimmer relativ teuer und dafür aber klein, schlecht und löchrig. Bin übernächtigt von der Fahrt. Vielleicht ein Mix aus all dem drückt auf meine Stimmung. Oder Spüre ich, dass diese Reise bald zu Ende gehen wird? Gleich morgen weiterzufahren erscheint mir aber wie eine Flucht vor der eigenen Stimmungslage. Ich befürchte aber, diese ist Ortsunabhängig. Deshalb bleibe ich jetzt erst recht noch 2 Tage. Ist das die erste Krise meiner Reise? Erschöpfung und Reiseunlust ? Neuer Ort, alles fremd und abweisend, kahles und löchriges Bambuszimmer. Bin ich übersättigt? Über 2 Monate voller Elan und Begeisterung gereist. War in jedem Tempel und auf allen Bergen die sich mir in den Weg gestellt haben. Bin den unterschiedlichsten Menschen begegnet. Akku Leer ? Im Moment kann ich nichts Neues mehr aufnehmen, selbst dieser Strand ist mir schon zuviel. Meine Neugier und Offenheit blieb in der Sonne von Saigon zurück. Oder will mir dadurch "jemand" sagen, dass ich in den letzten Monaten schon sehr, sehr viel erlebt und Erfahren habe? Die unterschiedlichsten Kulturen, 5 Währungsumstellungen in 3 Monaten, kleine Wunder, Enttäuschungen, Freunde gefunden, ein Zehenbruch, oft Einblicke in eine ganz neue Welt bekommen, und und und..... vielleicht mehr als man überhaupt aufnehmen und verarbeiten kann. Schon allein wegen diesem Gedanken kann ich jetzt meine restlichen Wochen ganz gelassen angehen. Mich einfach treiben lassen. Ich möchte mit guter Laune in Hanoi ankommen. So eine Krise geht oft schneller als sie gekommen ist. Mein elektronischer Begleiter wirkt da Wunder. Die vertraute Kassette einlegen, die ich schon auswendig kenne. Früh schlafen gehen.
Heute Morgen scheint die Sonne, ideal zum Akku aufladen. Und eigentlich ist das ein sehr schöner Strand. Mir gefälltes hier.

Zufall, immer wieder dieser Zufall. Heute sprach mich ein Junge auf der Straße an, ob ich nicht vielleicht ein Zimmer suchen würde. Woher wusste er das? Da ich nur den kleinen Rucksack dabei hatte, sah ich sicher nicht danach aus. Ich ging mit. Großartig: In einem 200 Jahre alten Haus, ganz aus Holz erbaut, lag es direkt neben dem zentralen Markt.
Mein neues Zimmer hat eine Atmosphäre, dass ich mich gleich in die Zeit zurück versetzt fühlte, als Hoi An noch eine wichtige und bedeutende Hafenstadt am Südchinesischen Meer war. Das Zimmer muss auf mich gewartet haben, so kam es mir jedenfalls vor. Mit dem Zimmer habe ich eine Familie dazu bekommen. Ze und Phuong sind die guten Seelen des Hauses.


Abends bekomme ich eine Einladung am Familienessen teilzunehmen, dass ich jedes Mal gerne annehme. Es macht mir große Freude, die Zeit sorglos verrinnen zu lassen. Mit Erzählen und zuhören, Essen, Lachen und "Mensch ärgere dich nicht" mit Ze und Puong zu spielen, verfliegt ein Tag. Es ist ein großes Vergnügen hier zu wohnen. Zuhause.

Hoi An ist am späten Abend am schönsten. Die Läden und Cafes sind geschlossen, kaum noch Menschen unterwegs und vereinzelt hört man noch das rattern der Nähmaschinen. Die seidenen Chinesischen Ballonlampen leuchten schwach die Gassen aus, und legen Hoi An in ein zartes, rotes Licht. Wie mit Tusche gemalt. Diese Abende sollte man nicht mit schlafen vergeuden. Unten am Markt spielten gerade ein paar Kinder mit Liegengelassenen Früchten Fußball. Bin etwas enttäuscht darüber, dass ich beim vorbeigehen nicht mitspielen durfte.

