Fortsetzung von unserer Wüstenexpedition März 2013

Reisebericht

Fortsetzung von unserer Wüstenexpedition März 2013

Vom 21.02. – 02.03. habe ich keinen Reisebericht geschrieben. Wir waren in Boujdour angeln, also Günther hatte geangelt und auch 23 Doraden gefangen.



03.03.2013, Sonntag

Wir sind von Boujdour, über Guelmim Richtung Agadir unterwegs. Ja, ein wenig verrückt die Route, wenn man am 05. in der Gegend von Fam el Hisn verabredet ist, aber wir wollten in die Apotheke vom Marjane (große Einkaufszentrum), eine Handgelenkfixierer, oder etwas unterstützendes für Günthers Handgelenk besorgen, er hat Schmerzen seit mindestens zwei Wochen.



Eine Schulter zum anlehnen



Wir haben zuerst den Campingplatz „Terre d’Océan“ angefahren. Proper voll und wir konnten da nicht Zelten, wegen sehr starke Regenfälle bestand die Gefahr, dass bei weiterem Regen Erdrutsch entstehen könnte und unter diesen Umständen wollte die Frau vom Campingplatz uns da nicht zelten lassen.
Wir sind notgedrungen zum Campingplatz „Atlantica Parc“ gefahren, dort haben wir noch einen Zeltplatz gefunden.



Zelten auf den Campingplatz



04.03., Montag

Schreckliche Nacht!!!
Gewitter, die ganze Nacht lang. Wir sind dreimal ins Auto ausgewichen, Blitz und Donner waren über uns. Überhaupt kein Schlaf gehabt.
In einem kleinen Moment von Regenpause haben wir unseren Zelt abgebaut, der auch noch einen weiteren Stangenbruch erlitten hatte.
Um 8:30h waren wir schon bei Marjane, der erst um 9:00h seine Tore öffnet. Der Parkplatz war noch so gut wie leer.



Marjaneparkplatz leer



Als es endlich soweit war, sind wir zuerst in die Apotheke, das war unser Hauptgrund dahin zu fahren. Wir konnten das begehrte Stück bekommen, für 300 Dirhams. Jetzt hatte Günther seine Handgelenksmanschette für sein linken Handgelenk, sie Salbe die wir mit hatten, hatte keine richtige Besserung bewirken können. Anschließend haben wir noch Geld abgehoben, der Bankautomat wurde wohl wieder aufgefüllt.
Ein paar Kleinigkeiten haben wir dann auch noch eingekauft, wenn wir schon da waren, wie ein Stück Käse, Gummi Bonbons, Erdnüsse und Schokolade, aber nicht irgendwelche, sondern die leckere „Ritter Sport“! Bei uns in Essaouira ist es nicht zu erhalten und wir haben seit 4 Jahren keine mehr gegessen. Von der einheimischen Schokolade kann ich nur abraten, es schmeckt nicht. Nach unseren Besorgungen haben wir in der Cafeteria/Restaurant von Marjane noch gefrühstückt, denn wir haben heute uns nicht mal Kaffee machen können bei diesem Wetter, hatten den Campingplatz fluchtartig verlassen, in der Hoffnung, den Regen zu entkommen.



Fahren, fahren, fahren



In Agadir wurden die Guligitter, oder Kanalgitter sogar verkantet hoch geklappt, damit das Regenwasser schneller abfließen kann.
Unterwegs nach Guelmim konnten wir auch schon die Ausmaße der Regenfälle sehen, der Oued führte Wasser und das nicht zu knapp. Ich war fleißig am fotografieren, denn ich habe es noch nie gesehen, immer nur ausgetrocknete Flussbette.



Es fließt Wasser im Oued



Selbst Nejma schien sich zu fragen, wo bin ich hier gelandet? Regen, nein danke!



Wo bin ich?



Meine zweiten Paar Turnschuhe haben ihren Dienst auch aufgegeben, die Sohle hatte sich gelöst.



Abgelöst



Unser Versuch dem Regen zu entkommen wurde niedergeschlagen, der Regen verfolgte uns bis Guelmim und der befindet sich ca. 200 km südlich von Agadir entfernt. Es hatte viel geregnet, sehr viel.



Land unter



In Guelmim war es einigermaßen „trocken“, na ja eher weniger Pfützen. Wir sind auf unseren gewohnten Campingplatz drauf gefahren, liegt direkt an der Straße, kurz vor Guelmim, „Camping International“, wie gewohnt leer, aber kein Wunder, es ist ein ganz spezieller Campingplatz, ohne Toiletten und schon gar nicht Duschen. Wir haben halt keine hohe Ansprüche und das wir die einzigen auf den Platz sind, dass gefällt uns ganz gut.
Kaum hatten wir die Formalitäten erledigt, wurden wir schon von einem weiteren Schauer begrüßt. Es begann ein „Katz und Maus Spiel“, zwischen uns und den Schauern, die noch weiterhin uns immer wieder ins Auto zwangen, es ging darum, wann bauen wir unseren Zelt auf? Unser Zelt von letzte Nacht war noch völlig durchnässt, also es kam nur das andere Zelt in Frage, aber dann ohne Regen aufzubauen. Wir mussten Geduld haben um den richtigen Zeitpunkt abzupassen.
Zwischenzeitlich haben wir es uns im Auto gemütlich gemacht, soweit es möglich war und unsere Einkäufe uns schmecken lassen. Käse mit eingelegtem Salzgemüse, Salami, Brot, dann kamen die Nüsse dran und anschließend auch die Schokolade.



Nervennahrung



Unsere Hunde haben natürlich auch von unseren kleinen Snack profitiert, „Herrchen“ hat immer etwas für sie, aber nur leckere Sachen, wie ein wenig Salami, oder ein Stückchen Käse.
Um 16:30h war es dann soweit, wir haben es in die Hand genommen und in Rekordzeit unseren Zelt aufgebaut. Ja, wir hatten gewonnen! Unser Zelt stand und beim Aufbau ist es auch noch trocken geblieben. Keine weitere Nacht im Auto, die ja sehr unbequem geworden wäre.



Camping Goulmim



"Gassi gehen"

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Hunde haben wir auch im Auto abgefüttert, es regnete schließlich die meiste Zeit und da nasse Hunde riechen, haben wir es versucht zu vermeiden, dass sie nass werden. Gegen 18h war dann mal eine längere Regenpause, da ist Günther mit ihnen „Gassi“ gegangen.



Zu viel Regen



05.03., Dienstag

Gestern Abend haben wir uns gegen 20h ins Zelt gelegt und dann ging es so richtig los. Die Regentropfen trommelten lautstark an unseren Zeltwand und dies wurde immer lauter. Diese „Darbietung“ ging die ganze Nacht durch, bis in die frühen Stunden.
Bei der Morgendämmerung sind wir aufgestanden und haben unseren Zelt sehr schnell abgebaut, es hatte ja gerade nicht geregnet. Um 8h verließen wir den Campingplatz und fuhren in Richtung Assa. Günther tankte noch in Fask unser Auto so richtig voll.

(Zapfsäule in Fask.)



Zapfsäule in Fask



Wenige Kilometer hinter Fask, um 8:40h, stehen wir nun hier, an eine Flussüberquerung, die momentan nicht zu bewältigen ist, die Strömung ist viel zu stark.



Flussüberquerung, nur wie?



