Wüstenexpedition Marokko-Westsahara Februar/März 2013

Reisebericht

Wüstenexpedition Marokko-Westsahara Februar/März 2013

Reisebericht: Wüstenexpedition Marokko-Westsahara Februar/März 2013

38 Tage und 3.000 gefahrene Kilometern durch Marokko-Westsahara.
Entlegene Gebiete in die Weiten der Sahara aufgesucht, unvergessliche Erlebnisse mit guten Freunden erlebt!

01.01.1970

Liebe interessierte Leser, bitte haben sie Nachsicht mit eventuellen Fehler von mir, die sehr wahrscheinlich vorkommen werden, ich habe immer noch große Schwierigkeiten mit „der, die und das“, um das zu beherrschen muss man in Deutschland geboren sein und in die Wiege bekommen haben, oder Sprachgenie sein, was ich nicht bin.




07.02., Donnerstag

Um 10:15h sind wir abgefahren, das Auto vollständig beladen, die Dieselkanister auf den Dach, 70 l Wasser in den 2 Wasserkanister im Auto, dazu noch 30 l Wasser in 2 l Plastikflaschen extra abgefüllt für den leichten Zugang und diverse andere Extras, was man auf so eine Expedition braucht, möchte gar nicht alles aufzählen.



Abfahrt



Camping "Terre...

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Unsere 2 treuen Begleiter, unsere Hunde, Nejma und Negro, waren schon sehr aufgeregt, sie wissen, es geht auf große Reise in die Wüste, da wo sie besonders viel Auslauf haben und sie selbst viel schnupper Möglichkeiten bekommen. Nejma bedeutet auf Arabisch Stern, sie ist ein Weibchen und 5 Jahre alt. Negro, wie sein Name schon sagt, ist schwarz, ein Rüde und 3 Jahre alt, beide Hunde stammen aus der Gegend wo wir leben und sind bei jeder unserer Touren dabei. Tagesziel war Agadir, wir fuhren auf den Campingplatz „Terre d’Océan“, dort gefällt es uns ziemlich gut. Wir wurden sehr freundlich von der Dame an der Rezeption empfangen, sie konnte sich noch sehr gut an uns erinnern. Letztes Jahr, im Hochsommer haben wir diesen Campingplatz das erste Mal angefahren, in diesen Tagen war es gerade unerträglich heiß, niemand außer uns war auf diesen Campingplatz. Der Campingplatz war diesmal gut besetzt mit Wohnmobilen, überwiegend Franzosen, aber ein paar Deutsche haben wir auch gesehen. Der Zeltplatz befindet sich unterhalb von der Wohnmobilstellplätzen, mehr oder weniger am Hang vom Berg, aber natürlich schon mit waagerechten Terrassen, wo man mit dem Auto stehen kann und sein Zelt aufbauen kann. Unser Zeltstellplatz war von einem 4x4 Fahrer und von einem Wohnmobilfahrer besetzt, aber wir fanden eine neu geschobene, planierte Terrasse, wo wir uns hinstellen konnten. Dieser Platz war auch angenehm, von dort aus konnten wir genau so aufs Meer hinaus schauen.



Atlantikküste



08.02., Freitag

Wir fuhren um 9:00h zum großen Supermarkt „Marjane“, um dort noch ein paar Sachen für die extra lange Expedition zu besorgen, wir wollten uns auch noch 2 neue super bequem aussehende Campingstühle gönnen, die wir im letzten Sommer entdeckt hatten, im unmittelbarer Nähe vom Marjane, im Gartencenter. Für diesen Zweck wollten wir noch etwas Geld am Geldautomaten abheben, was allerdings scheiterte, weil der Geldautomat leer war, das haben sie uns an den Bankschalter gesagt, da ist kein Geld drin. Nun gut, dann habe ich halt meine Bankkarte der Dame gegeben und bat um Geld. Sie frage, bin ich hier Kunde? Sagte, nein, in Essaouira. Sie winkte ab, dann geht es nicht. Habe gedacht, ich habe noch einen Ass im Ärmel um Geld zu bekommen, habe aus meinem Portemonnaie einen blanko Check gezaubert und hielt es siegessicher ihr hin. Sie drehte und wendete das Stück Papier, rief ihren Kollegen, der wahrscheinlich in dieser Filiale das sagen hatte, beide untersuchten es und winkten ab, nein sie können es nicht akzeptieren, am Rand ist es etwas ausgefranzt. Na, das war wohl nichts, aber eine Lehre, für die nächste Tour nehmen wir halt das komplette Checkheft mit, damit sie dann nichts zu beanstanden haben. So blieb uns nichts anderes übrig als unterwegs an einen anderen Bankautomaten Geld abzuheben.
Nach unseren Besorgungen sind wir rüber gelaufen in dem Gartencenter, wo wir die von uns begehrten Campingstühle gesichtet hatten, das Geld dafür haben wir noch zur Verfügung gehabt. Sie standen nicht mehr da, wo wir sie das letzte Mal begutachtet hatten, aber das hieß noch nichts, in den hiesigen Supermärkten ist es wohl eine Volkssportart regelmäßig das Sortiment neu zu platzieren, so dass wenn man sich gerade dran gewöhnt hat wo die Sachen zu finden sind, das nächste Mal kann man dann neu auf die Suche gehen, also haben wir uns auf die Suche begeben um die Campingstühle zu finden. Nichts, sie waren nicht mehr im Sortiment. Nun gut, was soll´s, dann werden wir uns halt auf unsere Rückreise den super tollen Ventilator besorgen, wenn sie noch im Sortiment da ist (inshallah), der Sommer ist bald da und die heißen Temperaturen in Ounara werden dann auch mit ihr kommen. 16:30h im Drâa Tal angekommen, hier haben wir ein Schlafplatz den wir immer auf unseren Reisen aufsuchen, es gefällt uns sehr gut. Zelt an ihren gewohnten Platz aufgebaut und abends wieder den wundervollen Sternenhimmel uns angeschaut, immer wieder faszinierend schön.



Im Drâa Tal



09.02., Samstag

Hinweisschild über touristische...

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Wir fuhren weiter nach Tan Tan, dort nochmal randvoll getankt. Fuhren weiter Richtung Sidi Akhfennir, passierten Port du Oued Chbika und bogen dann Richtung Abateh ab, wo wir am Straßenrand schon zwei Hinweisschilder über touristische Sehenswürdigkeiten entdeckt haben.



Hinweisschild über touristische Sehenswürdigkei...



Diese wunderschöne Gegend (die folgenden 2 Fotos sind ältere Aufnahmen),



Oued Chbika



soll touristisch ausgebaut werden, 8 Hotels, 2.500 Zimmer, 7.500 Betten. Über den Pro und Kontra möchte ich gar nicht sprechen/schreiben, aber wer mehr über dieses Projekt erfahren möchte kann sich unter den folgenden Link sich informieren: http://www.chbika.ma/CHBIKA,HOTELS
Gegen Mittag fingen wir schon an nach einen geeigneten Schlafplatz zu suchen. Wir fuhren und fuhren, aber nirgends einen geeigneten Schlafplatz gefunden, aber dafür hatte Günther ein Antennengrab entdeckt, ist ca. 200m lang.



Antennengrab



Ich fotografierte dafür ein Dromedar, eine meiner Lieblingsmotive.



Dromedar



Wir haben schon Abateh erreicht und die Zeit wurde immer knapper bis die Sonne unter geht und es ist sehr wichtig rechtzeitig einen geeigneten Schlafplatz zu finden, denn man muss bedenken, dass wir noch unseren Zelt aufbauen müssen und wenn man nicht im dunkeln kochen möchte, und davon rate ich auch ab, dann muss man halt wirklich am besten schon 2 Stunden vor Sonnenuntergang den geeigneten Platz gefunden haben, nun, wir hatten sie nicht. Günther entschied Richtung Sidi Akfennir zu fahren um auf dieser Strecke nach ein paar Kilometern dann in der Wüste einen Platz zu suchen. Da es ein sehr starker Wind herrschte, haben wir auf den Zeltaufbau schweren Herzens verzichtet und uns entschieden im Auto zu schlafen. Bei diesem sturmartigen Wind hätte es nur sowieso wieder Zeltstangenbrüche gegeben, obwohl wir sogar einen Sturmzelt besitzen, aber der ist auch nicht aufbaubar bei so einem Wind. Jetzt werdet ihr wohl denken, die stellen sich an, im Auto kann man doch auch ruhig und bequem eine Nacht schlafen.
Nööö, man kann nicht, nicht in unserem Auto! Wir haben einen Landrover Defender 110, sehr gutes Auto, aber ihr müsst es euch mal vorstellen, die Sitze kann man nicht flach legen, wir müssen im sitzen schlafen! Stimmt ihr mir zu, es ist nicht bequem.
Habe nur ein Foto von unseren Hunden, sie wollten bei dem Wind auch nicht aus dem Auto heraus.



