IRLAND - DIE GRÜNE INSEL

Reisebericht

IRLAND - DIE GRÜNE INSEL

Reisebericht: IRLAND - DIE GRÜNE INSEL

Dublin - Kilkenny - Rock of Cashel - Cork - Kinsale - Cobh - Garinish Island - Killarney - Ring of Kerry - Dingle - Limerick - Cliffs of Moher - Galway - Connemara - Westport - Sligo - Donegal - Malahinde - Dublin

Wellington Testimonial Phoenix Park Dublin Irland



Dublin

Half Penny Bridge und River...

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Nein, es ist kein Klischee, dass es in Irland viel regnet. Es gibt sogar Leute, die nicht nur einen Regenschirm sondern auch Gummistiefel mitnehmen...
Insgesamt waren wir aber einigermassen zufrieden mit dem Wetter - obwohl einige Sehenswürdigkeiten bei besserem Wetter mehr Spass gemacht hätten.
Nach einem kurzen Flug kamen wir in Dublin an und besorgten uns ein Busticket für
11 € für zwei Personen für den ganzen Tag.
Die Fahrt mit dem Bus ging durch ganz Dublin bis Heuston Station, von da liefen wir dann bis zum Ashling, einem schönen Hotel in der Nähe des Phoenix-Parks.
Der Phoenix-Park ist der grösste geschlossene öffentliche Park Europas. Die Residenz des irischen Präsidenten befindet sich in der Parkanlage. Auch der Dublin Zoo ist in diesem Areal. Man sieht das päpstliche Kreuz als Erinnerung an den Besuch von Papst Johannes Paul II im Jahre 1979, die 63 m hohen Obelisken des Welltington Denkmals und das älteste Gebäude Ashtown Castle.
Mit dem Bus oder der Strassenbahn - beides in der Nähe - gelangten wir vom Hotel aus sehr gut ins Zentrum. Als erstes liefen wir über die bekannte Halfpenny-Bridge, einer im 19. Jahrhundert erbauen Fussgängebrücke über den Liffey.
Am ersten Abend suchten wir dann den ersten Pub in Irland im Temple Bar Bezirk auf, wo ich gleich vom Charme der irischen Männer überzeugt wurde. Temple Bar ist das Inn-viertel von Dublin mit alten Läden, flippigen Boutiquen und natürlich vielen Pubs.
Am nächsten Morgen fuhren wir dann mit der Strassenbahn zur O'Connell Street - eine der Haupteinkaufsstrassen und schauten uns den Millenium Spike an. Die 120 m hohe Stahlnadel, die sich nach oben verjüngt, ist das neue Wahrzeichen von Dublin
Von dort liefen wir dann zum Trinity College. Ein Höhepunkt ist hier die 1712 bis 1732 erbauten Old Library. Im Long Room, 70 m lang, werden ca. 200.000 kostbare Bände aufbewahrt. Von dort gingen wir dann zum dem Merrion Square, dem. schönsten Platz in Dublin mit seinen georgianischen Häuser ringsherum - und der National Gallery mit Werken von El Greco, Goya, Gainsborough und Rembrand sowie von allen bedeutenden irischen Malern.