In kürzester Zeit war dann auch eine riesige Menschenansammlung da, sogar ein marokkanisches Fernseherteam, die dieses Ereignis gefilmt hatte und Leute interviewte.



Marokkanische TV Aufnahmen



Straßensperrung

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Ja, die Straße wurde dann auch gesperrt, aber erst gegen 10:30h und auch hinter unserem Auto. Wir standen ganz vorne, direkt hinter einem Auto vom Militär und links vor uns hatte sich auch noch die Polizei hin gestellt.
Wir hatten auch mit einen älteren, hoch angesehenen Mann uns unterhalten und er sagte, es sei ein großes Ereignis, denn seit sehr vielen Jahren, er sagte eigentlich seit Jahrtausenden, wäre hier kein Wasser geflossen.
Mit dem TV Mann hatten wir auch geredet, da wussten wir noch nicht wer er war, er prognostizierte 4 Stunden Wartezeit, bis wir die Überquerung bewältigen könnten.
Wir warteten.



Warten auf die Überquerung



Was soll´s, da sind wir dabei, bei diesem großartigen, seltenen Ereignis! Sind auch von diesen Wassermassen fasziniert, was da runter fließt und insgeheim wollte ich ja sowas auch mal sehen, nun können wir es auch miterleben.
Es ist ein kommen und gehen, jeder schaut mal nach dem Wasserstand. Es wurde ein ausgedienter Frauenschuh dazu benutz, für die Markierung des Wasserstandes, den hatte Günther dahin gelegt, als wir hier ankamen und jetzt wird diese Schuh immer weiter vor gerückt, da wo das Wasser fließt, dieser Schuh hatte schon einige Meter zurück gelegt, aber an die Überquerung ist momentan noch nicht zu denken.



Keine Chance!



Zwischenzeitlich taucht hier so gut wie jeder auf, der Rang und Namen hat, man merkt es an den Reaktionen von den Leuten. Als ein hochrangiger Militärmann auftauchte, kam sogar das TV Team nochmal, um mit ihm auch noch einen Interview zu filmen. Bis jetzt war ich die einzige Frau hier, aber jetzt erscheinen langsam auch Frauen, die sich dieses Ereignis anschauen wollen, sie gehen aber nach kurzer Zeit wieder. Um 12:25h war es dann soweit, dass erste Auto von der gegenüberliegenden Seite ist rüber. Nach fast 4 Stunden Wartezeit konnten wir die Überquerung machen, und da wir ja ganz vorne Standen, zum Glück, auch sehr schnell sind wir rüber gekommen, denn dann wurde es wirklich richtig chaotisch, alle wollten auf einmal auf die gegenüberliegende Ufer ankommen.
Auf der anderen Seite haben wir dann die Ausmaße von den Regenfällen gesehen, Land unter.



Land unter



Unser Ziel lag 40 km hinter Assa, dort waren wir erneut verabredet mit Tina und Andreas. Sie sind zum Treffpunkt diesmal ein Tag vorher angereist. Günther hatte diesen neuen Treffpunkt, abseits der Straße, über Google Earth ausgesucht und ich muss sagen, er hatte schon wieder ein sehr gutes Gespür dafür gehabt, es ist sehr schön und auch geeignet als Schlafplatz.



Treffpunkt und Schlafplatz



Es war ein freudiges wiedersehen, für unsere Hunde auch. Wir haben erst mal einen unserer Zelte in den Wind gehalten, zu viert und innerhalb von ca. 5 Min. war es auch schon trocken, wirklich ohne Übertreibung. Das zweite Zelt, den Sturmzelt, haben wir dann auch zu viert aufgebaut, wegen den starken Wind, der gerade blies, aber natürlich vorher den Stangenbruch repariert und mit einer Hülse fixiert. Dieses Zelt trocknete allmählich und unsere Isomatten auch.



Nach getaner Arbeit

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Wir haben dann noch einen sehr gemütlichen Abend verbracht, sogar bei Windstille, was für ein Geschenk wieder mal, wir hatten ja schließlich unseren Hochzeitstag!



Prost



06.03., Mittwoch

Während unser Zelt wieder trocken geblasen worden ist durch den Wind, denn über Nach wurde es wieder feucht, haben wir gefrühstückt, danach wieder alles abgebaut, verstaut und sind zu unseren gewohnten Zeitpunkt, so gegen 9:45h abgefahren zum Drâa.



Frühstück

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Unterwegs fotografiert.



Unterwegs fotografiert

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Am Drâa entlang haben wir uns einen neuen Schlafplatz gesucht, wieder in der Nähe von Akazien und Zickzackdornbüschen. Diese Gegend ist wieder so wunderschön. Unsere Hunde hatten auf jeden Fall viel zu erkunden und jeden Busch zu untersuchen. Nejma ist eine besonders geduldige Jägerin und kann lange vor einem Busch ausharren. Sie hatte aber trotzdem nichts gefangen.



Busch Kontrolle



Tina und Andreas haben sich zurück gezogen für eine kleine „Siesta“ und wir saßen noch im Windschutz von unserem Auto. Hatten vor gehabt unseren Zelt aufzubauen, aber haben darauf erst mal verzichtet, erstens, weil unsere zwei Freunde schlafen wollten und zweitens, weil der Wind doch ziemlich stark war, wir hatten schließlich noch genügend Zeit zum Zeltaufbau.



Zeltaufbau hat noch Zeit



Da uns der Hunger überkam, haben wir eine Kleinigkeit gegessen, hatten noch Salami, Käse und sogar hart gekochte Eier. Danach hatte sich Günther auf den Weg gemacht sich die Umgebung genauer anzuschauen.



Die Umgebung von unseren Schlafplatz

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Ich habe in dieser Zeit aufgeräumt, bin aber dabei vom lauten Gebell von unseren Hunden unterbrochen worden. Ich schaute sofort nach ihnen, was war los?
Oh nein, ein Esel! Zwar in weiter Ferne, aber den haben unsere zwei Hunde angegriffen.
Ich rief nach ihnen, keine Reaktion. Ich griff nach dem Autoschlüssel von Günther, da ist eine laute Pfeife dran und pfiff nach ihnen, keine Reaktion! Günther kam rasch zurück zum Schlafplatz, sprang ist Auto und fuhr dahin, denn unsere Hunde waren richtig in Rage und Wahn, sie hörten nicht auf unsere Rufe, sondern bellten den armen Esel an, der wie angewurzelt da stand. Günther kam in der Nähe vom Esel an, Nejma ist dann gleich zu ihm ins Auto gesprungen. Später erzählte mir Günther, dass Nejma auf Abstand vom Esel stehen geblieben ist, nur Negro umkreiste das verstörte Vieh und bellte ihn kräftig an, er umkreiste den Esel schon in einem sehr knappen, bedenklichen Abstand, ca. 1m, also es hätte für ihn auch schlecht ausgehen können, falls der Esel getreten hätte, aber der stand nur paralysiert da, zum Glück für Negro. Günther musste ganz nah an Negro dran fahren, um ihn aus seinem „Tunnelblick“ auf den Esel zu befreien, erst dann hatte er auf seinem Zurufen
reagiert und sprang schließlich endlich ins Auto. Günther brachte unsere „2 Wilden“ zurück zum Schlafplatz und wir banden sie an die lange Leine, aber nur für kurze Zeit, dann ließen wir sie wieder frei, der Esel ist inzwischen aus der Sichtweite gewesen, also weg. Tina und Andreas beobachteten diese Aktion aus ihrem Fenster, wir waren ja nicht zu überhören und legten sich anschließend wieder hin.



