Südliches Afrika-Erlebnisreise

Reisebericht

Südliches Afrika-Erlebnisreise

Reisebericht: Südliches Afrika-Erlebnisreise

Eine Erlebnisreise durch das südliche Afrika - Südafrika, Botsuana, Simbabwe

von Südafrika nach Botswana

Johannesburg beim Landeanflug

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Am 8. Februar starteten meine Freundin und ich endlich auf den geheimnisvollen afrikanischen Kontinent. Eine Erlebnisreise durch Botswana mit Start in Südafrika und einem Abstecher nach Zimbabwe sollte das Ziel sein.

Nach der Landung in Johannesburg wurden wir am Flughafen abgeholt und in das Joburg Inn im Stadtteil Northcliff gebracht. Dort erwartete uns ein im afrikanischen Stil eingerichtetes, gemütliches Zimmer mit Balkon und einem erfrischenden Pool – ein Traum, wenn man aus dem verregneten, kalten Deutschland kommt. Wir nutzten die Zeit um in dem benachbarten Supermarkt die letzten wichtigen Besorgungen zu machen (Adapterstecker für Südafrika, Wasser) und relaxten den Rest des Tages. Am Abend genossen wir sehr leckeres, einheimisches Essen und lernten die anderen Teilnehmer der Reise kennen: ein neuseeländisches Ehepaar und eine Französin, ab Maun begleitete uns zudem noch eine Italienerin. Ab 18 Uhr war es uns nicht mehr gestattet, das Gelände zu verlassen, eine Sicherheitsmaßnahme, die von Drifters vorgeschrieben wird. Die Angst vor Einbrechern schien sehr groß – rund um das Grundstück verlief eine hohe Mauer mit viel Stacheldraht darauf. Ein eigenartiges Gefühl so eingezäunt zu sein.

Am nächsten Morgen ging die Reise mit einem Kleinbus in Richtung Botswana sehr früh los. Gegen Mittag erreichten wir die Grenze zu Botswana. Die Einreise ging schnell und problemlos. Nach insgesamt 11 Stunden Fahrtzeit erreichten wir die Nata Lodge, welche wie eine Oase wirkt. Dort lernten wir schließlich unseren Guide kennen, der uns die nächsten 2 ½ Wochen begleitete. Er war Südafrikaner und arbeitete bereits seit 8 Jahren als Guide.



Nata und Makgadikgadi-Pans

Wildcampen in den Makgadikgadi Pans

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Die erste Nacht im Zelt war sehr heiß. Das lag wohl daran, dass die Zelte noch von unseren Vorgängern aufgebaut waren und sich über den Tag sehr erhitzt hatten. Um dies zu vermeiden, bauten wir in den folgenden Wochen die Zelte immer erst am späten Nachmittag auf.

Am nächsten Morgen gab es ein kurzes Briefing, wo grundsätzlich Fragen (z. B. ob jeder Teilnehmer Malaria-Prophylaxe nimmt) und Verhaltensweisen für die Nationalparks geklärt wurden. Danach ging es in die Nata Sanctuary, ein riesiges Vogelbeobachtungsgebiet, welches bekannt für seine Artenvielfalt an Vögeln ist. Anschließend fuhren wir zurück zur Nata Lodge und relaxten am Pool, bevor wir in Richtung Makgadikgadi-Pans aufbrachen. In den nahezu vegetationslosen Salzpfannen ist es tagsüber sehr heiß. Daher starteten wir erst am späten Nachmittag. Dort angekommen, machten wir das erste Mal Bekanntschaft mit unserer Busch-Toilette. Anfangs war es eine kleine Überwindung, sie zu nutzen, aber im Nachhinein ist es die sauberste Angelegenheit der Welt (verglichen mit deutschen Autobahntoiletten sogar ein Traum). Hier sollten wir nun die erste Nacht unter Afrikas Sternenhimmel wild campen. Nach einem herrlichen Sonnenuntergang ließen wir den Abend am Lagerfeuer ausklingen.



Maun

Maun Lodge am Boteti River

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Am nächsten Morgen ging es nach Maun, um die letzten Besorgungen (z.B. Kauf von Moskitospray) in Vorbereitung auf das Okavangodelta zu erledigen. Danach fuhren wir zur etwa 10 km entfernten, am Boteti-Fluss gelegenen Maun Lodge. Als erstes erfrischten wir uns dort in dem wunderbar kalten Pool und spielten Beachvolleyball, bevor wir unser Gepäck für die Tage im Okavangodelta packten. Jeder musste sich auf einen kleinen Rucksack begrenzen, da der Platz im Flugzeug beschränkt war. Am Abend erlebten wir einen traditionellen 'Braai', einen afrikanischen Grillabend.





