Laos und Kambodscha zum selber reisen

Reisebericht

Laos und Kambodscha zum selber reisen

Reisebericht: Laos und Kambodscha zum selber reisen

Wie alle Touren reisen wir ohne Agentur oder Reisebüro. Selber planen, selber reisen ist für uns spannender, interessanter und macht einfach mehr Spass. Auch für Laos und Kambodscha haben wir uns das so vorgenommen. Für diese Reise nahmen wir uns als Teilziele Vientiane, Luang Prabang, Phnom Penh, Angkor und ein paar Tage Strand in Sihanoukville vor.

Von Bangkok nach Vientiane

Breakfast in Vientiane

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Manchmal mag ich es umständlich, obwohl es auch einfach geht. Der einfache Weg wäre gewesen, direkt von Bangkok aus Vientiane anzufliegen. Wir aber flogen zunächst
via Bangkok in den Norden Thailands nach Udon Thani. Die quirlige Stadt im Isan hat wenig "touristisches" zu bieten. In einem Hotel neben dem Busbahnhof verbrachten wir die Nacht, um am nächsten Morgen mit dem Bus nach Nong Khai, der thailändisch-laotischen Grenzstatdt zu fahren. Der Bus braucht dorthin kaum mehr als eine volle Stunde. Bevor die Freundschaftsbrücke den Mekong überspannte, war Nong Khai bis 1992 ein erholsamer und verschlafener Provinzort am Mekong. So empfand ich es zumindest bei meinen ersten Besuch 1991 dort. Heute ist dier Ort zur Stadt herangewachsen und eine typische Grenzstadt, die vom Handel lebt. Die TukTuk Fahrer versuchen einem jeden Reisenden, ein Reisebüro zur Beschaffung eines Visas zu verkaufen. Mit den unmöglichsten Geschichten, drängen sie einen in ein Reisebüro. Dass das nicht nötig ist, war mir schon klar und liessen uns direkt vom Busbahnhof zur Grenze fahren. vor der grossen Brücke über den Mekong zahlten wir unser "Eintrittsgeld" für Laos und erhielten das Visum. Nach der Einreise standen wir vor der Wahl, entweder mit Sammeltaxi oder im richtigen Taxi in die Stadt zu fahren. Auf der Ladefläche im Sammeltaxi war jedenfalls interessanter, als ein klimatisiertes Taxi. Durch das "Verkehrsgewühl" der Vororte erreichten wir unsere Bleibe in Vientiane. Gleich hinter dem Wat Inpeng war unserer kleines, aber feines Guesthouse Sala-Impeng.



Sala Impeng



Vientiane - irgendwie eine Kleinstadt, aber mit viel Charme

Vientiane

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Wer von Vientiane eine Großstadt wie Bangkok oder Kuala Lumpur erwartet, wird enttäuscht sein oder davon freudig überrascht werden. Obwohl es die Hauptstadt ist, scheint es, als ob die Zeit stehen geblieben ist. Der Ort ist übeschaubar und es umgibt ihn eine besinnliche Ruhe. Neben der drei Hauptstrassen durchzieht die Stadt ein Netz kleiner und schmaler Stassen mit niedriger Bebauung. Die Menschen lassen keine Hektik aufkommen oder verstecken irgendwie ihre Geschäftigkeit. Kleine Cafe`s, Restaurants, Läden und alte Tempelanlagen säumen die Strassen und der Flair der kolonialen Vergngenheit überzieht die Stadt noch imme. Missglückt ist die neue Promenade am Mekong. Sie ist sehr steril, Asphalt und Beton vermiessen jeden Charme, der sonst vom Mekong ausgeht. Ebeso etwas störend wirkt der Protzbau, das "Bürgerhaus", ein Geschenk der Volksrepublik China. Insgesamt ist die Stadt ist so klein, dass alle für Touristen interessanten Ecken zu Fuss zu erreichen sind.
Ich habe den Eindruck gewonnen, dass sich die Menschen mit der Mischung aus Sozialismus, seinem chinesischen und thailändischen Nachbarn und dem Tourismus arangiert haben und das ist ein schwieriges Unterfangen.



Eindrücke von Vientiane



Mit dem Bus nach Luang Prabang

Vientiane Busstation

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Einen Busfahrschein zu kaufen, war nicht schwer. Nach drei Tagen Vientiane holte uns früh morgens das Sammeltaxi ab und brachte uns zum Busbahnhof, der etwas ausserhalb der Stadt liegt. Über den asiatischen Service bin ich immer wieder erstaunt. Mit dem Busschein wird man vor der Haustüre abgeholt und am Zielort ebenso vor der Haustüre abgeliefert. Wer am Busbahnhof nicht in den falschen Bus steigt, was so gut wie nicht möglich ist, kommt also immer an sein Ziel. Um die Sitzplätze braucht sich niemand Sorgen zu machen, denn jeder Sitz ist reserviert und die besten Plätze sind im vorderen Drittel der Busse.
Also los! Die Fahrt verlief so, wie erwartet. Nach gut zwei Stunden streikte der Motor und eine Zwangspause durfte eingelegt werden. Flinke Hände und Ideenreichtum brachten das Gefährt wieder in Ordnung. Mit einer Essenspause in den Bergen erhielten wir ein tolles laotisches Mittagessen, welches ebenso im Buspreis enthalten war. Die Ankunft in den frühen Abendstunden in Luang Prabang war nach der langen Fahrt sehr erfreulich, denn zehn Stunden Busfahrt gehen an die eigene Substanz. Ziemlich anstrengend wird die Fahrt, wenn die engen Paßstrassen den Bus hin- und herschaukeln lassen. Wer da einen schwachen Magen hat, sollte die Fahrt besser lassen.



zwangsweiser Bus Stop auf der Strasse nach...