Akazien

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Als Tina und Andreas aufgestanden sind, haben wir auch unser Vorhaben, das Zelt aufzubauen, auch in die Tat umgesetzt und waren schon voll dabei, als unsere „2 Biester“ wieder los rannten und bellten.
Da, der Esel von vorhin war wieder aufgetaucht, jetzt aus einer anderen Richtung.
Das ganze Spektakel hatte sich wiederholt, mit der Abweichung, dass Günther diesmal nicht dahin gefahren ist um sie wieder einzusammeln, sondern wir haben es diesmal abgewartet, dass der Esel Leine zieht, der war schließlich wieder zu nahe gekommen. Und so war es auch, der Esel hat diesmal kehr gemacht und unsere Hunde auch, sie kamen zurück zum Lager.
Bis sie zurück kamen waren wir auch mit dem Zeltaufbau fertig.
Nach einer kurzen Pause, haben wir uns entschlossen mir den Vorbereitungen für das Abendessen anzufangen. Wir schälten Kartoffeln, Zwiebeln und Tomaten schnitten wir klein und die Restsalami schnippelten wir auch dazu. Günther fing mit dem Kochen an. Tina bereitete noch einen Salat dazu und fertig war unser köstlicher Abendessen, natürlich unter die Beobachtung von allen 3 Hunden.



Vorbereitungen zum Essen

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Wir aßen genüsslich, als unsere „2 Teufelchen“ wieder los rannten und giftig zu bellen begangen. Wir sprangen auf und schauten, was los ist, ist der Dumme-Esel von vorhin wieder da, wieder aus einer ganz anderen Richtung?
Oh nein, es waren Menschen! Ein Mann, mit zwei Kindern. Sie blieben erst mal vor Schreck stehen, aber dann bewaffneten sie sich auch schon mit Steinen. Zwischenzeitlich ging Günther schon ihnen entgegen und ich rief unsere Hunde dann mit dem absoluten Lockruf, „Miam, miam!!!“, Günther war ja erst auf dem halben Weg dahin angelangt. Mein Lockruf hat gelockt, sie kamen und ich ließ sie ins Auto springen.
Günther kam mit unseren unerwarteten Besuchern zum Schlafplatz, wir begrüßten sie freundlich und boten Cola zum trinken an. Sie lehnten es freundlich ab, fragten aber nach, ob es uns gut geht. Günther sagte ja, es geht uns gut, wir wollen hier nur eine Nacht schlafen und dann ziehen wir weiter. Mit dieser Antwort waren sie scheinbar zufrieden und verabschiedeten sich wieder, der Mann und seine zwei Söhne. Sie wollten scheinbar nicht mit essen, sonst hätten sie unser Angebot etwas zu trinken auch nicht abgelehnt. Sie verschwanden allmählich vom Horizont und wir aßen dann in Ruhe weiter, mit der Hoffnung, dass es keine weitere „Störungen“ mehr geben wird für heute, wir hatten schließlich schon viel mehr als erwünscht.
Wir haben wieder einen sehr schönen Abend verbracht, fast Windstill und mit einem wundervollen Sonnenuntergang.



Sonnenuntergang in der Westsahara

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07.03., Donnerstag

Frühstück

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Nach dem Frühstück und den ausgiebigen Sonnenbad von Nejma, haben wir alles abgebaut und waren Startklar. Andreas hatte eine bestimmte Piste vorgeschlagen zu fahren, womit wir auch einverstanden waren. Es war eine ziemlich holperige Angelegenheit, viele große Steine, aber irgendwann haben wir die ausgesuchte Piste erreicht.



Sonnenbad von Nejma

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Steinige Fahrt

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Als wir die Piste erreicht haben, haben wir berichtet, dass es ganz schön harte Fahrt war für uns, kein Wunder, wenn die Reifen 4 bar haben. Andreas hatte daraufhin, die Luft an unseren Autoreifen etwas ab gelassen, damit wir „weicheren Fußes“ über die Piste fahren können, denn er hat auch einen Kompressor, womit man die Reifen ohne große Mühe aufgepumpt werden können.
Wir fuhren die Piste entlang, haben eine Kamelherde gesehen und kurz darauf eine zweite Herde, die war sogar ziemlich groß. Wie gut, dass sie nicht an unseren Schlafplatz vorbei kamen, denn dann hätten wir wieder Malheur mit unseren Hunden gehabt, je größer „die Gefahr“ ist, die sich nähert, um so giftiger werden unsere Wachhunde.
Wir sind direkt am Fuße von einem Bergzug angekommen, wo wir kurz Pause gemacht haben.



Piste

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Dort haben wir ein vorislamisches Grab entdeckt, den ich dann fotografiert hatte, mit Richtungspfeil nach Norden zeigend. Dieses Grab war anders gelegt, als die von uns bisher entdeckten Gräber, aber diese Bauweise des Grabes war Günther schon bekannt.



Vorislamisches Grab



Von dort aus haben die Männer sich die Gegend angeschaut und einen Tal gesichtet, was als neuer Schlafplatz geeignet gewesen wäre.
Wir fuhren hin, aber mussten feststellen, dass dieses schöne Tal zu belebt war.



Kein Schlafplatz für uns



Es gab mehrere Tränken, Tiere und Menschen waren auch da, also wir haben nur mal kurz geschaut und sind wieder zurück zur Piste.
Günther hatte vorgeschlagen, einen von uns bekannten Schlafplatz anzufahren und das haben wir dann auch gemacht. Dieser Schlafplatz liegt zwischen Icht und Akka, aber wo genau, das verrate ich auf keinen Fall.
Dort angekommen, haben wir unseren Zelt aufgebaut und uns ziemlich häuslich eingerichtet, mit Grill- und Kochstelle. Heute Abend wollte Günther die Lammkoteletts, die vorher in Fam el Hisn beim Metzger besorgt worden sind grillen und Andreas hatte sich die Kochstelle für seine Fritteuse gebaut, um dort die Pommes zu frittieren, die er vorhatte zu machen.



Das ist unser Schlafplatz

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Die Fleischbesorgung war wieder mal eine Aktion für sich. Tina, Andreas und Günther gingen zu Fuß los, um im Ort einen Metzger zu finden. Tina kam zu den Autos zurück, wo ich wartete und berichtete, „Es dauert noch, das Fleisch wird noch gebracht.“ und die Männer sind zum Tee trinken geblieben. Die Männer kamen irgendwann, mit eine blauen Plastiktüte in der Hand, also wir hatten Fleisch! Sie erzählten dann, dass sie auch noch zum Essen eingeladen worden sind, es gab Leber. Günther meinte, es war lecker, obwohl er so etwas eigentlich nicht isst.

So, nun zurück zu dem Abend. Günther grillte und Andreas frittierte, wir Frauen mussten gar nichts machen, außer anschließend uns schmecken zu lassen.



Beim Grillen und Frittieren

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Unser Abendessen war sehr lecker, die Pommes waren perfekt und das Fleisch war vom Geschmack her auch gut, nur nicht so schön, weil der Metzger es nicht gut geteilt hatte.
Wir saßen noch bis kurz nach 22:30h zusammen, es war wieder mal eine wunderschöne Sternenhimmel zu bestaunen, sogar mit der Milchstraße, aber der Wind blies unermüdlich weiter und uns wurde es zu kalt.