Weiter stand auf dem Programm die Grafton Street mit vielen Geschäften, Restaurants und Pubs und dem Denkmal von Molly Malone der Fischhändlerin "The Tart with the Cart". Dann besuchten wir noch die Powercourts Mall und das St. Stephens Green Center. Im 22 ha grossen zentralen St. Stephens Park, den wir durch den Füsilierbogen betraten, konnten wir uns sogar noch sonnen.
Am Abend suchten wir zum Essen dann das Restaurant "Church" auf. Dieses Gebäude ist die ehemalige St. Mary's Church of Ireland, erbaut Anfang des 18. Jahrhunderts. Die Kirche wurde 1964 geschlossen und verfiel immer mehr. 1997 begannen dann Renovierungsarbeiten, die 7 Jahre dauerten. Heute gibt es hier ein Restaurant, eine Bar, einen Nachtklub und eine grosse Aussenterrasse, und es kommen hier jährlich ca. 700.000 Besucher
Am dritten und letzten Tag in Dublin schauten wir uns dann noch verschiedene Sehenswürdigkeiten an.
Die Christchurch Cathedral ist die ältere der beiden Kathedralen von ca. 1028. Die Kathedrale war ursprünglich katholisch und wurde erst unter Heinrich VIII eine protestantische Kirche, sie ist innen wie aussen sehr beeindruckend.
Die nationale St. Patricks Cathedral ist eine anglikanische Kirche und die grösste des Landes. Der Ursprung der Kahtedrale liegt im Jahre 1191, aber die jetzige Kirche wurde 1220 erbaut. Aussen sieht man die steinernen Wasserspeier und die Gesichter am Mauerwerk und im Innern gibt es wunderschöne Glasfenster.
Vom ehemaligen Fort - dem Dublin Castle - steh nur noch ein Turm. Das jetzige Gebäude stammt aus dem 19. Jahrhundert, sehenswert die St. Patrick's Hall mit den kostbaren Deckengemälden
Die City Hall war ursprünglich die Royal Exchange . Das neo-klassische Gebäude wurde 1769 bis 1779 erbaut. Sehenswert ist die Rotunde, eine grosse Kuppel mit 12 Säulen und einem Wandelgang.
Am Nachmittag hatten wir sogar noch Zeit, mit der Dart nach Dun Laoghaire zu fahren. Dies Hafenstadt südlich von Dublin liegt direkt am Meer, und man hat eine gute Sicht auf die Bucht von Dublin und die Halbinsel von Howth.
Am Abend ging es dann ins "Brazen Head", den ältesten Pub von Dublin von 1198 , wo wir uns das Ale und die Fish'n Chips schmecken liessen.
Ein anderes schönes Pub in einer Seitenstrasse der Grafton Street ist "The Duke".



