Rundreise Australien - von Melbourne über Uluru zur Ostküste und nach Sydney

Reisebericht

Rundreise Australien - von Melbourne über Uluru zur Ostküste und nach Sydney

Reisebericht: Rundreise Australien - von Melbourne über Uluru zur Ostküste und nach Sydney

Unsere erste Rundreise durch Australien hat uns von Melbourne und australiens Südosten über das 'Rote Zentrum' (Uluru und Kings Canyon) an die Ostküste - an der wir in den Withsunday Islands, Fraser Island und in Sydney Station gemacht haben - geführt.

Seite 1 von 5

Melbourne, Phillip Island und Great Ocean Road

Circle Line Melbourne

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Melbourne - Es ist 04:30 Uhr morgens, das Fenster in der Sitzecke unseres Stadthotels bietet ein etwas trauriges Bild auf eine, verregnete Stadt - eigentlich ganz normal für Dezember komisch nur, dass es schon hell wird. Anke schlummert noch und so langsam realisiere ich wo ich hier gerade bin. Vor vier Stunden sind wir nach 23 Stunden Flug, dem Verlust unseres halben Gepäcks und einer nervenaufreibenden Nachtfahrt auf der linken Straßenseite in unserem Hotel in Melbourne angekommen. Da an schlafen nicht mehr zu denken ist plane ich unseren (Regen-) Tag.
Um einen ersten Eindruck der Stadt zu bekommen wollen wir mit der City Circle Line (kostenlos) einmal um den Stadtkern fahren (http://www.metlinkmelbourne.com.au/route/view/1112) und dann wieder quer durch den CBD (Central Business District) zu den Rialto Towers (höchstes Gebäude der Stadt) laufen um von der Besucherplattform die schöne Rundumsicht aus dem 55. Stockwerk zu geniessen. (http://www.melbourne360rialto.com.au/). Der etwas trübe Eindruck (regen,kalt, fehlendes Gepäck, schlecht geschlafen, ...) wurde nach einem - auch nach deutschem Geschmack - leckeren Frühstück weggewischt, da nicht nur unser Gepäck wie durch Zauberhand wieder auftaucht, sondern uns die australische Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Gelassenheit an jeder Ecke begegnet. Melbournes Stadtzentrum - eine Mischung aus britischer Schönheit (London) und US-Westküsten Gelassenheit (San Francisco) - ist überraschend übersichtlich. Die Stadt hinterläßt einen tollen Eindruck, wir fühlen uns Pudelwohl und finden es fasst schade das es morgen schon nach Phillip Island (http://www.visitphillipisland.com/) weitergeht.
Phillip Island - Nach rund 2 Stunden fahrt (ca. 170 km) kommen wir auf Phillip Island an. Die Touristinfo am Inseleingang ist super freundlich und hat zahlreiche gute Tipps. Die Touristeninsel (Mitte Dezember war noch nicht besonders viel los) ist bekannt für die die Pinguin Kolonie und die Rennstrecke, auf der einmal im Jahr ein MotoGP Rennen stattfindet. Daneben gibt es zahlreiche Möglichkeiten die australische Tierwelt hautnah kennen zu lernen, z.B. im Koala Reservat. In einem kleinen Eukalyptus Wald kann man hautnah auf Holzbrücken die putzigen und endlos faulen (sie schlafen 21 Stunden am Tag) Koala Bären auf Augenhöhe beobachten. Auf den Waldwegen werden wir immer wieder vor Giftschlangen gewarnt (willkommen in Australien) - uns blieb zum Glück eine Begegnung erspart. Weiter geht´s in das Wildlife Ressort. Einigermaßen heruntergekommen, aber toll um Känguru´s und Walabe´s kennenzulernen. Die nächste Station ist das Kap von wo aus wir bei mittlerweile super Wetter den ersten Blick auf den gigantisch schönen Ozean und eine Seelöwenkolonie bekommen. Das Highlight des Tages wartet am Abend auf uns, ein Besuch der Pinguin Kolonie. Die 'Pinguin Parade' ist schrecklich kommerziel, glücklicherweise haben wir die 'Ultimate Penguin Tour' reserviert. Kurz vor dem Sonnenuntergang werden wir und zehn Engländer persönlich aufgerufen. In einem halbstündigen Briefing wird uns der Zwergpinguin und sein Lebensraum erklärt. Ausgerüstet mit Ölzeug, Nachtsichtgerät, Isomatte, Mikrofonen und Taschenlampe werden wir ans Ende des Naturreservats gebracht. Weit und breit ist nichts mehr zu sehen von Kommerz, wir sind plötzlich mitten in der Natur, die uns von den Rangern mit Geduld und Fachkenntnis erklärt wird. Als es dunkel wird legen wir uns in die Sanddünen, rüsten uns mit Nachtsichtgerät und Mikrofon gemütlich ein und warten. Es ist stockfinster, saukalt (Sommer in Australien!?) und - bis auf das tröpfeln des leichten Regens - totenstill, keiner bewegt sich und alle starren in das endlose dunkel. Plötzlich tauchen sie aus dem Meer, hunderte kleine Zwergpinguine auf, springen aus dem Wasser, sammeln sich in kleinen Grüppchen und wackeln in Richtung Sanddünen, wo sie in ihren Höhlen übernachten. Wir sitzen mittendrin, so dass die Pinguine beinahe über unsere Füsse stolpern. Auf unserem Rückweg zu Fuß, der uns den Strand entlang führt, kreuzen ständig weitere Pinguine unseren Weg und wir müssen aufpassen das wir nicht über die kleinen Tiere stolpern.



