Mit dem Wohnmobil durch Schweden - August 2008

Reisebericht

Mit dem Wohnmobil durch Schweden - August 2008

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12.08.2008

12. August 2008: Auf der A 7 Richtung Norden

Wir haben eine Abmachung getroffen: Jedes Jahr wechseln wir uns bei der Wahl des Reiseziels für den Haupturlaub ab. Das Ziel für den Sommerurlaub 2008 hat Jana, für dieses Jahr „wahlberechtigt“, schon früh festgelegt, schließlich müssen eventuell erforderliche Buchungen rechtzeitig erledigt werden. Nachdem ihre Entscheidung auf Schweden gefallen ist, vergleichen wir die Preise für alle denkbaren Reisevarianten und landen letzten Endes beim Wohnmobil. Wir recherchieren im Internet und haben schon einen Termin mit einer Vermietung vereinbart, als Denise uns auf die Eltern einer Vereinskameradin aus dem Skiclub aufmerksam macht, die ebenfalls ein Wohnmobil vermieten. Der Preisvergleich ergibt keine nennenswerten Unterschiede, so dass der Fall klar ist: Im Januar 2008 buchen wir bei dieser Familie, gerade mal 500 Meter von unserem Haus entfernt, das Wohnmobil für die Sommerferien.
Es ist Mitte Juli, ein Samstagvormittag, als das Telefon klingelt. „Guten Morgen. Es geht um das Wohnmobil…“ Ich bekomme einen Schreck. Ist das vielleicht defekt, können wir unseren Urlaub abschreiben, schießt es mir durch den Kopf. Doch schon der nächste Satz sorgt für Entwarnung. „…Wir haben uns nämlich ein neues angeschafft. Ich wollte nachfragen, mit wie vielen Personen ihr unterwegs sein werdet“. Vier, das ist okay, meint die Stimme am anderen Ende der Leitung, für fünf Leute wäre es in dem nagelneuen Fahrzeug ein bisschen eng geworden. So können wir einen Tag vor dem Urlaubsstart nach einem kurzen Spaziergang den blitzenden silbergrauen Fiat-Knauss abholen. Nach gründlicher Unterweisung fahren wir vorsichtig die ersten paar Meter vor unser Haus und sind anschließend bis spät in den Abend damit beschäftigt, all die Schränke, Fächer und Laderäume mit Kleidung, Essen, Getränken, Waschzeug, Campingstühlen, Grill und Fahrrädern zu befüllen.



Norddeutsche Sommertristesse

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Kurz vor sieben Uhr am nächsten Morgen starten wir schließlich bei recht trübem Wetter. Den ersten Zwischenhalt nach einer Stunde Fahrt über die kurvige B 25 legen wir auf dem Parkplatz eines Supermarkts in Dinkelsbühl ein. Beim dortigen Bäcker versorgen wir uns mit frischen Semmeln und frühstücken erstmals „on Board“. Wenige Kilometer weiter erreichen wir die A 7, Deutschlands längste Autobahn, die das Land in voller Länge von Nord nach Süd durchzieht. Auf unserem Weg nordwärts passieren wir Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Hamburg. Dort wechseln wir auf die A 1, die uns nun Richtung Nordosten nach Lübeck bringt.
Die alte Hansestadt in Schleswig-Holstein, unweit der Ostsee gelegen, ist Ziel unserer ersten Tagesetappe. Wir checken auf dem Campingplatz Lübeck-Schönböcken ein, sammeln erste Erfahrungen beim Ausrichten unseres Wohnmobils auf dem Stellplatz und schwingen uns anschließend auf die Fahrräder – nach so langer, monotoner Autofahrt tut ein wenig Bewegung richtig gut! Unweit des Holstentores stellen wir unsere Drahtesel ab und erkunden die Innenstadt zu Fuß. Eine altertümliche, von viel Backstein geprägte Bebauung empfängt uns. Besonders beeindruckend ist die monumentale Rathausfassade. Nach einem guten Abendessen in einem originell und gemütlich ausgestatteten Café radeln wir zurück zum Campingplatz und verbringen die erste Nacht in unserem fahrbaren Zuhause.


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