Pubbesuch - ein Muss in Irland



Kilkenny und Rock of Cashel

Kilkenny Castle Irland

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Am nächsten Morgen übernahmen wir ein Mietauto, und unsere Rundreise durch Irland begann. Da wir bereits in anderen Länder auf der "verkehrten Seite" gefahren waren, machte uns das Linksfahren nichts aus.
Von Dublin aus fuhren wir zunächst nach Kilkenny, die am besten erhaltene mittelalterliche Stadt von Irland. Man geht durch die kleinen gewundenen Gassen, vorbei am Fluss Nore und kommt dann zum Kilkenny Castle. Die mittelalterliche Festung ist gut erhalten, und es gibt dort schöne Gärten.
Weiter ging es nach Cashel und zur grössten Sehenswürdigkeit dem Rock of Cashel.
Der Felsen wurde bereits von den Kelten verehrt. Nachdem der Berg 1101 der Kirche geschenkt wurde, entstand dort im 13. Jahrhundert eine Kathedrale, eine Kapelle und ein Rundturm. Bevor es anfing zu regnen, waren wir zum Glück schon wieder im Auto.
Von dort fuhren wir dann weiter nach Cork, wo wir übernachteten.



Rock of Cashel Irland



Cork, Kinsale und Cobh

Cork Irland

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In Cork übernachteten wir im Garnish House, bekannt vor allem für sein üppiges Frühstück, das man sich aus ca. 30 verschiedenen Varianten zusammenstellen kann. Empfangen wurden wir bei der Ankunft mit Tee, Scones und anderem Gebäck.
Negativ für uns war, dass uns hier ein Schirm gestohlen wurde - direkt vor der Zimmertür. Zum Glück konnte man uns im Hotel mit einem alten Schirm aushelfen. Denn wie gesagt, Irland ohne Schirm geht gar nicht.
Das Garnish House ist in der Nähe desCampus des University Colleges gelegen. Diese Universität wurde mehrfach zur irischen "University of the Year" gewählt.
Cork ist die zweitgrösste Stadt in Irland. Dort fallen einem vor allem die vielen Brücken - es sollen insgesamt 25 sein - auf. Die Stadt ist auf einer Insel inmitten des Flusses Lee gebaut, der sich in zwei Arme teilt.
Sehr interessant ist ein Besuch des City Markts, wegen seiner Architektur von 1786 auch English Market genannt, ein Marktkomplex mit Bögen, Brunne und Galerien.
Zunächst sahen wir uns die Red Abbey an. Das älteste Gebäude der Stadt ist ein quadratischer Turm, Teil eines ehemaligen mittelalterlichen Augustinerklosters.
Sehenswert ist auch die St. Finnbar's Cathedral. Die gotische Kirche mit einem 40 m hohen Turm wurde 1870 geweiht.
Von Cork aus machten wir einen Ausflug nach Kinsale, und leider fing es an zu regnen. Wir schauten uns die kleine hübsche Hafenstadt mit den farbenprächtigen Häusern trotzdem an und fuhren auch noch bis zur Marina beim Olafort.
Als wir dann wieder in unserer Unterkunft in Cork waren, wurde der Regen dann definitiv zum Wolkenbruch.
Am anderen Morgen besuchten wir Cobh. Cobh ist vor allem bekannt geworden als letzter Hafen, den die Titanic vor ihrem Untergang anlief. Glücklich die, die die Reise hier nicht fortsetzen, aus welchen Gründen auch immer.
Sehenswert ist die St. Colman's Cathedral, ein mächtiges Gebäude im französisch-gotischen Stil mit 3 Türmen. Berühmt ist das Glockenspiel mit 47 Glocken. Die Apsis ist erhellt durch 18 wunderschöne grosse Glasfenster..
An der Promenade findet man eine Statue von Annie Moore und ihren Brüdern. Sie war die erste Irin, die Ellis Island bei New York als Einwanderin betrat.
Am Tage unseres Besuchs fand in Cobh die "South of Ireland Pipe Band Championship" statt. Das Wetter war wechselhaft, aber meistens trocken, und so schauten wir dem Spektakel auch eine Weile zu.



English Market Cork Irland



Garinish Island

Garinish Island Irland

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Endlich wieder blauer Himmel und Sonne. Von Cork aus fuhren wir über Bantry nach Glengariff. Von dort liessen wir uns mit einem Boot übersetzen nach Garinish Island.
Die Bootsführer fahren an kleinen Inselchen vorbei, wo man Seerobben sehen kann, die faul in der Sonne liegen.
Die Garteninsel Garinish ist 15 ha gross und liegt in der Bantry Bay. Im Jahre 1910 hat ein wohlhabendes englisches Ehepaar damit begonnen, die Insel in einen einzigartigen botanischen Garten zu verwandeln. Seit 1954 gehört die Insel dem irischen Volk. Dank des vom Golfstrom begünstigten Wetters gedeihen hier viele tropische und subtropische Pflanzen. Und immer wieder hat man einen wunderbaren Blick aufs Meer und die Beara Halbinsel.
Von dort aus ging es weiter über das kleine hübsche Städtchen Kenmare nach Killarney.