08.03.,Freitag

Da wir uns am vorigen Tag schon entschlossen haben 2 Tage hier zu bleiben, hatten wir keine Eile aufzustehen, sind trotzdem früh aufgestanden. Um 8h kam auch langsam die Sonne hinter dem Berg hoch.



Die Sonne kommt

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Nach dem Frühstück sind die Männer los gegangen, um sich die Gegend genauer anzuschauen und wir Frauen sind da geblieben. Ich nutze die Zeit um meinen Reisebericht zu schreiben und zwischendurch habe ich auch Fotos von der ganzen Umgebung gemacht. Gegen Mittag kamen auch unsere Liebsten zurück, es wurde zu heiß, 35°. Dass es hier ein Fundplatz ist, dass wussten wir schon, aber Andreas hat einen Trilobiten gefunden und so weiß es Günther, wie alt dieses Gebiet ist und zwar aus dem Erdaltertum.
Wir sitzen jetzt im Schatten von unserem Auto und warten, dass es kühler wird, also weniger warm. Ab ca. 16:15h war dann die Hitze erträglich, aber wir sind sitzen geblieben und genossen einfach die Umgebung von dort aus.



Lagerplatz

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Ich habe ihn auch erwischt!

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Nur Andreas hatte den drang gehabt auf den Berg hoch zu klettern und von dort aus zu fotografieren. Als er oben war, habe ich auch von ihm ein Foto gemacht, um 17:25 Uhr.



Ganz schön weit

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Andreas hat das Foto, wo ich drauf bin und ihn fotografier.Heute haben wir uns wieder für die kalte Küche entschieden, wir haben Thunfisch aus der Dose mit kleingehacktem Knoblauch und kleingeschnittenen Tomaten vermengt und Brot dazu gegessen. Tina und Andreas haben sich eine bunt gemischte Gemüseplatte mit Öl und Essig verfeinert und das gegessen. Der Abend war milder als der Vorherige und fast windstill.



Sonnenuntergang in der Wüste

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09.03. Samstag

Vor dem Frühstück

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Wir standen vor dem Sonnenaufgang auf, sind ja schließlich schon vor 21h ins Bett gegangen. Unsere Hunde und Yukon haben auch schon gefrühstückt, er hatte sogar seine Nase schon gepudert zum Ausgehen.



Schon die Nase "gepudert" zum ausgehen

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Wir standen vor dem Sonnenaufgang auf, sind ja schließlich schon vor 21h ins Bett gegangen. Nachdem wir gefrühstückt hatten, fuhren wir Andreas hinterher, er wollte uns zeigen wo er den Trilobiten gefunden hatte, wir Frauen wollten auch gerne so etwas Außergewöhnliches finden, hatten aber kein Glück. Wir fanden witzig aussehende Steine mit ungewöhnlichen Mustern. Andreas zeigte uns noch den großen Stein, wo er den Ammoniten gefunden hatte. Dieser Ammonit stammt aus dem Paläozoikum (Erdaltertum) Devon 419 – 358 Mill. (Günther hatte inzwischen zuhause nachgeschaut).



Ammonit



Zwischen den Felsgravuren

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Wir haben diese Gegend verlassen und sind zu den Fundplätzen von Günther gefahren, wo Felsgravuren sich befinden, wie zum Beispiel, Elefanten, Gazellen und vieles mehr. Diese Felsgravuren hatte Günther schon vor langem fotografiert, deshalb diesmal nicht.



Abgestellt

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Heute ist es etwas bedeckt, die Sonne kommt bis jetzt noch nicht durch. Günther sagte schon gestern, dass das Wetter sich ändern wird und sogar das es regnen könnte. Ich hoffe sehr, dass sich Günther diesmal irrt und es nicht regnen wird, denn davon hatten wir schon mehr als genug. Nach der Besichtigung von den Felsgravuren haben wir mit Schlafplatzsuche begonnen. Wir haben wunderschöne Plätze entdeckt, aber für uns nicht geeignet, da diese Plätze von Nomaden und Hirten aufgesucht wird.



Landschaft in der Gegend von Icht

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Mussten mal laufen

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Wir mussten unsere Hunde auch mal laufen lassen, denn sie haben sich wieder viel zu weit von uns entfernt und haben auch nicht gehört als wir sie riefen, also mussten sie eine Weile hinter unserem Auto hinterher laufen. Diese Maßnahme hilft. Andreas hatte vor ein paar Tagen beobachtet, dass Negro sogar schon dann reagiert, wenn Günther nur die Kupplung betätig und den Gang einlegt, als der Motor lief rannte er schon flott zum Auto hin.



Nach ihrem Lauf

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Wir kamen an einem Salzsee vorbei.



Salzsee



Gegen 13:30h haben wir dann doch noch unseren Platz gefunden, nachdem wir noch einen anderen Platz uns angeschaut haben, ob der vielleicht besser ist, was nicht der Fall war, da war es viel zu windig, aber dafür haben wir die erste Schlange auf dieser Tour entdeckt. Die Schlange hatte eine schöne Musterung und Farben, war ca. 70-80 cm lang und ca. 3 cm dick. (Es war ein „Schein-Kobra“, nicht giftig, ein Experte hatte Günther diese Info gegeben.)



Schein-Kobra



Mittlerweile ist es 17:30h, unser Zelt steht, trotz des sehr starken Windes.



Lagelplatz im Wind



Tina und Andreas bereiten das Abendessen vor, Günther schaut sich nochmal die Umgebung an, denn er hatte schon Funde gemacht, ich versuche einigermaßen im Windschatten von unserem Auto zu sitzen, denn der Wind bläst nicht nur von einer Richtung, nein, von zwei Seiten bläst es kräftig, aus SW und NW. Günther und ich, wir warten bis das Essen fertig ist, denn heute essen wir im „Restaurant“, wie Andreas es benannte, wir sind bei Tina und Andreas zum Essen eingeladen. Heute haben wir keine Küchenarbeit, nur genießen, wie herrlich!



10.03., Sontag

Essen in der Wüste

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Gestern Abend haben wir köstlich gegessen, es gab Couscous – Taler mit Gemüse drin, in Österreich heißen sie wohl Couscous – Leibchen, aber wir nennen sie Taler, denn ich finde dieser Name passt besser. Dazu gab es noch panierte Hühnerbrust und noch eine leckere Zwiebelsauce, wie gesagt, alles sehr köstlich.



Köstliche Mahlzeit in der Wüste



Wir haben es genussvoll gegessen, denn wer kann schon in so einem Genuss kommen, mitten in der Wüste und dann noch dazu unter solchen Wetterbedingungen! Wir waren nicht mehr lange auf, noch eine letzte Zigarette draußen geraucht mit Andreas, unsere Partner rauchen nicht. Es war wirklich sehr ungemütlich, der Wind blies unermüdlich weiter und es blieb auch so die ganze Nacht.

