Flugsafari in Botswana

Reisebericht

Flugsafari in Botswana

Reisebericht: Flugsafari in Botswana

Urlaubsreise nach Botswana mit Schwerpunkt Okavango Delta. Verschiedene Pirschfahrten und Bootstouren mit Tierbeobachtungen, sowie hautnaher Kontakt zu zahmen Elefanten bei einer "Elephant Experience" und abschließender Besuch der Victoriafälle in Simbabwe.

1. Anreise und Makgadikgadi Nationalpark

Abflughalle in Johannesburg

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Nachdem wir bereits 2005 in Namibia unseren Sommerurlaub verbracht haben, wollten meine Frau Katrin und ich dieses Jahr wieder einmal das südliche Afrika besuchen. Aufgrund des Tierreichtums, der klimatischen Verhältnisse im August und der stabilen politischen Situation fiel unsere Wahl auf Botswana. Über das Reisebüro Abendsonne Afrika haben wir uns eine massgeschneiderte Individualreise für dieses Land zusammenstellen lassen.

Der Nachtflug von Frankfurt nach Johannesburg dauerte zehneinhalb Stunden. Von Johannesburg ging es dann mit der Air Botswana nach Maun, dem Tor zum Okavango Delta. Am Flughafen von Maun stiegen wir dann in ein kleines Sportflugzeug, das uns dann zu unserer ersten Station, der Lodge Leroo La Tau im Makgadikgadi Nationalpark brachte.

Nach der anstrengenden Anreise gab es erst einmal ein kleines Mittagessen, dann konnten wir unser Appartement beziehen und etwas ausruhen. Von der Veranda aus entdeckten wir am gegenüberliegenden Ufer des Boteti River bereits die ersten Zebras, Seeadler, Meerkatzen und später auch Elefanten.

Am Nachmittag starteten wir mit unserem Guide Lance zu unserer ersten Pirschfahrt, der am nächsten Tag weitere folgen sollten. Außerdem durften wir uns mit Lance in einem Motorboot ganz dicht den badenden Elefanten nähern. Nachdem der Boteti lange Jahre komplett ausgetrocknet war, fließt er seit 2009 vermutlich aufgrund einer tektonischen Verschiebung wieder.

Nach zwei Nächten brachte uns Lance wieder zur Flugpiste und ein Kleinflugzeug brauchte uns ins Okavango Delta zur Moremi Game Lodge.



Verbindungsflug Johannesburg Maun



2. Moremi Game Lodge

Leopard

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Nach einem ca. halbstündigen Flug landeten wir auf der Piste der Moremi Game Lodge im Moremi Game Reserve. Beim Flug über das Delta konnten wir bereits Flusspferde und Elefanten sehen. Unser Guide für die nächsten beiden Tage hieß Banda und stand schon zur Abholung bereit.

Nach der üblichen Erfrischung bzw. Imbiss ging es gleich los zur ersten Pirschfahrt. Im Gebiet um die Lodge sind die Wege teilweise stark überschwemmt und das Fahren durch diese überschwemmten Wegabschnitte erfordert viel fahrerisches Geschick. Banda war der beste Fahrer der gesamten Reise.

Banda war kaum losgefahren, da entdeckte er eine tote Impala in einem Baum. Da konnte der Leopard natürlich nicht weit sein. Tatsächlich machte er es sich gerade auf einem breiten Ast bequem. Banda unterrichtete per Funk sein Kollegen und kurz darauf waren wir von mehreren Jeeps umgeben.

Auf der weiteren Pirschfahrt begegneten wir wieder vielen Elefanten, Giraffen und Kudus. Alle Tierarten aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Berichts sprengen, die Beobachtung des Leoparden mit Beute war jedenfalls das Highlight dieses Tages.

Die Lodge bestand aus 18 Appartements und einem zentralen Gebäude in der Mitte. Die Appartments waren luxuriöse Doppelzelte auf erhöhten Plattformen, um das Eindringen der Großtiere zu verhindern. Ein Zelt war das Wohnzelt, das andere das Badezimmer. Die Wege zwischen Haupthaus und Appartement durften aus Sicherheitsgründen nachts nur in Begleitung eines Guides mit starker Taschenlampe zurückgelegt werden, da immer die Gefahr der Begegnung mit einem Leoparden bestand. In Moremi war auch ein Elefant in die Umzäunung der Lodge eigedrungen, so dass auch die Begegnung mit ihm drohte.

Da wir in der Nacht das Gebrüll von Löwen hörten, begab sich Banda am nächsten Morgen mit uns auf die Suche nach den Urhebern dieser Rufe. Kurz hinter der Lodge stießen wir auf ihre Spuren und Banda verfolgte diese über mehrere Kilometer, bis wir endlich auf die Löwen trafen.

