Meherangarh, „im Palast der Maharaja“ in JODHPUR

Reisebericht

Meherangarh, „im Palast der Maharaja“ in JODHPUR

Reisebericht: Meherangarh, „im Palast der Maharaja“ in JODHPUR

Meherangarh, der Palast, die Festung, das Fort der „Ratschputen-Maharajas“, steht als mächtige Trutzburg am Felsen über der Stadt Jodhpur. Die heutige Festung, deren Baubeginn um 1459 war,
stammt aus der Periode des Maharaja Jaswant Singh ( 1638 – 1678 ) und galt stets als uneinnehmbar.

...zur Lage des Palastes...

"MEHERANGARH"

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Schon von weitem ist die Burg zu erkennen, man glaubt „gegen den Himmel“ zu fahren, so steil ist die Straße hinauf.
Die „Burg“ wurde auf einem 123 Meter hohen Felsen, trutzig über Jodhpur errichtet, hat eine mächtige, 10 km lange Umfassungsmauer ( bis 36m hoch ), welche durch 8 Tore unterbrochen ist..
Der Palast weist hunderte von Fenstern auf, welche oftmals mit feinen „Marmorschnitzgittern“ versehen sind.
Eine fünf Kilometer lange Serpentinenstraße verbindet die Anlage mit der Stadt.
Das Felsenplateau besteht aus drei Bereichen; den Palast im Nordwesten, eine große Terrasse östlich des Palastes und den stark befestigten Teil im Süden.
Die Festung steht heute noch im Besitz der Nachfahren und war noch bis 1943 von der „Maharaja-Familie bewohnt.



... uneinnehmbar....



...wir betreten das Fort...

..WIR stehen vor dem Eingang...

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Wir betraten das Fort durch das JAI POL- Siegestor, das 1809 nach dem Sieg über Jaipur und Bikaner angefügt wurde. Vom ersten Hof gelangten wir durch das mit einer Eisentür verschließbare Tor weiter ins Innere, die Einschläge an den Wänden ringsum stammen von den Angriffen der Heere aus Jaipur 1808.
Durch zwei weitere Tore, gelangten wir zum eigentlichen Wohnpalast. Die prächtigen Sandsteinfassaden mit kunstvoll geschnitzten Erkern und Fenstern lagen im schönsten Sonnenlicht vor uns.



...im 1. Hof der Festung



...im Palast und Museumsbereich

...der innerste Hof im Palast...

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Ausgestattet mit Kopfhörern marschierten wir los zur Palastführung. Wir wurden im Innenhof, die Gruppe war angemeldet, persönlich vom Maharaja, welcher heute nur noch als Privatmann fungiert, jedoch noch immer höchste Verehrung im Volk genießt, willkommen geheißen. Mit viel Geduld führte er uns durch die Räumlichkeiten des Palastes seiner Ahnen.

Ich habe dazu versucht, Ihnen durch die beigefügten Bilder einige der Innenräume vorzustellen und Einblicke in den heutigen Museumsbereich zu gewähren.
Diese Pracht, die Spiegelräume, die Ausstattung der Zimmer in goldenen Farben, die wunderbaren Schätze und Juwelen ( alles durfte man nicht fotografieren ), das originale Inventar ist unüberschaubar, ja im ersten Blick fast unbegreiflich.
Zwischendurch wurden wir noch von der Prinzessin begrüßt und ins hauseigene Cafe geleitet. Nach kurzer Rast ( die Eindrücke sind einfach zu groß ) setzten wir die Führung fort.



...im Audienzsaal...



...die roten Hände...

...im Innenhof....

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Dramatisch ist die Abbildung der „roten Hände“. Diese symbolisieren die Hände jener MAHARANIS, welche nach dem Tod des Maharaja, diesem durch einen Sprung ins Feuer in den Tod folgten mussten. Zuletzt im Jahre 1953.
Um jedoch die echten Dimensionen zu begreifen, die ungemein spannende Geschichte dieses Palastes in Erfahrung zu bringen, bedarf es eines persönlichen Besuches.
Eine detaillierte Beschreibung hier anzuführen, wäre Anmaßung und würde wohl den Rahmen dieses Reiseberichtes sprengen. Genießen Sie dazu vorerst die Bilder.



...die "Roten Hände"...



...die Ausblicke....

Blick auf JODHPUR

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Vom Palast hat man einen tollen Ausblick über die gesamte Umgebung, insbesonders auf die „blaue“ Stadt Jodhpur ( wegen der großen Zahl an „blauen“ Häusern so genannt, siehe Bilder ).
Früher war die blaue Farbe der Kaste der Brahmanen vorbehalten, heute werden die Häuser aus Tradition blau gefärbt.
Jodhpur ist eine Stadt im Bundesstaat Rajasthan im Osten der Wüste Thar mit rund einer Million Einwohner, heute bereits die zweitgrößte Stadt Rajasthans nach Jaipur.

Durch die Einstellung einer großen Zahl von Bildern habe ich hier versucht, Ihnen/Dir einen durchaus informativen Eindruck von der Pracht der Anlage, den architektonischen Gegebenheiten zu vermitteln.