Kuscheln im Auto



Wir saßen also im Auto, denn draußen bestand die Gefahr weggeblasen zu werden, da tauchte auf einmal aus dem Nichts ein einheimischer Landrover auf, mit 5 Mann Besatzung. In ca. 10m Abstand hielten sie, ein Mann stieg aus und kam schweren Schrittes, weil er Gegenwind hatte, in unsere Richtung. Günther stieg ebenso aus unserem Auto aus und ging im entgegen. Ich sah schon an seine Handbewegung, dass er nach Zigaretten gefragt hatte. Günther kam zu mir, denn er hat dieses Laster nicht, ich aber schon, also gab ich ihm 5 Zigaretten, er ging wieder zu dem Mann zurück, der immer noch dort an den Treffpunkt bibbernd im Wind stand und gab sie ihm. Unsere Hunde haben das plötzliche Auftauchen der Männer nicht unkommentiert hingenommen, sie bellten Lautstark im Duett, bis die Männer und das Auto genauso schnell verschwanden, wie sie kamen.
Puh, sie wollten nur Zigaretten, das war ja auch mein Stichwort, ich stieg aus, trotz des Windes, denn mein Nikotinspiegel verlangte Nachschub und rauchte eine Zigarette im Windschatten von unserem Auto. In dieser Zeit schaute sich Günther die Umgebung an und fand auch etwas, eine Granate. Er war sehr erstaunt, denn in diesem Gebiet hätte er es nicht vermutet, sie lag trotzdem da. Er hat es fotografiert und nahm die Position auf, damit er davor warnen kann, wo es liegt. (Fundstelle, GPS Position: 27°35.506" N 011°39.873" W)



Granate



Ich fotografierte dafür unseren „Schlafplatz“, also das Auto, denn ich habe es mir vorgenommen, alle unsere Schlafplätze zu fotografieren und dies war halt einer.



Zwangsschlafplatz



Das einzige „Highlight“ der Umgebung, Kakteen.



Stachelige Schönheit



Um 18:33h ging die Sonne unter, aber der Wind hat nichts von seiner Kraft verloren, es kommt mir eher schlimmer vor und vor allem viel kälter.
Also, dann mal gute Nacht!



10.02., Sonntag

Nach einer sehr, wirklich sehr kalten Nacht im Auto sind wir bei Morgendämmerung losgefahren nach Es-Semara. Vor und hinter Es-Semara haben wir 2 Kontrollposten passiert und sind weiter gefahren zu unseren Treffpunkt, den Günther raus gesucht hatte über Google Earth. Diese GPS Daten haben wir vorher an unsere Freunde weiter gegeben, die wir dort treffen wollen. Wir wären auch nach Es-Semara rein gefahren um dort einen Kaffee zu trinken, denn wir hatten heute früh keinen zubereitet, oder ein Sandwich zu essen, aber es war noch viel zu früh als wir dort waren, denn um 9h hat noch kein Café auf, geschweige denn gibt es noch ein Kleinigkeit zu essen, deshalb sind wir direkt zum Treffpunkt gefahren, der ca. 20km hinter Es-Semara, Richtung Laâyoune und noch ein paar Kilometer in der Wüste rein sich befand. Auf dem Weg zu unseren Treffpunkt sahen wir einen verendeten Vogel, es war ein Storch, der bringt keine Babys mehr.



Babys in Gefahr?



Der Treffpunkt den Günther rausgesucht hatte ist sehr schön, zwei Berge sind in unmittelbarer Nähe und ein weiterer Berg etwas von uns entfernt, wir sind umgeben von sehr schön gewachsenen Akazien und Zickzackdornbüschen, wobei noch mehr als genügend Platz für weitere zwei Autos vorhanden ist, genauso mehrere geeignete Plätze für unseren Zelt.



Wüstenlandschaft



Wir warten auf Martin, ihn kennen wir schon seit 3 Jahren. Wir haben uns damals in Boujdour kennen gelernt und seitdem besucht er uns immer, wenn er auf die Durchreise ist nach Dakhla. In der Wartezeit fotografieren wir die Umgebung, die Pflanzen und uns gegenseitig. .



Wüste



Ja, sowas macht man wenn man Zeit hat und ich schreibe auch meinen Reisebericht. Günther ruft, ein Auto kommt und es ist Martin! Juhu, ich schreibe später weiter.



So, jetzt ist später, viel später. Ich kam nicht dazu weiter zu schreiben. Heute ist schon der 14.02., also 3 Tage habe ich ausgesetzt, aber ich schreibe natürlich die verlorene Tage nach.
Also, am 10.02., Sonntag hatten wir noch einen sehr schönen Abend mit Martin verbracht, er hatte kleine Würstchen aus Laâyoune mitgebracht, die dann gegrillt worden sind, Saharaouis-Art. An eine kleine Sandverwehung hat Martin eine Kuhle gegraben, dann mit Steinen ausgekleidet, darauf etwas Holzkohle gelegt und den Grillrost, darauf wurden die Würstchen gegrillt. Die Würstchen haben wir dann in Brottaschen gelegt, mit etwas Senf und eingelegte Peperonis, die Günther zuhause schon vorbetet hatte, verfeinert. Miam-miam, hatte es köstlich geschmeckt!



Wüsten-Grill



Der Sandmann war schon da

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Unser Negro, hatte im Laufe des Sonnenuntergangs noch ein richtigen „Ralles“ bekommen, schnappte unentwegt nach den Fliegen und rannte teilweise große Runden um unseren Lagerplatz herum, bis wir ihn dann in unseren Auto gelassen haben, damit er etwas zur Ruhe kommen konnte. Später, als die Fliegen verschwunden sind, haben wir ihn wieder zu uns geholt, da ging es ihm schon etwas besser und er konnte sich auch mal entspannen.



11.02.. Montag

An diesem Tag waren wir schon früh auf, unsere Hunde haben ihren „Frühsport“ gehalten und auch noch einen kleinen Kampf zwischen zwei guten Kumpels.



Frühsport



Ich hatte schon Wasser für unseren Kaffee gekocht.



Kaffeewasser kocht



Günther hatte auch schon Feuer gemacht.



Der Kaffee ist fertig



Wir haben unseren 2. Kaffee getrunken (bin nicht zu sehen, habe Foto gemacht).



Frühstückskaffee in der Wüste



Günther musste das Feuer neu entfachen.



Nur weißer Mann macht rauch



Unsere Hunde, Nejma und Negro warteten auch! Wann steht Martin endlich auf?



Warten



Günther entschied sich zu einer List um Martin zu wecken, er hatte unser Auto angelassen und eine Runde gedreht. Es hatte geklappt, Martin wachte auf!

Es dauerte nicht lange, die Tomaten hatte er schon zum Grill gelegt.



Sahara Matischa



Und die Würstchen, die vom Vortag noch übrig geblieben sind, folgten auch bald darauf. Wir konnten nun endlich frühstücken!



Frühstücks-Grill



Bevor wir unseren Schlafplatz verlassen haben, um in der Umgebung nach Felsgravuren zu suchen, habe ich unseren Zelt nochmal fotografiert, denn wir entschieden uns es an Ort und Stelle zu lassen, unsere anderen Freunde haben wir an diesem Tag noch erwartet, also würden wir auf jeden Fall noch eine Nacht hier verbringen. Wir haben es darauf ankommen lassen und gehofft, wenn wir zurück kommen, das Zelt steht noch da. Habe einfach das Bedürfnis gehabt ein Foto vom Zelt zu machen, nur für den Fall, falls …...
Vorbeugend habe ich unsere Isomatten und Schlafsäcke ins Auto gepackt, denn wenn sie weg gekommen wären, wir hätten keinen Ersatz dabei gehabt, einen Ersatzzelt schon.