Heute haben wir trotz des Windes uns Wasser gekocht für den Frühstückskaffee und auch draußen gefrühstückt. Mittlerweile können wir sagen, der unerbittliche Wind stört uns nicht mehr, soll er doch blasen, was soll´s!
Wir hatten wieder einen „Eselsfall“, ich hörte nur Negro bellen, einen Esel laut „Ia, ia“ brüllen und konnte nur erkennen, dass es zwei Esel waren, eine größere dunkel gefärbte Esel und etwas kleinere, bräunlich gefärbte. Den ganzen Vorfall habe ich dann von Günther berichtet bekommen, als er am Schlafplatz ankam und zwar, diesmal wehrte sich der eine Esel und Negro musste auf Abstand gehen, bellte sie aber trotzdem weiterhin an. Nejma hatte sich diese Situation aus der Weite angeschaut, sie lässt die Esel mittlerweile völlig in Ruhe. Günther musste eingreifen, damit Negro nicht vom Esel getreten wird und schmiss ein Stein in die Nähe von Negro, damit er endlich mit dem Bellen aufhört und Leine zieht.
Es war absolut notwendig, denn so ein Eselstritt könnte für ihn auch tödlich ausgehen, also es war nur zu seinem Schutz. Es hatte auch geklappt und er kehrte zum Schlafplatz zurück. Ich ließ ihn ins Auto springen, da war er in Sicherungsverwahrung.
(In dieser Gegend waren die Esel, ich konnte sie noch mit meiner Kamera einfangen.)



Landschaft mit zwei Eseln in der Ferne

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Günther meinte, es wäre an der Zeit mit Negro eine „Eselstherapie“ zu machen, nahm ihn an die lange Leine und ging mit ihm zu den Eseln. Über die „Eselstherapiesitzung“ kann ich nur von Günthers Erzählungen berichten, ich war nicht dabei, habe in dieser Zeit unseren Zelt abgebaut und abgesehen davon, ich hätte wahrscheinlich nur gestört dabei.
Also, Günther ging mit Negro langsam in die Richtung von den Eseln, Nejma folgte ihnen, sie störte nicht. Als Negro anfing zu brummen und zu knurren, da hockte sich Günther zu ihm hin und legte ihn flach auf den Boden, er legte sich etwas auf ihn drauf und rief „Pfui, pfui!“.
Günther ließ dann Negro von der Leine, er verhielt sich ruhig und beachtete die Esel nicht mehr. Ich sagte zu Günther, es wäre schön, wenn die eine „Eselstherapie“ ausreichen würde und er in der Zukunft nicht mehr auf Esel los geht, aber wer weiß das schon, vielleicht das nächste Mal , wenn sich ein Esel sich nähert, könnte wieder als Bedrohung ansehen und die Eselsgeschichte würde sich widerholen. Günther sagte, „Es kann schon sein, dann bekommt er noch eine „Eselstherapie“. Mein Mann, „der Hundetherapeut“, er macht das schon!



Mein Mann

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Wir fuhren dann schon mal vor, also ich, den ich wollte auch mal das Auto bewegen, die Bedingungen in dieser Gegend sind gut für mich. Tina und Andreas blieben noch etwas da, so hatte ich bei meiner „Fahrstunde“ überhaupt keinen Druck. Das Auto zu fahren hatte mir große Freude bereitet, denn ich muss es gestehen, hier in Marokko fahre ich sonst kein Auto, es ist für mich zu viel los, besonders in den Orten, oder Städte, da würde ich Panik bekommen, weil für mich zu viel Gewusel ist.
Wir hielten in der Nähe des Salzsees, wir wussten Tina und Andreas werden uns dort finden. Irgendwann sichtete Günther ein Auto, der stand auf der anderen Seite, am anderen Bergzug und wir konnten vier, bis fünf Menschen erkennen um das Auto herum. Günther sagte, „Komm, wir fahren hin, mal sehen woher sie kommen.“ Durch sein Fernglas konnte Günther erkennen, dass sie nach Touristen aussahen. Unsere Hunde haben sie natürlich auch schon gesichtet und bellten in ihre Richtung, aber wir konnten sie zurück rufen und haben sie ins Auto springen lassen. Wir fuhren los, in ihre Richtung, hatten nur den halben Weg zu ihnen geschafft, als Günther zu mir sagte, „Pass auf, die Flüchten gleich!“ und tatsächlich, sie sprangen ziemlich schnell in ihr Auto hinein und fuhren flott los. Ich konnte es kaum glauben, hätte nicht gedacht, dass sie Angst von uns bekommen. Normalerweise sagt man sich in der Wüste „Hallo!“, egal in welcher Sprache, auch wenn es nur Handzeichen sein sollten, aber man flüchtet nicht, wenn es bedrohlich werden sollte, hätte man sowieso keine Chance zu entkommen, also man bleibt einfach stehen und schaut sich an wer der Andere ist.



Seltsames Touristenauto in der Wüste



Wir fanden es etwas amüsant und dachten nur, hi-hi, die fahren ja in die Richtung von Andreas und Tina, was machen sie wohl, wenn sie den großen Bruder sehen?!
Kurze Zeit später haben Andreas und Tina zu uns aufgeschlossen und sie berichteten von ihrer Begegnung mit dem möglichen Touristenauto. Sie haben es gesehen, dass das Auto von uns wegfuhr, dachten aber, dass wir schon mit ihnen geredet hätten und fuhren ihnen entgegen, um auch „Hallo!“ zu sagen. Nun war wahrscheinlich für die Ausflügler der Tag gelaufen, noch einer der zu ihnen fahren möchte. Sie ergriffen die Flucht und entkamen bei der einzig möglichen Durchfahrt, die auf dieser Strecke sich ihnen bot.
Wir alle denken, es waren keine Einheimische, normalerweise verhält sich niemand so.
Sind weiter gefahren und haben auch wunderschöne Landschaften gesehen, nur kein geeigneten Schlafplatz gefunden, dafür einen Brunnen. Der hatte auch Wasser und Günther probierte es sogar, es schmeckte gut.



Brunnen, mitten in der Wüste

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Landschaft

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Zwischen den Bergzügen wirbelte der Wind, war extrem stark und wir wussten, unter solche Bedingungen können wir unseren Zelt nicht aufbauen, auch wenn es ein Sturmzelt ist, nein es ist unmöglich. Wir waren auch gerade mal 25 km von der Algerischen Grenze entfernt.



Landschaft



Da wir morgen sowieso auf den Campingplatz fahren wollten, um mal zu duschen, haben wir uns entschlossen ein Tag früher dahin zu fahren. Tina und Andreas waren mit diesem Vorschlag auch einverstanden.
Günther und ich, wir haben uns einen Berberzelt gegönnt für eine Nacht, wir sitzen schon hier drin, geduscht und windgeschützt, es ist herrlich!