Seerobben bei Garinish Island Irland



Killarney

Old Weir Lodge Killarney Irland

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In Killarney hatten wir die gediegene Old Weir Lodge gebucht, wo wir mit Tee und Scones empfangen wurden. Von dort aus konnte man gut zu Fuss in den Ort laufen, was auch empfehlenswert ist, da es äusserst schwierig ist, einen Parkplatz zu ergattern.
Killarney liegt landschaftlich sehr schön und wird eingerahmt durch die drei Seen;
Lough Leane, Muckross Lake und Lough Guitane. Im Hintergrund sieht man einige Berggipfel, u.a. den 1048 m hohen Macgillycuddy's Reeks, der höchste Berg Irlands.
Sehenswert ist das im viktorianischen Stil erbaute Muckross House, ein 1843 erbautes Herrenhaus, idyllisch am See gelegen. Es liegt im Killarney Nationalpark.
Ausserdem schauen wir uns das im 15. Jahrhundert erbaute Ross Castle an, eine trutzige Burg mit zwei Rundtürmen.
Die Kathedrale mitten im Ort wurde 1841 im neugotischen Stil errichtet.
Im Nationalpark Killarney sollte man den Torc Wasserfall anschauen, der sich in einer wildromantischen Umgebung befindet.
Bekannt ist auch die Gap of Dunloe, wo man mit Wanderung und Bootsfahrten eine Tagestour einplanen kann.
Am Anfang der Gap of Dunloe ist das Kate Kearney's Cottage, 150 Jahre im Familienbesitz, wo man in einer angenehmen Atmosphäre seinen Tee einnehmen kann.
Obwohl es schon die ganze Zeit nieselte, entschlossen wir uns, ein wenig in die Gap reinzulaufen. Es ist nur schade, dass auf diesem interessanten Wanderweg auch Autos fahren dürfen. Plötzlich fing es wirklich sehr stark an zu regnen, so dass wir - mit Regenschirm -zurück joggten. Und da waren die Autos doppelt unangenehm, da sie voll durch die Pfützen fahren.



Muckross House Killarney Irland



Ring of Kerry

Bienenkorbhütten am Skellig...

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Am nächsten Morgen machten wir eine Tagestour zum Ring of Kerry, eine einzigartige 200 km lang Küsten- und Panoramastrasse, die rund um die Iveragh-Halbinsel führt. Zunächst ging es über Killorglin und Caragh Lake nach Glenbeigh. Von dort bis Cahersiveen hat man schöne Ausblicke auf die Dingli Bay.
Zum 11 km langen und 3 km breiten Valentina Island kann man entweder mit der Fähre ab Cahersiveen oder über eine Brücke in Portmagee fahren. Der Hauptort der Insel ist Knightstown. Hier wurde 1857 die erste transatlantische Telegraphenverbindung Europas eingerichtet.
Von Portmagee fuhren wir dann nicht die Hauptstrasse sondern den Skellig Ring. Diese Küstenstrasse immer mit Blick auf die Skellig Inseln liegt in einer rauen und wilden Landschaft.
Von eimem Privatgrundstück kann man kostenpflichtig zu einer Aussichtsplattform laufen, wo man einen schönen Blick auf die Kerry Cliffs hat. Auf dem Weg dorthin sieht man einige der Bienenkorbhütten aus dem 16. Jahrhundert. .
Einen weiteren Stopp machten wir an der Finian's Bay mit einer schönen Sicht auf die Skellig Inseln. Es gibt dort einen langen Sandstrand, und die Bucht ist ideal zum Windsurfen..
Zurück ging es dann über Waterville, ein Ort mit irischem Flair malerisch am Strand gelegen. Im Sommer ist es dort ziemlich überlaufen. Das war sicherlich noch anders als Charlie Chaplin dort vor vielen Jahren übernachtet hat.
Weiter ging es über Caherdaniel, Castlecove und Sneem nach Kenmare. Auf der Fahrt zurück nach Killarney machten wir noch einen Halt bei Ladies View, wo man einen schönen Blick auf die Killarney Lakes hat.



Fähre Valentia Island - Ring of Kerry Irland



Dingle Halbinsel

Am nächsten Morgen, als wir abreisten aus Killarney, "schüttete es wie aus Eimern".
Wir entschlossen uns trotzdem, auf die Dingle Halbinsel zu fahren.Die 50 km lange und 9 km breite Halbinsel ist nicht so überlaufen wie die Kerry Halbinsel. Man sieht wilde zerklüftete Steilküsten, kleine Sandstrände und vor allem viele Fuchsienhecken. Wie schön muss diese Halbinsel bei besserem Wetter sein, landschaftlich gefiel es uns nämlich sogar schon bei strömendem Regen.
Wir machten einen Stopp und schauten uns mit Regenschirm den kleinen Ort Dingle mit einem schönen Naturhafen an.
Da wir nun schon mal auf der Halbinsel waren, beschlossen wir, uns auch noch den schönsten Teil anszuschauen - den 30 km kurvenreichen Slea Head Ring mit spekaktulären Panoramablicken. Der Regen liess zum Glück etwas nach, und so konnten wir wenigstens die vorliegenden Inseln und kleine Strandbuchten sehen..
Von Dingle fuhren wir dann die meiste Zeit immer noch im Regan über Tralee nach Limerick.