Luang Prabang - Ein Städchen zum geniessen

Luang Prabang

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Im netten Manichan Guesthouse fanden wir unsere Unterkunft für die nächsten Tage. Lunang Prabang ist Weltkulturerbe. Im Zentrum der Stadt reihen sich die Klosteranlangen aneinander. In der unmttlebaren Nachbarschaft und auf der Hauptstrasse haben Restaurants, Unterkünfte und Tourveranstalter ihren Platz gefunden. Ganz ohne Nachdenklichkeit haben wir diese Entwicklung nicht gesehen. Das kulturelle Zentrum wurde in den letzten zwanzig Jahren wieder hergstellt, die Bevölkerung musste aber zu einem grossen Teil den Touristen weichen. Das Umfeld der Stadt bietet viele Möglichkeiten für seine Gäste. Sei es ein Besuch im Elefantencamp oder die Fahrt zu den vielen Wasserfällen. Trekkingfreunde kommen ebenso auf ihre Kosten. Der träge Mekong ist eine Einladung zu einer Bootstour auf dem Fluss. Früh morgens bieten Bauern aus der Umgebung auf dem Morgenmarkt ihre Ernte an und die Fischer ihren Fang. Allabendlich wird auf der Hauptstrasse der Nachtmarkt aufgebaut. Hier können alle traditionelle und moderne Kunst und Textilien erwerben.



Luang Prabang



von Luang Prabang nach Phnom Penh

Air Laos

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Nach einigen Tagen Luang Prabang flogen wir via Bangkok nach Phnom Penh. Der kleine Flughafen ist leicht und schnell mit dem Taxi zu erreichen. Verlaufen kann sich dort keiner. Trotz zweier kurzer Flüge ist ein Ortswechsel in Südostasien immer eine Tagesreise. In der Hauptstadt Kambodschas angekommen, waren wir zunächst von der Lebhaftigkeit überrascht. Viele Autos, Strassenlärm und Abgase waren ser erste Eindruck. eine kleine Oase inmitten Stadt überaschte uns, als wir unser Hotel erreichten. Das Blue Lime ist mitten in der Stadt in der Nähe des Palastes und bietet alles was das Touristenherz begehrt.



Phnom Penh -

Phnom Penh

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Die Stadt überrascht von ihrer Lebhaftigkeit. Über der Stadt weht ein Hauch von kolonialer Nostalgie. Viele der imposanten Häuser stehen aber vor dem Verfall. Wem sie gehören und warum sie dem Verfall preisgegeben wurden, kann niemand so richtig beantworten.

Von der dunklen Vegangenheit ist wenig geblieben. Der Besuch der Killing Fields und der berüchtigten Schule in der Stadt waren die wenigen Orte, die uns Nachdenklich stimmen liessen.

Der Tonle Fluss fliesst langsm durch die Stadt. An seinen Ufern sind nette Lokale, die bei einem guten Essen den Tag ausklingen lassen. Zu empfehlen sind der Besuch des Palastes und des Nationalmuseums. Beim Nationalmuseum ist es weniger das, was ausgestellt ist, sondern mehr das Gebäude selbst. Der grosszügig angelegte Palast ist neueren Datums.



Phnom Penh



Fahrt zum Reisehöhepunkt - Angkor

"Strasse" von Phnom...

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Eigentlich wollten wir mit dem Boot den Tonle hinauf oder hinab und über den Tonle Sap nach Siem Reap fahren. Niedrigwasser verhinderte diese wahscheinlich spannende Fahrt. Also nahmen wir den Bus. Auf einer Strasse, die einer schmalen Landstrasse ähnelt, schlängelte sich unser Bus in gut fünf Stunden nach Siem Reap. Die Stadt selbst hat ausser dem Markt und einigen kolonialen Häusern nicht viel zu bieten. Sie dient für die Touristen als Schlafplatz. Unsere Unterkunft war Mom`s Guesthouse, ein kleines Hotel mit Pool. Der Pool ist eine feine Sache, denn nach einem Besichtigungstag ist eine Abkühlung im Wasser eine feine Angelegenheit.

Gleich nach unserer Ankunft dort charterten wir uns ein TukTuk für die nächsten Tage. Unser Fahrer kutschierte uns die nächsten Tage zu unserer vollsten Zufriedenheit durch die Tempelstadt Angkor. Wie die meisten Gäste, besorgten wir uns eine Dreitagesticket am Eingang der Anlage und sahen uns den Sonnenuntergang an, der keiner war, weil der Himmel anderer Meinung und verhangen war.



