Silvester in Barcelona

Reisebericht

Silvester in Barcelona

27.12.2007

Ankunft in Barcelona

„Was machen wir dieses Silvester eigentlich? Hat jemand Lust zu verreisen? Was haltet ihr von Barcelona, soll ganz schön da sein…“ „Noch nie da gewesen… also ich bin dabei!“
Also wurde schnell nach einem günstigen Flug und Hostel gesucht, bald gefunden und gebucht.
Eine Woche vor Abflug erkundigten wir uns ein wenig über die Stadt, von der wir nicht so wirklich viel wussten. Es wurde also wieder mal ein Merian-Reiseführer besorgt, den wir während der 6 Tage fast vollständig abarbeiteten (nur die Museen und Galerien wurden ausgelassen, da das Wetter einfach zu gut war, um den Tag in geschlossenen Räumen zu verbringen).
Gleich nach Weihnachten ging’s schon los. Bei der Ankunft wurden wir von strahlender Sonne begrüßt, die auch während der restlichen Tage nur von der Nacht unterbrochen wurde. Das hat man gebraucht!
Vom Flughafen kommt man sehr leicht mit dem A1 Bus (für 3,90€) ins Zentrum. Es wurde gleich eine 10er-Karte für die Metro (und Bus) gekauft, die auch genau bis zur Abreise ausreichte. Da haben sich die 6,90€ bestens gelohnt!
Das Hostel befand sich in der Nähe des Parc de Montjuïc, von da war es auch nicht weit zum alten Hafen. Nach dem Einchecken schlenderten wir ein wenig am Hafen entlang, vorbei an der Kolumbus-Statue und am Maremágnum (um aber nicht schon am ersten Tag sein ganzes Geld auszugeben, sollte man als Frau erst einmal diesem Einkaufszentrum widerstehen…).
Auf dem Rückweg wurden die ersten Lebensmittel eingekauft, um für den nächsten Tag gut gerüstet zu sein.
Am Abend genossen wir den Panoramablick über Barcelona vom Montjuïc aus.



Blick vom Montjuic



28.12.2007

Spaziergang durchs Zentrum

einer der zahlreichen bunten Märkte

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Der nächste Tag startete mit einem ausführlichen Frühstück. Anschließend ging es zu den Ramblas und durchs Barri Gòtic (gotisches Viertel) vorbei an verschieden Märkten. Auffallend waren die vielen Franzosen und Deutschen, denen wir begegneten. Die ersten Postkarten wurden schnell gekauft und auch gleich ein paar Grüße in die Heimat geschickt.
Wir kamen auch am Picasso-Museum vorbei, jedoch schüchterte uns die lange Warteschlange ein wenig ein, sodass wir weiter durchs Zentrum schlenderten.
Nach diesem ausführlichen Spaziergang, mussten erst einmal unsere Betten für ein Mittagsschläfchen herhalten…
Auch den zweiten Tag ließen wir mit einem Spaziergang durch den Parc de Montjuïc ausklingen. Doch diesmal sollte der Font Magical („magischer Brunnen“) unser Ziel sein. Ein paar Irrgänge später erreichten wir diesen glücklicherweise genau zum richtigen Zeitpunkt. Wir konnten an einem wunderschönen beeindruckenden Schauspiel teilhaben. Die Fontänen und Beleuchtungen wurden so auf laute klassische Musik abgestimmt, dass man Gänsehaut (aber positiv) bekam.
Nach der Rückkehr ins Hostel wurde der Versuch gestartet eine Pizza ohne Ofen zuzubereiten. Er scheiterte…



29.12.2007

Parc Güell & Sagrada Familia

Rolltreppen zum Parc Güell

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Unsere Zimmermitbewohner schwärmten uns so derartig beim Frühstück vom Parc Güell vor, dass wir prompt ein paar Stullen mehr schmierten, diese einpackten und uns zu diesem aufmachten. Sie haben Recht behalten. Man kann dort stundenlang spazieren und die wunderbare Aussicht genießen. Gaudí hat wirklich gute Arbeit geleistet.
Da der Tag aber noch jung war, wurde beschlossen einen im Reiseführer beschrieben Spaziergang („Jugendstil-Monumente in Gràcia“) anzuschließen. Dieser führte uns an vielen schönen Häusern vorbei zur Sagrada Familia, die leider (wie immer) von Baukränen umrundet wurde und unser Geld reichte auch nicht mehr für den Eintritt.
Generell haben wir alle im Reiseführer ausgewiesenen Spaziergänge gemacht und können diese nur loben.
Abends wollten wir eigentlich am Pub-Crowl (man zieht in einer Gruppe von einer Bar zur nächsten, bekommt Freigetränke und landet letztendlich in einem Club) teilnehmen, verschliefen diesen aber…



