ZUM ERSTEN MAL: MEXIKO

Reisebericht

ZUM ERSTEN MAL: MEXIKO

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In Mexiko, der größten Stadt der Welt, den 30.12. 2005

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Am 24.12. sind wir von Hamburg über Frankfurt nach Mexiko geflogen.
Es war ein Tagesflug der zwölf Stunden dauerte, wovon die letzten drei sehr mühselig waren und kaum vergingen. Wir saßen auf dem Mutter-, Kindplatz und hatten wenigstens Beinfreiheit, dafür aber keinen Blick auf den Monitor. Musik war auf dem mitgenommenen MP3 Player kaum zuhören, weil die Umgebungsgeräusche zu laut waren. So blieb nur lesen und dösen. Zum Reden hatten wir beide keine besondere Lust. Hingen ab, wie die jungen Leute sagen würden.
Der Lufthansaservice blieb uns nicht besonders im Gedächtnis haften, war mau, weil die Besatzung ihrem Gefühl von Weihnachten nachgab und es nicht mit uns, sondern im Kollegenkreis feierte. Schokoladenweihnachtsmänner konnte sich der forschende Reisende selber aus der Bordküche holen (durch Zufall entdeckt), sie wurden dem zurückhaltenden Gast nicht angeboten. Zweimal störte ich ihre „Besprechung', weil ich nach Wasser fragte, musste aber eine Weile warten, bis auf mich reagiert wurde. Deutschland ist eben kein Dienstleistungsland, das spürten wir selbst hier oben in der Luft.
Wir kamen um 19:00 Ortszeit auf dem Flughafen in Mexiko an. Die riesige Stadt lag in fortgeschrittener Dämmerung. Nach den langen Stunden im Flugzeug tat sich beim Anflug auf die Hauptstadt ein uferloses Meer von Lichtern auf. Die Metropole erstreckte sich von Horizont zu Horizont über dem Hochtal und der internationale Flughafen von Mexiko-Stadt liegt mitten drin.
Wir wurden in der Halle vom Hoteltransfer erwartet und als der dritte Gast sich zu uns gesellte, ging es ab ins Sheraton Hotel. Die Straßen - zunächst durch Lagerviertel mit bis halb Meter großen Kantsteinen - waren so uneben, dass wir immer wieder gegen das Fenster oder auf uns hin und her gestoßen wurden. Diese Lagerviertel, nur selten unterbrochen von Getränkeläden und kleinen Imbissen, schienen endlos weit ausgestreckt und ich habe zunächst gedacht, die ganze Stadt muss wohl so aussehen. Aber ich kannte die Dimensionen von Mexico City ja noch nicht. Der Fahrer fuhr natürlich eine Höllenfahrt, bog dann auf Schnellstraßen, immer wieder mit Überführung über andere Straßen, um noch schneller zu rasen. Es war ein echter Transfer, mit minimalem Genuss, nur um an das Ziel zu kommen. Dann änderte sich das Stadtbild, zu den Lagerhäusern traten wenig erleuchtete und eher chaotisch bestückte Läden, häufiger mal ein hell erleuchtetes Restaurant, und sogar Mexikaner auf den Straßen. Inmitten den wie ausgestorben wirkenden Lagerhäusern fühlte ich mich wie auf einem Meer mit gefährlichen Haifischen, so dass ich innig wünschte, dass wir nicht angehalten oder überfallen würden, da hier wirklich keine Aussicht auf Hilfe bestand. Das sind sicher in Mexico City die üblichen Gefühle des Ankommenden und wir hatten später nur noch wenige Probleme in dunklen Straßen.

