Normandy American Cemetery and Memorial

Reisebericht

Normandy American Cemetery and Memorial

Reisebericht: Normandy American Cemetery and Memorial

Ein Tag in der Normandie, der Eindrücke hinterließ - der Besuch des amerikanischen Soldatenfriedhofs bei Colleville-sur-Mer, der an dem legendären Strandabschnitt von Omaha-Beach liegt!

Ein kleiner Reisebericht, der in die Vergangenheit führt!

Seite 1 von 2

Historischer Rückblick

Der Schauplatz ist die Küste der Normandie.
Am 6. Juni 1944 begann die Operation "Overlord" (so der militärische Codename der Militäroperation). Ziel dieser massiven Allierten-Offensive war es, die deutschen Besatzer aus Frankreich zurückzudrängen.

Dort, wo die normannische Steilküste von Sandstränden unterbrochen ist, landeten im größten Amphibienangriff der Geschichte amerikanische, britische und kanadische Truppen.

Laut Plan sollte die Invasion bei Tagesanbruch und Ebbe stattfinden, nachdem bereits amerikanische und britische Fallschirmspringer wichtige Schlüsselpositionen besetzt hatten. Zwischen 6:30 Uhr und 7:30 Uhr landeten 135.000 Soldaten an den fünf dafür vorgesehenen Strandabschnitten (Utah, Omaha, Gold, Juno, Sword). Die Schlacht um die Normandie sollte 100 Tage dauern und weit über 200.000 Soldaten beider Seiten das Leben kosten.
Am D-Day erfolgte der Angriff auf einer Breite von 98 km zwischen Sainte-Mère-Église auf der Halbinsel Cotentin im Westen und Quistreham im Osten.



die Allierten

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Während den nächsten drei Monaten kämpften die Allierten gegen deutsche Truppen überall in der Normandie. Caen wurde von Briten und Kanadiern befreit. Amerikaner befreiten Cherbourg und schafften einen dramatischen Ausbruch in der Nähe von St. Lo. Allierte Truppen, zusammen mit französischen und polnischen Einheiten, zerstörten die deutschen Truppen in der Kesselschlacht von Falaise. Der Weg war jetzt frei, nach Paris und dann weiter nach Deutschland vorzudringen.



Omaha-Beach

Hier bei Omaha-Beach war die Landung besonders schwierig.
Dieser Strandabschnitt unterhalb des Friedhofes war der mit mehr als 10 Kilometern Länge ausgedehnteste Landungsabschnitt. Um das Plateau zu erreichen, wo der Normandie-Friedhof heute liegt, mussten sich die Truppen über ein offenes Gebiet von etwa 80 Metern kämpfen, um die Klippen zu erstürmen.
Die Landungstruppen erlitten in Omaha-Beach die größten Verluste, da die unterstützenden Bomber der Air Force aufgrund schlechter Sicht die deutschen Stellungen verfehlten und dadurch die Verteidigungsanlagen größtenteils intakt blieben. Mehr als dreitausend Männer der Landungstruppen ließen hier am D-Day ihr Leben. Seither trägt der Strand den Beinamen „Bloody Omaha" (blutiger Omaha).



in der Ruhe liegt die Kraft



Gedenkstätten der Veinigten Staaten

star-spangled banner

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Nach Beendigung des Krieges wurden auf den ehemaligen Operationsgebieten viele Friedhöfe, Gedenkstätten und Museen eröffnet, die an die Gefallenen, an die Überlebenden und ebenso an die Geschehnisse erinnern sollen.

Die bekannteste Bestattungs- und Gedenkstätte ist der US-amerikanische Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer am Omaha-Beach. Dieser Friedhof ist einer von 14 US-amerikanischen Militärfriedhöfen des 2. Weltkrieges auf fremdem Boden und ist der erste, der auf europäischem Boden errichtet wurde. Der französische Staat hat für immer die Nutzung dieses Landes als permanenten Bestattungsort ohne Gebühr oder Versteuerung gewährt.