Mom`s Guesthouse in Siem Reap



Angkor - ohne Worte

Angkor Wat

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Drei Tage besuchten wir einige der Tempelanlagen. Ich kann nicht sagen, welche der Tempel ein Muss oder ein Kann ist. Alles war wir gesehen haben, war überwältigend. Unseren Tag organisierten wir so, dass früh am Morgen die Tagesausflüge begannen und um die Nachmittagsstunden endeten. Mehr als sechs Stunden waren uns zu viel, so dass für uns diese Zeitdauer angemessen ist. Ganz verrückte Leute machten die Tagestouren durch die Tempelanlagen mit dem Fahrrad. Die armen Menschen waren schon fertig, als sie die Tempelanlagen errreichten. Die Hitze lässt nur einen gemässigten Tagesablauf zu. Wir hätten Wochen bleiben können und hätten noch lange nicht alles gesehen. Die ganze Fläche ersteckt sich auf einem Gebiet, dass die Grösse von Berlin hat.



Angkor Wat "Apsaren"



Reiseabschluss in Sihanoukville

"Strandansicht" in...

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Auf einer Nachtfahrt im Schlafbus machten wir uns auf den Weg nach Sihanoukville. Der Ort ist voll auf Touris eingesetllt. Wir wollten ein paar Strandtage am Ende dieser Reise einlegen. Der Ort ist für diesen Zweck gut geeignet. Kulturelle Höhepunkte sind dort Fehrlanzeige. Es werden aber Strand, Sonne und Wasser geboten.
Viele Hotels wachsen regelrecht uas dem Boden. Insgesamt war die Ecke eine gute Wahl, denn die vielen Restaurants liessen mich nicht verhungern.

Eine kritische Anmerkung erlaube ich mir doch. Es sind einige ältere Herren mit ihren jungen Begleiterinnen unterwegs uns das muss meiner Meinung nach nicht sein.

Nach Phnom Penh zum Flughafen ging wieder mit Bus und von dort aus flogen wir nach Bangkok, wo wir noch einen Tag bis zum Rückflug verbrachten.



Strandrestaurant in Sihanoukville



Eine für jeden machbare Reise

Wie alle unsere Reisen war auch diese selbst geplant und durchgeführt. Die gesamte Reisedauer war vier Wochen. Jeder der Lust am reisen hat, kann diese leichte Tour so oder so ähnlich selbst organisieren und braucht nicht ungedingt einen Reiseveranstalter. Die Reisekosten betrugen knapp unter 3.000 € für zwei Personen. Die Planung und Organisation nahmen drei Tage in Anspruch.

Reiseführer: Stefan Loose "Südostasien"

Wer Fragen zur Planung einer solchen Tour hat, kann mir eine Nachricht senden. Aber bitte nur Südostasien. Ich werde, wenn ich kann, die Frage gerne beantworten.


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Kommentare

  • Blula

    Ein Bericht so ganz nach meinem Geschmack, spannend und vor allem informativ. So zu reisen, dazu braucht man vielleicht etwas Mut, aber auf diese Weise lernt man Länder, Landschaften und Kulturen am besten kennen.
    LG Ursula

  • schokolade55 (RP)

    Hallo Ursula,
    heute braucht keiner mehr mutig sein, um alleine zu reisen, aber vielleicht kommt es mir nur einfach vor, weil ich schon oft in Südostasien war und nur auf eigene Faust reise. Ich freue mich, dass dir der kleine Reisebericht gefallen hat, obwohl ich mehr über das wie, als über den Ort schreibe.
    LG Schokolade

  • Steffania

    Für mich als Asienneuling ein interessanter Bericht. Laos/Kambodscha liegt bei der Reiseplanung fürs nächste Jahr in der engeren Auswahl, deshalb lese ich momentan alles was ich finde.

    LG Steffi

  • Pinky3

    hallo schokolade, bin gerade erst auf deinen bericht gestoßen und finde ihn sehr gut, er hat interessante infos vorallem für mich, ich kenne ja nur singapur in diesem teil der welt, auch deine fotos die ich zum teil ja schon kenne sind sehr ansprechend.........lg gaby

  • Raik

    Ein sehr schöner Bericht mit vielen Infos, sehr anregend und hilfreich! ( unsere individuelle Südostasien-Tour im Oktober ist in Planung )

  • schokolade55 (RP)

    Na dann viel spass bei eurer Reiseplanung !

  • niglotraveller

    Ich finde es immer wieder interessant Reiseberichte anderer Südostasienkenner zu lesen; manchmal decken sie sich mit den eigenen Erfahrungen, manchmal fragt man sich ob man vielleicht auf einem anderen Planeten unterwegs war :-) In diesem Fall, ein lesenswerter und sehr informativer Bericht! Und danke für die sehr neutrale Beschreibung Phnom Penhs, zuvor habe ich fast nur maßlos übertriebene Berichte über seine Schönheit/ "hässliche Ästhetik" zu lesen bekommen (wobei ich die Stadt nun auch nicht sonderlich schön aber interessant finde)

    LG aus PPenh

    Nicolás

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