Island für Anfänger und für Fortgeschrittene

Reisebericht

Island für Anfänger und für Fortgeschrittene

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1. Tag: Montag, 25.06.2007 (Anreise)

Der erste gesichtete Troll

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Den Flughafen Berlin-Schönefeld erreichten wir etwa 2 Std. vor Abflug. In der Warteschlange am Check-In-Schalter kamen wir mit einem deutschen Wahlisländer ins Gespräch. Dieser meinte, dass ER nicht auf Island wandern wollen würde – das Wetter wäre dort zu unbeständig – Lappland sei doch viel schöner, hätte eine üppige Vegetation und ein milderes Klima. Nun, gerade die klimatischen Unwägbarkeiten (auch im Sommer ist mit jedem Wetter zu rechnen) sehen wir als Herausforderung – außerdem werden wir jede Nacht ein festes Dach über dem Kopf haben. Für den Flug empfahl er uns einen Fensterplatz auf der rechten Seite. Wir folgten seiner Empfehlung und sollten belohnt werden. Beim Start bot sich uns zunächst ein toller Blick auf Berlin – später überflogen wir die Färöer-Inseln und schließlich entlang der Südküste Islands mit Blick auf den mächtigsten Gletscher Europas – dem “Vatnajökull“. Die Vulkaninsel empfing uns mit strahlendem Sonnenschein. Der Flybus brachte uns vom internationalen Flughafen in Keflavik in die etwa 50 km entfernte Landeshauptstadt. Nachdem wir unser Zimmer im Hostel bezogen hatten, erkundeten wir Reykjavik bei einem abendlichen Stadtspaziergang. Im alten Hafenviertel stärkten wir uns mit einer Hummersuppe sowie einem Walspieß (wollte ich mal probiert haben, schmeckt ähnlich wie Rindfleisch). Als wir gegen 22:00 Uhr den Rückweg antraten waren es noch immer 16 Grad – für Island nahezu subtropische Temperaturen. Für einen Montagabend war noch verhältnismäßig viel los auf den Straßen, und es waren viel hippe und hübsche Isländerinnen unterwegs!





Hallgrimskirkaja



2. Tag: Dienstag, 26.06.2007 (Golden-Circle-Tour)

Golden-Circle-Tour

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An unserem zweiten Reisetag sollten wir viel zu sehen bekommen. Bereits am Vorabend hatten wir eine etwa 8-stündige Bustour zu den bekanntesten Ausflugszielen der Insel gebucht. Die Tour führt u. a. zum mächtigen Gullfoss, dem “goldenen Wasserfall“, zu einem Hochtemperaturgebiet, der Heimat des weltbekannten Geysir, und zum Pingvellir-Nationalpark, einer etwa 7 km breiten Dehnungsspalte des Mittelatlantischen Rückens (zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen Kontinentalplatte), die sich jährlich bis zu 1 cm senkt und weitet. Diese ebenfalls historisch bedeutsame Stätte (hier wurde zu Wikingerzeiten eine Art Parlament abgehalten) zählt zum UNESCO Weltnatur- und kulturerbe.



Golden-Circle-Tour



3. Tag: Mittwoch, 27.06.2007 (Stadtleben)

Für heute stand “Wale-Watching“ auf dem Programm. Nach einem morgendlichen Stadtbummel fanden wir uns gegen Mittag am Hafen ein, um dort (zu unserer Verwunderung) zu erfahren, dass die Fahrten aufgrund starken Windes ausgesetzt werden. So schlenderten wir etwas verloren durch den Hafen und schließlich durch das kleine Regierungsviertel mit seinen Botschaften zurück in die Stadt, die doch größer ist, als sie auf den ersten Blick erscheint. Nach gut 4 ½ Std. Lauferei erreichten wir dann ziemlich erschöpft unser Hostel auf der anderen Seite der Stadt. Den Nachmittag relaxten wir im gemütlichen Aufenthaltsraum, und am Abend hieß es dann bereits Rucksäcke packen, denn am nächsten Tag sollte es zeitig losgehen.



4. Tag: Donnerstag, 28.06.2007 (Ein perfekter Tag)

In the middle of nowhere

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Heute ging es ins etwa 50 km entfernte Selfoss – so zumindest meine/ unsere Annahme. Der Bus dort hin sollte um 8:30 Uhr vom Zentralen Busbahnhof abfahren. Eine ¾-Stunde vorher verließen wir die Jugendherberge. Dies war jedoch reichlich knapp bemessen, denn wir erreichten den Busbahnhof gerade mal 2 Minuten vor Abfahrt. Die Fahrt dauerte etwa eine knappe Stunde. Die Farm, auf der Ruth (eine Freundin) seit Februar dieses Jahres lebt und arbeitet, liegt jedoch etwa 25 km außerhalb der Stadt (auf halber Strecke zum Nachbarort Hella). Der Busfahrer war so freundlich und ließ uns an einer Zufahrtstraße raus – von dort aus waren es dann nur noch etwa 2,5 km bis zur Farm, die wir gegen halb Elf erreichten. Als Unterkunft diente uns das kleine Waldhäuschen – eine sehr gemütliche Gartenhütte direkt hinterm Haus. Nachdem wir die nähere Umgebung erkundet hatten, gab’ es Mittagessen, später Kaffee und Kuchen (u. a. Apfelstrudel mit Vanilleeis). Danach relaxten wir ein gutes Stündchen draußen in der Sonne. Der Wind hatte mittlerweile nachgelassen, und am Abend, als es nicht mehr ganz so heiß war (O-Ton Christiane), unternahmen wir einen gut 2-stündigen Ausritt auf Islandpferden. Nach dem Vertrautmachen mit den Tieren und einer kurzen Einweisung ging es zusammen mit Oli und Ruth in herrlich milder Abendsonne bis zum Wasserfall und zurück. Nach einem schmackhaften Abendessen lies ich es mir im Hofeigenen “Hot-Pot“ gut gehen. Gegen 01:00 Uhr – es war eigentlich immer noch taghell – war dann Schlafenszeit.





Abendlicher Ausritt

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Kommentare

  • arrakeen

    Schöner Bericht, danke! Und sogar das Wetter stimmte :-) Island ist definitiv eine Reise wert. http://www.arrakeen.ch/europe/europe2.html

  • Clickpix

    Feiner Bericht und schöne Fotos!
    Torsten

  • lautine

    Danke für den interessanten Reisebericht. Eure Erfahrungen helfen bei der Vorbereitung unserer Island-Rundreise im Sommer. WWir freuen uns jetzt noch mehr.

  • tautau006

    Interessanter Bericht und klasse Fotos. Ich glaub ich muß wieder einmal dahin :-)

  • anna.laselva

    Ich habe einmal gehört: "Einmal Island und nie wieder oder einmal Island und immer wieder". Für mich trifft das zweite zu. Ich bin infiziert, insbesondere, wenn ich Deinen sehr ausführlichen und lebendigen Bericht lese. Aller Wetterunbill zum Trotz......

  • Bille

    Der Bericht bestätigt Island als Sehnsuchtsziel.

  • RdF54

    Guter Bericht mit schönen Fotos, der wirklich Lust auf dieses Fleckchen Erde macht! :-)

    LG Robert

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