Berberzelt



Der Campingplatz liegt in der Nähe von Icht, heißt „Borj Biramane“ und wird von zwei französischen Brüdern geführt, Paul und Philippe Savonitto. (www.borj-biramane.com)
Wir kennen die Zwei schon seit Jahren, man könnte sagen, von Anfang an, denn damals war der Campingplatz noch im Aufbau, jetzt ist es rundum schön geworden und wir konnten die Entwicklung auch mit verfolgen. Wir werden immer freudig und herzlich begrüßt, auch von dem Koch und die Anderen, die hier arbeiten.
Für zwischen 17:00 -17:30h haben wir einen Rindertajine für vier Personen bestellt, Kamel haben sie leider nicht, denn hier haben wir unseren ersten Kameltajine gegessen und es bleibt unvergesslich, denn der war sehr gut.
Um 17h sind wir ins Restaurant gegangen und haben auch bald darauf das Essen serviert bekommen. Als Vorspeise gab es eine Art Erbsensuppe, ganz genau wissen wir es nicht, haben nicht nachgefragt. Anschließend bekamen wir den von uns bestellten Rindertajine, wo auch noch Aprikosen drin waren, nicht nur Trockenpflaumen und natürlich Gemüse, aber das gehört immer da rein. Als Nachtisch wurde uns ein köstlicher Flan serviert, mit Kokosflocken drin. Wir waren rundum zufrieden und satt.
Nach dem Essen haben wir noch eine Runde, außerhalb vom Campingplatz, mit unseren Hunden gedreht, Tina mit Yukon und wir mit Nejma und Negro. Es blies ein bitterkalter Wind, ich hatte keine Mütze auf und Günther auch nur sein Cappy. Der Spaziergang viel dann etwas kürzer aus, unsere Köpfe froren sehr. Wir haben dann schon „Gute Nacht“ gesagt und uns in unseren Berberzelt gelegt. Die Nacht war sehr Windstark und kalt, aber wir waren windgeschützt und in unseren Schlafsäcken hatten wir es auch mollig warm.



11.03., Montag

Wir sind gut ausgeschlafen aufgestanden, sind ja schließlich relativ früh schlafen gegangen. Wussten gar nicht die Uhrzeit, hatten aber Frühstückshunger, haben allerdings gestern den begehrten Frühstück vergessen zu bestellen, hatten trotzdem gute Zuversicht, dass wir es trotzdem bekommen werden. So war es auch, aber bevor wir zum Frühstücken gingen, haben wir natürlich mit unseren zwei Lieben, eine Runde gedreht, erst dann gingen wir ins Restaurant. Große, lange Tafeln und ein großer, runder Tisch waren schon eingedeckt, für die Gäste, die am Vorabend schon bestellt hatten. Der Raum war noch leer, die Gäste wurden erwartet. Wir trafen auf Paul, der ältere von den Brüdern und er fragte schon, „Wollt ihr frühstücken?“, wir sagten erfreut, „Ja, gerne!“, wir mussten gar nicht fragen, ob wir frühstücken können. Ein kleinerer, runder Mosaiktisch stand noch da, nur keine Stühle. Paul ging los und holte von draußen zwei Stühle herein. Kaum saßen wir und es wurde prompt eingedeckt, genauso schnell stand dann das aufgetischte Frühstück vor uns auf den Tisch. Es gab, zwei hartgekochte Eier, zwei Sorten Marmelade, Erdbeeren und Orangen, zwei Käseecken (La vache qui rit), zwei Frühstücksbutter und zwei Stück saftiger Kuchen, dazu zum trinken, Kaffee, Milch, Tee, ½ Kanne Orangensaft und natürlich auch Brot, Baguette. Wir haben es uns schmecken lassen. Zahlten dann unsere Rechnung und fuhren schon mal los, denn wir wussten schon, wo wir uns später treffen, und zwar in dem Tal, wo wir vor drei Tagen waren. Andreas und Tina hatten noch nicht gefrühstückt, so mussten wir nicht auf sie warten und sie mussten sich nicht beeilen.
Wir haben uns entschlossen erst mal zu der Tankstelle zu fahren, der 13 km entfernt liegt, leider nicht in unsere Richtung, haben es aber trotzdem gemacht, weil es die einzige Tankstelle in der näheren Umgebung ist. Paul hatte ja gesagt, sie haben dort Diesel, sogar elektrisch gesteuert, müssen nicht mehr mit der Hand kurbeln. Also, wir fuhren hin, nur aus Sicherheit, damit der Tank voll ist, man weiß ja nie wie weit man in die Wüste fahren möchte und mit vollem Tank ist es besser. Nun, dort angekommen, sah es aus, wie wir es eigentlich schon befürchtet hatten, denn wir standen schon vor vier Jahren vor dieser Tankstelle und damals gab es kein Diesel, wir mussten nach Tata fahren, ca. 90 km, um dort zu tanken, damals hatten wir es gerade so geschafft, mit den letzten Tropfen angekommen! Gut dass wir diesmal nicht so extrem darauf angewiesen sind, denn diesmal standen da nur drei junge Kerle, die sagten, „Der Tankwart ist auf den Souk.“, also Markttag. Wir fuhren nach Fam el Hisn, kauften Cola, Tomaten und Zwiebeln. Es wurde uns freundlich geholfen, wo man das Gemüse einkaufen kann. Wir fuhren in den Tal.



Auslauf

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Haben dort unsere Hunde etwas laufen lassen, Nejma und Negro sind schnell. Das macht durstig.



Flying dog

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Zelt mit Heringssicherung

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Als erstes bauten wir unseren Zelt auf, es war fast windstill und wer weiß wie lange es so bleibt. Es war sehr gut dass wir es schon aufgebaut haben, denn kurz darauf war der Wind wieder da. Ich habe die Seite, wo wir immer lang laufen, mit Steinen ausgelegt, damit wir nicht über die Seile stolpern und Nejma hütet schon den Eingang.



Es dauerte nicht mehr lang, Tina und Andreas waren auch schon da und die Mittagshitze auch. Wir haben uns erst mal in den Schatten gesetzt und gewartet, bis die Hitze weniger wurde. In dieser Wartezeit hat Günther schon mit dem Kochen begonnen, denn er wollte wieder das Gericht zubereiten, den es schon an dem Abend gab, wo Tina noch die Frikadellen und Spiegeleier dazu machte. Heute wird Tina die restlichen Couscous Taler dazu machen, sie hatte die Hälfte der Masse eingefroren.



Kochen in der Wüste

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Günther war mit dem Kochen fertig, nachher wird er es nur aufwärmen. Dann war es soweit, Günther, Tina und Andreas gingen los sie wollten die Umgebung sich anschauen und ich blieb hier am Schlafplatz, um zu schreiben, das war um 15:40h. Um 16:30h sitzen wir alle wieder im Schatten, es ist doch immer noch zu warm.



12.03., Dienstag

Gestern Abend haben wir köstlich gegessen, sogar frischen Baguette gab es auch noch dazu, aber nur deshalb, weil wir vorgestern beim Paul noch 12 Brote bestellt hatten, wir wollten „Hobs“, so haben wir es auch gesagt, das bedeutet auf Arabisch Brot und wir meinten auch den marokkanischen Fladenbrot, sie haben uns aber gestern, nach dem Frühstück, 12 Baguettes gegeben. Wir kennen es doch alle, frisch schmeckt es gut, aber am darauf folgenden Tag werden die Baguettes lapperig und noch ein Tag später so hart, dass es nur krümelt.



Bereit zum essen

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Günther hatte heute zum Frühstück, das Baguette geröstet und wieder ein Sandwich gemacht, wie gestern, für zwischen durch, mit Schmierkäse, Tomatenscheiben und Zwiebeln, war lecker. Nejma liegt ganz wie eine Diva neben dem Frühstückstisch, sie mag diesen Schmierkäse sehr.