Ich habe als Erste geduscht, streckte mich in den geräumigen King Size Bett aus und schlief prompt ein. Als Günter aus dem Bad kam, schwebte ich schon in meiner ersten REM-Phase.
Für den nächsten Morgen hatten wir eine Tour mit dem Besuch der Pyramiden und des Anthropologischen Museums, das Weltrang hat, gebucht.
Der Museumsbesuch wurde gestrichen, weil es, zum ersten Mal, um diese Zeit auf Grund Renovierungsarbeiten geschlossen war.
Statt dessen begannen wir mit einem Spaziergang durch das Zentrum der Stadt, rings um den Zocalo. Der Platz selber misst 240 m im Quadrat und gehört somit zu den größten Plätzen der Welt. Der Palacio de las Bellas Artes (Oper), sowie die gegenüberliegende Post, wurde von einem italienischen Architekten konzipiert und wir erblickten eine uns bekannte Bauweise.
Da die Innenstadt der Azteken im Altertum eine Insel war, von der auch heute noch schwimmende Gärten (d. h. schwimmende, bepflanzte Kokosmatten) zusehen sind, haben die Spanier diese zum Teil zugeschüttet und darauf das heutige Mexiko erbaut. Im Laufe der Zeit sackten und sacken immer noch die Gebäude ab.
Bei der Oper hier hatte man Glück, das Gebäude sackt insgesamt, also im Ganzen, senkrecht hinab.
Vier Meter sind es seit der Erbauung. Jetzt versucht die Stadt Mexiko die Technik von Venedig zu kopieren, Beton in den Untergrund zu bringen, um so das Absacken zu verhindern oder zumindest zu verzögern.
Einige Kirchen stehen schief, nicht so sehr, wie der Turm von Pisa, aber doch deutlich mit dem bloßen Auge zu erkennen. Das Auge wundert sich und jede Schieflage wird prompt zum Gehirn geleitet und lässt es uns ausplaudern und darauf deuten, sodass es mich nach einer Weile langweilte, von den übrigen Mitreisenden wie ein übereifriges Kind sofort wieder auf eine Schieflage aufmerksam gemacht zu werden.
Als wir die größte Kathedrale (und Sagrario Metropolitano) Südamerikas betraten, die neben dem größten Regierungspalast und an der Längsseite des Zocalo nicht so imposant wirkt, wurde der Altar leider restauriert und wir sahen viele Arbeitsbühnen davor stehen.
Wir standen vor der Orgel, die seit dem 18. Jahrhundert in der Kirche ist, aber selten gespielt wird. Meistens erklingt die neue Orgel. Nun aber hörten wir das alte Instrument im Original und wir mochten uns nicht von dem Ton entfernen, standen still und lauschte diesem fremden vielstimmigen Klang. Zimbeln und Posaunen klangen durch deutliche Pfeifgeräusche unperfekter, aber authentischer. Leider mussten wir nach einigen Minuten zur Gruppe aufschließen und verließen die Kathedrale zögerlich.
Vor dem Durchgang des Bauzaunes sah ich, trotz Sonnenbrille, so etwas wie einen winzigen Messingstift aufblitzen, ich bückte mich danach und fand einen ein Zentimeter kleinen Jesus mit ausgebreiteten Armen im Staub liegen, zwischen öffentlichen und kirchlichen Platz.
Wie kann ich an einer höheren Macht zweifeln, nur weil mir die Kirche mit ihrem engen Regelwerk missfällt? Ich nahm es als ein sichtbares Zeichen dafür, dass es eine Reise ohne Katastrophen werden würde und sich der Tsunami vom letzen Jahr in Thailand hier nicht wiederholen würde und war dankbar für diese Gabe.

