Von Jakarta nach Bali im Juli 2010

Reisebericht

Von Jakarta nach Bali im Juli 2010

Reisebericht: Von Jakarta nach Bali im Juli 2010

Wir machten zauberhafte Begegnungen mit den gastfreundlichen Menschen, sowie der exotischen und einmaligen Landschaft mit den rauchenden Vulkankegeln. Auf Java zeugen prachtvolle Tempel von ehemals mächtigen Dynastien. Java weist eine Breite von bis zu 200 km und eine Länge von 1000 km auf und ist die bedeutendste der mehr als 17'500 Inseln Indonesiens. Die Region ist eine der geologisch aktivsten

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Ankunft und Transfer in Jakarta

Angekommen in Jakarta sind wir um 23.00 Uhr. Zuerst hiess es das Einreisformular auszufüllen. Die 25 Dollar für das Visum musste dann am ersten Schalter bezahlt werden. Am Nächsten Schalter gab es dann das Visum. Bei den Einreiseschaltern hiess es dann ein 3. Mal kurz Anstehen. Alles verlief relativ kurz und schmerzlos. Unmittelbar nach der Einreiseschalter steht ein ATM Automat, bei dem bis zu 4 Mil. INR zu beziehen gibt. Ausserhalb nahmen wir uns ein Blue Bird Taxi, 1 Euro + Taximeter.



Metropole mit einer Mischung aus Harmonie und Chaos,

Auch schon bessere Zeiten gesehen.

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Trotz Verkehrsproblemen und Überbevölkerung ist die indonesische Metropole eine charmante Stadt, eine Mischung aus Harmonie und Chaos, Heiterkeit und Melancholie. Jakarta erscheint vornehm und verdreckt, schön und schäbig, Hochhäuser und Holzhütten, Pracht und Elend liegen auf Tuchfühlung nebeneinander. 1972 wurden den Becakfahrer die Benutzung der Hauptstraßen in Jakarta verboten. 16 Jahre später dann wurde dieses Fahrverbot für das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet. Die Rikschas stellten ein Verkehrshindernis dar und die Arbeit sei inhuman, argumentierten die Politiker. Die Fahrer, die zu den Ärmsten der Armen gehören, sollten zurück in ihre Dörfer gehen. Glodok ist das chinesische Handels- und Geschäftsviertel. Von dort sind es nur wenige hundert Meter nach Kota, wie Alt-Batavia nach wie vor genannt wird.



Ein Tag in Jakarta

Black meet yellow

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Meine Frau Bernadette und ich unternahmen diese Reise zusammen mit Edna, unserer 21-jährigen Gehbehinderten Pflegetochter. Geboren wurde Edna in Angola, wo sie mit 2 Jahren an Polio erkrankte. Eine Afrikanerin, welche noch teilweise auf den Rollstuhl angewiesen ist, eine echte Sensation auf Java. Unterwegs in Jakarta wurde Edna von tausenden von Blicken begutachtet. Wir liessen uns von unserem Hotel Santika per Taxi zum Glodok, Chinatown, fahren. Noch heute bildet der Stadtteil das Handels- und Gewerbezentrum von Jakarta. der Von dort aus liefen wir zum Taman Fatahillah, dem Rathausplatz in Kota, dem alten Stadtteil von Jakarta. Dort treffen sich sich Sonntags Jung und Alt um sich von Strassenkünstlern unterhalten zu lassen. Weiter ging es durch Batavia zum alten Segelhafen.



Start unsere 8-tägige Privattour Javanische Wunderwelt

Wir verliessen die Indonesische Hauptstadt in Richtung Bogor. Dort besuchten wir den weltweit grössten Botonischen Garten mit über 10'000 Baumsorten und mehr als einer halben Million Pflanzenarten. Weiter ging es über den Puncak-Pass vorbei an Teeplantagen nach Bandung.