Am Slea Head Ring Dingle Irland



Limerick und die Cliffs of Moher

O'Brian Tower Cliffs of Moher...

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Limerick bietet sich als Übernachtungsort an, da man von dort am nächsten Morgen gut die Cliffs of Moher erreichen kann.
Limerick ist die drittgrösste Stadt in Irland und liegt am Shannon River. Es gibt dort im Zentrum schöne georgianische Stadthäuser und vor allem King John's Castle, eine im frühen 13. Jahrhundert von den Normannen erbaute mächtige Burg.
Wir übernachteten im Hotel "Absolute", einem modernen Gebäude. Die Zimmer sind auch modern eingerichtet, sehr gross und haben Sicht auf einen kleinen Nebenfluss des Shannons. Von dort konnten wir gut zu Fuss ins Zentrum, zur O'Connell Street, laufen. Einen guten Pub fanden wir natürlich auch dort.
Am anderen Morgen fuhren wir über Ennis zu den Cliffs of Moher. Die bis zu 214 m hohen Klippen erstrecken sich über 8 km und werden - als Irlands meistbesuchte Hauptattraktion - jährlich von fast einer Million Besuchern aufgesucht. An manchen Stellen ragen sie beinahe senkrecht aus dem Atlantik. Bei gutem Wetter kann man vom Aussichtsturm O'Brian's Tower bis zu den Aran-Inseln blicken.
Als wir bei den Klippen waren, herrschte teilweise ein orkanartier Wind. Einige Leute konnten sich nicht mehr auf den Füssen halten und wurden einfach umgeweht.
Ich hangelte mich an der Stützmauer entlang und lief so weit wie möglich gebückt, um dem Wind nicht zuviel Angriffsfläche zu bieten.
Es hat uns gewundert, dass nicht irgendein Offizieller die Leute wenigstens vor den Zuständen oben auf der Platform warnte. Zumal es Frauen mit "high heels" gab, einige Leute hatten kleine Kinder auf dem Arm, einige nicht einmal einen Schutz gegen Wind und Wetter. Offiziell heisst es, dass noch keine Unfälle vorgekommen sind. Aber auf jeden Fall gab es schon einige Suizide.



Cliffs of Moher Irland



Galway

Am Strand von Sandhill bei...

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Von den Cliffs of Moher fuhren wir auf kleinen Nebenstrassen am Burren vorbei nach Galway. Der Burren ist eine 160 qkm grosse Landschaft mit kahlem Kalkgestein, die einer Mondlandschaft gleicht. Es gibt hier sowohl arktische als auch alpine Pflanzen. Man kann prähistorische Denkmäler sehen und auch ein Untergrundlabyrinth von Flüssen und Höhlen mit sehr vielen Stalaktiken..
In der Stadt Galway gab es sehr viel Verkehr, und wir mussten die ganze Stadt durchqueren, da unsere Unterkunft "Sea Breeze" in Salthil war. Salhtill ist ein bekannter Badeort 3 km entfernt von Galway mit Sandstränden und einer Promenade.
Am nächsten Tag schauten wir uns dann in der pulsierenden Stadt Galway zunächst die St. Nikolaus Church an, die grösste mittelalterliche Kirche des Landes aus dem Jahr 1320.
Dann flanierten wir durch die verwinkelten Kopfsteinpflastergassen aus der Zeit des Mittelalters mit Gauklern und vielen Muskanten. Galway ist dank der Universität eine Stadt voller junger Leuten, und am Wochende herrscht hier sehr viel Betrieb, vor allem in der Shop Street. Am Kennedy-Platz spielte eine Studentenband. Es war zwar für uns immer noch kühl aber zumindest sonnig, so dass wir der Musik eine Weile lauschen konnten.
Am Abend assen wir im "The Kings Head", einem der ältesten und populärsten Pubs in Galway.