"Der Soldat James Ryan"

Nebenbei erwähnt entstand auf diesem geschichtsträchtigen Boden der mit 5 Oscars ausgezeichnete Spielfilm von Regisseur Steven Spielberg "Der Soldat James Ryan" aus dem Jahre 1998 mit Tom Hanks in der Hauptrolle. In der Anfangsszene besucht James Ryan das fiktive Grab des Captain Miller (Tom Hanks) hier auf dem Friedhof von Colleville-sur-Mer, das eigens für die Filmszene dort platziert, danach natürlich wieder entfernt wurde.


Teilen auf

Mein Interessenprofil

Bitte melden Sie sich an, um Reiseziele zu Ihrem Interessenprofil hinzuzufügen.

Kommentare

  • leezmann

    Toll recherchiert, mit bewegenden Fotos hinterlegt. Regt zum Nachdenken an.
    Liebe Grüße, Uwe

  • pleuro

    Uwe, vielen Dank und einen lieben Gruß zur Nacht! Anne

  • Aries

    Ein präziser Bericht in ruhigen Worten und mit Bildern, die deine Betroffenheit ahnen lassen.
    Es grüßt dich
    Hedi

  • pleuro

    Liebe Hedi, eine gute Einschätzung, genauso wollte ich es haben! Danke!
    LG Anne

  • traveltime

    50.000.000 Tote brachte der 2. Weltkrieg über die Welt.
    Falls Kriege und Schlachten überhaupt einen Sinn haben, dann ist diese eines der wenigen in der Geschichte die ihre Berechtigung findet.
    Wir wurden befreit und die Wirkung spühren wir bis heute.
    Danke für den Bericht!
    LG Rolf

  • Zaubernuss

    Liebe Anne
    @ Rolf
    Wir waren vor drei Jahren in Arromanches - les - Bains und haben der Geschichte nachgespürt. Die vielen todesmutigen Spione, die den Coup vorbereitet haben, die Bevölkerung, die Unterschlupf geboten hat, der Einfallsreichtum und die Unerschrockenheit haben uns tief bewegt. Neben den geschichtlich erfassten Daten haben wir eine Menge verschlüsselter Informationen gefunden. Sie sind in der Landschaft und in den Menschen eingeschrieben. Es ist lange her - und doch, ich denke, dass es solche Beiträge wie Deinen braucht, damit wir überhaupt erahnen können, welche Tragödie sich damals abgespielt hat. Sicher Rolf: Die Freiheit war der "Erfolg" eines Kriegszuges, der seinesgleichen sucht. Ich frage mich nur: Wieso können weltweit immer noch Machtmenschen ganze Völkergemeinschaften ins Unglück stürzen? Die Faszination des Mächtigen und seiner selbsterschaffenen tödlichen Strukturen verhindert immer noch ein Eingreifen, bevor Hundertausende darunter zu leiden haben. Danke Dir Anne, Du hältst unser Gewissen wach! LG: Ursula

  • pleuro

    Liebe Ursula, lieber Rolf,
    vielen Dank für Eure Kommentare! Ich finde es gut, dass ein solches Thema heute immer noch ankommt!
    Ich habe mich bemüht, sachlich und wertfrei zu schildern und wenig Subjektives in den Bericht einfließen zu lassen! Aber die Eindrücke, die ein solcher Ort hinterlässt, waren schon sehr emotional. Unter dem Einfluss des wirklich guten Filmes "Der Soldat James Ryan" , den ich seiner Zeit sah, wurden Bilder und Szenen dort vor Ort sehr lebendig.
    Liebe Grüße Anne

  • nach oben nach oben scrollen
  • traveltime

    Liebe Anne,
    wertfei hin wertfrei her, Du hast es sehr gut gemacht.
    Der Bericht an sich ist ein Wert für die RC und alle die ihn lesen können.
    LG Rolf

  • pleuro

    Danke, Rolf!

  • bezi

    Bin absolut beeindruckt von diesem Bericht und er macht mich natürlich auch sehr betroffen. Aber, wie Du schon sagst >> Der Friedhof ist einen Besuch wert! Ganz sicher.
    Danke!
    LG Claudia

  • Aries

    Ich kann mich nur Ursula Zaubernuss anschließen.
    Zitat: Wieso können weltweit immer noch Machtmenschen ganze Völkergemeinschaften ins Unglück stürzen?
    Das macht mich hilflos zornig im Angesicht der vielen Toten aller Kriege dieser Welt, die kaum jeweils "ihre" Kriege gewesen sind.
    Deshalb möchte ich an dieser Stelle auch die deutschen Soldaten nicht vergessen, die zum allergrößten Teil ebenfalls Opfer des Wahnsinns/Größenwahnsinns waren.