Was ist uns in Mexiko-Stadt noch in Erinnerung geblieben?
Natürlich die Schuhputzer. Aus dem Fernsehen mir längst bekannt, konnte ich sie hier in Aktion bei ihrer Arbeit mit dem nötigen respektvollen Abstand bei Ihrer Arbeit beobachten. Nicht nur Geschäftsleute, auch einfach gekleidete Menschen, vor allem Männer, nehmen dieses in Anspruch. So sitzen sie selbstverständlich, Zeitung lesend, auf dem erhöhten Stuhl und ließen sich die Schuhe blank wienern.
Abends wurde es empfindlich kalt und ich war froh, auf Günter gehört zu haben und nicht nur Spaghettiträgershorts in den Koffer gepackt, sondern auch einen Shetlandpullover, den ich über meine Jeans ziehen konnte, im Koffer zu haben.
Legere Kleidung war hier nirgends fehl am Platz.
Bei den meisten Mexikanern hatten wir immer den Eindruck, das sie gerade dem Bad entstiegen sind und frisch gekleidet das Haus verließen. Ganz nach Melles Motto: man kann ja nicht wissen, wen man trifft.
Natürlich gibt es auch eine Skyline, diese ist im Zentrum angesiedelt. Sonst herrscht überwiegend die koloniale Architektur, also zwei- bis dreistöckige Bebauung vor.
Die Eroberer haben Mexiko genau auf das Zentrum der Azteken erbaut. Zum Teil sogar mit deren Steinen, um die Schmähung, wie ich meine, noch zu vergrößern.
Günter meinte aber, es hätte sich bestimmt einfach nur so ergeben, sie nahmen halt einfach, was sie vorfanden, für mich stellte es aber eine zusätzliche Schändung dar, da die Steine von den heiligen Stätten der Unterjochten nun für christliche Bauten verwendeten wurden, die auch noch von den Einheimischen erbaut wurden, natürlich unter Zwang. Die Spanier behielten nur die Aufsicht über die körperlich schweren Arbeiten.
Wie alle spanischen Städte wurde auch diese im Schachbrett geplant und erbaut, aber das rasante Wachstum der Stadt ließ alles Geplante zusammenbrechen, nur die großen Achsen sind geblieben. Es gibt fast nur Einbahnstraßen, was das Überqueren enorm erleichtert, weil wir nur in eine Richtung zu schauen brauchen. Die Straße liegt oft 50 Zentimeter tiefer als der Gehweg und gute Oberschenkelmuskulatur ist hier von Vorteil.
Viele Ausgrabungen werden und wurden ernst in den letzten Jahren, beim Bau eines neuen Gebäudes oder Platzes durch Zufall freigelegt.
Wir sahen: Das Licht auf dem Zocalo, Ruinen des Azteken Palastes, Churrigero Fassaden, Bischofsplatz, den monotonen Regierungspalast, Kachelkaufhaus, in dem wir Kaffee tranken (1596 erbaut, 150 Jahre später verkachelt), Park mit Springbrunnen, Hauptstraße: Avenida de la Libertad, Reforma, Zona Rosa Viertel, Aussichtsturm Torre Latinoamerican, 43 Stockwerke (115 Meter hoch), gegen Gebühr zu besteigen und hatten so einen ungehinderten Rundumblick über die Stadt, Zentralbibliothek und Unabhängigkeitsdenkmal El Angel.

Wir fuhren weiter zu dem Wallfahrtsort Guadalupe, der auch über die Grenzen Mexikos angepilgert wird. Die ‚Geschichte’ dazu geht folgendermassen:
Ein Indio wurde auf seinem Weg von Maria auf einen Hügel gerufen, er solle dem Priester diese Begegnung mitteilen und dafür sorgen, dass hier, an diese Stelle eine Kirche erbaut würde. Der Priester glaubte ihm nicht, da erhielt er von Maria drei Tage später ein erneutes Zeichen. Der Eingeborene solle vom Berg in seinem Umhang Rosen pflücken, der Berg war vorher kahl und karg, nun aber sprossten Rosen auf ihm und er legte sie in seinen Umhang und ging erneut zum Priester. Als er seinen Poncho öffnete, um die Rosen zu übergeben, war darauf das Abbild Marias, bis zum heutigen Tag im Original zusehen.
Mit einem kurzen Förderband werden die Pilger an dem Poncho vorbeigefahren, weil es sonst zu entsetzlichen Staus käme. Schließlich soll jeder einmal dem Mantel nahe sein dürfen. Filmen und Fotografieren ist erlaubt, es macht den Originalfarben nichts aus. Stündlich werden dort, in einer zweiten neu erbauten Kirche, die sehr modern, nur aus Beton und Marmor besteht - es wurde ganz auf Holz verzichtet - über Lautsprecher Messen abgehalten. (Die alte Basilika ist nicht mehr zugänglich.) 20.000 Besucher fasst die Kirche täglich. Ich finde es ist eine unglaubliche Zahl. Das ganze Jahr über ist es so etwas wie eine Massenveranstaltung, aber natürlich am 9.12. und am 12.12. dem Begegnungsdatum Marias und zur Weihnachtszeit quillt sie fast über vor Gläubigern, die sich sehr gesittet benehmen. Ein langsamer, gleichmäßiger Strom ohne Ellenbogenpraktiken, schlängelt sich sachte in die Andachtshalle. Auch hier wieder eine begehbare Krippe, die die heiligen Bilder darstellte. Teilweise waren sie mit blinkenden Lichterketten umschlungen, was mir persönlich die innere Vertiefung schwer machte. Für Europäer ist es ein bisschen zu dick aufgetragen, aber wir schienen die Einzigen zu sein, denen es als merkwürdig auffiel.
Wir bekamen eine Stunde Zeit um uns den Hügel und die ehemalige, jetzt baufällige Kirche anzusehen.
Treffpunkt war die Bronzestatue Johannes Pauls II., der viermal zu diesem Wallfahrtsort kam. Fahnen der spendenden Länder hingen links vom Altar, die deutsche Fahne fehlte leider.
Es ist bemerkenswert, wie viele Elemente außerhalb des katholischen Dogmas liegen und oft an vorchristliche Mythen anschließen. Vielleicht durchdringt deshalb alle Schichten Mexikos, ja ganz Südamerikas der Glaube an die heilige Jungfrau von Guadalupe?
Draußen auf dem Platz tanzten Indios in Tracht ihre rituellen Tänze, da es vor der Bekehrung bereits ein heiliger Platz gewesen ist. Hier wurde von den Azteken die Göttin Tonantzin (Sonnengöttin) verehrt und Lebendopfer waren nicht selten. Jetzt schmückte ein mächtiger moderner Glockenturm dem Platz.
Wir gingen langsam die Stufen zur Kapelle, die an der Stelle erbaut wurde, an der dem Indio Juan Diego die Mutter Gottes erschienen sein soll, herauf. Zweimal mussten wir pausieren, weil mein Herz tief durchschlug, immerhin waren wir erst seit vierundzwanzig Stunden auf 2200 Meter Höhe.
Auch in dieser Kapelle herrschte ein sehr zivilisiertes Benehmen aller und ich konnte eine Herzensrührung, über so viel Disziplin und echte Verehrung der Besucher, bei mir wahrnehmen.
Dieses war ein heiliger Platz, ist es bis heute. Das empfand ich gerecht, so als ob es richtig sei, dass dieser Platz nicht ganz verschwunden und eingeebnet wurde.
Es gibt ihn, für welche Glaubensrichtung auch immer.