Bahnfahrt nach Kutoarjo

Unterwegs mit der Eisenbahn

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Frühmorgens fuhren wir zum Bahnhof wo der Zug um 07.00 Richtung Yogyakarta losfuhr. Ein tolle 7-stündige Bahnfahrt nach Kutoarjo stand uns bevor. Von Kutoarjo ging es anschliessend per Auto rauf nach Wonosobo. Die Bahnfahrt war sehr abwechslungsreich. Vorbei ging es an abwechslungsreichen Landschaften mit vielen ursprünglichen Dörfern. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit stieg ich aus oder machte aus dem fahrenden Zug bei geöffneten Tür Fotos oder genoss die Landschaft und beobachte die Menschen in den Dörfern oder auf den Feldern bei ihrer Arbeit. Java liegt bei etwa 6° Süd/105° Ost bis ca. 9° Süd/115° Ost südlich von Kalimantan beziehungsweise dem Süden von Borneo und östlich von Sumatra im Indischen Ozean. Die Insel hat eine Fläche von 126.650 Quadratkilometer. Java hat etwa 130 Millionen Einwohner, mehr als jede andere Insel der Erde. Mit über 1.000 Einwohnern je Quadratkilometer ist die Bevölkerungsdichte eine der höchsten der Welt.



Lokaler Markt

Gesprächsstoff

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Von Kutoarjo ging es mit dem Auto weiter hinauf nach Wonosobo, vorbei an zahlreichen Pinienwäldern. Unterwegs besuchten wir noch einen kleinen lokalen Markt, wo sich sonst kaum jemals Touristen verirren. Weisse Touristen sorgen an solchen Orten für Aufsehen, doch eine Black Beauty im Rollstuhl brachte die Leute in grosse Aufregung, so dass diese Begegnung noch wohl lange für Gesprächsstoff sorgte.



Sympathische Marktflecken Wonosobo

Der sympathische Marktflecken Wonosobo, den die beiden Vulkanriesen Gunung Sumbing ( 3371 m ) und Gunung Sundoro ( 3136 m ) überragen, liegt kühle 900 m hoch. Wir haben noch etwas Zeit für einen kleinen Einkaufsbummel.



Unterwegs mit der Eisenbahn


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Kommentare

  • pleuro

    Lieber Guido,
    wie immer ein Genuss, Deine Reiseberichte zu lesen, die gespickt sind mit vielen Informationen und wunderschönen Fotos! Es war sicher auch für Edna ein tolles Erlebnis!
    Liebe Grüße Anne

  • freeneck-farmer

    Java und Bali sind immer eine Reise Wert.
    Schöne Bilder und gut geschrieben.
    VG Anneken

  • mamatembo

    Lieber Guido,
    „Bei jeder sich bietenden Gelegenheit stieg ich aus oder machte aus dem fahrenden Zug bei geöffneter Tür Fotos …“ das kommt mir sehr bekannt vor, und da werden Erinnerungen wach an unsere eigene Reise im Jahr 1984.
    Terima kasih für diesen wieder einmal kurzweiligen, persönlichen und gleichzeitig sehr informativen Bericht mit den sehr schönen Fotos. Mir ist aufgefallen, dass er ziemlich abrupt aufhört, darf ich mich somit auf die Fortsetzung „Bali“ freuen?
    Liebe Grüße in die Schweiz
    Beate

  • bassanhoue (RP)

    Don`t worry, take it easy! Menschen mit Behinderungen auch "ungewöhnliche Reisen" zu ermöglichen, abseits der Angebote von Spezialveranstaltern, das hat mich an diesem Bericht besonders fasziniert und begeistert. Und es hat mir Mut gemacht. Im westafrikanischen Benin unterstütze ich eine kleine Reiseinitiative junger Afrikaner, die sich auch an deutsche Kunden wendet. Gleich zu Beginn unserer Aktivitäten haben wir darüber nachgedacht, unser Angebot auch auf Menschen mit Körperbehinderungen auszuweiten. Aber auch Menschen mit Seheinschränkungen, blinde Frauen und Männer, können von einer Reise in ein Land profitieren, in dem es so viel zu hören, zu riechen, zu schmecken und zu fühlen gibt, wie im asiatischen- und sicher auch im afrikanischen Reise- und Erlebnisraum. Dein Bericht hat mich darin bekräftigt, diese Idee weiter zu verfolgen.

