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Reisebericht: Schwarze, weiße, gelbe Wüsten und grüne Oasen
Auf meiner Reise nach Ägypten 2006 erlebte ich die Wüste in ihrer überraschenden Vielfalt
In Bahariya
Zwischen fünf und sechs Stunden fahren wir, meine Schwester, meine Nichte und ich im Auto von Kairo in die Oase Bahariya. Die Fahrt ist eintönig, weil draußen die Landschaft die ganze Zeit nicht ein einziges Mal wechselt. Wüste, Wüste, Wüste, aber nicht mit schönem gelben Sand und welligen Dünen, wie man sich das vorstellt sondern flach, grau-braun, steinig, langweilig. Die einzige Abwechslung ist ein nicht endend wollender Güterzug, der beladen mit Eisenerz aus Bahariya unmittelbar neben der Straße dahinrattert. Als die grünen Dattelpalmenhaine der Oase in Sicht kommen, ist dieser Anblick auch für die Augen eine Oase .
Zur Oase gehören mehrere kleine Gemeinden. Wir werden drei Nächte im Hot Spring Hotel in Bawiti verbringen. Der Eigentümer Peter Wirth ist Deutscher, seine Frau Japanerin, das Personal sind Beduinen, ganz schön international, so eine Oase.
Unser Zimmer liegt versteckt hinter einer üppigen Gartenanlage.
Nach so viel Wüste ringsum erscheinen die prächtigen Rosen wie ein Naturwunder.
Peter Wirth erklärt mir, dass dies die berühmten ägyptischen Rosen sind, aus denen das kostbare Rosenöl hergestellt wird. Sie sind der ganze Stolz ihrer Besitzer. Geheimtipp: Hühnermist. Den riecht man natürlich nicht.
Eine Schulklasse ist gerade zu Besuch und will unbedingt aufs Bild. Alle ägyptischen Kinder, können mindestens einen englischen Satz „What’s your name“. Und die Jungs haben mit 5 Jahren schon einen Augenaufschlag, dass einem Hören und Sehen vergeht. Flirten wird ab dem zartesten Kindesalter geübt und bereits mit 12 sind die Jungs perfekt.
Zu Fuß möchte ich die Oase erkunden. Außerhalb der Hotelanlage gibt sich die Natur wieder etwas dürftig.
Einige Häuser setzen Farbakzente.
Überall sind kleine oder größere Mauern, hinter manchen verbirgt sich ein Traumhaus
hinter anderen dagegen.... nichts.
Auf der Dorftstraße geht es sehr gelassen zu. Schwayya schwayya - immer langsam
Die Oase ist eine Senke und dadurch kommt man besser an das Grundwasser heran. Es sprudelt sogar von selbst hervor. Die Quellen sind heiß und stark mineralhaltig. Auch im Hotel gibt es einen Pool mit einer heißer Quelle (daher der Name des Hotels). Nach der langen Autofahrt genießen wir ein Bad im rötlichen, eisenhaltigen Wasser. Die blonden Haare meiner Schwester mögen das nicht und färben sich orange.
Persönliche Meinung von freyabe:
Das International Hot Spring Hotel in der Oase Bahariya unter der Leitung von Peter Wirth liegt in einem blühenden Garten und verfügt über einen Pool mit heißer Quelle. Im Hotel können verschiedene Ausflüge in die Umgebung gebucht werden. Besonders zu empfehlen ist eine Tour mit Übernachtung in der Weißen Wüste.
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Hallo Icka, wieder ein sehr schön erzählter Reisebericht. Diese Wüstentour gefällt mir sehr gut. Ein richtiges kleines Abenteuer war das. Habe diesen Bericht mit voller Interesse gelesen und wie immer, viel dabei schmunzeln können. Das liegt wohl am Humor des Erzählers ;-)). Danke dafür....lg Romy
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Munter und kurzweilig geschrieben und alles mit aussagekräftigen Bildern unterlegt. Solche Berichte liebe ich!
Liebe Grüße - Ildiko -
Ein sehr schöner Bericht - erlebnisreich und gut vermittelt!
Da fällt mir Martin Kessel ein, der sagte:
"Einen Schuß Wüste braucht der Mensch - um des Glücks der Oase willen."
LG Robert -
Ein herrlich humorvoller Erlebnisbericht. Hat richtig Spaß gemacht zu lesen... und ich habe viel erfahren können über so eine abenteuerliche Wüstentour. War schon zweimal in Ägypten, aber ohne echte Wüste. Vielen Dank !
LG Ursula -
sehr interessant, vielen Dank...
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Der turkmenische Dichter Saadi hat Recht, wenn er sagt:
"Wie trostlos sind andere Landschaften im Vergleich zu dir, o Wüste!"
Egal ob weiß oder schwarz, ob sandig oder felsig, ob trocken oder blühend ... ich finde alle Wüsten faszinierend und bedanke mich ganz herzlich für diesen anschaulichen Bericht!
LG Beate
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