Vietnam 2009 Vom Nordosten bis nach HCMC (Saigon)

Reisebericht

Vietnam 2009 Vom Nordosten bis nach HCMC (Saigon)

Reisebericht: Vietnam 2009 Vom Nordosten bis nach HCMC (Saigon)

Im März/ April 2009 bereiste ich mit einer Freundin Vietnam. Vom Norden bis nach HCMC in 4 Wochen. Wir waren low budget mit dem Rucksack unterwegs.

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Mit dem Boot in der Halong Bay

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Start in Bangkok

Abendrot über dem Chao Praya River

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Wir starteten unsere Reise in Bangkok (Thailand), da die Flüge ab Deutschland nach Thailand deutlich billiger sind als direkt nach Vietnam. Außerdem - wer einmal in Bangkok verliebt ist kommt immer wieder! In unserem geliebten Shanti Lodge, einem kleinen Hostel in Thewet, neben dem Wat Thewerat erholten wir uns vom Langstreckenflug. Nach 1,5 Tagen flogen wir mit Air Asia (per Internet von Dtl. buchbar und recht gündstig) weiter nach Hanoi.



Wat Arun



Hanoi

Straße in der Altstadt von Hanoi

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In Hanoi angekommen stellten wir fest, dass unser Hotel leider nicht wie bei der Internetbuchung besprochen, einen Abholservice zum Flughafen geschickt hatte. Nun hieß es cool bleiben, da wie bereits im Reiseführer (Lonely Planet) beschrieben sofort Schlepper ankamen, die uns in ihr Hotel mitnehmen wollten. Hartnäckig blieben wir stur und riefen im Hotel an. Letzlich nahmen wir einfach ein Taxi in die Innenstadt. Auch das war ein Abenteuer, der Fahrer kurvte sicher eine halbe Stunde durch die Altstadt, ohne unser kleines Hotel zu finden. Allerdings bekamen wir gleich einen tollen Eindruck von Hanoi - gratis Zusatzstadtrundfahrt quasi. Am Ende mit mehrmals Fragen erreichten wir das sehr einfache aber passable Hotel. Unser erster Eindruck von Hanoi: laut, bunt, schmale Gassen, viel Betrieb auf den Straßen auch am Abend.
Am nächsten Tag machten wir uns auf zur Altstadttour. Die Rundgänge in unserem Guidebook waren gut beschrieben und dank der kleinen Karten fanden wir uns bald recht gut zurecht. Was uns allerdings zunächst überrumpelte war die Handelsleidenschaft der Vietnamesen. Um jedes kleine Brötchen auf der Straße muss gefeilscht werden. Die Anfangspreise sind meist so astronomisch, dass man es kaum fassen kann. Es dauerte einige Tage, bis wir tatsächlich bei reellen Preisen angelangt waren. Zunächst kauften wir die ein oder andere immens teure Kleinigkeit und waren nach dem Kauf meist selbst sehr überrascht. Nach der Zurückhaltung und Freundlichkeit der Menschen in Thailand ist die Art der Vietnamesen, einen teils regelrecht zu überfallen erst mal gewöhnungsbedürftig. Wir beschlossen daher erstens nicht zu vergleichen und zweitens Gleichmut zu bewahren und zu feilschen was das Zeug hielt. Diese Haltung bewährte sich den Urlaub über sehr gut. In Hanoi besichtigten wir neben der Altstadt das ethnologische Museum um einen Eindruck von der Völkervielfalt des Landes zu gewinnen. Ein Bummel um den Hoan Kiem lake herum mit vietnamesischem Kaffee am Ufer war nach dem Getöse und Geschiebe in den kleinen Straßen sehr beschaulich und eine Pho Bo und andere Leckereien in den Straßenrestaurants waren ebenfalls klasse. In den Straßenrestaurants zu essen finde ich generell immer das beste, wenn man nicht zu ängstlich ist was Lebensmittel und Krankheiten angeht. Es ist billig und man kann ständig neue Gerichte und Geschmacksrichtungen erproben. Man kommt in Hanoi recht gut mit dem öffentlichen Bus herum. Die Angaben im Guidebook stimmten und es war total unstressig den Weg zu finden. Am Hoan Kiem See ist der zentrale Busstop, von dort aus loszufahren ist am einfachsten.