Nach zwei Nächten und tollen Tierbeobachtungen verließen wir Moremi und das nächste Kleinflugzeug brachte uns zum Stanley`s Camp.



Flug nach Moremi



3. Stanley's Sanctuary mit einer Elephant Experience

Elefanten hautnah

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Nachdem wir uns schon über die Jugendlichkeit unserer bisherigen Piloten gewundert hatten, wurden wir diesmal vo einer jungen Dame abgeholt. Aber sie flog uns sicher und zuverlässig zu unserem neuen Ziel, dem privaten Stanley's Camp, außerhalb des Nationalparks. Bereit während des Fluges machte uns die Pilotin auf die Elefantenherden unter uns aufmerksam. Nach einer kurzen Schleife über die Landepiste, damit kein Elefant oder keine Giraffe im Weg steht, brachte sie uns sicher zu Boden.

Zum Camp mußten wir erst einige Kilometer über eine flache, mit Schilfgras bewachsene Wasserfläche gefahren werden. Dies erfolgte mit schnellen Motorbooten in rasantem Tempo durch die kurvenreiche Fahrrinne. Nach dem Beziehen der Räume und dem obligatorischen Snack ging es los zur ersten Pirschfahrt.

Kaum losgefahren entdeckte July, unser Führer in Stanley's einen Leoparden in einem Baum, der sich aber sofort aus dem Staub machte, als er uns bemerkte. Ich konnte nur ein einziges Foto schießen, dann war er schon im Dickicht verschwunden. Im weiteren Verlauf der Pirsch konnten wir einen der seltenen Wildhunde beobachten, kamen wir am Bau einer Tüpfelhyäne mit ihren drei Jungen vorbei und stöberten eine Wildkatze auf.

Am nächsten Morgen konnten wir erstmals auf dieser Reise ausschlafen, da wir die Elephant Experience gebucht hatten, eine Begegnung mit zahmen Elefanten. In diesem Camp lebt Doug seit vielen Jahren und hat mittlerweile drei Elefanten, die er als Waisen übernommen hat. Er hat diesen überaus intelligenten Tiere beigebracht, für die Fotografen in jeder Lage zu posen, den Gästen Auge, Ohr, Zähne und Fußsohlen zu zeigen. Das Ganze gipfelt darin, dass man sich hinstellen kann und die drei Elefanten legen einem ihre Rüssel auf die Schulter. Ein unvergeßliches Erlebnis.



Miss Pilot



4. Savuti

Savute Safari Lodge Terrasse...

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Wie gewohnt, wurden wir pünktlich zur Landebahn gebracht, das Kleinflugzeug transportierte uns sicher nach Savuti, obwohl der Pilot vom Alter her auch eher in die Kategorie Mopedführerschein fiel. Unser Appartement im Savuti Camp lag direkt am künstlich angelegten Wasserloch in unmittelbarer Nähe des Savuti River. Durch gewisse Mineralien war dieses Wasserloch für Elefanten ungeheuer attraktiv. Von unserer Veranda konnten wir die Dickhäuter rund um die Uhr auf eine Entfernung von nur wenigen Metern beobachten.

Die Excursionen mit unserem Guide Gwist setzen dem bisher Gebotenen nochmals die Krone auf. So konnten wir aus nächster Nähe einen Leoparden beobachten, wir er sich durchs Gras anpirschte und sich dabei unserem Jeep immer mehr näherte. Danach brachte uns Gwist zu einem Löwenrudel, das gerade im Begriff war, sich von der täglichen Siesta zu erheben, um zurück zu ihrer tags vorher gemachten Beute aufzubrechen. Ein Löwenrudel, das im besten Abendlicht auf einen zuläuft, ein erhebender Augenblick.

Obwohl die Jeeps komplett offen waren, fühlte man sich keinen Augenblick unsicher. Man durfte allerdings nicht aufstehen oder nach außen fassen, um den Löwen keine einzelne Silhouette zu bieten.

Mit diesen Bildern im Kopf ging es heim zum Abendessen. Wie in allen Lodges durften wir auch hier nach Einbruch der Dunkelheit auch die allerkürzesten Wege nur in Begleitung eines Guides zurücklegen. Man erzählte uns, dass die Vormieter unseres Appartements vor zwei Tagen beim Aufwachen einen Leoparden von der Veranda verscheucht hätten.

Savuti war aufgrund seiner relativen Trockenheit auch der einzige Platz im Okavango Delta, wo wir Oryx und Pferdeantilopen entdeckten.

