Gerlos im Zillertal - eine Reise Wert?

Reisebericht

Gerlos im Zillertal - eine Reise Wert?

Reisebericht: Gerlos im Zillertal - eine Reise Wert?

Das Zillertal ist ja für einiges bekannt, vor allem aber dafür, dass man dort eine unglaublich hohe Dichte an Bands und Musikanten vorfindet, die sich wahlweise der "echten" Volksmusik oder auch der volkstümlichen Musik widmen. Doch das Zillertal und auch Gerlos haben wesentlich mehr zu bieten als das.

Unterwegs im Zillertal, angekommen in Gerlos...

Das Zillertal ist ja sogar noch einmal bekannter als die Täler in Tirol sonst schon bekannt sind. Man könnte eine Umfrage machen und fragen, wer denn z.B. das Pitztal kennt bzw. dort vielleicht auch schon mal Urlaub gemacht hat und wer das Zillertal kennt. Man kann sich fast sicher sein, dass wesentlich mehr Leute das Zillertal kennen und dass wesentlich mehr Leute auch im Zillertal gewesen sind. Wer schon einmal gesehen hat, wie sich zur Skifahr-Hochsaison die Kolonnen an Autos in das Zillertal hineinwälzen, wird davon ein Lied singen können.

Nicht wenige werden dabei in ebendieser Kolonne gestanden sein, sofern sie auch einen Skiurlaub im Zillertal geplant hatten. Die gute Nachricht ist: das Zillertal ist diese Wartezeiten und diese Kolonnen durchaus Wert . Und die noch bessere Nachricht ist, zumindest für UrlauberInnen, die es ein wenig "gemütlicher" haben wollen, dass im Sommer nicht ganz so viele Menschen ihren Weg ins Zillertal finden. Und wenn man sich dann auch noch für das schöne Gerlos im Zillertal entscheidet, dann hat man eigentlich fast alles richtig gemacht und kann sich auf ein paar Tage Erholung freuen.

Auf 1300 Metern gelegen liegt dieses Dorf, dass sich in den letzten Jahrzehnten dann doch mit massiver Bautätigkeit auszeichnete, ohne jedoch das Ortsbild zu "verschandeln". Im Gegensatz zu manch anderem Ort ist hier trotz einiger Hotelbauten das Ortsbild noch relativ gut erhalten geblieben, noch relativ "ursprünglich", auch wenn sich natürlich sehr viel getan und verändert hat. Und man hat dabei das Gefühl, dass der "Gapsingerhof" in Gerlos noch einmal besonders heraussticht unter den wunderschönen Fassaden, die das Dorf so zieren. Wenn man durch das Dorf geht, dann hat man auf alle Fälle das Gefühl, dass hier natürlich einige touristische "Tupfer" zu finden sind, das Dorf wirkt auch ein wenig "unbelebt" und man hat das Gefühl, dass man hier eigentlich auf die Wintersaison wartet, wo es dann richtig losgehen kann und sich dann auch die Menschenmassen durch die Gassen und Straßen von Gerlos wälzen. Und doch habe ich es sehr genossen, zusammen mit meiner Familie, hier einige schöne Frühsommertage im Juni zu verbringen. Genau davon soll hier ein wenig erzählt sein, auch wenn einiges nur Andeutung bleiben kann - man kann ja hier schließlich keine "Romane" schreiben.

Nachdem wir es uns jedenfalls im "Gaspingerhof" gemütlich gemacht hatten, sich unsere beiden Kinder schon gut eingelebt hatten und die ältere Tochter schon von "zuhause" gesprochen hatten (etwa: bei einem kurzen Spaziergang die Frage, wann wir denn wieder nach Hause zum Essen gehen würden...). So oder so: am nächsten Tag, nachdem wir am ersten Tag im Wellnessbereich, beim Schwimmen und beim Relaxen verbracht hatten, sich meine Frau und ich jeweils eine Massage gegönnt hatten, war es am nächsten Tag Zeit die Zillertaler Berge zu erklimmen. Da die "Zillertal-Arena" direkt vor der Haustür von Gerlos liegt, war der Weg dahin kein besonders weiter und steiniger. Einfach die Straße entlang und schon konnt es losgehen.
Es sollte auf den "Isskogel" gehen - unsere kleine Tochter im Tragetuch und unsere große hochmotiviert und mit ihren brandneuen Wanderschuhen unterwegs. So konnte es losgehen. Zum Glück hatten wir den Wanderführer des Hauses, Erich, auch mit dabei, der uns noch einem gut zuredete und der festen Überzeugung war, dass unsere Tochter den Gipfel erreichen würde. Zuerst ging es mit der Gondel dann doch schon ein wenig in die Höhe, sodass sich ein schönes Panorama auf die beeindruckende Zillertaler Bergwelt eröffnete.
Dann, bei der Bergstation angekommen und auch den obligatorischen WC-Besuch unserer großen Tochter abgeschlossen, konnte es losgehen. Der Weg war angenehm, der Winter vorbei, der Schnee weg, der Weg also geebnet für einen kleinen, aber feinen Gipfelsieg. Und, man muss es schon einmal honorieren: Wir schafften es tatsächlich, unsere "Große" schaffte es auch tatsächlich, sodass wir allen Grund hatten auf uns und unsere Kinder stolz zu sein (wir werden ja auch selbst keine allzu geübten Wanderer). Am Gipfel angekommen verewigten wir uns im Gipfelbuch, beim Rückweg kehrten wir in einer schönen Alm ein und aßen hervorragendes "Gröstl". Ein wunderbarer Tag am Berg, jetzt konnt es also wieder "nach Hause" ins Hotel gehen.

Ich hoffe die Bilder vermitteln einen kleinen Eindruck - ich kann Gerlos im Sommer jedenfalls nur sehr empfehlen. Schade, dass ebendieser gerade zu Ende geht. Aber ich denke, dass es auch im Herbst sehr schön sein wird - und man auch im Winter das eine oder andere "Abenteuer" in Gerlos im Zillertal erleben kann...



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Kommentare

  • agezur

    Ein kleiner, feiner Familienurlaub. Mit Gipfelsieg und Erholung! So schön kann Sommer sein!
    LG Christina

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