Sahara Sadwich



Nach dem köstlichen Frühstück, bevor ich mich ans schreiben machte, habe ich noch unseren zweiten Zelt aufgebaut, für Günther. Nein, wir haben keinen Streit, alles ist in Ordnung! Mein lieber, armer Mann konnte die letzten Nächte nicht so gut schlafen, weil ich schnarche. Nun ist es raus, ich habe mich geoutet! Ja ich gehöre zu den Frauen, die schnarchen, es gibt mehr von uns als ihr denkt. Es ist das erste Mal, dass wir für uns zwei Zelte aufgebaut haben, obwohl wir diese Idee schon auf die letzten Touren hatten, dass wir in zwei Zelte schlafen könnten, damit Günther auch mal schlafen kann. Das Zelt für Günther steht, Nejma ist umgezogen und bewacht jetzt diesen Eingang, als „Wächterin des Zeltes“.



Wächterin des Zeltes

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Es ist 10:30h und schon 38°, heute wird es wärmer. Gegen 11h sind Andreas und Tina los gefahren, sie wollen die Umgebung mit dem Auto erkunden. Yukon ist bei uns geblieben, im Schatten, denn es schon 40°.



Ausflug mit dem Auto



Wüstenjagdhund bei der Siesta

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Zum Glück weht ein leichter, kühler Wind, in diesem Fall sehr angenehm, also Fazit, der Wind gehört in die Wüste und unsere Nejma auch, denn sie sonnt sich gerade bei 42°.
Wir wissen es schon lange, Nejma ist ein „Wüstenjagdhund“, nur diese Gattung ist in Europa nicht bekannt.



Wüstentemperatur

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Um 12h hatten wir 44° in der Sonne und 31° im Schatten, kurz darauf kam etwas stärkerer Wind und unser Thermometer zeigte in der Sonne nur noch 37° an, dass soll aber nicht darüber hinweg täuschen, die Sonne hat noch ihre volle Kraft, ohne den Wind wäre es brennend heiß, was man durch den Wind nicht so merkt und schwuppdiwupp, hat man schon einen Sonnenbrand, oder sogar einen Sonnenstich. Wir sind vernünftig und harren im Schatten von unserem Auto aus, Günther nutzt die Zeit und zeichnet die Gegend.



Künstlerische Tätigkeit



13.03... Mittwoch

Gestern war es unmöglich weiter zu schreiben, höchstens im Auto, da wäre es windgeschützt gewesen, aber dafür zu warm. Im Laufe des Nachmittags hat der Wind sehr stark zugenommen und sie blies aus allen Richtungen!
Die Stärke des Windes würde ich als böige Winde beschreiben. Es gibt in Deutschland Passagen, die mit einem Achtungsschild „Böige Winde“, besonders an Brücken, ausgezeichnet sind, solche stärke haben die Winde von gestern gehabt, die ganze Nacht durch, bis heute früh 8:45h, nachdem wir mit dem Frühstücken fertig waren, ab dann wurde es etwas milder.



Muss auch sein

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Aber nochmal zu gestern. Wir waren nicht untätig, Andreas hatte die Solarzellen auf sein Autodach gereinigt und Günther schleppte Steine.



Und, ich habe ein Stein

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Jetzt fragt ihr euch, wozu schleppt Günther in der Wüste Steine? Er hatte einen Kompass gebaut. Die Nordrichtung ist mit zwei größeren, aufrecht stehenden Steinen gekennzeichnet. Natürlich konnten wir es auch als Sonnenuhr verwenden.



Kompass und Sonnenuhr in einem



Marienkäfer in der Wüste

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Ein Marienkäfer ist sogar auch noch aufgetaucht, hatten wir in der Wüste noch nie gesehen. Unser Negro machte den Alleinunterhalter, legte sich ständig auf den Rücken und wedelte mit dem Schwanz, oh es heißt Rute.



Alleinunterhalter



Nach dem Essen

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Aber das Highlight für mich, war gestern, wie wir unsere Abendessen zubereitet haben. Ihr habt ja sicherlich nicht vergessen, welche Windbedingungen wir gestern hatten! Wir bereiteten Thunfisch Sandwiches, mit allem drum und dran, sogar Oliven aus der Dose gab es dazu, das hatten Tina und Andreas noch, natürlich draußen zubereitet. Uns flog nichts weg und Sand frei sind unsere Sandwiches auch geblieben. Dass soll uns mal jemand nachmachen! Gegen 19:30h ruhte eine Wolkendecke über das Tal, wir befürchteten, es könnte regnen, aber wir hatten Glück, kein Regen.



Wolkendecke über den Tal



Das war mein Nachtrag noch von dem gestrigen Tag.

Jetzt, wo es nicht mehr so schlimm der Wind weht, räumen wir auf und befestigen die Eck seile von den Zelten neu, sie haben sich über Nacht etwas gelockert. Die Sonne wärmt schon schön. Möchte nur noch berichten, wie wir heute gefrühstückt hatten. Was es gab, habe ich schon erwähnt, nur zur Erinnerung, wir haben Schmierkäse Sandwiches gegessen, mit Tomaten und Zwiebeln und die restlichen Oliven aus der Dose haben wir auch gegessen. Leider wurden wir von lästigen Fliegen genervt, das ist der Nachteil, wenn weniger Wind weht. Tja, man kann nicht alles haben, entweder Wind und dafür keine Fliegen, oder weniger Wind und Fliegen, Windstille, ohne Fliegen ist sowieso ganz selten, aber ich bin sehr dankbar, wir hatten es auf dieser Tour öffter erleben können, als sonst.
Heute erwarten wir unsere Freunde aus Hamburg, wir sind hier, in diesem Tal verabredet mit ihnen. Sie landeten gestern in Agadir und heute werden sie mit einem Mietwagen, voraussichtlich gegen 17h ankommen. Wir freuen uns schon sehr darauf, sie wieder zu sehen. Seit wir ausgewandert sind, vor 4 Jahren, sind sie schon 4-mal in Marokko gewesen, 2-mal eine Wüstentour mit uns gemacht, nach der ersten Tour waren sie schon mit der „Sahara-Virus“ infiziert, 2-mal waren sie allein auf Tour und das letzte Mal kamen sie uns noch in Ounara besuchen. Tina und Andreas kennen sie noch nicht, aber wir sind uns sicher, die Chemie wird schon stimmen. Gegen 16:45h hatte Günther Empfang gefunden für sein Handy, denn wir haben hier in der Wüste nicht überall Empfang. Er rief Peter an (einer der Hamburger), wo sie gerade sind und Peter sagte, in Icht. Günther sagte, „Wir holen euch an der Straße ab.“ Und fuhr direkt mit unserem Auto und Andreas fort.
Eine wahre Meisterleistung, hier in Marokko, sie waren, wie von ihnen geschätzt und vorausgesagt, um Punkt 17h da! Große Freude, Umarmungen und noch ein „Greenhorn“ dabei, ihre große Tochter ist das erste Mal in Marokko, in Afrika. Wir wussten ja das sie dabei ist diesmal und haben für sie auch etwas vorbereitet, aber dazu später.
Ihr Zelt war um 19:55h fertig aufgebaut und wir haben dann den Tag mit gegenseitige Erzählungen und Informationsaustausch ausklingen lassen.



Hamburger Zelt



14.03., Donnerstag

Weckdienst

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Um 8h wurden die Hamburger von unseren 2 Hunden, vom „Weckdienst“ geweckt. Um 9h haben wir dann gefrühstückt, alle 3 Hunde waren bei uns versammelt, es könnte ja etwas vom Tisch fallen.