Erinnerungsfoto



Wir fuhren also in ein Gebiet, wo Günther die Felsgravuren suchen wollte. Er war dabei eine Koordinate in seinem GPS zu suchen, da kam ich auf die Idee, Martin zu fotografieren, der gerade mit seinem Landrover neben uns stand, sein Auto ist original Englisch, also Rechtslenker.



Bist du soweit?



Martin wollte daraufhin von uns auch ein Foto machen, er stand links von uns, also bat ich Günther ihm mein Fotoapparat zu geben, was er auch tat, aber er widmete gleich seine Aufmerksamkeit den GPS, hatte gerade keinen Sinn für eine Aufnahme. So sind Forscher und Entdecker!
Mein Chèche ist zwar ein wenig hoch gerutscht, aber ich möchte euch dieses Foto trotzdem zeigen.



GPS Koordinaten



Wir fuhren, suchten und hielten auch mal an, als auf einmal über uns große Vögel kreisten. Wir blickten hoch und sahen Störche! Es waren viele und sie haben einige Runden direkt über uns geflogen bis sie auf ihre Route weiter flogen. Es war ein unvergessliches Erlebnis.



Viele Störche



Die Gegend ist schön und wir sind auch fündig geworden, es gibt hier Felsgravuren!



Wüstenlandschaft



Günther hatte sich mit seinem Fotoapparat ausgerüstet und ich mich mit der Maßtabelle, um ihn beim fotografieren zu unterstützen. Er machte ein Foto von der Felsgravur und ein Foto von Felsgravur mit Maßtabelle, so kann man die Größe der Gravur sehen. Die Maßtabelle ist in Zentimeter eingeteilt, jeweils 1cm weise, farbig gestaltet und misst insgesamt 10cm.



Felsgravur mit Maß



Martin hatte dann später meine Aufgabe übernommen und half Günther.



Auf der Suche



Martins Landrover-Tasse immer dabei! (Die Tasse hatte diese Tour nur mit ach und krach überlebt, er will sich eine neue besorgen.)



Landrover immer dabei



Nejma suchte auch mit, aber bestimmt keine Felsgravuren.



Suche



Der lag eindeutig viel zu lange in der Sonne.



Ausgetrocknet



In dem Gebiet, wo Günther die Felsgravuren vermutet hatte und auch gefunden hat, wurde ein Haus Gebaut, unweit von der Straße, was wir allerdings eigentlich schon im letzten Sommer vom weiten gesehen hatten, aber ihn keine Beachtung schenkten. Nun fuhren wir an ihm vorbei zur Straße hin. Kein Mensch da, aber es sieht schon ziemlich offiziell aus, denn das Haus wurde mit einer Tafel versehen. Da stand darauf, „Conservation des Gravures Rupestres, EL ASLI Boukerch“.



Museum



Wir haben es zur Kenntnis genommen und fuhren weiter, vom Haus zur Straße hin. An der Straße angekommen haben wir dann auch noch einen riesigen Hinweis für diese Abfahrt gesichtet, die wir als Rückfahrt zur Straße hin nahmen. Das war sehr deutlich! Eine sehr groß gemauerter Hügel mit eine Gazellen-Darstellung darauf. Also, hier entstand etwas und wir haben es nicht mal richtig mitbekommen.



Hinweis auf das Museum



Ich habe von dieser Stelle aus noch die 2 Autos fotografiert, wir wollten zu unseren letzten Schlafplatz zurück.



Landys unterwegs



Unterwegs sammelte Martin noch Feuerholz.



Feuerholz sammeln



Unser Zelt stand noch unberührt an seinem Platz! Ich habe unser Zelt wieder ausgestattet, mit den Isomatten und den Schlafsäcken. Nun haben wir auf unsere Freunde, Andreas und Tina, mit ihrem Hund Yukon gewartet und sie kamen auch bald an. Sie haben wir erst vor kurzem kennen gelernt, sie haben uns Zuhause besucht. Die Chemie stimmte zwischen uns, deshalb haben wir ihnen angeboten, wenn sie Lust hätten sich mit uns zu treffen, dass wir es machen können (aus Bekannten wurden Freunde während dieser Tour). Günther grub eine Kuhle, dort legte er Feuer mit Holzkohle, worauf wir dann in Folie gewickelte Kartoffeln und Zwiebeln gelegt hatten, dann wurde die Kuhle wieder zu gemacht und wir warteten bis es gar wurde. Tina und Andreas hatten noch Essen vom Vortag.
Ich habe versäumt an diesem Abend zu fotografieren, es gab viel zu erzählen, außer die Sonne und Yukon habe ich keine weiteren Fotos gemacht.



Afrikas Sonne





12.02.. Dienstag

Wir sind nach dem Frühstück und Schlafplatzabbau, zu unseren bekannten und schon oft besuchten Fels gefahren, zu dem Heiligtum des Stammes der Aroussiyine. Wir wollten unseren Freunden diesen, für uns magischen Platz auch zeigen.



Gemeinsam



Andreas ist als erster den Leiter hoch, der immer da steht, dann folgte ihm Martin und schließlich selbst Tina ist da hoch, obwohl sie Höhenangst hat.



Die Leiter, die immer da steht



Günther und ich, wir sind lieber unten geblieben.



Günther und ich



Wir sind noch nie da Hoch geklettert und werden es auch nie machen, nicht unbedingt weil wir es uns nicht zutrauen würden, sondern eher aus Respekt zu dem Volk des Stammes der Aroussiyine, sie suchen heutzutage ihren Heiligtum immer noch auf.
Martin hat für uns die Gravuren die sich da oben befinden fotografiert und sie berichteten, dass es noch einen gebauten Windschutz da oben gab.

Wir müssen leider auch berichten, dass viele der Gravuren vom Wind und Sand so gut wie verschwunden sind. Günther hat noch zum Glück die Bilder von den Gravuren, die er vor 4 Jahren aufgenommen hat. Schon deshalb ist es sehr wichtig Aufnahmen von Felsgravuren zu machen, denn wir haben es beobachtet, die äußeren Einflüsse beschädigen und zerstören sie langsam.
Hier noch 2 alte Aufnahmen von 2010.



Heiligtum des Stammes der Aroussiyine



Danach sind wir wieder auf die Straße gefahren, ein paar Kilometer weiter und sind dann wieder in die Wüste rein gefahren um einen neuen Schlafplatz zu suchen.



Neu formatieren



Wir sind nach langer Suche auch fündig geworden, zwar nicht richtig windgeschützt, aber das ist sowieso sehr schwierig in der Wüste. Also, es war für uns alle akzeptabel dieser Platz.



Schlafplatz



Ich habe unseren Zelt aufgebaut, was ich sehr gerne mache, mit Hilfe von Tina, denn es war wirklich richtig windig, es war gut, dass sie die Zeltstangen gehalten hatte, sonst hätte es vielleicht noch Stangenbruch gegeben, obwohl diese Zeltstangen besser den Wind vertragen beim Aufbau, als unser Sturmzeltstangen.
Günther, Andreas und Martin haben in dieser Zeit die Gegend ausgekundschaftet. Günther kam mit freudgier Nachricht zurück, er hatte neue Fundplätze gefunden, die er uns am nächsten Tag dann zeigen wollte. Martin und wir, hatten diesmal „kalte Küche“ gemacht zum Abendessen, es war sehr windig um richtig zu kochen. Es gab Thunfisch aus der Dose, verfeinert mit Zwiebeln, Knoblauch, Zitronensaft, Salz und Pfeffer und das alles in Brottaschen gepackt. Die eingelegten Peperonis haben wir auch noch dazu gegessen.