Motorroller sind in Vietnam das liebste Transpo...

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von Hanoi nach Halong Bay

Start im Hafen von Halong

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Bei einer Agentur der A - Z Queen Travel buchten wir für die nächsten Tage eine Tour. Diese bestand aus 2 Teilen. Zunächst ging es in die Bucht von Halong (Unesco Weltkulturerbe). Wir fuhren mit einem Bus hin, die Fahrt an sich war eher öde. Man kann von Hanoi aus auch an einem Tag hin und abends wieder zurück kommen. Das empfiehlt sich keinesfalls! Wir hatten eine Fahrt auf einem Motorsegler gebucht mit Übernachtung an Bord. Das war eine sehr schöne Sache. Wir besichtigten 2 sehr schöne Höhlen, eine Fischfarm, fuhren mit einem Flachboot in einen Kraterteil der Bucht. (kostete extra war aber toll) Das Essen war inklusive und in Ordnung. Leider war das Wetter sehr durchwachsen, wodurch die Kanutour, die auch zum Programm gehörte nur etwas für die Harten war. Wir paddelten dennoch, nasser als nass geht ja nicht mehr. Nachdem abends die meisten Tagesboote zurück gefahren waren bot die Bucht einen wirklich grandiosen Anblick. Gerade das diesige Wetter machte eine ganz besondere, etwas melancholische Athmosphäre.



Unsere Kabine an Bord.



Teil 2 unserer Tour durch den Norden Vietnams

Tempelhöhle Lang Son

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Nachdem wir in Halong wieder von Bord gegangen waren erwartete uns ein Jeep mit Fahrer, den wir über die Agency gebucht hatten. Unser Fahrer Binh sprach ein paar Brocken Englisch und sollte uns eigentlich am selben Tag hoch nach Cao Bang fahren. Leider war Binh völlig übermüdet und schlief beim Fahren einige Male tatsächlich ein. Wir observierten ihn im Rückspiegel und unser energisches "Hey Mister" bewahrte uns einige Male vor Schlimmerem. Wir waren heilfroh, als wir am Abend in Lang Son, einer kleinen Stadt auf halber Strecke ankamen.
Nachdem wir mit einiger Mühe etwas zu Essen in einem kleinen Straßenrestaurant gefunden hatten sanken wir erschöpft in unsere Hotelbetten. Wie die meisten Hotels, die wir in Viertnam hatten war auch dieses untere Preisklasse, sehr sauber und deutlich komfortabler als wir bisher aus Süd Ost Asien gewohnt waren. Am nächsten Morgen machte unser Binh einen wesentlich muntereren Eindruck. Wir besichtigten eine sehr schöne Höhle (Tam Tanh Cave) mit einem Tempel darin und weiter ging es über kurvige Staßen, an Reispflanzerinnen vorbei nach Cao Bang. Unterwegs hielten wir immer mal bei Bekannten von Binh, tranken den Vietnamesischen Grünen Tee (nicht mein Lieblingsgetränk, aber was solls) oder einen (sehr leckeren) vietnamesischen Kaffee.
Cao Bang ist nicht gerade eine Hochburg des Tourismus. Es liegt recht isoliert im äußersten Nord Osten Vietnams kurz vor der chinesischen Grenze. Entsprechend den Tips unseres Guidebooks erkletterten wir den Memorial Hill. Dort war es in der Tat sehr ruhig und beschaulich und man hatte einen schönen Blick. Beim Bummeln durch das Städtchen entdeckten wir einige skurile, hübsche Ecken. Auch das Essen in einem kleinen Restaurant war super nett und lecker. Als einzige Gäste überhäuften uns die Wirtsleute mit Aufmerksamkeit.