Cape Otway Lighthouse - Great...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Wir stehen früh auf und starten schon um 08:00 Uhr auf unsere großen Tour, auf dem Programm steht heute die Great Ocean Road (http://www.greatoceanrd.org.au/). Unsere Tour gliedert sich in 6 Etappen.
1. Transfer: Normalerweise beginnt man diese Tour von Melbourne, da wir noch auf Phillip Island sind, müssen wir also erstmal einige Zeit (insgesamt 3 Stunden) in den Transfer zu unserem Startpunkt in Queenscliff. Wir nehmen die Fähre von Mornington Peninsula und werden für den Zeitaufwand durch die Entdeckung einiger Delphine entschädigt. In Queenscliff macht uns eine sehr nette Dame von der Touristinfo darauf aufmerksam, dass wir spät dran sind und nennt uns die schönsten Plätze bis Port Campbell.
2. Die Ocean Road: Die Great Ocean Road startet mit Bells Beach, an dem Patrick Swayze im Film „Gefährliche Brandung“ seine letzten, schicksalhaften Minuten verbringt und sich in die „perfekte Welle“ stürzt. Heute kann die Brandung von Sylt locker mithalten – falsche Saison. Die Straße windet sich wunderschön oberhalb des wilden Ozeans und gibt hier und da einen atemberaubenden Ausblick auf Strände und Steilklippen frei. Wir machen in Apolo Bay halt und genießen leckere Focacchia in sehr relaxter Atmosphäre. In der Saison geht hier sicherlich der Punk ab.
3. Der Märchenwald: Nach Apolo Bay schwenkt die Straße ins landesinnere, in den Otway National Park ab. Wir befinden uns auf hügeligen Straßen umgeben von riesigen Eukalyptuswäldern und biegen Richtung Cape Otway Lighthouse ab. Der Wald wir immer dichter, bunte Vögeln kreuzen die Straße und das Auto füllt sich mit Eukalyptusduft. Am Lighthouse zahlen wir stolze 11$ pro Person, genießen aber den Ausblick in erfrischender Höhe auf die tosende See, die beeindruckender Gewalt an der Substanz des Cap zerrt. Vom Leuchtturm kann – zur richtigen Jahreszeit, nicht im Dezember – auch Wale beobachten.
4. Das Greenland: Nachdem der Märchenwald uns wieder freigegeben hat finden wir uns in einer von Grashügeln, Bäumen und purem Leben nur so strotzenden Landschaft wieder. Kühe und Schafe futtern sich überall satt und das Auge weiß gar nicht wo es hinsehen soll.



Twelve Apostles - Great Ocean...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

5. Zwölf Aposteln: Nach einer langen Passabfahrt stossen wir wieder auf den Ozean. Plötzlich tauchen wie aus dem Nichts große Felsformationen im Ozean auf - und gleich zur rechten das riesige Besucherzentrum inkl. Helikopterlandeplatz. Der Blick auf die zwölf Aposteln (wir zählen nur acht) ist gigantisch. Die Brandung bricht in langen weißen, schäumenden Wellenbergen auf die gold leuchtenden Sandsteinküste. Mitten in diesem beruhigenden Spiel des Meeres ragen gelassen und sehr weise Sandsteintürme empor, die wie Sandburgen wirken, an dem sich der Ozean wie am buchstäblichen Fels in der Brandung die Zähne ausbeist. Tatsächlich ist es so, dass der Sandstein nachgibt und durch die Erosion einer ständigen Veränderung unterliegt.
6. Rückfahrt: Es ist schon 17:30 und wir müssen zurück nach Melbourne, weshalb wir von der Great Ocean Road abbiegen und eine Abkürzung Richtung Geelong einschlagen. Der Weg zieht sich und nach ca. 650 km über Landstraßen und 12,5 Stunden fahrt kommen wir um 20:30 in Melbourne an.


Teilen auf

Mein Interessenprofil

Bitte melden Sie sich an, um Reiseziele zu Ihrem Interessenprofil hinzuzufügen.

Kommentare

  • raupenzwerg

    Eigentlich ein nettes Bild, doch leider hat sich unbemerkt ein vorwitziger Zaunpfahl am unteren Rand eingeschlichen.

  • Ulich

    Toller Bericht mit guten Bildern.
    Gruß Beate

  • Schili

    Toller Bericht. Ich frage mich bei der Bewertung deiner Fotos, ob es zum 324356234. Mal der Ayers Rock sein muss, damit man nen 5er vergibt? Grad mal etwas ungewöhnliche Motive find ich klasse...:-)

  • Zaubernuss

    Danke für Deinen ausführlichen Reisebericht mit den guten Informationen und den schönen Fotos, Bin gerne Deinen Spuren gefolgt!
    LG: Ursula

  • Blula

    Ob ich wohl auch noch einmal nach Australien komme werde? Dein wunderbarer Bericht hat mir auf jeden Fall sehr viel Appetit gemacht. Sehr lesenswert!
    Danke, dass ich mit reisen durfte.
    LG Ursula

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Rundreise Australien - von Melbourne über Uluru zur Ostküste und nach Sydney 4.36 11

Beliebte Community-Inhalte: AustralienNorwegenThailandVietnamItalienBarcelonaIndien ReiseführerIndien Tipps