Nach zwei Übernachtungen mußten wir auch diesen herrlichen Fleck wieder verlassen und wurden nach Chobe geflogen.



Großer Kudu



5. Chobe

Dumbo

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Im Chobe Nationalpark sind alle Guides bzw. Fahrerinnen weiblich. Wir waren diesmal nicht alleine in einem Jeep, sondern teilten uns den Guide mit einer italienischen Familie und zwei Tunesiern, Vater und Sohn.

Chobe ist bekannt für seine großen Elefantenherden, ca. 50.000 Tiere sollen allein in diesem Park leben. Die Lodge lag direkt am Chobe River, gegenüber des Flusses befand sich bereits der Caprivistreifen Namibias.

Die Pirschfahrten entlang des Flusses brachten uns wieder Beobachtungen von den üblichen Großtieren, daneben als seltene Art die Rappenantilope. Auf einer Bootstour über den Chobe kamen wir dicht an Krokodile, Hippos und viele Vögel heran, darunter Nilgänse, Schlangenhalsvögel, Klaffschnabel, Nimmersatt, Sattelstörche und diverse Reiherarten.

Als Höhepunkt durften wir am späten Abend kurz vor Sonnenuntergang die Jagd von drei Löwinnen beobachten, die erfolgreich Beute machten.

Mit diesem Erlebnis endete die Tiersafari und wir hatten noch drei erholsame Urlaubstage am Fuss der Victoriafälle.



Fisheagle



6. Victoria Falls

Victoriafälle

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Die letzte Station dieser Reise waren die Victoriafälle. Unser Hotel lag auf der Seite Simbabwes.

Bei Victoriafalls stürzt der Sambesi, Afrikas viertlängster Fluss auf einer Breite von 1.700 m in eine 108 m tiefe Schlucht, die seinen Lauf in einem rechten Winkel kreuzt. Während der Hochwasserzeit stürzen bis zu 550 Millionen Liter pro Minute hinunter.

Ein Helikopterflug über die Fälle war der letzte Höhepunkt dieser erlebnisreichen Reise.

Unser Dank gilt dem Reisebüro "Abendsonne Afrika", das uns diese Reise nach unseren individuellen Wünschen zusammengestellt hat. Außerdem unseren immer freundlichen und zuvorkommenden afrikanischen Guides Lance, Banda, July, Gwist und Modiba, die uns außergewöhnliche und einzigartige Tierbeobachtungen ermöglicht haben.



Victoriafälle Bungee


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Kommentare

  • mamaildi

    Das muss eine unvergessliche Reise gewesen sein - nach der Lektüre deines Berichts könnte ich sofort los...
    Weißt du eigentlich, was ihr für Glückspilze seid mit den Leoparden?
    Danke fürs Mitnehmen und die schönen Bilder,
    liebe Grüße - Ildiko

  • MaoMao

    Sehr interessanter Reisebericht und Bilder.

  • Banda

    Als Neuer in der RC bedanke ich mich für Eure positive Resonanz auf meinen Bericht und meine Fotos. Wir wissen, was wir für unglaubliches Glück auf dieser Botswana Reise hatten, aber das sind gerade die Momente, die für viele Strapazen entschädigen und dnn auch unvergesslich bleiben.
    Grüße aus Franken
    Banda

  • moppeliwan

    Ein schöner Bericht und tolle Bilder.
    Gruß Anne

  • moppeliwan

    Ein schöner Bericht und tolle Bilder.
    Gruß Anne

  • ingepeter (RP)

    Eine Reise, die man nicht vergisst! Geistig habe ich mein Gepäck zusammengestellt und war auf dem Weg zum Flughafen, na ja, für heute ist schon zu spät :-))) Aber heute konnte ich mit euch reisen und das war auch sehr gut - schön deine umfangereichen Fotos ..... Gruss Inge

  • Schoena

    Das muss wirklich eine einmalige Reise gewesen sein. Danke, dass wir ein bisschen mitreisen durften.

  • nach oben nach oben scrollen
  • Steffania

    Ein sehr schöner Bericht. Einen Teil Botswanas sowie die Victoriafälle durfte ich dieses Jahr auch kennenlernen. Durch Deinen Bericht habe ich mich gedanklich gleich wieder nach Afrika versetzt gefühlt. Toll, dass ihr öfters Leoparden gesehen habt. Wir hätten uns auch mit Löwen zufrieden gegeben, leider war uns das nicht vergönnt.
    LG Steffi

  • Snake

    Großartige Bilder. Macht Lust auf mehr.

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