Reispflanzerinnen



Zum Ban Gioc Wasserfall

Am nächsten Morgen starteten wir zum Ban Gioc Wasserfall. Er liegt direkt auf der Grenze zu China. Hinauf ging es durch die Berge um Kurven über Kurven. Der Weg ist wirklich weit, man sollte diese Tour nur machen wenn man erstens einen resistenten Magen und zweitens genug Zeit hat, da die Strecken zwar erst kurz erscheinen, durch die Höhenunterschiede und die sehr kleinen Straßen aber sehr lang sind. Am Wasserfall klappte alles sehr gut (im Reiseführer klang der Grenzübertritt ein bisschen vage, war aber kein Problem). Unser Fahrer checkte alles für uns ab. Wer aber nun dachte nach all der Fahrerei eine Wanderung sei jetzt das richtige - nein die Vietnamesen finden Wandern an sich sehr wenig attraktiv. Unser Fahrer schlug vor, wir sollten nun eine halbe Stunde zum Wasserfall laufen und dann wieder zurück kommen. (oha) Wir handelten dann eher so eine Stunde aus, kletterten alle erdenklichen Stufen und Felsen hinauf und konnten, da Trockenzeit war und das Wetter mitspielte tatsächlich in einem der oberen Becken baden. Das war wirklich ein sehr schönes Erlebins. Beeindruckender dürfte der Wasserfall nach der Regenzeit sein, dann ist Badengehen aber nicht mehr ratsam. Als wir zum Jeep zurückkamen erwartete uns ein Schauspiel. Einige chinesische oder auch vietnamesische Geschäftsleute hatten versucht, mit einem Minibus die Furt, die an dieser Stelle den einzigen Grenzübergang darstellt, zu durchqueren. Der Minibus lag leider viel zu tief um das hohe Ufer hinauf zu kommen. Alles Schieben half nichts. Zwei junge Vespafahrer holten daraufhin aus dem nächsten Ort ein Stahlseil. Somit konnte unser Jeep den Minibus mit qualmenden Reifen aus der misslichen Lage befreien. Nach diesem kleinen Abenteuer ging es wieder zurück nach Cao Bang wo wir nocheinmal die Nacht verbrachten.



Durch die Berge



Zum Ba Bee Nationalpark

Ba Bee Nationalpark

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Weiter ging es am nächsten Tag mit dem Jeep über noch mehr Kurvenstraßen. Ziel war der Ba Bee Nationalpark. Ein Nationalpark, der aus einer großen Seenkette besteht. Laut unserer Tour sollten wir gleich am nächsten Morgen weiter nach Hanoi fahren. Da beschlossen wir spontan zu streiken und boten unserem Fahrer 5o $ zusätzlich an wenn er einen Tag länger mit uns touren würde. Das klappte zu unserer großen Erleichterung. Im Nationalpark waren wir direkt am Seeufer in einem kleinen Stelzenhausdorf untergebracht. Zusammen mit einer französischen Gruppe, die sogar noch neben ihrem Fahrer einen privaten Guide dabei hatte, der fließend englisch und französisch sprach, übernachteten wir im Langhaus, wurden sehr gut verpflegt und schlossen uns am nächsten Morgen der Bootstour der Franzosen an. Den Jeep gegen ein ratterndes Boot zu tauschen war zwar nicht unsere erste Wahl, jedoch in diesem Nationalprak schien eine Bootsfahrt das naheliegendste zu sein. Sie war auch sehr schön, dauerte den ganzen Tag, mit Stops in einer unglaublich riesigen Grotte, an einem kleinen Ausflugsrestaurant zum Mittagessen und zu einer Wanderung zu einem Wasserfall. Der letzte Stop führte uns zu einem kleinen Tempel auf einer Insel in einem der Seen. Da zeigte sich ein ums andere Mal wieder die Nützlichkeit unserer aus dem letzten Thailandurlaub mitgeführten Sarongs. Die kurzen Hosen, die das Knie nicht bedeckten und so zunächst für Anstoss bei dem diensthabenden Einsiedlermönch führten, wurden rasch durch einen bodenlangen Rock bedeckt. Schon stand einer Tempelbesichtigung nichts mehr im Wege. Der vietnamesische Guide zeigte sich beeindruckt ob unserer innovativen Ausrüstung (die Sarongs dienten später als Badetuch und zwischenrein als Halstuch bei Zugwind). Überall waren Schmetterlinge unterwegs, die sich allerdings mit unserer kleinen Kamera sehr schwer ablichten ließen. Allerdings gelang uns ein Foto von einer kapitalen Spinne. Abends sprangen wir sehr zur Verwunderung des Bootsverleihers zum Baden in den See. Der fand es wohl zu kalt zum Baden, aber egal, wir Nordlichter machten uns nichts draus.