Mopeds und Motorradcyclos knattern durch die Stadt. Autos fahren kaum durch Hanoi. Die Hauptstadt Vietnams ist anders. Die Innenstadt, mit ihrem alten Viertel ist eine Reise in die Vergangenheit. Vor 500 Jahren erhielten diese Gassen Ihren Namen nach den 36 ansässigen Handwerkerzünften. Allerdings hat sich das heute ziemlich durchmischt. Es gibt in der Hang Bo (Bambusgasse) jetzt auch CDs zu kaufen. Eines ist jedoch geblieben, dieses quirlige Treiben. An jeder Ecke wird gekocht, dampfen große Töpfe mit Nudelsuppe. Es riecht nach Fisch, manchmal stinkt es auch nach Müll. Marktstände und Garküchen sind aus Platzmangel auf der Straße. Dazwischen rennen Kinder und fangen ein entlaufenes Huhn wieder ein. Vor den Häusern sitzen alte Männer mit Ho-Chi-Minh Bärtchen und spielen Karten. Ein Freiluftfrisör übt den neuesten Modeschnitt. Hoffentlich bleibt es noch lange so, im alten Viertel von Hanoi. Hier spielt sich alles draußen ab. Vietnamesen haben große Familien und wenig Raum. Am Hoam Kiem See treffen sich frühmorgens die Jogger und Tai Chi Anhänger. Der Charme der Ursprünglichkeit. Altes, beschauliches Asien.

Fast jeder kennt mich langsam, Grüßt oder winkt mir im vorbeigehen zu. Manche trauen sich zu fragen, andere tuscheln nur. Ich werde zum Tee eingeladen, bekomme auf der Straße meine Nudelsuppe gratis, und im CD Shop an der Ecke kann ich stundenlang vertraute Musik hören. Die Dien Liet Street in Hanoi ist eine kleine liebenswerte Welt, in der ich gerade Lebe. In dieser Straße ist das "Kim Travel Office". Kim arbeitet dort. Wir haben uns vor über einem Jahr in BacHa , einem Ort nahe der Chinesischen Grenze, kennen gelernt. Sie arbeitete in dem Hotel in dem ich damals übernachtete. Seit fast 2 Wochen bin ich nun in Hanoi. Habe etwas im Reisebüro mitgearbeitet, was mir großen Spaß gemacht hat. Wir haben sehr viel gemeinsam unternommen. Auch Ihre Schwester, Oma und Eltern in Bac Ninh besucht. Sie und Ihre ganze liebe Familie werde ich vermissen. Die Zeit eilt, teilt und heilt.

Vorbei an zerteilten Fröschen, gegrillten Vögel und lang gezogenen Gänsehälsen, führte der Weg zu meinem vierten Wahrsager dieser Reise. Bei Eheproblemen, Krankheit, Geldsorgen, Heirat,..... der Wahrsager ist gut für alle Lebenslagen. Welche Instanz übernimmt bei uns diese Aufgabe? Freunde ? Kirche ? Mich trieb mehr die Neugierde zu dieser Frau, die aus den Karten die Zukunft liest. Wir setzten uns auf Bett, die Wahrsagerin im Schneidersitz gegenüber. Mehr als eine Stunde sprach sie über mein Leben, immer wieder wurden die Karten neu gemischt (wie im richtigen Leben). Ich durfte danach immer 7 Karten ziehen, aber nur mit der linken Hand. Es ging um Liebe, Geld, Beruf und Gesundheit. Die Frau gefiel mir am besten von allen anderen Wahrsagern. War distanziert, wollte sich nicht einschmeicheln, gab keine Ratschläge. Bot nichts an. Es war wirklich so, als lese sie aus einem Buch, zu dem sie den Schlüssel besaß. Es kamen Binsenweisheiten, vieles zäh und dehnbar wie Kaugummi, es gab aber auch verblüffende Übereinstimmungen zu den vorhergehenden Wahrsagungen.