Abendessen bei Sonnenuntergang




An diesem Abend haben wir uns alle ziemlich früh „Gute Nacht“ gesagt, es war viel zu ungemütlich draußen. Na gut, unser Martin hatte sich wacker geschlagen, trotz Kälte hatte er immer noch keine Socken angezogen (er lief überwiegend barfuß herum), aber wenigstens hatte er sich einen Kapuzenoberteil über gezogen.



Tee Time



Wir haben uns in unseren Zelt verzogen und die anderen in ihren Autos, sie haben es etwas komfortabler, windgeschützter und wärmer als wir in unserem Zelt, der während die Nacht noch so richtig durchgeschüttelt worden ist, aber trotzdem den Wind trotzen konnte und stand hielt.



13.02., Mittwoch

Günther und ich, waren als erster wach gewesen und darauf Tina und Andreas, die von Nejma und Negro zwar angebellt werden, aber nicht weil sie sie nicht mögen, sondern nur weil sie melden das jemand kommt, dieses Verhalten kennen wir schon von unseren vorherigen Touren.
Unsere Hunde, also ich meine jetzt alle 3, nähern sich langsam an. Zu unserer Überraschung, es gibt weniger Probleme mit Negro, aber dafür zickt Nejma rum und knurrt den ruhigen, gelassenen und liebenswerten Yukon (11 Jahre alte Schäferhund) an, wenn er sich ihr nähert. Wir lassen ihnen ihre Zeit, es wird schon!



Was kuckst du?



War das Licht ihr Verhängnis?

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Martin lang noch in seinem Auto und ich habe das riesen Vieh vor seinem Scheinwerfer fotografiert, den er sich gestern noch während der Fahrt gefangen hatte. Wir wissen es nicht was es genau ist, sieht wie ein riesige Nachtfalter aus.
Martin stand schließlich auch auf und machte sich Frühstück, wir hatten schon alle gefrühstückt, außer Nejma, sie hatte ihren Brotfrühstück verschmäht, es war ja nur trockenes Brot, was sie sonst eigentlich sehr gerne knabbert. Macht nichts, dafür hatte Negro mehr, er kann es gut vertragen.
Auf ein Mal schrie Martin und schimpfte lauthals Nejma an. Was war passiert?
Nejma hatte einen unaufmerksamen Moment von Martin abgewartet und seinen Frühstücksbrot geklaut. Kein Wunder, der war mit Eiern und Mayonnaise gefüllt. Das hatte ihr bestimmt geschmeckt! Seit diesem Zeitpunkt haben wir sie dann „EMB-Diebin“ (Eier-Majo-Brot) genannt. Martin hatte aber zum Glück noch etwas zum Essen, aber ab diesem Zeitpunkt passte er wie ein Lux auf, besonders wenn Nejma in seiner Nähe war.
Wir haben dann alles abgebaut und uns auf dem Weg gemacht, den Fund von Günther uns anzuschauen.



In die Weite der Wüste



Es war ein riesiger Fundplatz, mit vielen Klingen aus dem Mittelpaläolithikum. Günther hatte viele Fotos gemacht. Ich denke, es reicht wenn ich hier nur zwei von den vielen zeige.



Fundplatz



Das ist eine Art Schaber.



Schaber



Günther hatte uns noch eine schöne Stelle gezeigt, wo es viel Glitzer gab, also so haben Tina und ich davon gesprochen, es waren Geoden. Das gefiel uns Frauen wesentlich besser ;)



Geode



Die Landschaft hatte uns allen sehr gut gefallen.



Die Weite der Wüste



Es gab auch Blümchen.



Die Wüste blüht!



Yukon hatte auch einen schönen, etwas schattigen Platz gefunden.



Schattenplatz gefunden



Tina und ich, wir haben uns einen schönen Platz ausgesucht, wo wir auf die Männer gewartet haben, von dort aus hatten wir die ganze Umgebung sehr gut im Blick gehabt und unsere Hunde sind auch zu uns gekommen. Hier ein Foto von Nejma.



Unter die Sonne Afrikas



Kurz vor 13 Uhr waren wir dann abfahrtbereit.



Abfahrtbereit



Wir fuhren nach Es-Semara rein. Günther und mir ist es sofort aufgefallen, neue Straßenlaternen und extrem verziert, viel mehr als sonst. Habe während der Fahrt sie schon fotografiert.



Die Straße von Es-Semara



Unser Ziel war, unsere Autos voll zu tanken. Andreas brauchte etwas länger bis der Tank voll war, aber kein Wunder, bei dieser Größe vom Auto.



Das dauert



Laternen in Es-Semara

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Da wir jetzt standen und ich die Straßenlaternen sah, hatte ich sie nochmal fotografiert. Sie waren alle am Sockel mit Karton eingepackt. Wofür das diente, das wissen wir nicht. Und ich kann auch nicht sagen, ob ich Schieflage hatte beim fotografieren, oder ob sie vielleicht schief stehen. Werde sie mir das nächste Mal genauer anschauen, wenn wir wieder in Es-Semara sein werden.



Natürlich haben wir dann auch die Gelegenheit genutzt etwas zu Mittag zu essen. Wir hatten Kefta (Hackfleisch), Pommfritt, Salat und Cola. Ach, und auch noch eine Suppe vorweg. Erst danach sind wir einkaufen gegangen, denn es ist viel besser mit gesättigtem Magen einzukaufen. Es war leider an diesem Tag kein Markttag, aber die Sachen die wir benötig haben, haben wir in den kleinen Läden besorgen können, wie Brot, Kartoffeln, Zwiebeln und Cola. Wir wollten eigentlich auch Fleisch kaufen, aber der Metzger auf der Hauptstraße hatte zu gehabt und wir wollten nicht mehr nach einem andern Metzger suchen, denn die Anderen hätten bestimmt auch zu gehabt, es war eine sehr ungünstige Zeit zum einkaufen, gerade Mittag.
Wir wollten wieder in dem Gebiet fahren wo Günther die vielen Felsgravuren fotografiert hatte, Tina und Andreas waren ja noch nicht dort.
Diesmal haben wir den offiziellen Weg genommen, um in dieses Gebiet zu gelangen, aber wir sind von ein paar Männern, die im Schatten von einer Akazie saßen, zum Anhalten aufgefordert worden. Wir hielten und sie luden uns ein zum Tee trinken. Wir nahmen die Einladung an, hatten auch gar keine andere Wahl. Sie haben sich vorgestellt, der „Gardien“ (Wächter) vom diesem Gebiet war unter ihnen und sogar ein Kurator, der auch der Kurator von der gesamten Westsahara ist.
Wir unterhielten uns beim Tee trinken in drei Sprachen, Englisch, Französisch und Arabisch. Es fand ein reger Austausch von Informationen statt, bis es dann Essenszeit war, wozu wir dann auch noch eingeladen worden sind. Es gab Kamelfleisch mit frisch gebackenem Saharaoui-Brot, der dann alles mit Milch vermengt worden ist. Wir bekamen unsere eigene Schüssel, sie aßen aus einen anderen. Da wir ja kurz vorher in der Stadt schon reichlich gegessen haben, konnten wir kaum etwas essen, nur Günther hatte sich wacker geschlagen und die Schüssel, so gut er konnte, leer gegessen, damit sie nicht beleidigt waren, wenn wir zu wenig gegessen hätten.
Wir haben uns freundlich bedankt und uns für Samstag um 10h verabredet, um das Museum zu besichtigen, das unweit von der Straße liegt. Es ist ein neu gebaute Haus, den wir ja von außen schon gesehen haben.
Wir haben uns einen sehr schönen Platz als Schlafplatz ausgesucht, der bis Samstag unser fester Platz bleiben wird, also ich muss nicht unseren Zelt auf- und abbauen. Bis jetzt haben wir nur ein einziges Mal unseren Zelt für eine weitere Nacht stehen gelassen, sonst immer einen neuen Schlafplatz gesucht.



Schlafplatz



Wir wurden mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang belohnt! Der Abend war fast windstill und dadurch auch nicht so kalt, einfach herrlich!



Die Sonne geht schlafen



14.02., Donnerstag

Gegen 10:00h haben wir unseren Lagerplatz verlassen, um weitere Felsgravuren zu suchen und zu fotografieren. Ich nütze diese Zeit und schreibe meinen Reisebericht.