Dorf der Thai People



Von Ba Bee nach Hanoi

Auf dem Markt

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Unterwegs nach Hanoi hielten wir für eine Stunde in einem kleinen Dorf in dem ein Markt verschiedener Minderheitenvölker abgehalten wurde. Auch hier waren wir erfreut und erstaunt, dass die Menschen scheinbar sehr gerne für unsere Fotos Motiv saßen. Weiter ging es, mit gelegentlichen Stops, bei denen wir wieder reichlich Kaffee und Tee bekamen. Binh erklärte uns, wie der typische vietnamesische Kaffee zubereitet wird. Wir besichtigten noch einen weiteren Höhlentempel und kamen am frühen Abend in Hanoi an. Dort bestiegen wir gleich einen Bus nach Ninh Binh, der nächsten Station unserer Reise.



Stolze Verkäuferin

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Ninh Binh

Ruderer

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Ninh Binh erwies sich als äußerst skurile Etappe unserer Reise. Zunächst hatten wir geplant, einige Tage in einem nahe gelegenen Nationalpark zu bleiben um zu wandern. Leider war das Wetter eher schlecht, es nieselte und war recht kalt. So entschlossen wir uns gemeinsam mit einer sehr netten Amerikanerin, die wir in unserem Hostel kennenlernten, nochmals in einen Jeep mit Fahrer zu investieren und die Sights der Umgebung zu besichtigen. Los ging es, zu einer weiteren Bootsfahrt in einer Gegend (Kenh Ga), in der eine weitere ethnische Minderheit in floating villages lebt. (Wobei das anscheinend eher auf die wärmere Jahreszeit zutrifft. Bei dem kalten Regenwetter hatten viele die überdachten Boote vor kleinen Häusern am Ufer vertäut). Die Menschen in der Gegend sind katholisch. Wir hielten in einem Dorf nahe einer großen Kirche, wo es auf einem Markt allerlei lustige Devotionalien zu bestaunen gab. Die Menschen auf diesem Fluss haben die interessante Technik des Ruderns mit den Füßen. Das sieht sehr lustig aus, scheint aber effizient zu sein, zumal man so die Hände frei hat. Weiter ging unsere Tour zu einer alten Pagode (Umgebung von Hoa Lu), bei der gerade ein Jahrmarkt statt fand. Zu kaufen gab es dort eher seltsame Dinge, vielfach aus buntem Plastik und recht eigenartig schmeckendes Süßzeug. Aufgrund des kalten Wetters hatten die Besucher des Marktes scheinbar alles zur Verfügung stehende angezogen, wodurch sie teils recht wunderlich wirkten. Unser Mittagessen stellte eine besondere Erfahrung dar. Wir fuhren zu einem kleinen Straßenrestaurant, wo die Karte auf Vietnamesisch war und viele vietnamesische Gruppen, wohl Jahrmarktbesucher, es sich schmecken ließen. Wir baten darum, man möge uns geben was alle essen. Dies führte zu allgemeinen Heiterkeitsausbrüchen, da aber niemand, auch unser Fahrer nicht, englisch sprach waren wir ratlos ob des Grunds der Freude. Das Essen, knorpeliges Fleisch in Kräuter gewickelt und dazu Morning Glory und Reis schmeckte mäßig bis schlecht. Wir probierten daher nur. Das Fleisch war von uns unbekanner Konsistenz. Bei der Weiterfahrt versuchten wir unseren Fahrer zu nötigen, uns über die Art des Fleisches zu informieren, da er immer noch hysterisch kicherte. Er äußerte dann "Wau Wau" mit Lachsalven. Wir hatten wohl Hund gegessen. Hm, das hätte ich lieber versäumt. Unsere letzte Station war wiederum das Wasser, ein Flusssystem (Tam Coc), über das man in kleinen Booten gerudert wird. Es ging sehr malerisch entlang großer Felsen hinein in zwei aufeinander folgende Grotten. Der Travelguide hatte gewarnt, dass man an Bord genötigt werde, lokale Stickereiprodukte zu erwerben. Letztlich erstanden wir zwei sehr lustig bestickte Wäschebeutel für 5 $ um die Diskussion mit unserem Ruderehepaar nach langem Hin und Her zu beenden. Dass sie dann auch noch Trinkgeld von uns wollten fanden wir etwas nervig. Der Tag war aber an und für sich zwar seltsam, etwas nass kalt aber auch sehr lustig. Am Abend stiegen wir dann in den Nighttrain nach Lang co Beach (bei Da Nang kurz vor dem Wolkenpass). Die Fahrt mit dem Night train war durchwachsen. So kurzfristig gab es keinen "Softsleeper" mehr. Nur noch 2 Betten in der dritten Etage eines Hardsleeper waren zu haben. Die waren doch sehr beengt, nichts für Menschen mit Platzangst. Um es kurz zu machen - Lang co: der Strand wies zwar tolle Wellen auf und war endlos Sand und Dünen nur leider auch sehr dreckig. Interessant war in der Lagune, die auf der anderen Seite der Strandstraße liegt, die Austernzüchter zu beobachten. Abends gab es gegrillte Austern im Hotel - lecker. Nachdem es dann aber schüttete hielt uns nichts mehr und wir überquerten (bzw. fuhren durch den Tunnel unten durch) gleich am nächsten Morgen mit dem Bus den Wolkenpass (die Wetterscheide in Vietnam) und fuhren nach Hoi An. Unterwegs gab es einen Stop in den Marble Mountains. Da besichtigen wir eine sehr interessante Höhle, die oben mit Tempeln und je tiefer man kam mit Höllenwesen bestückt war.