Es könnte doch etwas runter fallen

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Klein und kompakt

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Um 10h haben wir uns noch mit den Hunden beschäftigt. Tina war sehr begeistert von unseren Schmusi, Negro, so klein und kompakt, sie konnte ihn hoch heben und in ihre Arne wiegen, wie einen Kleinkind, dass kann sie mit ihrem Yukon nicht machen, er ist ein großer Schäferhund und wiegt 35 kg, unserer 15 kg.



Günther ist dann mit den Hamburgern nach Fam el Hisn gefahren, um Fleisch zu besorgen, damit wir etwas zu essen haben, sie sind aber mit dem Mietwagen gefahren. Tina ist auch mit ihnen gefahren, sie wollte auch einiges besorgen.
Als sie zurück kamen, war Günther nicht dabei. Sie erzählten mir, er hatte keine Papiere dabei gehabt und der Kontrollposten würde ihn dort festhalten. Ich ging zu unseren Auto, holte seine Papiere und sagte zu ihnen, bringt mir mein Mann zurück! Da fingen sie an zu lachen und sagten, nein, es war nur ein Scherz, Günther ist weiter vorne ausgestiegen und kommt zu Fuß, wollte nur die Strecke ablaufen, um nach Fundstücke Ausschau zu halten.
Ich war sehr erleichtert und froh, dass sie nur Spass gemacht haben.
Am Nachmittag sind alle, außer Günther und mir, los gegangen und haben die Berge in der näheren Umgebung bestiegen. Es war erstaunlich, als Andreas und Tina, oben auf den Bergkamm standen und uns zu gewunken haben, wie klein sie waren. Nach meiner Vorstellung, hätten sie drei Mal größer sein müssen, aber so kann man sich täuschen und die Entfernung viel zu kurz einschätzen. Eine der Sahara Regeln ist, die Entfernung, die man selbst schätzt, soll man verdreifachen, dann stimmt sie. Es ist besonders wichtig, wenn man irgendwo hin laufen möchte, immer auf einen dreifachen Weg, als man denkt, vorbereitet zu sein!
Vor der Dunkelheit hatte Günther die Schaf Kottelets gebraten, aber wir mussten feststellen, dass es auf jeden Fall zwei verschiedene Schafe waren, wovon der Metzger die Kottelets verkauft hatte. Der eine von ihnen war wohl nicht so ganz alt, aber der Andere dafür umso mehr. Günther hatte die zweite Portion von den Kottelets sogar erst mal gekocht und dann ausgebraten, aber leider nicht wirklich mit großem Erfolg, das Fleisch wurde nicht wirklich besser.
Nach dem Abendessen war es dann soweit, wir haben unseren „Greenhorn“, die das erste Mal in der Wüste war und in Afrika, mit einem, von Günther eingefärbten Rentiergeweih (noch aus Schweden) gekürt. Sie wollten den grünen Geweih auch mitnehmen, aber wir mussten sie enttäuschen, es war nur für ein Foto gedacht, den bekommen sie nicht mit. Der nächste Neuling wird bestimmt bald kommen, dann wird er, oder sie es auch bekommen, für ein Foto.



„Greenhorn“



15.03., Freitag

Wir haben gestern noch einen sehr schönen Abend gemeinsam verbracht, kann gar nicht sagen, wann wir dann ins Bett sind. Diese Nacht wird aber wieder unvergesslich bleiben, denn es ist Sandwind aufgekommen. Im Frühjahr wird der Sahara – Staub von Burkina Faso bis Marokko getragen, es ist kein Sandsturm, aber trotzdem sehr unangenehm. Die Sicht wird getrübt und natürlich sehr starker Wind gehört auch dazu.

Als wir heute früh aufgestanden sind, haben wir beide, Günther und ich, unsere Zelte rasch abgebaut und warteten nur darauf, dass unsere Freunde auch aufstehen, da tat sich aber nichts, also weckten wir die Hamburger, damit wir uns von ihnen verabschieden konnten, denn wir wollten nach Hause. Andreas und Tina sind aufgestanden, denn Yukon musste auch mal raus. Unsere Freunde aus Hamburg meinten, es sieht aus wie Nebel, aber es war kein Nebel, es sah nur sehr trüb aus. Wir haben uns verabschiedet und ihnen noch ein schönen Aufenthalt in Marokko gewünscht. Um 8:30h sind wir los gefahren. Um 10h waren wir in Assa, dort nochmal getankt, 1 Liter Diesel kostete 8,44 Dirhams, also hier ist es auch teurer geworden. Um 16h haben wir Tiznit erreicht. Hinter Tiznit ist ein großes Angebot von Töpfen und Korbwaren, ich wollte es schon immer fotografieren, aber erst jetzt gemacht. Ich weiß es gar nicht wie oft wir schon da vorbei gefahren sind und ich immer nur sagte, das werde ich noch fotografieren, nun es ist soweit, ich habe die Fotos.



Große Auswahl



Wollte euch noch zeigen, wie eine Straßenbaustelle hier in Marokko aussieht. Es werden nur Steine auf die frisch geteerte Straße gelegt, so fährt niemand drüber und ist Kostengünstig.



Steine kosten nichts



Große Werbetafel in Marokko

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Habe noch etwas unterwegs entdeckt, Werbung für Deutsche Autos!



Den Campingplatz in Agadir haben wir erst spät erreicht, es war schon dunkel als wir das Zelt aufgebaut haben, nur noch einmal draußen schlafen, wir freuten uns schon auf morgen, dann endlich zuhause zu sein und in unseren Bett schlafen zu können.



16.03., Samstag

Früh aufgestanden, abgebaut und Kaffee getrunken. Wir warteten, dass vorne die Rezeption aufmacht, damit wir bezahlen können und dann endlich nach Hause fahren können. Um 8h war es soweit, wir zahlten und düsten ab. Es sind zwar nur 180 km bis nach Hause, aber man fährt fast 3 Stunden. Diesmal hatte es Günther in 2 ½ Stunden geschafft. Wir sind zuhause angekommen, nach gute 5 Wochen, genau 38 Tagen und 3.000 gefahrene Kilometern. Unsere 2 Lieben waren auch schon freudig erregt.



Unser "Yoda"

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Es war eine wundervolle Expedition, mit unvergessliche Erlebnisse und guten Freunden! Günther plant schon die Nächste Tour.


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Kommentare

  • moho

    tolle Fortsetzung! Dank dir Diana lerne ich noch die steinige endlose Wüste lieben. Wunderschöne Fotos. Wieder habe ich was gelernt: Schokolade von daheim in die Wüste mitnehmen!
    Sonnigen Gruß aus Bayern, Moni

  • Blula

    Um das hier gleich mal anzubringen.... Schokolade ist bei mir i m m e r dabei.
    Aber Spass beiseite. Ich habe mich natürlich auch gleich an Deine Fortsetzung"geschichte" über diese großartige Expedition machen müssen. Da ist bereits das Lesen ist ein Erlebnis. Vielen Dank.
    VG Ursula

  • agezur

    Wieder ohne Unterbrechung durchgelesen. Du verstehst es, alltägliches so zu erzählen , dass man das Gefühl hat, dabei zu sein!!
    Danke dafür!
    LG Christina

  • grenzenlos1

    Schöner Bericht. Wir lieben auch die Wüsten. Da kommen unendlich viele Erinnerungen.
    LG Wi

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Fortsetzung von unserer Wüstenexpedition März 2013 4.36 11

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