...beeindruckend...



...das Grabmal der Maharaja...

Kurz nach dem Verlassen des riesigen Forts, hielten wir noch am „Taj Mahal“ von Jodpur, dem Marmorgrabmal des Maharaja Jaswant SINGH II., das 1899 am Platz seiner Einäscherung errichtet worden war.
Seither werden hier die Angehörigen der Herrscherfamilie beigesetzt. Es durfte nur von Außen fotografiert werden.

Der Palast und die dort gewonnen Eindrücke beschäftigten meine Gruppe noch den ganzen Tag, so beeindruckend war der Besuch gewesen. Noch dazu waren alle Reiseteilnehmer zum ersten Mal in Jodhpur.

Unsere Reise ( insgesamt 5 Wochen ) führte weiter nach Jaisalmer, wo wir auch einen ausgedehnten Kamelritt durch die Wüste Thar geplant hatten.



..Blick zum Grabmal der Maharajas....


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Kommentare

  • Pinky3

    .........Danke für diesen schönen Reisebericht über den Palast, in dem ihr auch noch eine Prinzessin treffen durftet, sicher noch das iTüpfelchen auf eurer Besichtigungstour.
    Sehr gut geschrieben, auch für nicht Indienkenner gut verständlich, mit wunderschönen Bildern wie aus 1001 Nacht...........Wo ist der Teppich auf dem ich dort hin fliegen kann :)))
    LG Gaby

  • doubleegg

    Dieser Palast ist wirklich ein Muss wenn man nach Rajasthan reist. Du hast seine Ausmaße und Bedeutung gut fest gehalten. Aber bei allem Prunk und aller Größe - am meisten beeindrucken wirklich die Handabrücke der Frauen, die dafür ihr Leben lassen mussten. Frauen in Indien ... historisch und immer wieder auch aktuell ein schockierendes Thema. Ein guter Bericht und schöne Fotos aus diesem faszinierenden Land. Herzliche Grüße Elke

  • reisefreudig

    Danke Euch beiden für die Zustimmungen zum Beitrag. Elke
    Du hast recht, es war auch das "große" Thema in meiner Gruppe. Wir verweilten lange vor dem Bild der "roten Hände" und lauschten fast unglaublich den Worten des Maharajas dazu.
    Aber so war es leider früher der Brauch, um nicht zu sagen die "Pflicht". Auch heute ist das "Frauenleben" in Indien noch immer "tragisch". Für uns Europäer einfach nicht zu fassen, ja nicht zu "ertragen",
    lg Harald

  • Gerd-Krauskopf (RP)

    Danke, lieber Harald, für diesen packenden Reisebericht aus einem Land, das ich noch nicht bereist habe. Auch ich fand die Tafel mit den abgebildeten Händen jener Maharanis erschreckend. Erschreckend auch, dass Frauen bis zum Jahre 1953 auf diese Weise ihren verstorbenen Männern in den Tod folgen mussten.

    Selbst heute ist es nicht viel anders. Da haben die Frauen dort immer noch keine Rechte. Da sind die Berichte über Frauen in Indien, die eine Tochter gebären, grauenhaft. Gerade habe ich vorgestern noch einen Bericht von Marcus Lanz im Fernsehen über indische Mädchen gesehen, der mich tief schockiert hat.

    Nun, das hat natürlich mit Deinem wunderbaren Reisebericht nichts zu tun. Du hast es wieder einmal geschafft, uns mit einem spannenden Text und wunderbaren Bildern Einblicke in eine fremde Welt zu geben.

    Lieben Dank dafür von Gerd

  • Blula

    Lieber Harald!
    Allein schon beim Betrachten der eindrucksvollen Fotos dieses Palastes komme ich aus dem Staunen nicht heraus. Und Dein Bericht dazu läßt mich weiter staunen.
    Gaby hat es hier so ausgedrückt... "wo ist der rote Teppich, auf dem ich nach dort fliegen kann....??" Ich wäre sofort dabei!
    Danke für diesen herrlichen Bericht!
    LG Ursula

  • reisefreudig

    ..zu so vielen "Experten"-Meinungen/Kommentaren bleibt mir nur eines, ich verneige mich aus Dankbarkeit. Nur selten verwende ich meinen Lieblingspruch, aber hier zum Palast pass dieser mal wieder ganz genau:
    „Das Leben wird nicht gemessen
    an der Zahl unserer Atemzüge,
    sondern an den Orten und Momenten,
    die uns den Atem rauben“
    (anonym)

    Ursula, ich bedanke mich weiters hier, zu Deinen vielen, netten Kommentaren an den Bildern. Ich komme sonst gar nicht nach zu antworten.
    lg harald

  • ursuvo

    da wir im Februar auf unsrer Rundreise hier auch "vorbeikommen" werden, habe ich Deinen guten Bericht mit besonderem Interesse gelesen. Und habe ihn mir zum bequemen "Nachlesen" auch gleich ausgedruckt - Danke!! Jetzt bin ich noch ein Stück "gespannter" auf die Reise!
    viele Grüße - Ursula

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