Devotionalien



Hoi An

Hoi An war für uns eine der schönsten Stationen auf unserer Vietnam Reise. Zunächst einmal ist das Städtchen an sich einfach wunderhübsch. Manche Bauwerke stammen aus dem 16. Jahrhundert wie z.B. die Japanische Brücke. Mit dem Ancient City Ticket kann man unterschiedliche Gebäude besichtigen, wir besuchten ein traditionelles Konzert und ließen uns einfach durch die bunten, im Vergleich zu anderen vietnamesischen Städten superruhigen Straßen treiben. Wir konnten auch nicht widerstehen und orderten in einer der zahlreichen Schneidereinen eine Hose und einen Rock, beim Schuster Sandalen. Die Qualität der Sachen war so mittelmäßig, es klappte aber alles sehr gut, die Kleidung war rechtzeitig fertig und es machte einfach Spaß. Nachdem wir bisher ja auch kaum auf eigene Faust unterwegs sein konnten war auch in dieser Hinsicht Hoi An eine Freude. Wir mieteten Fahrräder und radelten gemäß der Anweisung unserer Hostelwirtin zum ca. 2,5 km entfernten Strand, der auch recht schön war. Die Tour dorthin führte uns über Reisfelder mit kleinen Pagoden darauf. Das Essen in Hoi An sei nicht unerwähnt - absolut das beste was wir in Vietnam bekamen. Besonders der Bananenblütensalat in einem kleinen Restaurant war super. Huy Hoang 1 hieß unser Hostel, einfach, aber dafür direkt neben dem Central Market und nach hinten heraus zum Fluss gelegen war es ein sehr schöner Ausgangspunkt für unsere Touren. Von Hopi An aus fuhren wir nach einigen Tagen weiter mit einem Sleeperbus nach Na Trang. Die Fahrt war in der Tat eine Nervenprobe. Der Bus blieb mitten auf dem Highway No 1 stehen in einer Kurve im Stockdunklen. Zunächst ließ sich nicht erfahren ob es nun weiter gehe oder eher nicht. Nach ca. 1,5 Stunden fuhren wir weiter, der Bus hüpfte und schaukelte wenig Vertrauenserweckend. Da gehörte dann doch eine ordentliche Portion Fatalismus dazu um ein wenig Schlaf zu bekommen.