"Die 3 Musketiere"



Günther konnte sehr viele Felsgravuren fotografieren, hier eine sehr schöne von vielen.
Strauß, Nashorn, Giraffe & Co.



Strauß, Nashorn, Giraffe & Co.



Günther hatte auch noch ein großes Grab, von einem Durchmesser von 5,10 m gefunden.



Grab



Jetzt ist es 11:45h und 35°, in der Sonne allerdings. Kurzer Zeit später mussten wir eine Zwangspause einlegen, es wurde zu heiß. Haben im Schatten von dem „großen Bruder“ vom Landrover, also beim LKW, es ist ein Steyr (Österreichischer Militärfahrzeug), was Andreas selbst zu eine Wohnkabine umgebaut hatte, Orangen gegessen, meine selbstgebackene Kokosmakronen, dazu Tee und Kaffee getrunken.



Schattenplatz



Stunden später war zwar in der Sonne noch immer 42°, aber dann hatten wir schon die Suche nach weiteren Felsgravuren wieder aufgenommen. Günther entdeckte eine Fundstelle aus dem Altpaläolithikum, ich habe die Koordinaten aufgeschrieben, diese möchte Günther dann am Samstag, wenn wir mit dem Kurator im Museum verabredet sind, ihm geben.
Wir sind zurück zu unseren Schlafplatz und fingen langsam mit den Vorbereitungen an, um ein gemeinsames Abendessen zu kochen. Tina schälte und würfelte die Kartoffeln, ich die Zwiebeln und Knoblauch, Martin die Zucchini und Tomaten, Andreas warf ihren südafrikanischen Wok an und Günther hatte das alles zubereitet. Dazu gab es dann noch Peperonis in eingelegter und getrockneter Form und frisch geröstete Brote.



Sahara-Küche



Libellentanz

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Bei der Dämmerung tauchte ein Schwarm von Libellen auf, die um die Akazie herum flogen, wo wir drunter saßen, und haben sich die Mücken schmecken lassen. Sehr schwierig zu fotografieren.
Sie sind da, die vielen kleinen Schatten um die Akazie. Das zweite Bild, Versuch einer Nahaufnahme.



Libellentanz



Es war ein wundervoller Abend und Sonnenuntergang. Wir kamen in den Genuss, den Abend und die Nacht, in totaler Windstille zu erleben, was in der Wüste sehr selten vorkommt!



Bye bye



Wir saßen im Kreis am Lagerfeuer, bis das letzte, gesammelte Akazienzweiglein verbrannte.



Lagerfeuer



15.02., Freitag

So wie es Günther gestern Abend es prophezeit hatte, das Wetter hatte sich geändert, der Wind ist wieder da. Kurz nach 7h waren wir schon wach, wir sind Frühaufsteher, und halbe Stunde später hatten wir auch schon den Frühstückstisch gedeckt, natürlich Marke: Einfach.



Vor dem Sonnenaufgang



Unsere Hunde sind morgens, in der Frühe auch schon munter und tollen in der Gegend.



Die Sonne kommt!



Ich habe diese Pflanze entdeckt, aber Günther kennt sie schon. Es ist eine Schmarotzerpflanze, ich fand sie interessant.



Wüstenblume



Löcher gab es auch reichlich in dieser Gegend, aber keine Bewohner mehr davon, sonst hätten unsere 2 Hunde sie bestimmt gejagt.



Tierbehausungen



Die Gegend ist einfach wunderschön.



Morgendämmerung



Alle Hundis sind bei Günther.



Schmuseeinheit



Um 9:45h sind wir dann los, um in eine Gegend zu fahren, wo weitere, bekannte Felsgravuren sich befinden, aber 4,5 km vor dem Ziel haben wir es doch aufgegeben, die Gegend wurde für uns zu gefährlich. Es ist gut möglich, dass in der Gegend, wohin wir wollten, Minen liegen. Deshalb haben wir angehalten, dann kehrt gemacht und sind aus dieser Zone raus gefahren.



"Die 3 Musketiere"



Wir sind wieder in das Gebiet gefahren, wo Felsgravuren sein können. Jetzt suchen alle mit.



1, 2, 3, alle da!



Günther hat schon zwei neue Fundstellen fotografiert und ich sitze noch im Auto und schreibe unseren Reisebericht.



Blue sky



Nun höre ich erst mal auf und stelle mich den Wind. Ach nööö, es ist mir echt viel zu windig und mittlerweile ist es auch schon wieder 12h, die Sonne brennt, auch wenn man es gar nicht so richtig merkt, weil ein kühler Wind weht. Gerade bei solchen Wetterbedingungen muss man sehr aufpassen, Sonnenstichgefahr.



Wüstenpflanzen



Ich hatte Landschaftsaufnahmen gemacht. Dachte dieser Strauch wäre völlig ausgetrocknet, aber Günther hatte mich aufgeklärt, es ist ein Wolfsmilchgewächs, der ist giftig.

Wir machen jetzt alle Mittagspause. Haben gerade besprochen was wir heute Abend uns zum Essen zubereiten wollen. Es wird Nudeln geben, dazu gemischte, angebratene Gemüsepfanne, mit Arganöl und es wird sogar eine Vorspeise geben und zwar, von Günther eingelegte Paprika mit Sardellen! Ja, es schmeckt!



16.02., Samstag

Wir verbrachten wieder einen wundervollen Abend, der erstaunlicher Weise wieder Windstill war. Martin hatte noch Holz, also eher abgestorbenen Strauch gesammelt unterwegs, so hatten wir wieder ein schönes Lagerfeuer.
So wie es gestern tagsüber der Wind wehte, wagte ich gar nicht zu hoffen, dass wir wieder mit so einen herrlichen windstillen Abend beschenkt werden. Glaubt mir, in der Wüste sind windstille Abende und Nächte wirklich ein Geschenk!
Heute haben wir unseren festen Schlafplatz von 3 Tagen abgebaut und sind zu der verabredeten Zeit, um 10:00h zum Museumsgebäude gefahren, um das Museum zu besichtigen. Wir wurden schon erwartet, alle von vor 3 Tagen waren da und natürlich sind wir erst mal vor der Besichtigung, zum Tee trinken eingeladen worden. Es war sehr gemütlich angerichtet, zwischen den zwei Gebäuden, im Schatten hatten sie Teppiche ausgelegt und viele große Kissen lagen da, damit wir es bequem haben.



Museum



Informationsaustausch

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Wir besichtigten das Museum. Leider stecken sie noch in den Kinderschuhen, aber es ist ein Anfang. Bei der Museumsbesichtigung fand dann wieder ein reger Austausch von Informationen statt.
Wenn ihr Interesse habt die Aufnahmen vom Museum euch anzuschauen, unter dem Link könnt ihr sie sehen, es sei denn ihr seid nicht bei facebook angemeldet, dann weiß ich nicht ob es möglich ist, probiert einfach.

https://www.facebook.com/#!/media/set/?set=a.543159729050708.124923.100000700578526&type=1



Günther wird dem Kurator, den von ihm gemachten Felsgravurfotos und bearbeitete Fotos, die er dann erst zuhause machen wird, und natürlich auch mit dem zugehörigen GPS Daten, per E-Mail zukommen lassen. Nach ungefähr zwei Stunden haben wir uns von ihnen verabschiedet, bis zu unseren nächsten Besuch.
Wir fuhren weiter, nördlich von Es-Semara in die Wüste rein und suchten erneut einen Schlafplatz für die Nacht. Wir fanden sie auch, aber momentan sitzen wir im Schatten von „A-T Mobil“, so benenne ich den großen LKW von Andreas und Tina, es ist noch viel zu heiß um irgendetwas zu machen, außer Reisebericht zu schreiben, obwohl Günther und Andreas schon Felsgravuren entdeckt haben, in unmittelbarer Nähe von unseren Schlafplatz, aber sie werden später von Günther fotografiert.