    LG Hedi

  • Blula

    Hab vielen Dank für diesen bewegenden Bericht und die eindrucksvollen Fotos vom Soldatenfriedhof bei Colleville-sur-Mer. Bin sehr beeindruckt und habe mich dabei an meinen Besuch des Arlington National Cemetery (Washington) erinnert. Hat mich damals auch noch lange beschäftigt.
    LG Ursula

  • KalliZ

    Ich kann mich nur anschließen, weil vieles schon gesagt worden ist: Ein beeindruckender, weil zugleich auch sehr persönlicher Bericht! LG Kalli

  • nach oben nach oben scrollen
  • pleuro

    Ganz herzlichen Dank an euch alle!
    LG Anne

  • RdF54

    Hallo Anne,

    Dein eindrucksvoller Bericht hat die Erinnerungen meiner Beuche dieser Grabstätten wieder auftauchen lassen. Man kann diese Grabstätten nicht besuchen und unverändert wieder herauskommen!
    In meinen Gedanken erschienen Bilder von jungen Männern - fast noch Kinder - von denen viele wahrscheinlich noch nicht mal eine Freundin hatten - noch nichts vom Leben wußten. Sie kamen mit soviel Energie, um für etwas zu kämpfen, was sie selbst noch nicht verstanden und beim ersten Schritt auf einen neuen Kontinent hörte ihr Leben grausam auf zu existieren ...
    Soviele Opfer in nicht einmal einen Tag ....

    Danke für Deinen Bericht!

    LG Robert

  • pleuro

    Genau, Robert! Die Vorstellung, dass aus den ersten Landungsbooten die jungen GI´s stürmten und direkt in die Salven der Maschinengewehre liefen und nieder gemäht wurden, hat mich sehr beschäftigt!
    Ich danke auch Dir für Deine Worte! LG Anne

  • joki-mau

    Dein Bericht ist gut gegliedert und die Fotos von hervorragender Qualität, über den Sinn von Kriegen kann ich nicht diskutieren, da ich keinen Sinn darin sehe.
    Auch heute sterben noch weltweit viele "Soldaten" in Machtkämpfen die meist nur wirtschaftliche Hintergründe haben. Der damalige Einsatz in der Normandie war einer der für mich gerechtfertigten Kriegshandlungen und als Befreiung vom Nazireich zu sehen, denn den Grausamkeiten des Hitlerdeutschlands musste ein Ende gesetzt werde. Daher ist eine Verehrung der hier gefallenen Soldaten völlig richtig und als Mahnmal gegen den Krieg zu sehen.
    LG Ingrid

  • pleuro

    Liebe Ingrid, da kann ich Dir nur uneingeschränkt Recht geben! Und vielen Dank!
    LG Anne

  • trollbaby

    Liebe Anne!
    Danke für diesen etwas anderen Reisebericht, der zugleich auch sehr nachdenklich macht. Erst wenn man solche geschichtsträchtigen Orte besucht, kann man sich besser in die Geschehnisse vergangener Tage hineinversetzen und beginnt über Sinn/Unsinn eines Krieges nachzudenken.
    Abgesehen vom ernsten Hintergrund.... Deine Fotos sind wieder erstklassig!!!
    LG Susi

  • nach oben nach oben scrollen
  • pleuro

    Auch Dir, liebe Susi, ein herzliches Dankeschön!
    LG Anne

  • ingepeter (RP)