Japanische Brücke Hoi An



Nha Trang

Gefährliche Brandung

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Das nächste Ziel unserer Reise war Nha Trang, die Beachstadt Vietnams. Der erste Eindruck, übernächtigt nach der sehr gruseligen Busfahrt: Häuser ohne Ende. Wir wurden zunächst vor ein Hotel gebracht, das im Reiseführer auch ok besprochen war. Dann ging ein Gerenne ohne Gleichen los, die Hotelbelegschaft nutzte die Müdigkeit der Busreisenden und versuchte ihre Zimmer zum bestmöglichen Preis loszuschlagen. Echt ätzend, Zimmer ohne Fenster, viel zu teuer, neun das nicht, dann mal hoch rennen in den 3. Stock, ups das Zimmer ist schon weg... Vor dem Hotel standen jede Menge brüllende Männer, die uns in "ihr" Hotel mitnehmen wollten. Au weia. Das reichte uns, wir schnappten die Rucksäcke und machten uns gemäß dem Lageplan unseres Guides auf den Weg. Das Blue Star Hostel war prima, nahe der Uferpromenade und dem Strand, nicht teuer und von einer netten Familie geführt. Gleich gegenüber im Cafe des Amis gab es lecker Frühstück - schon besser! Zu Nha Trang muss man sagen, es hat nichts gemein mit lonely Beach oder paradiesischen Palmenstränden. Es ist eine Stadt am Meer, quirlig, lustig und mit einer unglaublichen Brandung, die nichts für ängstliche Gemüter ist. Frauen sollten besser im Badeanzug ins Wasser gehen, denn der Bikini macht beim raussurfen gerne den Abgang :-)
Ich weiß nicht wie es zu anderen Jahreszeiten ist. Ende März war jedenfalls die Welle, durch die man zum Ufer gelangt, sehr hoch und es kostete Kraft sie zu überwinden machte aber auch Spaß.
Wir gingen auch einenTag auf Schnorcheltour, das Riff war allerdings in keinem guten Zustand. Man konnte allerlei Fische sehen, aber kein Vergleich zu Thailand oder Malaysia. Wir buchten eine Tour ohne Party und Alkohol an Bord. Manche der Touren dort sollen wenig mit Schnorcheln und mehr mit Komasaufen zu tun haben. Unsere war sehr nett, die Tauchlehrer an Bord waren total sympatisch und sprachen gut Englisch. Die Ausrüstung war ebenfalls in Ordnung. Nach drei Tagen verliessen wir Nha Trang in Richtung Hochland - Dalat.