Schlafplatz



Wir haben noch die restlichen Nudeln vom Vortag, mit Kartoffeln und Gemüse gebraten, na ja, was heißt wir, wir schnippelten und Günther wurde vom ersten Tag an, als Koch deklariert. Unser Abendessen war wieder köstlich!



Wüstenküche



Gegen 18h, nach dem Abendessen, wurden noch Wartungsarbeiten von Andreas durchgeführt.



Wartungsarbeiten in der Wüste



Es befand sich noch ein Grab auf den Hügel hinter uns.



Grab



Das Grab im Sonnenuntergang.



Grab im Sonnenuntergang



17.02., Sonntag

Erstaunlich, wir konnten den 3. Abend auch Windstill genießen. Gestern, haben wir noch unseren Sturmzelt aufbauen müssen, allerdings im Dunkeln, weil wir den Reisverschluss von dem anderen Zelt nicht zu bekommen haben, bei dem Moskitonetz. Wir hatten wieder Schwierigkeiten die Klammern über die Stangen zu bekommen, denn unser Sturmzelt schrumpft in trockene Klima, aber es stand. Eigentlich dann umsonst, weil Andreas den Reißverschluss dann doch hin bekommen hat von dem zuerst aufgebauten Zelt und wir konnten sie dann schließen und haben auch in diesem geschlafen.



Schlafplatz



Sonnenaufgang, um 7:30h fotografiert.



Sonnenaufgang



Frühstück für die Hunde, trockenes Brot.



Frühstück



Unser Schlafplatz von letzter Nacht.



Schlafplatz in der Morgendämmerung



9:45h, wir alle sind schon startbereit, außer Martin, er braucht etwas länger, wie jeden Tag. Unser erstes Ziel ist Sidi Akhfennir, in 160 km Luftlinie. Unterwegs haben wir auch mehrere Windräder gesehen für Stromerzeugung, aber sie drehten sich nicht, vielleicht noch nicht ganz fertig gestellt.



Windräder



Die Küste ist schon in Sichtweite.



Die Küste schon in Sichtweite



Unser Negro beobachtet die ganze Fahrt. (Bei jede Fahrt!)



Muss alles sehen



Gegen 13h sind wir in Sidi Akhfennir angekommen und haben bei unserem bekannten Restaurant königlich gespeist. Wir haben ausgewählt, 2 Doraden, 1 Loup de Meer und 2 Calamaris, dazu gab es Salat, Pommfritt, alles ausreichend und zu trinken, Coca-Cola. Wir 5 sind auf jeden Fall satt geworden und dass alles für insgesamt 350 Dirham, ca. 33€! Danach haben wir noch ein paar Kleinigkeiten besorgt und sind dann gegen 15h aufgebrochen um einen weiteren Schlafplatz zu suchen. Es wird vorläufig unser letzter gemeinsamer Abend werden, danach trennen sich unsere Wege. Martin möchte nach Agadir, er ist auf die Rückreise nach Deutschland, Andreas und Tina wollen nach Sidi Ifni, dort steht die Waschmaschine ihres Vertrauens und wir wieder südlicher, nach Tarfaya, zum angeln.

Schlafplatz gefunden, fast zu spät fotografiert, um 18:15h.



Schlafplatz im Abenddämmerung



18.02., Montag

Tja, auf so eine Tour kommt oft vor, dass man die Pläne ändert. Wir alle haben entschieden doch noch zusammen zu bleiben und ein paar Tage in diesem Gebiet zu verbringen.
Martin wollte heute ausschlafen. Andreas und Tina sind nochmal nach Sidi Akhfennir gefahren um noch ein paar Sachen, die gestern nicht zu bekommen waren, zu besorgen und Andreas hofft seine geliebte Mütze dort wieder zu finden, denn er denkt, dass er sie in Restaurant auf den Stuhl liegen gelassen hat. Wir zweifeln dran, aber wer weiß?
Günther, ich und natürlich unsere zwei treuen Begleiter, Nejma und Negro, wir sind auf den Berg hoch geklettert, der sich in der Nähe unseres Schlafplatzes befindet. Beim Aufstieg äußerte ich meine Bedenken, immer wieder, wir müssen diesen steilen Weg auch wieder runter. Ich konnte ihn bewältigen, hatte nur doch etwas Muffe, wie komme ich da wieder runter? Ich bin nicht so eine begabte „Bergziege“.
Die Mühe hatte sich gelohnt, wir wurden mit einer wundervollen Aussicht belohnt, obwohl heute der Himmel etwas bewölkt ist. Den Abstieg habe ich anschließend auch bewältig, nur etwas langsamer als Günther, er hatte den „Tritt“, mit Leichtigkeit war er unten angekommen. Unsere Hunde waren in dieser Zeit mindestens 3-mal unterwegs, hoch und runter.



Die Weite der Wüste



Für heute haben wir uns nichts mehr vorgenommen, Ausruhetag!

13:30h, nach einem kleinen Snack, Kuchen mit Feigenmarmelade, haben sich alle wieder zurück gezogen in die eigenen Autos. Es weht ein kühler Nord-west Wind und es ist bedeckt.
Andreas hat seine Mütze tatsächlich wieder gefunden, aber nicht im Restaurant, sondern auf dem Rückweg von Sidi Akhfennir zu unserem Schlafplatz, in der Wüste. Andreas ist überglücklich, es wird aber eine “Akte X“ bleiben, einfach unerklärlich, wie kam sie dahin?



Yukon hatte es sich bei uns gemütlich gemacht.



"Ich fühle mich wohl"



Wir wollten dann nicht mehr im Auto sitzen und haben uns entschieden uns die Gegend genauer anzuschauen, aber diesmal nicht zu Fuß, sondern mit dem Auto. Haben den Anderen Bescheid gesagt und fuhren los.



Es scheint nicht immer die Sonne



Günther hatte natürlich etwas entdeckt, Gräber.



Gräber



Und ich fotografierte Pflanzen.



Wüstenblume



Diese Blumen kenne ich schon, die sind wie Trockenblumen, kleine weiße und blaue Blüten. Es wird gerne von den Einheimischen gepflückt und dann geflochten, zur Verschönerung von allem. Die andere Pflanze die ich entdeckt hatte, speichert Flüssigkeit, viel Flüssigkeit, aber wir wissen nicht, ob es die Tiere essen, denn es schmeckt ziemlich salzig. Wir haben es nicht selbst probiert, Martin hatte es uns erzählt.



Wüstenpflanze




Wir haben auch eine Kamelherde gesehen, diesmal habe ich sie nicht fotografiert, sie waren zu weit weg. Wir sind dann von unseren Ausflug zurückgekehrt zum Schlafplatz und haben dann noch mit unseren Hunden gespielt, natürlich mit allen drei, nur Negro fehlt auf dem Foto.



Yukon und Nejma



Habe nochmal unseren Schlafplatz fotografiert, denn gestern war es eigentlich zu dunkel.



Schalplatz



Der Himmel verfärbte sich.

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Wir haben uns wieder für kalte Küche entschieden, Thunfisch, kleingeschnittene Zwiebel, Tomate, Gurke, etwas Zitronensaft und Arganöl, alles vermischt und in Brottaschen gefüllt, sehr lecker.

Der Himmel verfärbte sich.



Abendrot



Mussten wieder mal ziemlich früh ins Zelt, zu windig und kalt. Um 23h wurde Günther durch einen Donner geweckt und ich durch Günther. Ein Gewitter war in Anmarsch! Nicht dass ihr denkt, ich hätte den Donner nicht gehört, aber mein Mann weiß, dass ich einen sehr guten Schlaf habe und ging in diesem Fall auf Sicherheit, dass ich auch wach bin. Günther zog sich schon mal an, ich ließ mir noch Zeit, im Schlafsack war es so schön mollig warm, aber als bald darauf der Blitz hell über uns aufleuchtete und dann auch noch sehr kurz darauf schon ein mächtiger Donner kam, da habe ich mich in Windeseile auch angezogen und nichts wie raus aus dem Zelt und ab ins Auto. Dort fühlten wir uns auf jeden Fall sicherer, in den so genannten „Faradaysche Käfig“ (Schlägt ein Blitz in einen Faradaysche Käfig, zum Beispiel ein Auto oder ein Flugzeug ein, bleiben Personen im Innenraum ungefährdet, weil die elektrische Feldstärke im Innenraum erheblich geringer ist als im Außenraum. Quelle: WIKIPEDIA). Das Gewitter war direkt über uns, wir konnten den Blitz aus dem sicheren Auto heraus sehen, der unweit von unserem Zelt einschlug, folgend von einem unmittelbar übermächtigen Donner!
Wir warteten ab, bis die Abstände zwischen Blitz und Donner immer größer waren, ich zählte die Sekunden dazwischen, erst dann sind wir wieder in unseren Zelt rein.