  • Schoena

    Hallo Guido,
    erst durch Deine Bilder bin ich jetzt auf diesen Bericht gestoßen, der mich sehr berührt hat. Ich finde es schon sehr mutig, so eine Reise mit Behinderten zu unternehmen und ihnen solche unvergesslichen Eindrücke zu ermöglichen. Es ist sicher ein Geben und Nehmen auf beiden Seiten.
    Ein schönes Land, welches ihr da besucht habt. Da kommt man schon ins Grübeln, ob man da nicht auch einmal für längere Zeit Hinreisen sollte.
    Liebe Grüße Ingeborg

  • Blula

    Lieber Guido!
    Ich kenne Bali, ich habe etwas von der Insel Java gesehen.... aber halt so wie Tausende andere auch. So eine Reise mit Behinderten zu unternehmen.... dafür gebührt Dir allerhöchster Respekt. Großartig!!!
    Ich bin außerst berührt von diesem einzigartigen Bericht.
    LG Ursula

  • kawasakipower

    Hallo Guido,was ihr Edna ermöglicht habt ist großartig.Wie immer ziehe ich meinen Hut vor euch und euren Reisen.

    Lg Melanie

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  • Zypresse

    Lieber Guido,
    das, was Du beschreibst, das kommt mir sehr bekannt vor. Ich werde erinnert an unsere Reise 1990. Mein Mann ist Rollstuhlfahrer, auch wir waren damals einfach überwältigt von der unglaublichen Offenheit und Hilfsbereitschaft der Indonesier. Letzten Ende hat diese Reise damals dazu beigetragen, uns Mut für sogenannte exotische Reiseziele ohne Spezialreiseveranstalter zu machen. Wir sind damals noch von Yogya aus zum Gunung Merapi gefahren, ich bin durch den Regenwald hoch gelaufen, mein Mann durfte im Jeep mitfahren - in Erinnerung ist uns aber vor allem die gemeinsame Wegstrecke abwärts: er mit heißen Händen rollend und ich mehr schlecht als recht hinterher... Das hat damals unglaublichen Spaß gemacht. Aus aktuellem Anlass haben wir grad erst wieder darüber gesprochen und die alten Fotos vorgekramt.
    Wie mamatembo kann ich nur sagen "Terima kasih" für Deinen Bericht mit den schönen Fotos. Viele Grüße aus dem Rheinland!

  • globetrotter

    Lieber Guido,
    habe deinen Bericht erst jetzt entdeckt : wirklich eindrucksvoll mit wunderschönen, sich einprägenden Bildern:)))))
    LG Ute

  • Zaubernuss

    Auch ich kann Dir als "Spätleserin" erst heute Beifall zollen. Ein grossartiges Unternehmen, mit Behinderten diese Reise zu wagen! Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass Unvorhergesehenes an der Tagesordnung ist... Es braucht viel Mut, Geduld und Einfühlungsvermögen. Deine ausdrucksstarken Bilder zu diesem interessanten Bericht zeigen mir, dass sich die Strapazen gelohnt haben.
    LG: Ursula

  • Guido

    Hallo Ursula,
    vielen Dank für dein Interesse an unserem Java Bali Reisebericht. Besonders hat uns dein Kommentar dazu gefreut. Danke auch für die positive Bewertung des Berichts und die so zahlreiche positiven Bewertungen der Bilder.
    Liebe Grüsse
    Bernadette, Edna und Guido

  • Guido

    Liebe Ute,

    Vielen herzlichen dank auch dir dein grossen Interesse an unserem Bericht. Danke auch für die positive Bewertung des Berichts und die unzähligen positiven Bewertungen der Bilder.
    Wir freuen uns sehr darüber!
    Liebe Grüsse
    Bernadette, Edna und Guido

  • Guido

    Liebe Freunde,
    vielen Dank noch einmal allen anderen Freunden, für die tollen Kommentare und die Bewertungen. Ihr seid einfach grossartig!
    Liebe Grüsse
    Bernadette, Edna und Guido

  • nach oben nach oben scrollen
  • trollbaby

    Lieber Guido!
    Was habt Ihr Edna da für eine großartige Reise geschenkt? Das Mädchen wird sich sicher nie im Leben gedacht haben, so etwas zu erleben. Einfach toll seid Ihr! Und Edna gebührt meine Hochachtung, was sie alles unterwegs geleistet hat!
    Zugleich sog ich die Informationen über Eure Stationen auf, denn im Juni werde ich auf ähnlicher Route unterwegs sein. Dein Bericht war somit auch in dieser Hinsicht eine gute Einstimmung für mich! Vielen Dank!
    LG Susi

  • Guido

    Liebe Susi,
    vielen Dank für die positive Bewertung des Berichts und die unzähligen positiven Bildbewertungen. Besonders freuen wir uns aber über deinen so lieben Kommentar.
    Liebe Grüsse
    Edna, Bernadette und Guido

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