Aller Zufall ? Alle vier sagten, dass ich den größten Teil der Zukunft im Ausland leben würde, weit weg von meiner derzeitigen Heimat (wo war die gerade?), und dort auch Heiraten (gut, die Kartenleserin hatte es da einfach, da ich mit Kim bei Ihr war!).
Na, da bin ich mal gespannt. "Gehe in deinem 40. Lebensjahr nicht in tiefes Wasser schwimmen, das kann gefährlich für dich werden", war auch eine Aussage die alle vier Wahrsager vereint über mich trafen. Aus Asiatischer Sicht befinde ich mich gerade mitten in diesem Lebensjahr. Noch ist nichts passiert. Ist es Aberglaube? Hokuspokus ? Der so genannte Aberglaube ist in Asien ein wesentlicher Bestandteil des Lebens. Oder kann man es einfach nicht erklären? Wie die Akupunktur ? Sie funktioniert, aber niemand kann wirklich sagen weshalb.

Es begann vor fast 3 Monaten aus Neugier und einer Laune heraus in den Straßen von Yangon, als mir der erste Wahrsager begegnete. Seither beschäftige ich mich intensiver mit meinem Leben und meiner Zukunft. Auch die nächsten beiden in Luang Prabang und Angkor haben jeweils mich gefunden, ich habe sie nicht gesucht. Die vierte Wahrsagung in Hanoi war mir wichtig, um diese Seite meiner Reise abzuschließen. Aufregend und Spannend war jeder dieser unterschiedlichen Wahrsager, das muss ich schon zugeben. Ich denke zwar dran, glauben nicht. Warum begrüßte mich eigentlich keiner dieser "Zukunftsvorherseher" mit den Worten " Gut das du jetzt endlich da bist, ich habe schon auf dich gewartet ".

Die Straßen wurden schlechter. Immer mehr Rad-als Mopedfahrer. An fast jeder Kreuzung warteten Männer mit Werkzeug in der Hand, in der Hoffnung wenigstens heute eine Arbeit für einige Dong zu finden. Wir fuhren durch den Bac Giang Distrikt, 100 Kilometer nördlich von Hanoi. Dort wohnt mein Patenkind Thanh. Sie ist 6 Jahre alt, ab September beginnt die Schule für sie. Ich komme mal wieder nach Hause. Die ganze Familie wartete schon. Es war wie immer: die scheue Thanh drehte sich ab, die Mutter arbeitete, der Vater kumpelhaft, Thanhs Schwester beobachtete alles erstmal aus der Ferne, und die warmherzige Oma zeigte ihre Goldzähne. Eine herzliche Familie, die kann man nur mögen. Im Nachbarhaus lebt das Patenkind meiner Schwester. Dort galt heute mein hauptsächlicher Besuch. Bei Minh , 15 Jahre und Fan des FC Bayern München. Sein Berufswunsch ist einmal Tourguide in Hanoi zu werden. Es gab ein Festessen mit allen Köstlichkeiten die das Land hergab. Die Familie wuchs während des Essens auf ca. 30 Personen an. Es war ein weiteres kennen lernen der Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit Vietnams. Ein sehr emotionaler Tag für mich. Der Bag Giang Distrikt wird von der Deutschen Hilfsorganisation PLAN INTERNATIONAL betreut. www.plan-international.de einfach mal reinklicken, mir zuliebe.


Das Ende meiner Reise ist da. 3 Monate Reisen, quer durch Asien. Es ist vorbei. Es bleiben viele schöne Erinnerungen und einmalige Erlebnisse. All die vielen großen und kleinen Geschichten die passiert sind, ich konnte sie gar nicht alle aufschreiben. Diese Berichte können nur grob zeigen wie es mir in den letzten Monaten ging, was ich gedacht und gefühlt habe. Ich hoffe, dass du dadurch einen kleinen Einblick in meine Welt bekommen hast.