19.02., Dienstag

Zum Glück hatte es gestern Nacht nur ca. 20 Minuten lang geregnet und um Mitternacht war dann der Spuk vorbei. Wenn es länger geregnet hätte, dann hätten wir ein Problem gehabt, denn der Boden ist sehr lehmig und dann hätten wir hier ausharren müssen, bis sie wieder abgetrocknet wäre. Wir wären von hier nicht raus gekommen mit dem Auto.
Um 10h waren wir alle abfahrtbereit und fuhren dann auch raus zur Straße, wo wir uns vom Martin verabschiedet haben. Martin fuhr nach Agadir und dann weiter Richtung Deutschland und wir mit Tina und Andreas, zum Oued Chbika.



Unterwegs



Am Oued haben wir eine kurze Rast gemacht, noch in gebührenden Abstand von einer großen Herde von Dromedaren. Als erster tauchte ein großer Hirtenhund auf, der aber auch auf Abstand blieb, zum Glück konnte ich unsere zwei Raubauken rechtzeitig ins Auto locken, bevor sie den Hund bemerkt haben, so konnten wir jegliche Konfrontation aus dem Wege gehen. Danach kam der Hirte auch zu uns und sprach mit den Männern. Der Hirte berichtete Günther und Andreas, wo wir aufpassen müssen, in 10 km Entfernung und die Richtung weisend, zeigte er, wo Minen liegen, denn dort verendeten zwei seiner Dromedare.
Es ist immer gut mit Einheimischen sich zu unterhalten, sie kennen die Gegend sehr gut und können Tipps geben. Der Hirte konnte zwar nur Arabisch, aber man kann sich immer verständigen, wenn man will. Als wir weiter fuhren, konnten wir auch noch „den Chef-Bullen“ von den Dromedaren sehen, denn der Hirte berichtete von ihm auch.



Dromedarchef



Als wir an die Herde vorbei fuhren, schaute Negro schon ganz aufgeregt, unsere Hunde treiben nicht nur liebend gerne Schaf- und Ziegenherde auseinander, nein sie greifen auch Dromedare an, wenn sie zu nah sind.



Da sind die Dromedare!



Wir suchten nach einem geeigneten Platz für die Nacht.



Am Rande vom Oued



Wir konnten auch einen schönen Platz für die Nacht finden.



Schlafplatz



Haben uns Zeit gelassen mit dem Zeltaufbau, es ist gut erst mal die Gegend zu beobachten.



Erstmal die Gegend beobachten



Diesmal haben wir unseren Sturmzelt aufgebaut, wir rechneten mit starkem Wind, was dann auch kam.



Schlafplatz



Trotz widriger Bedingungen, Günther wollte kochen.



Es wird wieder gekocht



Es ist doch klar, dass alle Hunde diesen Prozess bewacht haben.



Yukon vor unseren Zelt



Er hatte einen Ansatz für eine Soße angesetzt, mit zwei grob geschnittene Kartoffeln, die er im Wasser gekocht hatte. Anschließend wurden kleingeschnittene Zwiebeln und reichlich Knoblauch angebraten in einem Brattopf, als diese soweit waren, wurden die gemanschten Kartoffeln mit Sud dazu gegeben. Die Soße wurde mit Paprikapulver edelsüß und scharf gewürzt, sowie Salz und Pfeffer. Die reduzierte Soße hatte Günther Tina gegeben zum warm halten und dann begann er mit dem anbraten von den klein geschnittenen Kartoffeln, woraus dann Bratkartoffeln wurden. In dieser Zeit hatte Tina auch die Frikadellen vorbereitet und wartete auf den Startzeichen von Günther, wann sie die Eier in die Pfanne hauen kann, um Spiegeleier zu machen. Das Startzeichen kam und kurz darauf, um 18h, hatten wir alle eine sehr fürstliche, köstliche Mahlzeit.



Festessen in der Wüste



Es war vorläufig der letzte gemeinsam verbrachte Abend, leider viel zu kurz, wegen der Kälte und Wind mussten wir uns alle verkrümeln, aber vorher haben wir uns verabredet für den 05. März, bei Fam el Hisn. Wir werden ihnen dann unsere Koordinaten per SMS senden, wo wir genau zu finden sind.



Himmel um 18:34h.



Die letzten Sonnenstrahlen



Ohne Platzproblem

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Um 20h saßen wir im Auto, zu kalt!



20.02., Mittwoch

Nach dem Frühstück haben wir uns verabschiedet voneinander und „Bis bald!“ uns zugerufen, denn wir wollen uns auf jeden Fall wiedersehen. Kurz gesagt, die Chemie hat zu 100% gestimmt.



Schlafplatz



Das Ziel von Tina und Andreas war Sidi Ifni und wir fuhren weiter den Oued Chbika entlang, Günther suchte neue Fundplätze. Er fand auch neolithische Scherben, am Ufer von Oued. So sieht manchmal eine Oued-Brücke aus, es gibt verschiedene Bauweisen.



Oued Brücke



Die neolithischen Scherben wurden fotografiert, aber nur diese, denn es lagen viele da.



Neolitische Scherben



Gräber hatte Günther auch noch entdeckt.



Gräber



Wir fuhren weiter im Lauf des Flussbettes.



Im Oued



Wir fuhren weiter im Lauf des Flussbettes. Im weiteren Verlauf vom Oued Chbika hatte Günther auch noch etwas vom weiten entdeckt, aber auf dieser Entfernung konnte er es nicht einschätzen was es sein kann, also suchte er einen Weg um dahin zu kommen.
Es war eine Ruine, ein großer Platz, der von drei Seiten mit ruinösem Mauerwerk umschlossen war. Günther wird noch recherchieren, was da gestanden haben kann (Günthers Recherche ergab, es war eine neolithische Metropole).



Ruine



Haben entschlossen nach Tan Tan zu fahren, wollten etwas Fleisch einkaufen, Wasser und Brot brauchten wir auch.



In der Wüste unterwegs



Auf den Weg nach Tan Tan wurden wir von einem Mann zum Anhalten aufgefordert. Günther hielt an, es hätte sein können, dass er vielleicht Wasser braucht, oder etwas anderes. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass man in der Wüste anhält und hilft, egal um was es sich dreht. Auf dieser Straße, wo wir gerade fuhren ist kaum Autoverkehr, also uns kam kein Auto entgegen und wir wurden auch nicht überholt.



Vorne und, hinten



Unsere Hunde sprangen schon im Dreieck als wir anhielten und bellten lauthals den Mann an. Er wollte gerne von uns mitgenommen werden, aber nicht weit, er zeigte in die Richtung von zwei weißen Häusern und sagte auch „Dar blanche“, halb arabisch, halb französisch, so wie wir auch sprechen, also wir konnten ihn gut verstehen.
Es war nicht möglich ihn zu uns ins Auto zu setzen, weil unsere Hunde in so einem Fall überhaupt nicht zu bändigen sind und abgesehen davon, auch wenn die Hunde ihm nichts tun würden, wir haben keinen Platz in unserem Auto für eine weitere Person, es ist vollgepackt mit unsere Ausrüstung für die Wüste. Der Mann wollte bestimmt nicht zu unseren Hunden dazu einsteigen, er deutete auf unseren Gepäckträger, da ist er dann auch Hoch geklettert und wir fuhren los. Nach ca. 4 km, noch vor den weißen Häusern, gab er laut von sich und klopfte auf unseren Autodach. Günther hielt an. Da stand sein LKW, etwas von der Straße entfernt, hinter einem Hügel, was man von dort aus, wo wir ihn mitgenommen haben, nicht sehen konnte. Der Mann kletterte runter von unseren Gepäckträger und bedankte sich sehr herzlich für die Mitfahrgelegenheit, sogar einen Handkuss warf er Günther zum Dank entgegen!