Danach ging es weiter zu den beeindruckenden Ausgrabungsstätten von
Teotehuacan. Die Größe der Anlage geben dieser Stadt eine besondere mystische Ausstrahlung. 100 v. Chr. entwickelte sich hier eine Kultur, die auf alle Völker Südamerikas großen Einfluss hatte. Übersetzt bedeutet der Namen Teotehuacan: Der Ort, wo die Götter Menschen wurden.
Ich stand vor meiner ersten realen Pyramide! Was hatte ich nicht schon alles über die Mystik und Unerforschtheit darüber gelesen. Der Sinn der Pyramiden ist bis heute nicht geklärt und wir standen vor einem echten Rätsel unserer Zeit. Wie war es möglich, das zur selben Zeit in Ägypten und hier die gleichen Bauten errichtet wurden, wo es doch nicht zu einem Gedankenaustausch kommen konnte?
Schon während der Schulzeit las ich einiges über die Azteken und Majas und die Bücher darüber sind bei jedem Umzug mitgekommen, stehen noch heute in unserem Regal. Ich war im Land der Majas und der Azteken …
Ich ging nur bis zum ersten Absatz mit Günter hinauf. Die Stufen waren hoch (50 cm und mehr hoch) und unregelmäßig behauen und ausgetreten. Es war Mittag, die Sonne schien auf unsere unbehüteten Köpfe, ich dachte an meinen wackeligen Kreislauf und lies Günter mit Bedauern allein die Sonnenpyramiden besteigen.
Nach obenhin verjüngen sich die Stufen, wie man es von den Bildern her kennt und auf mein drängendes Fragen hin erzählte Günter, dass es mit dem Aufstieg, je näher er den Gipfel kam, immer leichter ging. So, als ob er imaginär gezogen wurde. Das Gefühl wirklich der Sonne entgegenzugehen, stellte sich ganz von selber ein. Günter empfand es als großes Naturerlebnis die ungleichen Stufen im selbst gefundenen Rhythmus hinauf zusteigen. 'Du kannst dich eines erhabenen Gefühls nicht verwehren … der totale, ungehinderte Blick über das gesamte Areal und weiter in die Landschaft hinein vertieft dieses Gefühl dem Himmel ganz nah zu sein doch sehr …'
Ich wartete inzwischen im Schatten einer Mauer, an der eine mexikanische Familie mit ihren drei Kindern im Vorschulalter ebenfalls auf Ersteigende wartete.
Sie erkannten mich als Ausländerin und waren des Englisch wohl nicht mächtig, sonst hätte sich sicher ein Gespräch gefunden, denn bisher haben wir die Mexikaner als sehr aufgeschlossen und überaus zuvorkommend erlebt.
Dieser Eindruck verstärkte sich noch im Laufe der Reise. Die sprichwörtlichen Machos kamen uns nur abgefedert, dezent entgegen. Günter, der sonst leichte Schwierigkeiten mit Machotypen hat, traf stets auf höfliche, hilfsbereite Auskünfte.

