Hanoi - Hauptstadt der Sozialistischen Republik Vietnam

Reisebericht

Hanoi - Hauptstadt der Sozialistischen Republik Vietnam

Reisebericht: Hanoi - Hauptstadt der Sozialistischen Republik Vietnam

Eine Woche in der pulsierenden Hauptstatd in Nord-Vietnam. Anfang September war auch noch der Nationalfeiertag, so dass in der ganzen Stadt die roten Flaggen wehten und auf Plakaten Ho Chi Minh an einem Mikrofon abgebildet war. So hatte er wohl 1945 die Unabhaengigkeit verkuendet.
Ein wunderschoenes Land, das ich auf jeden Fall noch einmal besuchen moechte ... !

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Hanoi - Strassenszenen

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Meine Frau und ich waren von der vietnamesischen Hauptstadt schwer beeindruckt. Die Altstadt – aufgeteilt in das traditionelle, vietnamesische „Old Quarter“ und das „French Quarter“ – war mit seinen schmalen Häusern wunderschön. Viele waren gut erhalten, hatten vor nicht allzu langer Zeit einen neuen Fassadenanstrich bekommen. Manches war von Grünzeug überwuchert – egal ob es nun von unten kam und die Fassade hoch wuchs, oder ob es anhand von selbstgeschaffenen „Urwäldern“ vom Balkon hing. Die ganze Stadt machte einen fröhlichen und lebendigen Eindruck.



Hanoi - Opernhaus

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Fünf Millionen Einwohner hatte Hanoi, und drei Millionen davon waren mit Mopeds und Rollern unterwegs. Ein Wahnsinn auf den Straßen! Ein quirliges Durcheinander, bei dem es offenbar selten zu Unfällen kam.
Unser Hotel lag an der Grenze zwischen Old und French Quarter, nahe der beeindruckenden St. Joseph Kathedrale. Da aber die verwinkelten Gassen in der Altstadt alle große Ähnlichkeit miteinander hatten, fiel es uns die ersten Tage sehr schwer, das Hotel wieder zu finden. Zuweilen mussten wir sogar ein Taxi nehmen, obwohl wir genau wussten, dass es nicht weit war. Da die Straßen eben sehr eng waren und es von Mopeds nur so wimmelte, war ein Großteil der Taxis entsprechend klein, aber sie reichten aus.



Hanoi - Strassenszenen

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In Stadtmitte erinnerte der Hoan Kiem See ein wenig an die Alster. Das tat gut! Dem See würde aber eine Kur auch gut tun, damit das Wasser ein wenig von seiner Grünfärbung verliert. Immerhin roch es nicht so unangenehm, wie in Tianjin. Insgesamt war die Stadt recht grün, es gab viele schöne, alte Alleen. In der ganzen Altstadt waren kaum Neubauten auszumachen. Auch in der Umgebung gab es recht wenige, und diejenigen, die wirklich neu waren, erinnerten in Stil und Dimension an Pariser Stadthäuser. Richtige „Hochhäuser“ oder gar „Wolkenkratzer“ waren in Hanoi nicht zu sehen. Ich wusste aber, dass diese bereits in Planung waren. Mir fiel auf, dass es keine repräsentative Außenbeleuchtung für die Gebäude gab. Wir entdeckten lediglich eine einzige Shopping Mall. Laut unserem Reiseführer war sie erst sechs Jahre alt – nach westlichen oder gar chinesischen Maßstäben „fühlte“ sie sich jedoch eher 25 Jahre alt. Die Parfüms der Marken Lucy, Cindy, Jackson und Alex versprühten in ihren lieb- und leblosen Verpackungen durchaus einen Charme von Karl-Marx-Stadt 1987
Genau genommen brauchte man aber keine großen Einkaufszentren. Die Straßen waren voll mit kleinen, aber sehr geschmackvoll eingerichteten Läden. Böse Zungen könnten sagen, Hanoi bestünde aus Galerien, Hotels, Cafés und Reisebüros. Es war nicht ganz von der Hand zu weisen. Leider verkaufen die Galerien alle die gleichen Gemälde, die auf den Geschmack von Touristen abzielten.



Hanoi - Strassenszenen

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Die Reisebüros ergaben sich zwangsläufig in dem Paradies für Rucksackreisende – Vietnam hatte viel zu bieten, war wunderschön. Und von Hanoi aus konnten man viel verschiedene Touren machen. Ich vermutete mafiöse Strukturen in diesem Bereich, Menschenhandel. Denn die Agenturen verkauften ihre Kunden scheinbar an mehrere Sub-Sub-Sub-Unternehmer weiter. So traf man Reisende, die zwar alle bei verschiedenen Anbietern gebucht hatten, aber schon alle mit dem gleichen Bus abgeholt wurden und auch das gleiche Programm absolvierten. Jeden Morgen zwischen 7.30 und 8.30 Uhr kreisten in Hanoi unzählige Ford Transit Kleinbusse, die ebendiese Reisenden einsammelten. Alle Busse trafen sich dann auf halber Strecke an ein und derselben Raststätte, an der der Reisende sich mit Touristen-Schnick-Schnack eindecken und überteuerte Getränke kaufen sollte.



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Kommentare

  • freeneck-farmer

    Obwohl manchmal etwas negativ geschrieben, doch lesenswert. Wir waren auch in Hanoi, und haben anschließend 3 Wochen durch Vietnam getourt. Alleine, ohne Reisegruppe mit Rücksack. Siehe Reisebericht. Ein wunderbares Land. Wir fahren nie 2x irgerndwo hin aber es hat uns sehr gut gefallen. Fotos sind sehr gut.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Hanoi - Hauptstadt der Sozialistischen Republik Vietnam 3.75 4

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