    Hallo Anne, einige ehemaligen Kreigsstätten zu denen ich auch Konzentrationslager habe ich schon gesehen und bin jedes Mal erschüttert, dass wir normalen Menschen soviel darauf lernen und trotzdem Spielball der sogenannten Mächtigen bleiben. Der erste GEdanke, den ich hatte schon bei der Betrachtung der Fotos (das hatte ich vorgezogen und mir erst heute deinen Bericht durchgelesen, die Bilder machen schon betroffen - sorry auch dadurch das sie besonders gut sind) wie gut, dass heute es mehr ein Wirtschaftskrieg ist, doch bleiben auch durch die Kriegsvariante viele Menschen und Seelen auf der Strecke - ein Gefühl der Machtlosigkeit drängt sich auf. Danke für deinen Mut dieses Thema aufzugreifen, wie man oben sieht geht es vielen so. Herzlicher Gruß Inge

  • Chrissi

    Ein sehr gut formulierter, informativer Bericht, für den man Dir einfach zu danken hat. Ein Reisebericht darf auch mal nachdenklich stimmen, sowie auch der Besuch solcher Stätten dann und wann zu einem Urlaub gehören. Die Fotografien, die Du dem Bericht beigefügt hast, sind alle sehr eindruckvoll. Gut gewählt und noch weiter zum Nachdenken anregend hast Du auch das abschließende Foto vom Strand von Omaha-Beach.
    Herzl. Grüße! Christel

  • Jabba

    Egal wann, egal wo, Krieg ist immer ..... von Sinnlosigkeit ganz zu schweigen. Wir vergessen nur viel zu oft, was wir hier in MItteleuropa im Moment für ein Glück haben. Nur ein "paar Tage" früher oder einfach an einem anderen Ort geboren und man wäre mittendrin. Danke, Anne, solche Berichte erinnern wieder einmal mehr daran, dass man einfach für jeden Tag Frieden, der einem selbst vergönnt ist, dankbar sein sollte. VG, Kathrin

  • pleuro

    Inge, Christel, Beate und Kathrin - ich bedanke mich für Eure Beiträge
    LG Anne!

  • CLES

    Hallo Anne,

    Du hast sehr gute Aufnahmen zu Deinem Bericht hinterlegt. Dein Bericht ist aussagekräftig und für jedermann verständlich der sich mit diesem Thema auseinander setzt. Ich für meine Person finde den Bericht sehr gut.

    LG Clemens

  • nach oben nach oben scrollen
  • pleuro

    Herzlichen Dank, Clemens!!
    LG Anne

  • Wilfried_S.

    Bedrückender Bericht,
    beeindruckende Bilder.

    Wir haben diesen Friedhof zwar nie besucht, ich kann mir aber gut vorstellen, dass man dadurch die Welt wieder einmal mit anderen Augen sieht.

    liebe, aber auch nachdenkliche Grüße Wilfried

  • fevi27 (RP)

    Gut gemachter Bericht.
    Ich war in diesem Sommer zweimal dort, Omaha Beach und am Friedhof, die dort herrschende Stille und Betroffenheit werde ich wohl nie vergessen. Ganz besonders ist mir die Inschrift der namenlosen Gefallenen in Erinnerung geblieben:
    " Here rests in honored glory a comrade in arms known but to good."
    lg fevi27

  • Schili

    Hallo. Wie gewohnt exzellent geschrieben; den Strandabschnitt Omaha Beach habe ich vor drei Jahren selbst besucht und kann die Gefühle und Gedanken daher recht gut nachhalten.
    In Zeiten, in denen es neuerdings als schick gilt, jedwedes US-amerikanisch-militärisches Eingreifen außerhalb der USA zu verurteilen, anzuprangern und zu verteufeln, sollte man sich ins Bewusstsein rufen, dass seinerzeit junge amerikanische Männer zusammen mit ihren alliierten Verbündeten zu tausenden ihr Leben fern der Heimat opferten, um ein sehr weit entferntes Europa vom Terror Nazi-Deutschlands zu befreien.....

    Nachdenkliche Grüße aus Köln. :-)

  • vierfussler

    Wahnsinnig beeindruckend. Dein sehr gut recherchierter Bericht ist sehr nachhaltig und überwältigend. Danke Anne!
    LG Kurt F.

  • grenzenlos1

    Danke für die vielen einfühlsamen Infos.
    LG Wi

  • nach oben nach oben scrollen
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Normandy American Cemetery and Memorial 4.82 55

Beliebte Community-Inhalte: AustralienNorwegenThailandVietnamItalienBarcelonaIndien ReiseführerIndien Tipps