In 200 m Entfernung befindet sich die Mondpyramide. Ob die Bezeichnungen so stimmen, steht mit Gewissheit nicht fest, da es keine klärenden Aufzeichnungen darüber gibt.
Günter erstieg auch diese, während ich in den Klosterruinen fremden Reiseleitern lauschte. Souvenirläden und fliegende Händler umringten die gesamte Anlage, nur fiel hier auf, dass sie in keinster Weise aufdringlich waren, ein ignorantes Weitergehen unserseits oder ein leichtes Handzeichen genügte und man ließ von uns ab.

Die Fahrt mit unserem Elf-Personen-Bus ging weiter zu einer Steinverarbeitung. Zuerst zeigte uns ein junger Mann, dass in früheren Zeiten die Agavenblätter auch zum Schreiben, als Papyrus, benutzt wurden. Mit einem Kugelschreiber schrieb er in Deutsch: Herzlich Willkommen in Mexiko, auf ein Blatt, hielt es dann hoch und zeigte es in die Runde. Das machte natürlich Eindruck und stimmte uns freundlich auf den Verkaufsraum, den wir nach der Besichtigung der zum Teil unbehauenen, wunderschönen Steine, betraten. Die Steine wurden hier, aus den nahen Bergen geborgen. Daraus wurden Figuren, zum Beispiel Frösche, Schildkröten etc. und Masken gefertigt. Sie werden maschinell, aber auch in vortrefflicher Handarbeit hergestellt. Wir wurden zum kostenlosen Tequilatrinken in den Show Rom eingeladen. Meine Sitznachbarin kaufte eine hübsche Schildkröte, so haben sie doch noch ein kleines Geschäft mit uns gemacht.

Am nächsten Tag, gegen 16:00 Uhr konnten wir unser Auto in Empfang nehmen.
Wir schlenderten die Reforma entlang, auf der in ca. 100 Meter Abstand Krippen Darstellungen in klassischer oder moderner, einfaltsreicher Art auf der Straße dargestellt wurden.
Jedes Kunstwerk wurde von einem Polizisten bewacht, was glaube ich nicht nötig war. Der katholische Glaube ist hier sehr gefestigt und ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemand wagt, sie mutwillig zu zerstören. Auch an anderen Stellen der Stadt haben wir Darstellungen der Heiligen Nacht, oft überlebensgroß, gesehen.
Schade, dass es das bei uns nicht gibt. Vor Jahren hatte Karstadt einmal seine Weihnachtsdekoration mit Motiven von Christi Geburt in der Mönckebergstraße dekoriert und ich bin mit den Kindern zweimal in die Innenstadt gefahren um sie anzusehen, am Sonntag, als weniger Betrieb auf den Straßen war. Aber auch da mussten wir anstehen, um einen ungehinderten Blick darauf werfen zu können.



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Kommentare

  • Syhebe

    Hallo Tippelbrüder,
    ein sehr umfassender Reisebericht, der dem nicht kundigen Leser einen sehr guten
    Einblick in das kulturell interessante Land gibt. Nicht zuletzt dank der tollen Bilder.
    Danke für Eure große Mühe!

  • welle13

    schwer zu findender Bericht, aber super toll geschrieben, und die Fotos einfach klasse!!

  • welle13

    schwer zu findender Bericht, aber super toll geschrieben, und die Fotos einfach klasse!!

  • traveltime

    Mexiko war unsere 1. große Fernreise 1999 , bei dem Bericht wurden Erinnerungen wach.
    Danke!

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