Strassenmusikant in Galway Irland



Connemara und Westport

Augusta Lodge in Westport Irland

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Von Salthill fuhren wir zunächst nach Oughterarad, einem traditionellen Dorf am Lough Corrib. Der Lough Corrib mit vielen kleinen Inseln ist mit ca. 200 qkm der grösste See der Republik Irland. Bei Anglern ist er bekannt für die vielen Forellen, die man hier fangen kann.
Durch den Connemarra Nationalpark ging es nach Clifden, einem guten Ausgangspunkt für Radtouren und Wanderungen im Nationalpark. Im 2000 Hektar grossen Nationalpark findet man malerische Berge, weitläufige Heide- und Moorlandschaften, Wiesen und Wälder. Einige Berge sind bekannt als die Twelve-Bens-Bergkette. Der Park wurde der Öffentlichkeit 1980 zugänglich gemacht.
Auf der Weiterfahrt besuchten wir noch die Kylemore Abbey and Gardens. Das schöne neogotische Märchenschloss aus dem 19. Jahrhundert mit den weitläufigen schönen Gartenanlagen wurde von Mitchell Henry erbaut. Er kaufte das über 6000 Hektar grosse Anwesen als Geschenk für seine Frau Margaret.
Das Schloss und die Ländereien wurden 1920 von Nonnen des Benedektiner Orden erworben und sind bis heute Heimat dieses Ordens. Die Anlagen sind umgeben von grünen Hügeln und Seen. Man kann einige Räume der Abbey besichtigen sowie die gotische Kirche.
Zu den Gärten gelangt man mit einem Shuttlebus, der bis zum Viktorianischen Mauergarten fährt. Es gibt noch die restaurierten Gewächshäuser sowie die Unterkunft ges Obergärtners, einen Farngarten, Steingarten, Kräutergarten, Küchengarten usw.
Wir übernachteten in der "Augusta Lodge" in Westport, ein angenehmes B&B.
Der kleine Ort liegt an der Clew Bay, eine Bucht mit vielen kleinen Inseln. Die Häuser im Zentrum. deren georgianische Fassaden aus dem 18. und 19. Jahrhundert noch gut erhalten sind, schmiegen sich um einen achtseitigen Platz. Der Ort wird von dem kanalisierten Fluss Carrowbeg River geteilt.
Sehenswert sind die alten Lagerhäuser und Kaianlagen am Hafen, sowie das Westport House, ein Herrenhaus mit Blick auf die Clew Bay.
Am Abend hatte Irland bei der Fussball EM sein erstes Spiel, und wir wurden immer wieder in die Pubs eingeladen - Sieg oder Niederlage - die Iren feiern...



Garten Kylemore Abbey Irland



Sligo und Donegal

Sligo Irland

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Von Westport fuhren wir weiter nach Sligo, einer kleinen Hafenstadt an der Mündung des Garavogue Rivers in der Sligo Bay.
Wir übernachteten mitten im Zentrum im "The Glasshouse", wo wir ein schönes Zimmer hatten mit Blick auf die Stadt und den Fluss.
Sligo war die Heimat des Poeten und Nobelpreisträges William Butler Yeats Mit den vielen Seen, Bergen, Wäldern und Flüssen ist Sligo das Zentrum in Nordwest-Irland.
Wir suchten natürlich auch den ältesten 150 Jahre alten Pub in Sligo auf "Hargadon's. Ein moderner Pub am Fluss gelegen ist das Garavogue".
Sehenswert ist die Sligo Abbey, ein Dominikanerkloster aus dem 13. Jahrhundert.
Um ans Meer zu gelangen fuhren wir noch nach Strandhill, wo wir einen Strandspaziergang machten.
Am anderen Tag machten wir die Fahrt zum 65 km nördlich liegenden Donegal, das von vielen Touristen aufgesucht wird.
Im Zentrum gibt es einen grossen dreieckigen Platz "The Diamond" mit einem 8 m hohen Obelisken. An der Flussmündung sind nahe eines Friedhofs Ruinen von einer Franziskaner-Abtei. Ausserdem kann man das Donegal Castle besichtigen.
Zurück ging es über BallyShannon, Geburtstort des bekannten Gitarristen Rory Gallagher.
Dann machten wir noch Halt in Bundoran, ein Ort mit Sandstränden und einer Promenade entlang der Klippen.
In Drumcliffe suchten wir das Restaurant "The Yeats Tavern" auf - empfohlen von unserem Landlord im B&B in Westport. Dieses seit 35 Jahren famlliengeführte Restaurant ist benannt nach dem Poeten Yeats.