Erstaunlich, Tan Tan hat einen Fahrradweg! Noch nie in dieser Gegend gesehen.



Fahrradweg




In Tan Tan angekommen, mussten wir enttäuscht feststellen, dass so gut wie alle Geschäfte zu hatten, aber wir fanden ein Laden und Günther konnte Wasser und Brot besorgen, sogar noch ein Joghurtgetränk auch noch dazu. Wir hatten es mal von Martin probiert und es schmeckte richtig gut, jetzt hatten wir es auch gekauft und gleich getrunken, von den Kalorien her könnte es eine Mahlzeit ersetzen.
Kann ich empfehlen, es schmeckt gut.



Lecker




Es war so gegen 14h und wir haben einen Snack Restaurant aufgesucht, wo wir schon einige Male auf unsere Durchreise gegessen haben. Der Laden war etwas aufgemotzt, hatte sogar mittlerweile einen Windschutz an den einen Tisch draußen und seit unseren letzten Besuch auch einen neuen Besitzer, was wir feststellten, als wir rein gingen zum bestellen. Wir wollten gerne Kefta (marokkanische Frikadellen) essen, aber er hatte kein Hackfleisch mehr, dafür bekamen wir Würstchen angeboten, womit wir auch einverstanden waren. Die Verständigung war sehr gemischt, Arabisch, Spanisch und Französisch. Ich konnte wenigstens die paar Wörter, die ich noch auf Spanisch kann, anwenden und Günther sprach mit dem Kellner arabisch. Auf jeden Fall freuten sie sich über unsere Sprachkenntnisse. In Marokko-Westsahara wird eher Spanisch gesprochen, als Französisch.
Wir bekamen die kleinen Würstchen kross angebraten, mit Pommesfrittes, marokkanischen Salat und haben auch noch jeweils eine Coca Cola getrunken, alles für 60 Dirhams.



Snack-Restaurant in Tan Tan



Von Tan Tan aus sind wir zu dem von uns schon sehr oft aufgesuchten Schlafplatz im Drâa Tal gefahren. Wir mussten so keinen neuen Schlafplatz suchen.



Im Drâa Tal



Um 17h war ich mit dem Zeltaufbau und die Inneneinrichtung fertig.



Unser Schlafplatz im Drâa Tal



Um 17h war ich mit dem Zeltaufbau und die Inneneinrichtung fertig. Dann begann ich mit meiner Arbeit, die Fundplätze von Günther aufzunehmen, also die Koordinaten fein säuberlich abzuschreiben und zu vermerken, was er da entdeckt hatte. Die richtige Arbeit wird uns dann zuhause erwarten, alle Daten zu verarbeiten und zu sichern. Günther hatte sich mit unseren Hunden beschäftigt, denn leider konnten wir sie nicht frei laufen lassen, diesmal waren Hirten da mit Schaaf-, Ziegen-, und Dromedarherde in der Gegend. Hatte ja schon beschrieben, dass unsere Hunde da sehr gerne die Herde aufmischen und auseinander treiben, dass konnten wir nicht verantworten, deshalb kamen die an die Leine.



Hundebespaßung



21.02., Donnerstag

Wir haben gefrühstückt, abgebaut und fuhren los Richtung Boujdour. Im Drâa Tal war zu viel los, auch zu kalt für uns und wir wollten endlich wärmer haben und da Günther sowieso angeln wollte, hatte es uns jetzt sehr gut gepasst. Als wir den Drâa Tal verließen, haben wir noch einen der Hirten mit einer sehr großen Herde Schafe gesehen, sie liefen direkt vor uns.



Hirte mit große Herde im Drâa Tal



Mein Reisebericht wird noch fortgesetzt! Bitte um etwas Geduld, denn bei mir dauert einen Reisebericht abzutippen und die dazugehörigen Fotos dazu auszuwählen, scheinbar genau so lange wie die Expedition auch dauerte, deshalb veröffentliche ich erst mal den ersten Teil meinen Reiseberichts.
Also, ich kann es versprechen, es wird noch spannend und interessant, wir haben noch sehr viel erlebt, gesehen und fotografiert!
Die Fortsetzung meines Reiseberichts ist fertig und kann unter meinen Reiserichten gefunden werden!


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Kommentare

  • moho

    Wow, ein toller Bildband! Liebe Diana, du kannst mir die Wüste richtig schmackhaft machen. Und feines zu speisen gibt es bei Euch auch IMMER (das wisse ich vom Gesichtsbuch her :-))

    Ich hab jetzt erst mal Hunger. Die vielen tollen Buidl muß ich mir nochmal in Ruhe anschauen...

    vlG aus Bayern, Moni

  • agezur

    Ein ganz großes "DANKE" dafür dass du uns an dieser Reise, oder besser Expedition, teilhaben hast lassen.
    Es ist schön wenn sich Leute zusammen finden die das Gleiche wollen und es auch verwirklichen!
    Gratulation zum Bericht und zu den Bildern die alles so wunderbar dokumentieren. Ich freue mich auf die Fortsetzung!
    LG Christina

  • Raudi

    Danke für diesen Reisebericht ! Christina hat Recht , Es war wohl schon eine Expedition in eine für viele von uns unbekannte Region . Aber es war für mich sehr Lehreich und schön einmal etwas ganz anderes als Das was ich bis Heute kannte mitzuerleben .
    Mit so einem Reisebericht kann man auch seinen eigenen Horizont erweitern !!!
    LG Hans

  • 238EWT

    Hallo Diana,
    schön. mal wieder etwas aus Deiner marokkanischen Erlebniswelt zu erfahren. Und dann noch so spannend und ausführlich. Mindestens drei Elemente scheinen Dich mit Günther zu verbinden: Sein Explorationsbedürfnis, Eure Hunde und Deine Küchenrezepte. Mag sich auch die Rangfolge während Eurer Wüstenreise verschoben haben: Nur in Harmonie lässt sich eine solche Expedition durch Marokkos Süden im Winter so positiv beschreiben.

    Liebe Grüße aus Wiesbaden mit inzwischen frühlingshaften Temperaturen

    Eberhard

  • Blula

    Da ist alles drin und ich, die ich erst einmal auf Studienreise in Marokko war, habe noch immens viel Neues erfahren können.
    Herzlichen Dank für diesen interessanten und lebendigen Bericht.
    LG Ursula

  • ingepeter (RP)

    Es ist sicherlich für ungeübte Nerven anstrengend viele Stunden im Auto zu verbringen, dann das Zelt aufzubauen usw., doch werden diese Beschwerlichkeiten durch grandiose Landschaftsbilder, Sonnenuntergänge und -aufgänge, Stille und Sternenhimmel mehr als ausgeglichen. Sehr schön, wenn sich dann auch noch Menschen im Gleichklang dazu finden. Dein wahrer Bilderreichtum zeigt die Wüste als spannenden Lebensraum.
    Bin gespannt auf die nächsten Reiseerlebnisse ... Gruss Inge

  • Wuestenfrau

    Meine lieben Reisecommunity-Freunde, ich danke euch sehr für eure lieben Worte, es macht mir Mut weiter zu schreiben und es freut mich auch sehr, dass ich euch für die Wüste begeistern kann durch meinen Reisebericht. Danke euch!!!

    Konnte mich nicht früher bedanken bei euch, haben zurzeit keinen Internet, nur über Satelliten und der lässt sehr zu wünschen übrig, in unseren Gegend ist der Empfang ganz schlecht. Hoffe sehr, dass wir im nächsten Monat wieder den normalen Internet in Gang bekommen, damit ich die Fortsetzung von unseren Erlebnissen hier veröffentlichen kann und hoffe, ich kann euch weiterhin für die Wüste begeistern.

    Eberhard, die Rezepte stammen von meinem Mann, er ist der Koch bei uns und kocht mich rund!

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Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Wüstenexpedition Marokko-Westsahara Februar/März 2013 4.75 12

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