Okavangodelta

Das nächste Reiseziel war das Okavangodelta, eines der Highlights Botswanas. Mit einer Cessna Caravan flogen wir vom Maun Airport mitten ins Delta und wurden dort, nach einem 20-minütigen Rundflug über dem Binnendelta, irgendwo im Nirgendwo abgesetzt. Von dort aus ging die Reise circa eine Stunde mit einem Jeep weiter, eine weitere Stunde fuhren wir mit dem Mokoro, um unser Camp mitten im Delta zu erreichen. Auch die nächsten Tage sollte das Mokoro unser Transportmittel auf den unzähligen Armen des Okavango bleiben. Mokoros sind etwa vier Meter lange Boote, welche aus einem einzigen Baumstamm gefertigt sind. In den folgenden Tagen konnten wir die unendliche Ruhe im Delta genießen und auf den Fahrten und Wanderungen viele große und kleine Tiere treffen, z. B. Krokodile, Nilpferde, Paviane und viele andere.

Zurück in Maun, konnten wir ein paar persönliche Erledigungen machen (z. B. Geld abheben, nach Hause telefonieren etc.).



Chobe- und Moremi-Nationalpark

Chobe NP

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Die nächsten Tage verbrachten wir im Chobe- und Moremi-Nationalpark und trafen dort unzählig viele Tiere: Elefanten, Giraffen, Nilpferde, Büffel, Zebras, verschiedene Antilopenarten und sogar acht Löwen, darunter zwei Babies. In den Nächten zelteten wir wild. Es ist wirklich sehr spannend, wenn es rund um das Zelt überall raschelt und man nicht genau weiß, was es ist. Ich kann jedoch auch sagen, dass wir uns nicht einmal wirklich bedroht gefühlt haben, auch nicht, als Hyänen unser Camp in der Nacht besuchten.



Simbabwe

Bungeejumping in Sambia

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Nach drei Nächten im Busch erreichten wir die Stadt Kasane, wo wir erneut alle Erledigungen tätigten, um im Anschluss daran die Grenze zu Simbabwe zu überqueren. An der Grenze ging erneut alles sehr zügig, auch die Ausstellung des Visums, welches unbedingt erforderlich ist.

Die politische Lage in Simbabwe ist sehr schwierig. Wir wurden nach Erreichen der Lodge auf bestimmte Dinge besonders hingewiesen, um einen sicheren Aufenthalt im Land zu haben. Z.B. sollten wir keine Simbabwe-Dollar annehmen, da das unter Umständen zu Problemen mit der Polizei führen kann. Auch die Strom- und Wasserversorgung war nicht immer gesichert. Trotzdem waren die Tage an den Victoriafällen wunderschön. Es war beeindruckend, wie viel Wasser auf so relativ geringem Raum in die Tiefe stürzen kann. Ein besonderes Erlebnis war es neben den Victoriafällen einen Bungeejump zu machen. In den letzten Tagen nutzten wir die Zeit noch für eine eintägige Kanoe-Tour auf dem Zambesi und einen Ausflug auf dem Rücken eines Elefanten.



Fazit

Canoe-Tour auf dem Sambesi

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Eine Reise nach Botswana ist wirklich sehr empfehlenswert und ein echtes Abenteuer für Naturliebhaber. Leider war die Zeit viel zu schnell vorbei, aber ich bin mir sicher, irgendwann erneut nach Afrika zu reisen.


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Kommentare

  • winni

    Als Naturliebhaber wäre es sicherlich etwas für mich. Nun ein Tipp von mir. Die Bilder würde ich im Text einfliessen lassen und evtl. hin und wieder einen Absatz mit einer Überschrift machen. Dieses lockert den Reisebericht etwas auf. vg winni

  • Segelfilmer.de

    "Leider war die Zeit viel zu schnell vorbei …"
    Ja, leider war der Bericht viel zu schnell vorbei, ich hätte gerne noch mehr von der Reise erfahren. - Ich war noch nie in Schwarz-Afrika, doch langsam lese ich mich hier bei Reisecommunity ein. Werde mich sicher auch bald einmal in diese Richtung aufmachen.

    Liebe Grüße - Thomas

  • RdF54

    Schön so den ersten Eindruck vom schwarzen Kontinent zu bekommen!
    Ich hoffe Euch hat der Virus Africanii erwischt, denn es gibt noch viele wunderschöne Ecken dort!!!
    LG Robert

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