30.12.2007

Vom Alten Hafen zum Strand

Kolumbus-Monument

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Der nächste Tag sollte in einem Shopping-Desaster enden…
Eigentlich hatten wir uns den Spaziergang „Vom Alten Hafen zum Olympiahafen“ ausgeguckt. Dieser ging auch durchs Maremágnum, dass glücklicherweise auch am Sonntag geöffnet ist) und am Strand vorbei. Also wurde eine Tagesdecke und Buch für den Strand eingepackt. Viel weiter als bis zum Maremágnum kamen wir aber erst einmal nicht. Um dorthin zu gelangen schoben wir uns mit der Masse über eine Art Seebrücke. Nachdem unser eingestecktes Geld alle war, wurden die restlichen Klamotten reserviert. Es ging also noch einmal durch die Massen zurück zum Hostel um die Einkäufe zu verstauen und sich neues Geld zu holen…
Nach dem zweiten Versuch ging’s dann weiter zum Strand. Dort war einiges los. Wir legten uns aber in eine ein wenig abgeschiedene Ecke und entspannten erst einmal mit einem guten Buch, dem Geräusch der Wellen und Möwen im Hintergrund.
Auf dem Rückweg (bis zum Olympiahafen kamen wir nie) wurden die Stände an der Hafenpromenade unsicher gemacht; und schon wieder war das Portemonnaie erschöpft. Da wir ja vernünftige Mädels sind, hatten wir glücklicherweise noch ein paar Reserven im Hostel gelassen!
Also wurde noch dem Mittagessen im Hostel (Tütensuppe) noch ein weiterer Versuch gestartet, die Kauflust endlich zu stillen.
Am Abend machten wir uns mit den Zimmermitbewohnern auf ins Nachtleben Barcelonas und lernten viele lustige Menschen aus der ganzen Welt kennen.



31.12.2007

Silvester

Punkt um 8.00 Uhr stolperten wir (natürlich mit schwerem Kopf) zum Frühstück, legten uns aber sofort danach wieder schlafen…
Als wir dann endlich wieder einigermaßen fit waren, wurden Souvenirs für die Daheimgebliebenen gekauft. Wie schon im Parc Güell, besorgten wir uns Baguette, Salami und Käse und legten eine kleine Brotzeit im Viertel El Raval ein.
Ach, jetzt hatte man ja ganz vergessen, dass schon der 31.12. war! Wie soll denn auch bei so gutem Wetter Silvesterstimmung aufkommen?
Im Gemeinschaftsraum unseres Hostel ging es auch schon heiß her: die ersten Trinkspiele wurden gespielt, alle waren unglaublich glitzernd angezogen und schmückten ihre Tische für ein gemeinsames Abendmahl. Da musste man einfach mitmachen! Schnell wurden noch ein paar Silvesterutensilien (wie Knabberzeug und was zu trinken) eingekauft und ein schöner Abend vorbereitet. Zu essen gab’s noch schnell Gnocci mit Pilzsoße. Anschließend wurden wir von 4 netten Herren aus München abgeholt, mit denen wir auf den Ramblas ins neue Jahr feierten. Nach altem spanischem Brauch mussten auch noch pro Person 12 Trauben besorgt werden, die dann zu den letzten 12 Glockenschlägen des letzten Jahres verspeist werden. Gesagt, getan.
Angenehm waren zwar die wenigen Böller (vielleicht 4 oder 5 insgesamt), doch leider schmeißen die Spanier mit ihren Sektflaschen um sich, was nicht unbedingt beruhigender war. Auch ein schönes Feuerwerk vermissten wir. Also kletterten wir schon gegen 2 in unsere Betten und verschliefen die ganzen Partys…



01.01.2008

Tibidabo

Blick vom Tibidabo auf Barcelona

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Natürlich muss man am 1.1. erstmal ausschlafen.
Danach machten wir uns auf den Weg zum Berg Tibidabo (auch wieder ein Tipp unserer Mitbewohner). Dorthin fährt vom Plaza Catalunya ein Bus in einer halben Stunde bis zum Ziel. Wir warteten also an der Haltestelle. Aus Langeweile lies ich mir den Fahrplan durch und entdeckte endlich die Abfahrtzeiten: aha! 30.12. , 31.12. , 2.1. irgendwas stimmt da nicht! Dieser Bus fährt nicht an Neujahr!
Nun musste eine Alternative her! Mit der Metro ging’s also erst einmal so nah wie möglich an den Fuß des Berges. Von dort fährt normalerweise eine Zahnradbahn zum Gipfel. Normalerweise! Nicht am 1.1.! Also machten wir uns zu Fuß auf den restlichen Weg immer mit der riesigen Jesusstatue im Blick. Über verschiedene Trampelpfade, Schotterwege, -straßen und Treppen erreichten wir endlich unser Ziel. Aber die grandiose Aussicht machte alle Anstrengungen wieder zunichte.
Für den Rückweg suchten wir uns aber einen weniger anstrengenden Weg und fanden ihn auch glücklicherweise.
Nach der Rückfahrt und einem anschließendem Mittagsschlaf mussten auch schon die Koffer wieder gepackt werden. Außerdem besorgten wir noch etwas zum Frühstück für den nächsten Tag (unsere Abreise), da wir das Frühstück im Hostel nicht mehr schaffen würden.
Zum Abschied spazierten wir ein allerletztes Mal am Hafen entlang, sagten Kolumbus Auf Wiedersehen und legten uns dann schon früh schlafen.
Der nächste Tag wurde komplett von der Abreise eingenommen.


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