Mutige Jungs am Strand



Dalat

Blick auf Dalat

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Dalat liegt im zentralen Hochland Vietnams. Es wird auch die Schweiz Vietnams genannt, wegen seiner hohen Berge und des milden Klimas. Uns hat es dort sehr gut gefallen. Wir blieben 4 Tage, machten 2 Touren auf eigene Faust und eine geführte 2 tägige Treckingtour. Zunächst suchten wir die Treckingtour Anbieter Phat Tire Dalat auf, die im Guide empfohlen wurde. Dort waren die Leute sehr nettt und wir buchten eine 2 tägige Tour. Allerdings startete diese erst 2 Tage später. Wir ließen uns also mit Tips für Touren versorgen und mieteten wir Mountain Bikes, besorgten uns eine Karte.Am nächsten Morgen radelten wir zum Lam Biang Mountain Die Strecke eignete sich prima für eine Fahrradtour, sie war mit der Karte leicht zu finden, ging mal bergauf, mal bergab, durch einige kleine Dörfer wo man gemütlich Kaffeepause einlegen konnte so ca. 7 km. Der Verkehr auf der kleinen Landstraße hielt sich in Grenzen. Am Lam Biang Nationalpark angekommen liessen wir die Räder stehen und machten uns an den Aufstieg. Erst ging es auf einer schmalen, steilen Asphaltstraße durch Pinienwald. Unterwegs kamen wir an einer kleinen Art Farm vorbei, wo man Wasser kaufen konnte und auch übernachten kann. Idyllisch über einen Steg erreichbar, im Garten liefen frei Ponys mit Fohlen und Minischweine herum. Weiter ging es auf dem Asphaltweg, bis ein Pfad abzweigte. Langsam ging der Pinienwald in Urwald über. Nun wurde es steil und rutschig. wir waren kurz vor dem gipfel, als sich ein Gewitter ankündigte. Also drehten wir lieber um. Gerade rechtzeitig wie sich herausstellte. An der Asphaltstraße angelangt fing es an zu regnen. Wir hatten Glück und wurden von einer Gruppe französischer Touristen, die mit Jeep und Guide unterwegs waren im Kofferraum mitgenommen. Es schüttete, doch an unserem "Fahrradparkplatz" gab es einen Wellblechunterstand wo wir das Ende des Regens abwarten konnten. Auf dem Rückweg sprang uns an einem Rad die Kette herunter und verklemmmte sich ganz furchtbar. An einer offenen Werkstatt an der anderen Straßenseite konnten wir uns aber einen Schraubendreher leihen und die Kette wieder zurück hebeln.



Kaffeepause



Dalat

Flohmarkt

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Am Abend kehrten wir im "Art Cafe" ein, ein wirklich sehr schöner Ort zum Essen und herumsitzen. Der Kellner war extrem nett und sprach gut Englisch. Wir fragten ihn, wo man wohl eine ordentliche Regenjacke kaufen könne. Er beschrieb uns den Weg zum zentralen Markt und riet uns abends hin zu gehen. Da findet dort eine Art Flohmarkt statt. Wirklich prima, wir erstanden 2 Regenjacken für je ca. 2 $ und hatten viel Spaß beim Stöbern. Überhaupt macht Dalat einfach Spaß, es ist hügelig, hat kleine Gassen, der Markt ist in einer Markthalle untergebracht, in der man jede Menge bestaunen und probieren kann. Besonders die getrockneten Früchte sind sehr vielfältig und man kann sich durch den Markt verkosten.



Erdbeerverkäuferin



Tigerfalls

Tigerfalls

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Am 2. Tag radelten wir wiederum los Richtung Tigerfalls. Allerdings hatte unser Reiseführer nicht erwähnt, dass die 7km Weg steil bergab führten. Uns wurde recht mulmig bei der Vorstellung, das alles nachher wieder hinauf zu müssen zumal es recht heiß war. Nun ja, wir verschoben dies Problem auf später. Die Tigerfalls waren eine Attraktion im Sinne der vietnamesischen Inlandstouristen. Man kann auf einer Art Bahn hinunterfahren, den Wasserfall besichtigen, sich entweder mit einem Mann im Bärenkostüm mit einem Äffchen oder einem Cowboy mit aufgeputztem Pony oder anderweitig vor dem Wasserfall fotografieren lassen und wieder mit dem Bähnchen hinauffahren. Wir entdeckten die Bahn natürlich erst als wir halb die Treppe hinab gestiegen waren und fuhren nur hinauf. Das war leider langweilig, runter ging es um Kurven und man kann selbst bremsen (oder nicht). Wir radlten weiter zu einem großen Stausee. An dessen Ufer kamen wir mit einer jungen Frau ins Gespräch, die einen kleinen Kunsthandwerksstand betrieb. Sie bot sich an, uns später ein Großraumtaxi nach Dalat zu ordern, mit dem auch die Räder fahren konnten. Hurra, das Problem hatten wir gelöst. Nun stiegen wir auf ein Boot und kurvten über den Stausee ans jenseitige Ufer. Dort gab es eine Art Ausflugsgartenrestaurant. Das Essen war uns allerdings zu teuer und wir wollten auch nicht auf dem einsamen Elefanten reiten sehr zum Ärger der Betreiberin. Allerdings fanden wir einen hübschen Pfad, auf dem wir eine Stunde die Umgebung erkundeten. Am Nachmittag schauten wir uns noch die Flowergardens von Dalat an. Besonders die Gewächshäuser sind einfach toll.