Ich werde viele(s) vermissen, was mich in den letzten drei Monaten begleitet hat.
Die nervigen Hängematten – und Postkartenverkäufer, die Schuhputzenden Kinder, die gutherzigen Cyclofahrer, all die netten Menschen in den verschiedensten Hotels und Gästehäusern, die Düfte und Geräusche. Viele mir ans Herz gewachsene Menschen, die ich in dieser Zeit kennen gelernt habe. Dies war eine Welt der mit Schnüren zusammen gehaltenen Bündel, des Pappkartons, der Umarmungen, des Lächelns. Hier gab es noch ein Zerren und
Ziehen, einen Kampf um die wenigen freien Plätze. Viele Gesten und Blicke, wenig Gesetze,
aber viel Gefühl. Die großartige Luft Asiens.

Ich habe gesehen und gespürt, dass die Sonne aufgeht, der Mond über den Himmel zieht und die Zeit eine nicht nur mit der Uhr messbare Größe ist. Es war eine Freude diese Zeit so sorglos verrinnen zu lassen. Ich hatte großen Gefallen an allem was um mich herum geschah, und ich hatte Muse alle Eindrücke einzuordnen und zu verarbeiten. Es tat gut, keine Termine zu haben, nicht erreichbar zu sein, nirgendwo erwartet zu werden. Dass ich keinerlei Verpflichtungen hatte, außer denen die sich durch Zufall ergaben. Das Leben war ungeheuer verschwenderisch zu mir. Wie viele wunderbare Menschen begegneten mir. Wie immer bedurfte es nur des rechten Augenblickes eines "Zufalls". Auch ich war manchmal ein "Zufall“, der das Schicksal anderer veränderte. Das völlig losgelöst sein von der gewöhnlichen Welt, ich werde es vermissen.
Mein Nomadenleben geht zu Ende. Vielen Dank für diesen starken Rückenwind der letzten drei Monate.


"Der Weise weiß, dass das Leben wie ein Flämmchen ist, das ein heftiger Wind bewegt!"

Euch allen eine GUTE REISE !!



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Kommentare

  • kawasakipower

    Toller Bericht und sehr Informativ,danke ...:-)

  • freeneck-farmer

    Viel zu lesen, aber schön. Auch die Bilder Sind gut.
    LG Anneken

  • Kappi (RP)

    Wirklich gut geschrieben. Ich habe vieles wiedererkannt und teile die Ansichten weitgehend. Vielleicht treffen wir uns ja auch mal zufällig und reisen ein Stück zusammen? Diese wundersame Begegnung in BKK habe ich nämlich auch schon einmal erlebt.
    beste Grüße Jürgen

  • ursi67

    Amüsant und locker geschrieben, und doch hintergründig befragt. War im Februar in Myanmar und es ist für mich das schönste Land, vor allem wegen den Menschen. Schritt um Schritt geht es voran und alle hoffen auf Aung San Suu Kyi. Vielen Dank für Deinen Bericht, er ruft viele Erinnerungen wach :-)
    Liebe Grüsse, Ursi

  • INTERTOURIST

    Der Schreibstil gefällt mir von der ersten Zeile.
    Drei Monate, so viel Zeit hätte ich gerne mal für eine Reise.
    Interessant auch die Länderkonbi,
    So in etwa wollte ich das auch mal machen.
    Bisher war aber nur Vietnam und Burma als Einzelreise drin.

    Grüße Jörg

  • looser_oswald

    vielen dank,dass du dir die zeit genommen hast einen so interessanten und fesselnden bericht zu verfassen. Viele wunderbare erinnerungen an diese wundervollen leute und land werden wieder geweckt.
    grüsse und viele interessante erlebnisse auf deinen nächsten asienreisen
    osi

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. 3 Monate durch das alte Asien ! Burma, Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam ..... 4.93 14

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