In Sligo Irland



Malahide

Von Sligo fuhren wir in Richtung Dublin. Da wir am nächsten Morgen einen frühen Rückflug hatten, wollten wir in der Nähe des Flughafens übernachten.
Am Nachmittag hatten wir dann noch Zeit, uns die Orte Sword und Malahide anzusehen.
Malahide ist ein malerischer kleiner Ort direkt am Merr.. Sehenswert ist vor allem das Malahide Caste in einem 100 Hektar grosen Garten. Der Yachthafen liegt direkt am Meer.
Unser letztes Pint und die letzten Fish'n Chips in Irland genossen wir dann in dem bekannten "Gibney" Pub".
Als wir am anderen Morgen Irland verliessen, zogen wir ein positives Fazit.
Gut, man weiss, dass man nicht des Wetters wegen dorthin reist. Aber die Städte, die Landschaft und vor allem die netten Leute in Irland haben uns überzeugt.
inge



Am Meer bei Malahide Irland


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Kommentare

  • Pinky3

    ............ein sehr guter Reisebericht anschaulich geschrieben so das auch ich einen Einblick in die "grüne Insel" bekommen habe, die ich noch nicht kenne. Ich habe die Reise genossen, danke Inge..........lg Gaby

  • weltreisen

    danke dir, gaby, für deinen netten kommentar.
    inge

  • Blula

    Ja, Inge, obwohl ich ja mehr so "ein Kind des Südens" bin, lese ich auch immer gerne Berichte über die "Nordländer", und das nicht nur zur Erweiterung meines Horizontes. So wie Du die grüne Insel uns hier vorstellst, könnte ich mir durchaus einmal vorstellen dort hin zu reisen..... und wenn dann das Wetter auch noch mitmachen würde.....
    Danke für diesen sehr guten und anschaulichen Bericht und die schönen Fotografien.
    LG Ursula

  • weltreisen

    Ursula, danke für deinen kommentar. auch ich/wir sind eher die "sonnenanbeter".
    aber irland hat mich irgendwie gereizt, weil es so anders ist. ich war positiv überrascht, und was angenehm ist, die iren "halten auch nicht für jede kleinigkeit die hand auf", wie das ja leider in vielen ländern so gang und gäbe ist.
    inge

  • cirrus

    Sehr schön geschrieben; bin gern mit Euch gereist.... :-)))
    LG Christel

  • weltreisen

    Danke, Christel. Ist doch gar nicht so weit für Dich....
    Inge

  • Sternensilber

    Hallo Inge,
    sehr schöner Reisebericht über Deine Irland-Rundreise. Zu was für eine Jahreszeit hast Du die Reise denn gemacht? Wir wollen nächstes Jahr im Sommer mit dem Auto Irlands Küste abklappern und hoffen natürlich auf schönes Wetter :-) Aber auch mit trübem Himmel hab ich schon einige Anregungen durch Deinen Bericht. Viele Grüße Anne

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  • weltreisen

    Vielen dank für deinen kommentar, Anne. wir waren ende mai/anfang juni in irland. ja, eine wettergarantie gibt es nicht für irland, aber das weiss man ja im voraus. und ich wünsche dir jetzt schon viel vergnügen bei eurer reise im sommer.
    inge

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