Fotopublikum

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Treckingtour

Chickenvillage

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Am dritten Tag starteten wir dann zu unserer geführten Tour. Wir hatten Glück, wir waren nur zu zweit mit einem sehr netten Guide - Ling. Los ging es vom Chicken Village aus ab in die Berge. Wir wanderten den ganzen Tag auf schmalen Pfaden durch abwechselnd Urwald und wieder Pinienwald, der von den Franzosen angepflanzt wurde. Ling erzählte uns einiges über den Ackerbau und die Pflanzenwelt, z.B. über den lustigen Kaffee, dessen Früchte von einer Eichhörnchenart gefressen werden und dann wieder ausgeschieden werden. Die dann gesammelten Bohnen sind besonders wertvoll und ergeben wohl einen ganz leckeren Kaffee. Nach einem anstrengenden aber wunderschönen Wandertag mit einer fantastischen Aussicht auf den Stausee kamen wir abends lustigerweise wieder in dem uns schon bekannten Ausflugsrestaurant an wo wir unsere Zelte aufbauten und nach einem leckeren Abendessen und lustigem Umtrunk mit Ling und den Arbeitern des Lokals zufrieden in unsere Schlafsäcke krochen. Am nächsten Tag hatten wir nach einem sehr steilen Anstieg wieder einen tollen Blick und kamen gegen spätem Nachmittag wieder in Dalat an. Abends trafen wir uns dann noch mit Ling zu einem Hot Pot Essen und tranken Reisschnaps aus einer vorher im Ofen erhitzten frischen Kokosnuss. Es war ein langer und sehr lustiger Ausklang unseres Aufenthalts.



Chicken Village



Mui Ne Beach

Kitesurfer Mui Ne Beach

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Unser nächstes Ziek ist Mui Ne Beach, ein langgezogenes Strandgebiet. Wir finden ein superschönes kleines Ressort mit Bungalows. Sauber, günstig, dirket am Strand. Mui Ne ist um diese Jahreszeit noch Kitesurfer Paradies. Am ersten Tag ist das Wasser voll mit Kitesurfern, starker Wellengang. Allerdings geht die Saison ihrem Ende entgegen und die Wellen und der Wind nehmen in den kommenden Tagen ab. In Mui Ne bleiben wir 5 Tage, liegen am Strand, der wirklich sehr schön ist, man kann Fahrräder mieten und wir radelnentlang der Uferstraße durch das Dorf und entlang unterschiedlich großer Ressorts. Man kann auch einige kleine Ausflüge machen, wir machen eine Tour mit Vespataxifahrern zu den roten Sanddünen und zum Redcanyon (der ist mini aber interessant.). Auf dem Weg zu den Fairysprings schlägt sich meine Freundin den Zeh ziemlich schlimm auf, aber die nahe gelgene Polyklinik ist sehr hilfreich und der Zeh wird gut verarztet. Allerdings, die Fairy Springs verschieben wir auf kommende Reisen nach Vietnam.



Kitesurfer Mui Ne Beach

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Kommentare

  • RdF54

    Eine sehr schöne Reise gut be- und geschrieben mit schönen Bildern.
    Und ja, der Sarong ist wirklich eines der nützlichsten Kleidungsstücke, die ich kenne! ;-)

    LG Robert

  • Blula

    ein schöner und munterer Bericht, den ich sehr gerne gelesen habe.. .
    LG Ursula

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